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Archive for the ‘Neue Publisher’ Category

Verlagsvorstellung- Heute: Sternensandverlag

Juni 13th, 2017 | Neue Publisher | 0 Comments

Sonstiges
Logo farbig

 

Dieser Artikel berichtet von einem noch sehr jungen Verlag, der vor allem durch Fannähe und nahe Zusammenarbeit mit seinen Autoren ins Auge springt.

 

 

Von der Idee zur Gründung des Sternensand Verlag

 

Der Sternensand Verlag wurde von den Autorin C.M. Spoerri zusammen mit ihrem Mann 2015 ins Leben gerufen und hat seinen Standort in der Schweiz.

Doch die Geschichte der Verlagschefin Corinne Spoerri begann bereits vor der Geburtsstunde des Verlags.

1983  in der Nähe von Zürich geboren, entdeckte Frau Spoerri bereits in ihrer Kindheit ihre Liebe zum Schreiben. Als Jugendliche verfasste sie selbst einige Kurzgeschichten, dachte jedoch nie daran, einmal ein Buch zu schreiben. Nachdem sie Psychologie studiert hatte  und schließlich im Frühling 2013  promovierte, entschloss sie sich, ihr einstiges Hobby wieder aufzunehmen. In Folge dessen schrieb sie unter dem Namen C.M. Spoerri die Fantasy-Saga „Alia“, die im Frühling 2014 mit dem ersten Band „Alia – Der magische Zirkel“ im Berliner Verlag AAVAA erschien.

Jedoch stellte Frau Spoerri rasch fest, dass es sich von einem Autorenhonorar nicht leben lässt, wenn man nicht „DEN“ Bestseller schreibt. Daher war für sie der Schritt ins Selfpublishing die logische Konsequenz. Aus diesem entstand schließlich im Sommer 2015 die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen, um es ihren Lesern auch weiterhin zu ermöglichen, die Bücher im Handel bestellen zu können. Read More

Von Cowboys und Küssen – Die LoveLetter Convention 2017

Mai 26th, 2017 | Aktuelles, Messe, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher | 2 Comments

Bericht

Ein Treffpunkt für all jene, deren Herz für die Liebe schlägt: Die 6. LoveLetter Convention (LLC) in Berlin stand vom 20. bis 21. Mai erneut im Zeichen der großen Gefühle. Dabei herrschte vor allem eins: eine familiäre Atmosphäre.

 

Foto ©Klaudia Szabo

Die LoveLetter Convention – eine Messe, die sich von der Masse abhebt

Am Campus der GLS Sprachschule in Berlin findet im Frühjahr traditionell die Messe statt, bei der sich alles um die Liebe dreht. Elf Verlage traten dieses Jahr als Sponsoren auf, darunter auch Größen wie der Ravensburger Buchverlag oder Bastei Lübbe. Mit dabei waren auch Autoren wie Poppy J. Anderson, Cora Carmack oder Samantha Young. Ihre Bücher verkaufen sich in dem Genre auch international in hohen Auflagen.

Was macht also eine verhältnismäßig kleine Messe wie die LoveLetter Convention attraktiv für diese Autoren, die in Standorten wie Leipzig oder Frankfurt am Main eine weitaus größere Masse an Besuchern erreichen könnten?

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Verlagsmarketing auf Youtube

Mai 2nd, 2017 | Aktuelles, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 2 Comments

Innovative Geschäftsmodelle

CC Namensnennung, erstellt von Romy V. Reichert

 

Youtube. Die mit Abstand größte und beliebteste Videoplattform in Deutschland. Über eine Milliarde Videos werden pro Tag angeklickt und besonders bei jungen Nutzern ist der tägliche Youtube Konsum zum Alltag geworden. Auch die Ersteller der Videos sind zahlreich und zu jedem Thema kann man etwas finden. Einige Youtuber haben eine Reichweite, die der von Prominenten gleicht.

Das wollen sich Firmen nicht entgehen lassen und nutzen die Videoproduzenten für ihre Werbezwecke. Für viele Unternehmen ist dies ein hervorragender Weg, die Zielgruppe der Zuschauer anzusprechen und das für einen, im Gegensatz zu herkömmlichen Marketingmethoden, günstigen Preis.

Doch, wie sieht es mit Büchern aus? Auch Verlagen bietet sich die Möglichkeit, auf dem Videoportal Marketing zu betreiben. Das tun sie auf verschiedenen Wegen: Einige Verlage haben eigene Youtube Kanäle auf denen sie Videos hochladen. Vor allem Jugendbuchverlage sind hier zu finden, da viele Jugendliche auf Youtube unterwegs sind und die Videos ansehen könnten. Read More

Der Ruf nach Individualität – Personalisierbare Kinderbücher

Juni 20th, 2016 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher | 0 Comments

Die wohl bekanntesten Helden meiner Kindheit hießen Pippi, Hanni und Nanni, Findus oder Conni. Ich fand Freunde und Helden in ihnen und gerne wollte ich so sein wie sie. Dieser Wunsch nach eigenen Abenteuern kann sich jetzt für Kinder erfüllen (zumindest auf dem Papier)! Das Zauberwort lautet: personalisierbare Kinderbücher.

Was sind personalisierbare Kinderbücher?

Wie der Name bereits andeutet, ermöglicht diese Art von Bilderbüchern den Kindern selbst die Hauptrolle der Geschichte einzunehmen. Ihre Namen werden dabei an die Protagonisten vergeben. Zudem wird die Gestaltung des Buches nach Geschlecht unterschieden. Nun begibt sich das Kind in der Geschichte auf die Suche nach seinem Namen, findet einen Buchstaben nach dem anderen, die am Ende den Namen des Kindes ergeben. Bei einem kurzen Namen, werden zusätzliche Füllseiten mit extra Geschichten eingefügt, damit das Buch nicht zu kurz ist. So zumindest das Prinzip nach dem das DIY-Projekt „Ach du Schreck,mein Name ist weg!“ (www.lostmy.name/de) arbeitet.

Warum sind sie so erfolgreich?

Inzwischen hat lostmyname in 174 Ländern über 1,5 Mio. Bücher verkauft. Dies liegt wohl vor allem daran, dass es heutzutage immer schwieriger wird, Kinder mit individuellen, hochwertigen Geschenken abseits von Lerncomputern und anderen elektronischen Geräten glücklich zu machen und sie zugleich zum Lesen zu animieren. Lostmyname schafft beides: Abenteuer und Spaß mit liebevoll gestalteten Figuren und Welten, wodurch den Kindern das Lesen mehr als schmackhaft gemacht wird. Wenn die Hauptrolle dann auch noch den eigenen Namen trägt, leuchten Kinderaugen auf. Man wird selbst zum Helden und reist als mutiger Junge oder als mutiges Mädchen zu verschiedenen Orten, immer auf der Suchen nach einem weiteren Buchstaben.

Dass so ein Buch nicht jeder hat, erhöht zudem den Individualitätsfaktor und macht den Nachwuchs stolz.

Mein Fazit?

Für 26,99€ (in der Standard-Ausführung) kauft man ein individuelles Präsent, an dem das beschenkte Kind lange und vor allem immer wieder Freude haben wird. Denn ein Buch kann man ja bekanntermaßen mehr als einmal lesen. Dadurch, dass sich mit unterschiedlichen Namen auch die Geschichte ändert, lohnt sich das mehrmalige Recycling der Geschenkidee zum Beispiel für Geschwisterkinder.

Insgesamt gefällt mir die Idee sehr gut und sie kommt definitiv auf meine Geschenkeliste für all meine kleinen Nichten, Neffen, Cousins usw.!

Autor: Marie-Theres Ebersoldt

Der Mairisch Verlag

Juni 13th, 2016 | Kleinverlag, Neue Publisher | 0 Comments

Das tun, was einem wirklich am Herzen liegt, wovon man begeistert ist. Entscheidungen frei treffen, unabhängig sein. Das alles steht für einen Independent- Verlag. Das alles steht für den Mairisch Verlag aus Hamburg.

Obwohl der Name „Mairisch“ eher durch einen Zufall entstanden ist und ausschließlich für die Gründer selbst eine Bedeutung hat, kommt man nicht umhin darüber zu schmunzeln. Aus dem Hessischen übersetzt spricht man hier nämlich von „Unkraut“. Doch mit Unkraut hat dieser Verlag nur eines gemeinsam – er wächst. Und er hat sich mittlerweile stark in der Verlagswelt etabliert.

Wie fing alles an?

Schon seit ihrer Kindheit kennen sich die drei Gründer Peter Reichenbach, Blanka Stolz und Daniel Beskos. Mitte der Neunziger Jahre vereinten sie, inspiriert von Literaturevents und Poetry Slams, ihre gemeinsamen Interessen, um Lesungen in einem hessischen Kulturzentrum zu veranstalten. Die Idee kam bei den Besuchern gut an, die entsprechenden Einnahmen blieben jedoch vorerst aus. Es sollte ja auch ein Hobby bleiben. Oder etwa doch nicht?

Schnell wurde klar, dass aus dem Projekt der drei Studenten mehr werden könnte. Die Idee, 1999 einen Verlag zu gründen, wurde jedoch frei aus dem Bauch heraus entschieden und enthielt zunächst keine großen Erwartungen an die Zukunft.

Was bietet der Verlag?

Das Verlagsprogramm ist vielfältig und zeigt auch hier: Sie machen das, was ihnen am Herzen liegt. Belletristik, Erzählbände, Comics im Buchformat, sogenannte „Graphic Novels“, immer mit dem Augenmerk auf zeitgenössische Literatur junger deutscher Autoren und ganz wichtig auch – Debüts.

Später holt der Verlag auch die Hörspielanthologien „pressplay“ ins Boot. Eine damalige Einzigartigkeit in der Verlagswelt. Hier werden Stücke der freien Hörspielszene vereint und gebündelt veröffentlicht. Und auch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Denn ebenso die Zusammenarbeit mit Musikern ist eine wichtige Option für den kleinen Verlag aus Hamburg.

Wow, ganz schön viel. Wie funktioniert da der Vertrieb?

2005 entschied sich der Verlag die Werke auch über den Buchhandel zu vertreiben, und wenig später eröffnete er mit dem Label „Devil Duck Records“ ein Ladenlokal unter dem Namen „About Songs and Books“, wo nicht nur eigene Bücher und Schallplatten, sondern auch ausgewählte Lieblingsstücke anderer Labels verkauft werden sollten. Außerdem finden hier regelmäßig Lesungen, Konzerte, Lesekonzerte, Ausstellungen und Vorträge statt. So muss nicht jedes Mal extra eine Location gemietet werden – ziemlich clever! Wenn das mal nicht wieder ein Zeichen der Unabhängigkeit ist.

Was macht den Verlag noch so sympathisch?

Es geht nicht darum, wie viel, sondern was verkauft wird. Ein Verlag mit Herz, der seine Autoren, Musiker und Illustratoren schätzt und ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket bietet. Ein Verlag, der sich eine wichtige Sache als Ziel gesetzt hat- weiterhin unabhängig zu bleiben. I like.

Autorin: Sophie Rothe

Unser Besuch bei der future!publish

Februar 4th, 2016 | Internationale Entwicklungen, Interview, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 0 Comments

(Quelle: Fotocredit © Literaturtest/Sandra Ratkovic)

(Quelle: Fotocredit © Literaturtest/Sandra Ratkovic)

Vom 28. bis 29. Januar fand zum ersten Mal die future!publish, der neue Kongress für die Buchbranche, in der Urania Berlin statt. Organisiert wird der Kongress von Literaturtest und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ein Teil des Verlage der Zukunft-Teams hatte die Möglichkeit einen Tag lang daran teilzunehmen und Einblicke in die Gegenwart und Zukunft der Branche zu gewinnen.

 

 

 

Eröffnet wurde der Kongress mit einer spannenden Keynote von Chantal Restivo-Alessi. Frau Restivo-Alessi ist Chief Digital Officer und Executive Vice President bei dem zweitgrößten Publikumsverlag der Welt, HarperCollins. In ihrer Keynote stellte sie HarperCollins vor, beurteilte neue Entwicklungen der Branche und gab den Teilnehmern wichtige Impulse. Ihr Hauptanliegen war, der Branche Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben und die Position der Autoren zu stärken. Ihr Credo: Für HarperCollins ist jeder Autor ein Superstar.

Chantal Restivo-Alessi (Quelle: Fotocredit © Literaturtest/Sandra Ratkovic)

 

Nach diesem anregenden Einstieg besuchten wir den Vortrag von Jana Lippmann, welche die Marktforschungsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. leitet. Sie präsentierte die Ergebnisse der neuen Buchkäufer- und Leserstudie von 2015. Diese Analyse anhand der Sinus-Milieus gewährt tiefe Einblicke in das Kauf- und Leseverhalten, sogar ein Blick auf die Bücherregale der Studienteilnehmer ist möglich. Unserer Meinung nach bietet diese Studie eine gute Möglichkeit für Verlage, ihre Kunden besser zu verstehen und gezielter anzusprechen. Mithilfe der Studie ist es auch möglich, Strategien zu entwickeln, wie man Menschen ansprechen kann, die nicht als die klassische Buchkäuferschaft gelten. Interessierte können die Studie ab sofort beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels erwerben.

Im Anschluss ging es schnell zum nächsten Vortrag. Aufgrund des großen Andrangs hatten wir die Möglichkeit, diesen aus nächster Nähe zu erleben. Falko Löffler sprach zum Thema „Was die Buchbranche von der Computerspielbranche lernen kann“. Der umtriebige freie Autor schreibt und übersetzt unter anderem Texte für Computerspiele. Nach einem charmanten Einstieg in den Vortrag, in dem er beschrieb, wie er über sein Lieblingsbuch „Per Anhalter durch die Galaxis“ und das dazugehörige Computerspiel bereits im jungen Alter die Verbindung zwischen beiden Branchen knüpfte, teilte Falko Löffler seine Erkenntnisse aus jahrelanger Arbeit für die Buch- und Computerspielbranche. Er brachte die von ihm gelieferten Denkanstöße treffend auf den Punkt: „Veränderung ist Dauerzustand, das Preisgefüge ist dynamisch geworden, Schnelligkeit wird belohnt, Raubkopien sind nicht an allem Schuld und auf Konvergenz folgt Divergenz“.
Die auf den unterhaltsamen und aufschlussreichen Vortrag folgende Pause geriet durch leichte Verzögerungen etwas kurz. Dafür wurde aber mit Brezeln, Kaffee und Kuchen entschädigt und trotz der Kürze bot sich die Möglichkeit, mit anderen Kongressteilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Nach der Stärkung erwartete uns future!inspiration 1. Bei dieser Veranstaltung präsentierten sich innovative Unternehmen mit einem jeweils 10-minütigen Vortrag. Im Anschluss hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen sowie Lob und Kritik zu äußern.
Stephan Heck von Sprylab eröffnete die Runde. Er stellte die Purple Publishing Suite vor, mit der sich Inhalte perfekt für digitale Endgeräte aufbereiten und in digitale Storytelling-Formate überführen lassen. So können z. B. eMags eindrucksvoll und nutzerorientiert gestaltet und produziert werden. Das mithilfe der Software entwickelte eMag „Epos“, ein neues Wissensformat der Welt, gewann mit der ersten Ausgabe über den 1. Weltkrieg den Preis für „Best in Tablet Publishing“ bei den Digital Media Awards Europe.
Im Anschluss stellte der Mediendesigner Caspar Armster Buchlichter vor, eine Online-Buchhandlung, die Kinder- und Jugend-E-Books verkauft und Eltern bei der Auswahl der E-Books für ihre Kinder unterstützt. Anders als üblich werden die E-Books hier nicht einfach nach Verkaufsrang, sondern inhaltlich, thematisch, nach Lesealter und technischer Umsetzung sortiert. Danach kam Tobias Fischer zu Wort. Er ist Entwickler bei der pagina GmbH und stellte printCSS vor, den Nachfolger von xsl-fo bei der vollautomatischen Satzausgabe von XML-Daten. PrintCSS bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger viele neue Möglichkeiten zur Herstellung eines gestalterisch höherwertigeren Satzbildes.

Für einen besonderen Abschluss des Tages sorgte der letzte Vortrag. Vorgestellt wurde die LogBook App, die Literatur im Raum erfahrbar machen soll. Entwickelt wird diese am =mcm institute der Universität St. Gallen. Mittels Augmented Reality werden die Grenzen zur realen Umgebung überwunden, um dem User ein neuartiges Literaturerlebnis zu bieten. In Zusammenarbeit mit dem Diogenes-Verlag entsteht so ein tolles Projekt, mit dem man ab Oktober 2016 thematisch verschiedene Spaziergänge durch Zürich unternehmen kann. Dieses Projekt sollte alle Verlage dazu anregen, in eine neue Richtung zu denken und die Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich auszuschöpfen.

Nach diesem anregenden und informativen Tag auf dem Kongress verabschiedeten wir uns wieder Richtung Leipzig.

Autoren: Julia Benter, Julia George

Speedmeeting auf der Leipziger Buchmesse 2016

Januar 29th, 2016 | Interview, Neue Publisher, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Du bist interessiert an der Verlagsbranche und hast in diesem Bereich ein erfolgreiches Studium abgeschlossen? Jetzt fehlt dir nur noch der passende Job, damit du deine gelernten Kenntnisse effektiv nutzen kannst? Dann bist du bei uns genau richtig!

Das Speedmeeting ist eine Veranstaltung, bei der ihr als junge Nachwuchstalente mit den Führungskräften der Verlagsbranche in Kontakt treten könnt. Auch auf der Leipziger Buchmesse 2016 sind wir wieder dabei!

Datum: 18.03.2016

Uhrzeit: 14:00 – 17:00 Uhr

In einer zwanglosen Atmosphäre habt ihr die Möglichkeit, in 8-minütigen Bewerbungsgesprächen die Führungskräfte der Verlagsbranche kennenzulernen. Nutzt diese einmalige Chance, um Kontakte zu knüpfen, Eindrücke zu sammeln und zu hinterlassen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und möglicherweise einen super Job zu ergattern. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Verlags- und Medienbranche die Chance, talentierte, engagierte Nachwuchskräfte kennenzulernen.

Ab sofort könnt ihr euch für das Speedmeeting in Leipzig bewerben:

Sendet uns euren Lebenslauf mit Angabe des Studiengangs oder eurer Ausbildung an speedmeeting@verlagederzukunft.de. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Februar 2016. Bitte gebt an, ab wann ihr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnt, ob ihr räumlich flexibel seid und für welche Bereiche ihr euch interessiert!

Zusammen mit Sabine Dörrich von der Personalagentur Dörrich werden wir 10 Bewerber auswählen.

Detaillierte Informationen erhaltet ihr nach Eingang eurer Bewerbung. Für weitere Fragen stehen wir euch natürlich gern zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Karrieretag auf der Leipziger Buchmesse findet ihr hier: http://www.leipziger-buchmesse.de/karrieretag/

Das neue VdZu-Team stellt sich vor

November 11th, 2015 | Neue Publisher, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Das sind wir

Seit Oktober weht ein frischer Wind bei Verlage der Zukunft – ein neues Team hat die Verwaltung der Online-Plattform übernommen. Wir sind eine Gruppe von jungen, brancheninteressierten Menschen, die im 3. Semester an der HTWK Leipzig „Buch- und Medienproduktion“ studieren und im Rahmen des Moduls „Electronic Publishing“ die Seite weiterentwickeln.

Wir haben uns einiges vorgenommen: Die Jobbörse wird erneuert, außerdem planen wir natürlich wieder das alljährliche Speedmeeting auf der Frankfurter Buchmesse, welches dazu dient, Nachwuchstalente mit führenden Persönlichkeiten aus der Verlagsbranche bekannt zu machen. Unsere Hauptarbeit wird darin bestehen, wöchentlich Artikel zum Thema App-Entwicklung und Interface Design zu veröffentlichen. Da dies mittlerweile auch für Verlage ein ernst zu nehmender Trend sowie eine wichtige Möglichkeit zur Digitalisierung und Aufbereitung des Contents ist, möchten wir auf Verlage der Zukunft Basiswissen vermitteln, Unternehmen vorstellen und zur Diskussion anregen. 

Wir heißen unsere Stammleser herzlich willkommen und hoffen, ein paar neue Leser anzulocken. Selbstverständlich freuen wir uns über Anregungen, Fragen sowie Kritik!

Autor: Paulin Alter

Business Development in Zeiten der Digitalisierung – Interview mit Tea Herovic

Juni 11th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Wer mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss in die Verlagsbranche starten möchte, braucht inzwischen neben Liebe zu Literatur auch viel Offenheit für neue Formen und Entstehungswege von Büchern. Tea Herovic hat mit Literaturwissenschaft, Philosophie und Politologie klassische Geisteswissenschaften studiert und stellt genau hierfür ein tolles Vorbild dar. Ich durfte ihr ein paar Fragen zu ihrem Einstieg in die Verlagswelt der Zukunft und ihre Mitarbeit beim Innovationsprojekt Oetinger34 stellen.

Was ist deine aktuelle Position bei Oetinger?

Ich arbeite seit einem Jahr als Business Development Managerin für Oetinger34, einem neuen digitalen Start-up-Projekt des Verlags Friedrich Oetinger in Hamburg.

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Was macht man als Business Development Manager denn genau?

Das Business Development beschäftigt sich klassischerweise mit der Geschäftsfeldentwicklung, das heißt man evaluiert innovative und bisher noch nicht erschlossene Geschäftsfelder. Um das gut und erfolgreich machen zu können, muss ich mich stets über Trends, Entwicklungen und neue Projekte aus der Buch-und Medienbranche informieren. Immer wieder über den Tellerrand schauen gehört ebenfalls dazu. Neben viel Recherche und Konzeption neuer Ideen und Projekte verstehe ich mich auch als Schnittstelle zwischen der IT und den jeweiligen Fachabteilungen. Meine tägliche Herausforderung ist es, Verständnisbrücken zwischen den einzelnen Abteilungen zu bauen. Das ist für mich der herausforderndste Teil meiner Arbeit, da man in vielen Abstimmungs- und Anforderungsrunden sitzt bevor man selbst loslegen kann. Wenn dieser Verständnispart geschafft ist, müssen die fachlichen Anforderungen geschrieben werden und dann wird losprogrammiert. Natürlich programmiere ich nicht selbst! Bei Oetinger34 habe ich auch einen operativen Part, weshalb meine Arbeit eigentlich erst dann aufhört, wenn die Software richtig rund läuft und alle damit gut arbeiten können. Wie man weiß, ist das meist ein langer Weg für den man einen langen Atem und viel Ausdauer braucht.

 

Das klingt spannend, zumal du ja eigentlich aus einem ganz anderen Bereich kommst. Du hast Germanistik, Philosophie und Politik studiert. Wie kam es zu diesem Sprung in einen ganz neuen Arbeitsbereich?

Absolut unerwartet und spontan. Ich habe nach meinem Studium ein Volontariat beim Carl Hanser Verlag in der Presseabteilung gemacht. Zuvor habe ich neben dem Studium für den Fischer Verlag gearbeitet, aber auch am Schauspielhaus und der Oper Frankfurt. Ein kurzer Abstecher in die Agenturwelt war auch dabei. So gesehen habe ich immer wieder nach neuen Erfahrungen für mich gesucht, da ich mich schwer nur für ein Tätigkeitsfeld allein entscheiden konnte. Zu Oetinger kam ich dann über eure Speedmeeting-Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Dort habe ich Till Weitendorf kennengelernt und dann ging alles ziemlich schnell, da er mich sofort für das Projekt begeistern konnte. Und ehe ich mich versah, saß ich im Umzugswagen nach Hamburg.

 

Oetinger34 ist dein erstes großes Projekt als Business Development Manager. Was ist Oetinger34 genau?Oetinger34_Logo_final-2.tif

Oetinger34 ist eine Plattform auf der Autoren, Illustratoren und Lektoren gemeinsam mit Lesern an neuen Buchprojekten zusammenarbeiten können. Dieser kollaborative Ansatz entspricht den Arbeitsgewohnheiten von Digital Natives und sorgt für einen dynamischen, selbstbestimmten und kreativen Entstehungsprozess von Content. Wir befinden uns zurzeit in einer geschlossenen Beta-Phase, zu der nur exklusive Testuser zugelassen sind und die Plattform testen. Und schon jetzt können wir beobachten wie schnell tolle Ideen gemeinsam entwickelt werden und sich die Kreativteams intuitiv zusammenfinden. Fertige Projekte können zu Votings eingereicht werden, in denen Leser und Lektoren ihre Top 10 wählen. Daraus publizieren wir die besten Projekte in der Edition Oetinger34 als eBook und/oder Printbuch. Uns ist besonders die Qualität wichtig, dafür stehen wir auch mit unserem Namen  als traditionsreicher Kinder- und Buchverlag. Deshalb sind wir auf der Suche nach Talenten, die sich mit ihrem Können bei uns bewerben. Außerdem sichtet unser Oetinger34-Lektorat ebenfalls die Projekte und bildet die Kreativen auf der Plattform fort. Hierfür entwickeln wir gerade einen eigenen Kinder-und Jugendbuch-Campus.

 

Was macht dir bei der Entwicklung von Oetinger34 besonders Spaß?

Die Vielfalt und die Arbeit in einem heterogenen Team. Auch wenn es nicht immer leicht ist zwischen den verschiedenen Abteilungen zu vermitteln und auch selbst für alle Details ein offenes Ohr zu haben, macht es doch meinen Arbeitsalltag sehr spannend und abwechslungsreich. Im meinen bisherigen Jobs wurde es mir irgendwann immer etwas einseitig. Und noch etwas habe ich wirklich zu schätzen gelernt: das Arbeiten in kleinen, agilen Teams. Flache Hierarchien, eigenständiges Arbeiten ohne starre Unternehmensstrukturen, die einen ausbremsen. Das gibt mir den nötigen Raum für kreative Ideen und Lösungen. Für mich ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

 

Siehst du dich selbst als ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt in den klassischen Buchnachwuchs zu investieren?

Diese Frage müsstest du eigentlich meinen Chef stellen! Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass es sich gerade bei Oetinger34 als sehr wichtig erwiesen hat einen „Buchmenschen“ im Team zu haben. Vor mir bestand das Team hauptsächlich aus Entwicklern und einer jungen, buchaffinen Truppe auf der Fachabteilungsseite. Alle waren natürlich in ihren Bereichen stark, jedoch wusste keiner von ihnen so wirklich wie Bücher gemacht werden. Als es dann an die Detailfragen im Hinblick auf inhaltliche Entstehungsprozesse, Herstellung und Vertriebs ging, zeigte sich schnell, dass es wichtig ist jemanden an Bord zu haben, der weiß was z.B. ein Fahnenlauf ist, wie Lektoren redigieren und wie die Zusammenarbeit mit Autoren aussieht.  Oder auch welche Layout-Basics zu beachten sind, wenn man gute Bücher machen will. Gerade diese Mischung an Fachwissen und Kompetenzen hat das Projekt stark nach vorn gebracht und uns alle zusammenwachsen lassen.

 

Du hast ja bereits einiges an Erfahrungen in der Buchbranche sammeln können. Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Kriterien, um erfolgreich eine Karriere in der Buchbranche zu starten?

Ich denke, dass es keine allgemeingütigen Kriterien gibt. Was ich aus meiner Erfahrung sagen kann ist, dass es für mich immer wichtig war, dass ich für eine Sache wirklich brenne. Nur dann war ich so richtig gut in meiner Arbeit. Für mich war schon früh klar, dass ich was mit Kultur machen will. Es war nicht immer ganz klar gewesen, ob es was mit Büchern sein wird. Das hat sich so ergeben. Aber ich habe alle meine Jobs wirklich machen wollen. Ich habe mich nie gezwungen für Institutionen zu arbeiten, deren programmatische Ausrichtung ich nicht mochte. Und wenn ich gemerkt habe, dass mir der Job nicht genug gibt, dann habe ich mehr gefordert. Ich denke, dass es wichtig ist seinen Wert zu kennen und auf sein Recht zu bestehen ausgebildet und gefördert zu werden. Nur dann kann man sein Können vertiefen, neues Wissen erlangen und sein Profil schärfen. Dabei ist es glaube ich auch wichtig immer offen zu bleiben für Neues. Ich hätte während meiner Zeit bei Hanser niemals gedacht, dass ich mal ein innovatives Digitalprojekt betreuen werde. Jetzt bin ich mitten drin und kann mir kaum vorstellen wieder aus der digitalen Schiene rauszugehen! Doch wer weiß, wo ich in einem Jahr sein werde. Ich lass mich einfach mal überraschen was noch so kommt.

Vielen Dank für deine Zeit!

Für alle, die neugierig geworden sind, geht es hier zu Oetinger34.

Autorin: Unica Peters

„Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann“ – Teil 2 unseres Interviews mit Verleger Christopher Schroer

März 14th, 2014 | Meinung & Kritik, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Christopher Schroer, Verleger aus Lindlar, kündigte Anfang vergangenen Jahres seine Zusammenarbeit mit Amazon, was für eine große mediale Resonanz sorgte. Am 07.03.14 haben wir den ersten Teil unseres Interviews mit Christopher Schroer veröffentlicht, in dem es um seine Erfahrungen mit dem Online-Großhändler ging. Nun folgt Teil 2 des spannenden Interviews mit Fragen zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für den Buchmarkt.

Christopher Schroer
Der stationäre Buchhandel hat inzwischen jedes Jahr einen Rückgang in den Verkaufszahlen zu verzeichnen, während sich der Online-Buchhandel, vor allem beim Marktführer Amazon, immer größerer Beliebtheit erfreut. Wie schätzen Sie die Zukunft zum einen für den stationären und zum anderen für den Online-Buchhandel ein?
„Märkte verändern sich, das war ja schon immer so. Und der stationäre Buchhandel wird sich den veränderten Bedürfnissen anpassen, wie auch unser Verlag sich dem anpassen wird. Gänzlich verschwinden wird der Buchhändler vor Ort nicht. Meine Kritik an Amazon heißt nicht, dass ich nicht von dem Unternehmen lernen kann. Und das würde ich auch jedem Buchhändler mit auf dem Weg geben. Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann, wenn nicht sogar mit einfachen Mitteln besser machen kann.“

Welche alternativen Vertriebswege im Internet gibt es für Verlage neben Amazon?
„Es gibt keine – aus Sicht des Kunden – vernünftige Alternative im Buchhandel, es tut mir leid. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass eine Veränderung des Status Quo wirklich gewollt ist. Ich las vor etwa einem Jahr, man wolle ein alternatives Angebot zu Amazon schaffen — 14 Jahre nachdem man Amazon das Feld überlassen hat. Sorry, aber ein Mitdenken- und Verändern- und Mitgestalten-wollen sieht anders aus.“

Wie können Kunden zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt beitragen?
„Kunden tragen zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt bei, denn es gibt ja die Buchpreisbindung. Egal, ob online oder offline gekauft wird.

Die Frage, ob das dem Einzelhandel vor Ort gut tut, ist eine komplexe: Wenn der Elektrofachhändler, Buchhändler, Optiker keinen »Mehrwert« bietet (und der fängt schon bei einer freundlichen Begrüßung und einer kompetenten Beratung an!), warum sollte sich der Kunde das antun? Wenn aber Kunden sich beraten lassen und dann im Internet das vermeintliche Schnäppchen kaufen, ist es wiederum kein Wunder, wenn der Kunde nicht als König hofiert wird.

Zurück aber zum Buchhandel: Verlage und Buchhändler — insbesondere Independent-Verlage und kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen — sitzen in einem Boot. Und man sollte wieder mehr miteinander über die Bedürfnisse reden und gemeinsam Lösungen finden. Das wäre ein Baustein zu einem »faireren« Buchhandel. Diese Pflicht kann aber nicht dem Kunden übertragen werden!“

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