Mixtvision – Weiter. Erzählen.

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Betrachtet man die Medienkonvergenz als mögliche Zukunft der Buchbranche, so stellt sich die Frage, auf welche Weise diese umgesetzt werden kann. Eine Lösung dafür präsentiert der unabhängige MIXTVISION Verlag, den wir Euch im Folgenden vorstellen wollen:

Das Medienunternehmen wurde im Jahre 2006 von Sebastian Zembol gegründet und hat seinen Sitz in der bayrischen Hauptstadt München. Das Ziel des Verlages ist es, mittels inspirierender Geschichten die Blicke der Menschen für die Welt zu öffnen, ihre Sinne für die Umgebung zu schärfen und Neugier und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mixtvision will sich dabei aber nicht allein auf das Medium Buch beschränken. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, teilt sich das Unternehmen neben dem Bereich „Verlag“ auch in die Hauptteile „Digital“ und „Film + TV“ auf.

Mixtvision Verlag – „Geschichten. Erzählen.“

Das Publizieren über Medien- und Altersgrenzen hinweg soll vor allem die Zielgruppe erweitern. So könnte das Projekt „Das  KeinBuch“ beispielsweise auch Nichtleser ansprechen – es wird nämlich nicht auf konventionelle Weise gelesen, sondern kann bekritzelt, bemalt, beklebt und individuell gestaltet werden, frei wie es das Herz begehrt.

Weitere Bereiche – Mixtvision „Digital“ und „Film + TV“

Mittels neuer Techniken und Kanäle werden die Inhalte mit digitalen Medien verbunden. Relevante Medienformate sind unter anderem Bilderbuch-Filme, Apps, Spiele und außergewöhnliche Ebooks, die die festgesetzte, traditionelle Darstellung aufbrechen und gleich mehrere Sinne bedienen. Das Indie-Game: „FAR: Lone Sails“ richtet sich zum Beispiel an Ältere und präsentiert komplexere Sachverhalte auf spielerischem, verständnisvollem Weg.

Entscheidend ist, dass alle Hauptteile des Unternehmens eng miteinander verflochten sind und einzelne Projekte nicht nur einem dieser Bereiche, sondern meist mehreren zugeordnet sind.

Beispiel „Wörterfabrik“

„Die große Wörterfabrik“ – ein klangvoller Name. Gepaart mit aussagekräftigen, niedlichen Illustrationen gibt das kleine Büchlein eine gelungene Unterhaltung her. Auf großartig viel Text wurde verzichtet – ausschlaggebend ist das Zusammenspiel aus Inhalt und Gestaltung. Und dieses hört nicht bei der Buchform auf; der Content von „Die große Wörterfabrik“ erstreckt sich über etliche mediale Grenzen hinaus: neben Hörbüchern und Theaterstücken ist dabei vor allem die App sehr erfolgreich. Diese ist an sich ähnlich aufgebaut wie das Buch – dann jedoch können die jungen Leser selbst aktiv werden: denn NACH dem Lesen werden spielerische Inhalte präsentiert. Ob man in der Fabrik Wörter kauft und erforscht, diese am Fließband produziert oder in verschiedene Sprachen sortiert – darunter Deutsch, Englisch und Französisch – es entsteht ein spaßiges, interaktives Leseerlebnis, das die Möglichkeit bietet, Sprache nicht nur auf festgesetzte, visuelle Weise zu erfahren, sondern sie in kleinen, witzigen Experimenten zu erleben.
Ein Leseabenteuer also, das über den Buchdeckel hinausreicht.

 

Artikel von: Luise Finsterbusch

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