Nachgefragt für Deine Zukunft – Christian Vock

Allgemeiner Steckbrief

Name: Christian Vock
Alter: 43
Unternehmen: Selbständig
Berufsbezeichnung: Freier Journalist und Dozent
Tätigkeiten/Aufgaben: schreiben, redigieren, recherchieren, unterrichten

 

Welche Ausbildung / welchen Studiengang haben Sie absolviert?
Ich habe Sozialwissenschaften in Göttingen studiert mit den Schwerpunkten Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Volkswirtschaftslehre und internationales Recht. Nach dem Abschluss als Diplomsozialwirt habe ich in Frankfurt berufsbegleitend noch den Aufbaustudiengang „Buch- und Medienpraxis“ absolviert und ein paar Jahre später, ebenfalls berufsbegleitend, den Studiengang „Journalismus und Nachhaltigkeit“ an der Leuphana-Universität in Lüneburg.

 

Welche Herausforderungen bringt es mit sich, selbstständig tätig zu sein?
Die eigentliche journalistische Arbeit als freier Journalist unterscheidet sich nicht besonders von der eines angestellten Journalisten. Man hat die gleiche Kerntätigkeit, ist allerdings auf sich alleine gestellt, also ohne eine Redaktion im Hintergrund. Das Gleiche gilt für alle Tätigkeiten und Aufgaben, die einem als Angestellter abgenommen werden, wie zum Beispiel die Buchhaltung, das Schreiben von Angeboten, die Rechnungsstellung, das Besorgen von Arbeitsmaterialen und die Büroorganisation.

Für mich persönlich ist das allerdings kein Nachteil, da das meiner Art zu arbeiten sehr viel mehr entspricht. Ich würde es also nicht unbedingt als Herausforderung bezeichnen, es gehört einfach dazu. Dafür hat die Selbständigkeit für mich sehr viele Vorteile, denn man kann im Großen und Ganzen selbst entscheiden, was, wann, wo, wie viel und für wen man arbeitet. Selbständigkeit bedeutet also eigentlich Selbstverantwortung – mit all der Freiheit, die sie mit sich bringt.

 

Hat sich Ihr Arbeitsalltag durch Corona verändert?
Eigentlich nur in dem Sinn, dass Termine nicht oder anders stattfinden. Aber das soll nicht repräsentativ für alle Journalisten sein. Ich kenne Kollegen, bei denen es doch größere Veränderungen gab.

 

Haben Sie Tipps für Berufseinsteiger?
Mein Tipp wäre: Hören Sie nicht auf Tipps! Nein, im Ernst: Es ist klug, sich Rat bei Erfahreneren zu suchen, aber glauben Sie nicht denen, die sagen, etwas müsse so oder so laufen und zwar nur so. Schon gar nicht der eigene Beruf. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Dabei sollte man keine falsche Rücksicht auf die Meinung der anderen nehmen – sofern man rechtzeitig merkt, wenn der eigene Weg nur aus Starrsinn in eine Sackgasse führt.

Daher kann ich nur das empfehlen, was mich selbst weiterbringt: Seien Sie standhaft, seien Sie mutig, seien Sie neugierig, seien Sie freundlich und seien Sie gut in dem, was Sie machen.

 

Autorin: Kathrin Töpfer
Lektorat: Laura Haase, Emilia Scheiba
Bildgestaltung: Nico Winkler
Bildquelle: Christian Vock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.