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Posts Tagged ‘Amazon’

BookAffair – Online-Shop, Buchmagazin und Buchhändler-Forum in Einem

Juli 12th, 2015 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

HintergrundGrafik vdzu Anne
BookAffair.de ist eine geplante Online-Plattform, die die Vorzüge des Internets mit den Vorteilen einer klassischen Buchhandlung verbinden und Leser mit den Buchhändlern in ihrer Nähe vernetzen will. Dabei soll BookAffair.de eine echte Alternative zu Amazon werden. Die Website befindet sich momentan noch in der Entwicklung und soll am 15.10.2015 online gehen.

 

Name des Modells: BookAffair.de
Geschäftsführer: Walter Mayer

 

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:

BookAffair.de will versuchen, mit journalistischen Mitteln die Atmosphäre einer Buchhandlung ins Internet zu übertragen, um so eine Brücke zwischen Digitalisierung und Buchhandel zu schlagen. BookAffair.de dient also als ein Online-Shop, mit dem gewissen Etwas einer Buchhandlung. Wenn ein Kunde ein Buch kauft, wird diese Bestellung an eine Buchhandlung geliefert, die sich an BookAffair.de beteiligt und geographisch am nächsten liegt. Von dort aus wird das Buch an die gewünschte Adresse geliefert (per Kurier oder Post), oder es kann direkt vom Besteller bei der Buchhandlung abgeholt werden.
So kann der Kunde den Buchladen um die Ecke unterstützen, muss aber auch nicht auf die Vorteile der Online-Bestellung verzichten.
Weitere geplante Elemente der Website soll ein Blog sein, indem Buchhändler sich austauschen oder auch Bücher empfehlen können. Außerdem soll BookAffair.de eine Plattform bieten, die Bücher zur passenden aktuellen Nachrichtenlage auswählt (wie etwa den Tod eines Schriftstellers).
BookAffair.de Gründer Walter Mayer will mit seiner Website den Versandriesen Amazon herausfordern und eine Art „Nachbarschafts-Amazon“ gründen, welches eine eigene Version des Internet-Buchhandels und somit ein Alternativangebot zu Amazon bietet. Read More

Manga, Messe, Comic – Teil 2

Mai 28th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015 ein Interview und ein Gespräche geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

In Teil zwei äußert sich Herr Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Teil 3 wird in der nächsten Woche folgen.
Sollten Sie den ersten Teil überlesen haben, finden sie diesen hier.

Wie sieht es denn aus mit den Life Action Serien aus Japan und Korea? Warum sind die eigentlich nie in Deutschland angekommen?

Ich glaube, die hatten eine Zeit lang keinen besonders guten Ruf in der Szene. Aber zum Beispiel von Death Note gibt es eine, die soll sogar ganz gut sein. Ich glaube, dass wird auch vermehrt zu uns kommen. Wobei, das, was dort abläuft hat auch schon fast etwas von Manie.

Sie sind, ich nenne es mal, fleischgewordener Kapitalismus. Diese Idols, die auch in den Serien spielen, die werden direkt darauf hin perfekt vermarktet. Mit den Serien dazu, der Musik und so viel mehr drum herum. Zumindest Korea hat unglaubliche Subventionen direkt von der Regierungsebene, was das angeht. Die machen nicht Industrieexport, die machen Kulturexport, und das funktioniert in Asien sehr gut.

Ich glaube, dass da einfach Kulturen aufeinanderprallen.

Das wird es wahrscheinlich im Endeffekt sein.

Woran man das sehr gut sieht, ist der Sport Manga. Sportmanga sind in Japan ein Riesenthema, ob Fußball-, oder Radfahren. In Deutschland sind alle Versuche, die es dazu gab, gescheitert. Ich glaube, da gab es eine Fußballserie, die es geschafft hat.

Die Kickers.

Aber alle Manga sind gefloppt. So schlimm, wie man sich das nur vorstellen kann.  Da hast du zwei verschiedene Kulturen. Der Sportunterricht in Japan ist extrem auf Leistung und Sieg orientiert. Damit kommen wir nicht klar. Das ist zu weit weg. Deswegen ist es gefloppt. Und was diese ganze Popkultur aus Korea angeht, ich glaube da brauchen wir einfach noch ein bisschen. Es ist uns zu fremd. Wobei ich niemals sagen würde, es kommt nicht. Ich würde immer denken, dass es seine Zeit braucht. Und wenn man sich überlegt, dass Manga jetzt gerade so weit ist, dass es endlich positiv wahrgenommen wird, das ist nicht nur irgendetwas, wo man sagt, dieses Nischenprodukt und diese Nerds, die da rumlaufen, die sind alle irgendwie nicht ganz sauber. Davon sind wir jetzt endlich weg. Und der nächste Schritt ist das jetzt, glaube ich auch. Wenn wir uns im nächsten Jahr vielleicht hier wieder sehen würden, wird es wahrscheinlich schon wieder einen  großen Schritt weiter gegangen sein.

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Manga, Messe, Comic– Teil 1

Mai 27th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015  ein Interview und ein Gespräch geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

Im ersten Teil lesen Sie das Gespräch mit Herrn Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop, in dem die Schwerpunkte auf dem Stand von Manga in Deutschland und deren digitalen Entwicklung liegen. In Teil zwei spricht er über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Da das Gespräch recht lang ist, wird es demnächst auch eine verkürzte Zusammenfassung beider Teile geben.

Wie ist der Stand von Manga in Deutschland im Allgemeinen und im digitalen Bereich?

Also Manga ist lange belächelt worden, dennoch bilden wir fast die gleichen Genres wie die Jugendliteratur ab, wir sind sogar noch breiter. Wir haben noch mehr Genres, die laufen, und Deutschland kapiert ganz langsam, dass an dem Boom keiner mehr vorbei kommt. Wir haben Wachstumsraten von bis zu 10 % jedes Jahr und das seit Jahren. Wir sind das einzige Genre im Buchhandel, welches im Moment so konstant wächst. Inzwischen wird verstanden, dass es nicht nur um Action, Brutalität und Sex geht. Es gibt ganz tolle Geschichten, hoch anspruchsvolle Manga, historisch-geschichtliche Sachen und extrem spannend. Plötzlich schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung über Mangas. Zum Beispiel einen Artikel in dem es um die Katastrophe in Fukushima geht. Man stellt fest, hey, das ist nicht nur so ein bisschen Jugendkultur, das ist viel mehr, da haben wir es mit einer echten Kultur zu tun. Unsere Zielgruppe verändert sich ganz massiv und da kommen wir jetzt zur Rolle des Digitalen in Bezug auf Mangas. Die Urzielgruppe ist 13 bis 17 Jahre alt, die haben kein Tablet oder hatten das bisher nicht. Ein Smartphone hat der eine oder andere. Die digitalen Leser waren für uns nie die Zielgruppe. Nun hatten wir Ende Februar unseren Launch der E-Mangas. Was jetzt immer mehr kommt, ist die Generation 30+, weil die damit aufgewachsen sind. Die haben Dragon Ball und Sailor Moon geguckt und jetzt sind sie auch in den Läden. Es ist wirklich ein Paradigmenwechsel und unser Vorteil ist momentan noch, dass Manga in Deutschland ein Sammelobjekt ist. Das heißt, dass der Kunde oder der Leser in die Buchhandlung gehen will. Der will vor diesem tollen Regal stehen, will sich seine Bände nehmen und nach hause gehen. Die Zukunft klopft aber schon an die Tür.

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„Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann“ – Teil 2 unseres Interviews mit Verleger Christopher Schroer

März 14th, 2014 | Meinung & Kritik, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Christopher Schroer, Verleger aus Lindlar, kündigte Anfang vergangenen Jahres seine Zusammenarbeit mit Amazon, was für eine große mediale Resonanz sorgte. Am 07.03.14 haben wir den ersten Teil unseres Interviews mit Christopher Schroer veröffentlicht, in dem es um seine Erfahrungen mit dem Online-Großhändler ging. Nun folgt Teil 2 des spannenden Interviews mit Fragen zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für den Buchmarkt.

Christopher Schroer
Der stationäre Buchhandel hat inzwischen jedes Jahr einen Rückgang in den Verkaufszahlen zu verzeichnen, während sich der Online-Buchhandel, vor allem beim Marktführer Amazon, immer größerer Beliebtheit erfreut. Wie schätzen Sie die Zukunft zum einen für den stationären und zum anderen für den Online-Buchhandel ein?
„Märkte verändern sich, das war ja schon immer so. Und der stationäre Buchhandel wird sich den veränderten Bedürfnissen anpassen, wie auch unser Verlag sich dem anpassen wird. Gänzlich verschwinden wird der Buchhändler vor Ort nicht. Meine Kritik an Amazon heißt nicht, dass ich nicht von dem Unternehmen lernen kann. Und das würde ich auch jedem Buchhändler mit auf dem Weg geben. Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann, wenn nicht sogar mit einfachen Mitteln besser machen kann.“

Welche alternativen Vertriebswege im Internet gibt es für Verlage neben Amazon?
„Es gibt keine – aus Sicht des Kunden – vernünftige Alternative im Buchhandel, es tut mir leid. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass eine Veränderung des Status Quo wirklich gewollt ist. Ich las vor etwa einem Jahr, man wolle ein alternatives Angebot zu Amazon schaffen — 14 Jahre nachdem man Amazon das Feld überlassen hat. Sorry, aber ein Mitdenken- und Verändern- und Mitgestalten-wollen sieht anders aus.“

Wie können Kunden zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt beitragen?
„Kunden tragen zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt bei, denn es gibt ja die Buchpreisbindung. Egal, ob online oder offline gekauft wird.

Die Frage, ob das dem Einzelhandel vor Ort gut tut, ist eine komplexe: Wenn der Elektrofachhändler, Buchhändler, Optiker keinen »Mehrwert« bietet (und der fängt schon bei einer freundlichen Begrüßung und einer kompetenten Beratung an!), warum sollte sich der Kunde das antun? Wenn aber Kunden sich beraten lassen und dann im Internet das vermeintliche Schnäppchen kaufen, ist es wiederum kein Wunder, wenn der Kunde nicht als König hofiert wird.

Zurück aber zum Buchhandel: Verlage und Buchhändler — insbesondere Independent-Verlage und kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen — sitzen in einem Boot. Und man sollte wieder mehr miteinander über die Bedürfnisse reden und gemeinsam Lösungen finden. Das wäre ein Baustein zu einem »faireren« Buchhandel. Diese Pflicht kann aber nicht dem Kunden übertragen werden!“

„Der Frust über die Zusammenarbeit staute sich schon länger auf“ – Interview mit Christopher Schroer, Teil 1

März 7th, 2014 | Meinung & Kritik, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Amazon ist bekannt für einegroße Auswahl und schnelle Lieferung, die Zufriedenheit des Kunden hat oberste Priorität. Doch genau deshalb gerät der Online-Großhändler immer wieder in die Kritik, denn hinter den Kulissen wird viel in Kauf genommen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Anfang 2013 wurde über die Amazon-Leiharbeiteraffäre berichtet. Für Christopher Schroer, Verleger im nordrhein-westfälischen Lindlar, nur einer von vielen Gründen, die Zusammenarbeit mit Amazon in einem offenen Brief an Jeff Bezos zu beenden (nachzulesen im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels vom 15.02.13, „Wir ziehen Konsequenzen“). Darum habe ich Christopher Schroer einige Fragen gestellt. Im heutigen ersten Teil des Interviews geht es um seine Zusammenarbeit mit Amazon:

Christopher Schroer

Was war für Sie das entscheidende Argument für die Kündigung Ihrer Zusammenarbeit mit Amazon?
„Es gibt kein entscheidendes Argument. Der Frust über die Zusammenarbeit staute sich schon länger auf. Da wären z.B. die dauerhaft beschädigten Remittenden zu nennen, oder Remissionen an einem Tag, Nachbestellung des remittierten Artikels am nächsten Tag, der hohe Rabatt von 50%+5% (Anm. d. Red.: 50% Rabatt, 5% Lagerkosten sogar  für Durchlaufposten), die Steuervermeidung in Deutschland usf.. Die Berichterstattung über die Arbeitsbedingungen hat mich lediglich meinen Entschluss, die Zusammenarbeit mit Amazon aufzukündigen, vorziehen lassen.“

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich für Sie, wenn Sie keine Ware mehr über Amazon vertreiben?
„Grundsätzlich muss ich klarstellen: Unsere Titel sind immernoch über Amazon erhältlich. Das liegt daran, dass Amazon diese, statt beim Verlag, nun über den Zwischenbuchhandel (Libri, KNV, Umbreit) bezieht. Vor einem Jahr hatte ich bei der Aufkündigung nicht gedacht, dass Amazon dies tun würde und zumindest angenommen, ich könnte die Auslieferung über den Zwischenbuchhandel ebenfalls stoppen. Jedoch ist das aus kartell- und wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht möglich: Ich kann also dem Zwischenbuchhandel nicht »verbieten« an Amazon zu verkaufen. Dass Amazon meine Titel dennoch für »würdig« für seinen Katalog erachtet, erstaunt mich. Aber so ist es.

Nachteile als solches kann ich nicht benennen. Aber dieser Schritt zeigt einen Schwachpunkt im System »Amazon« auf: Während ich als Zulieferer früher direkt bewertet wurde, u.a. über die Lieferzeit, hat nun Amazon selbst Probleme, Titel zügig zu beschaffen. Es kann also sein, dass ein Titel über amazon.de eine Lieferzeit von 14 Tagen (!) hat, jedoch im stationären Buchhandel ausliegt. Ein Paradoxon!
Dieser Lieferzeit-Nachteil ist ein Vorteil für den Buchhändler. Und es ist auch ein Vorteil, dass Amazon vermutlich nun handelsübliche Rabatte eingeräumt bekommt, und nicht die diktierten 50%+5%.“

Der zweite Teil des Interviews folgt am 14.03.14. Darin habe ich Christopher Schroer zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für die Buchbranche befragt – und spannende Antworten bekommen.

Social Reading – The future of bookselling? #Contec13

Oktober 8th, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Die Facebook-Version: Ich poste eine Frage und Freunde antworten. Die Social Reading-Version: Ich finde Antworten von Menschen, die meine Frage gar nicht vernehmen. Die Antworten kommen, weil sie die Menschen sind, denen ich als Leser folge, vertraue und Aufmerksamkeit schenke. Das social ist nicht die Freundschaft, sondern die Interessenverbundenheit. Eine Zwischenauffassung von Marcel Knöchelmann

Contec Frankfurt LogoKonversationen sind Märkte

Rachel Fershleiser (Tumblr), Sascha Lobo (sobooks) und Torsten Casimir (mvb)  loten zur Diskussion „The future of bookselling“ aus, welche Möglichkeiten insbesondere das Internet Buchhandlungen bietet, um ihre Bücher auch in Zukunft erfolgreich zu verkaufen – oder eben nicht. Denn der Umgang mit den Online-Konversationen soll den Unterschied ausmachen. Und der Zugang kann beschwerlich sein.

Sobooks, das am Messemittwoch eine Art Zukunft des E-Books vorstellt, will Konversationen selbst als Markt erkennen. Schon 1999 wurde im Cluetrain Manifest bestimmt: Märkte sind Konversationen. 14 Online-Jahre später dreht Sascha Lobo die Idee und erkennt in Konversationen Märkte. Die Idee dahinter ist, dass durch das Vernetzen von Lesern, durch das Kommunizieren über Bücher, ebendiese verkauft werden. Bekannt aus dem Prinzip Spiegel-Bestsellerliste. Worüber gesprochen wird, das wird gekauft.

Eine Brick and Mortar-Lösung?

Um in diesem ‚potentiellen‘ Markt überhaupt Fuß fassen zu können, müssen die Anbieter an der Vernetzung der Nachfrager teilhaben. Eine Buchhandlung muss also erkennen, über was gesprochen wird und als Antwort das Buch liefern. Bekannte Klassiker: LovelyBooks und Goodreads. Während erstere zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört, fällt Goodreads unter die Marktmacht Amazons. Das Problem ist bekannt: Der größte Einzelhändler weiß seine Kontrahenten erfolgreich zu vertreiben. Worüber bei Goodreads gesprochen wird, das wird hauptsächlich bei Amazon gekauft.

Ungeachtet des zusätzlichen Problems kleiner Verkaufsstätten, sich kaum selbstständige E-Book-Plattformen aufzubauen (oder ihre White-Label-Lösungen bekannt zu machen): Wie wird in zehn Jahren die gemeine Buchhandlung ihre Bücher verkaufen? Ob Social Reading die Lösung ist, wird sich beweisen müssen. Für viele Buchhandlungen wird auch das nicht ausreichend Raum bieten. Schließlich muss besonders die Social-Reading-Buchhandlung Click and Mortar bedienen.

Kindle Worlds: Ausweitung der Puplishingaktivitäten von Amazon – Entstehung einer Monetarisierungsplattform

Juli 28th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher | 0 Comments

Amazon geht viele Wege, um verschiedenste Inhalte anbieten zu können. Seit kurzem bietet Kindle Worlds eine neue Plattform für Autoren von Fan Fiction an. Sylvia Köllner

Die Idee ist, dass Autoren Geschichten schreiben, die auf bekannte Charaktere basieren und diese dann veröffentlicht werden. Amazon Publishing hat mit den Urhebern verhandelt und sich die Lizenzen von Warner Bros. gesichert, beispielsweise Kassenschlager wie Gossip Girl von Cecily von Ziegesar und Vampire Diaries von L.J. Smith. In den folgenden Wochen sollen noch weitere Lizenzgeschäfte abgewickelt werden.

Lizenzgebühren und Honorare werden an die Autoren und den Rechteinhabern gezahlt. Autoren erhalten 35 Prozent des Nettoumsatzes, gewährt im Gegenzug aber auch das ausschließliche Verwertungsrecht. Fan Fiction kann mit neuen Geschichten und Charakteren neue Zielgruppen erreichen und die Fangemeinde wachsen lassen. Preise für die E-Books setzt Amazon fest, dieser kann zwischen 0,99 und 3,99 Dollar liegen. Alle Rechte hingegen bleiben bei Amazon sowie den Lizenzgebern.

Nach der Einführung wagt Amazon ein weiteres innovatives Projekt. Kurzgeschichten sollen im Billigpreissegment angeboten werden. Aufgrund höherer Kosten beträgt hier die Vergütung für Autoren 20 Prozent.

Im Juni soll der Kindle Worlds Store mit mehr als 50 Auftragswerken von Autoren wie Barbara Freethy, John Everson und Colleen Thompson an den Start gehen. Aktualisiert hat sich hierbei die Einbeziehung von neuen Autoren und der Online-Welt. Fraglich ist nur, ob die Kunden weiterhin auf kostenlosen Plattformen bleiben oder die neuen Bücher über Kindle Worlds käuflich erwerben.

Erfolg durch Self-Publishing

Mai 2nd, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Hugh Howey veröffentlichte seine ersten Geschichten über Amazons Plattform Kindle Direct Publishing. „Silo“ wurde durch die Macht der Leser zu einem Erfolg und lenkte die Aufmerksamkeit der Medienindustrie auf sich. Immer mehr Autoren, Dienstleister und auch Buchverlage profitieren vom Self-Publishing.

Hugh Howey2011 veröffentlichte Hugh Howey in den USA die ersten Novellen auf Amazon Kindle Direct Publishing. Amazon bietet hier eine Plattform, auf der Autoren einfach und schnell Texte als E-Book veröffentlichen können. Ähnliche Angebote gibt es von Createspace, die ebenfalls Amazon angehören und Barnes & Nobles‘ Nook Press. Neben der Textgenerierung locken die Anbieter auch mit Marketing-Dienstleistungen und technischer Unterstützung.

Die Zeit ist für Autoren einer der wichtigsten Aspekte beim Self-Publishing. Viele Autoren wollen starre Verlagsprogramme und langsame Produktionsprozesse von Buchverlagen umgehen und veröffentlichen ihr E-Book eigenständig und sofort. Sie erhalten hierdurch ein direktes Feedback von den Lesern. Hugh Howeys Leser nutzten diese Möglichkeit und animierten ihn, weitere Texte zu schreiben. Die Branche reagierte: Abdruck-, Übersetzungs- und Filmrechte wurden gekauft und machten „Silo“ zu einem Erfolgsroman.
Howey Silo Coverbild

Für klassische Buchverlage kann die Printausgabe eines Self-Publishers ein lukratives Geschäft darstellen, was Publikationen wie E.L. James „Fifty Shades of Grey“, Carina Bartschs „Kirschroter Sommer“ oder jüngst Howeys „Silo“ zeigen. Der durch Self-Publishing entstandene Bekanntheitsgrad in der E-Book-Community, kann durch die Printausgabe noch verstärkt werden, sodass beide Seiten vom Self-Publishing profitieren.

Anika Matzke

Bildquellen: Hugh Howey: Piper Verlag © Amber Lyda
Buchcover: Piper Verlag GmbH

E-Book-Flatrate: USA und Spanien machten es vor, wann zieht Deutschland nach?

Dezember 5th, 2011 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Quelle:http://commons.wikimedia.org/wiki/User:CrazyD, 15.11.2011, 10:46, Urheber: CrazyD, Creative Commons-Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Der Download von digitaler Musik und Filmen ist in kürzester Zeit zur völligen Selbstverständlichkeit geworden, doch eBooks starteten im Vergleich dazu recht schwerfällig. Möglicherweise ändern die aller Orten aus dem Boden sprießenden E-Book Flatrates daran etwas und daher lohnt es sich,die Modelle auf dem internationalen Markt unter die Lupe zu nehmen. Spanien machte es vor, der Flatrate-Dienst (Streaming bzw. Premium-Option mit Download) 24symbols ging an den Markt. Nun steht auch die US-Plattform Athina.com mit einem ähnlichen Flatrate-Angebot (Subscription) in den Startlöchern. Read More

Self-Publishing via Amazon – Sehen auch deutsche Autoren hier eine Chance?

November 24th, 2011 | Internationale Entwicklungen, Neue Publisher | 1 Comment

Amazon will höher hinaus. Nachdem sich das 1994 gegründete Unternehmen in den USA bereits einen höheren Stellenwert als die Händler errungen hat, knöpft sich Amazon nun auch die Buchproduzenten vor. Sie wollen sich nicht auf einen Branchenzweig konzentrieren. Nein, sie wollen Verlag und Händler in einem sein. Wie deutsche Autoren diese Entwicklung sehen haben uns exemplarisch Thomas Feibel,  etablierter Kinderbuchautor  und Pia Ziefle, Neueinsteigerin am Markt im Bereich Belletristik, beantwortet.  Read More

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