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Posts Tagged ‘Apps’

Frohes neues Jahr!

Januar 2nd, 2016 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

Liebe Leserinnen und Leser,

im November übernahm ein neues Team „Verlage der Zukunft“, um sich einem Thema zu widmen, welches auch in der Verlagswelt kaum noch ignoriert werden kann: Apps. Wie werden sie genutzt? Welche Apps? Und vor allem: Wie können Verlage die neusten technischen Entwicklungen für sich nutzen?

Zeit, 2015 in dieser Hinsicht zu resümieren.

Die Nutzung von Apps nahm in diesem Jahr stark zu. Gründe dafür sind neben der generell steigenden Zahl an Smartphones und einer wachsenden Popularität durch Vertrautheit mit dem Medium auch die fortwährende technische sowie kreative Entwicklung von Apps – wie etwa die Verbreitung von Lern-Apps (Vokabel-Trainer, Lese-Lern-Hilfen), Apps zur Erweiterung der Smartphone-Funktionen (Musik-Player, Foto-Bearbeitung) oder spezifische Apps zur Vereinfachung des Alltags (Staumelder, Fitness-Tracker, Verwaltung von Finanzen, Öffentliche Verkehrsmittel) – nur um ein paar zu nennen.

Um einige der interessantesten Entwicklungen aufzugreifen, haben wir für „Verlage der Zukunft“ unter anderem das Konzept der Lendstar-Finanz-App getestet. Außerdem beschäftigten wir uns mit dem Thema Apps versus Kinderbuch. In Kooperation mit Carlsen haben wir deren neuste Entwicklung – einer Kombination aus analogem Buch und App – verlost. Das Thema Self-Publishing finden wir spannend, da es durch die zunehmende Digitalisierung der Branche einen echten Aufschwung erlebt. Und wir stellten fest: Kochbücher in App-Form eröffnen ganz neue Möglichkeiten! – einige Schwerpunkte haben wir hier kurz vorgestellt. Nicht zuletzt schickten wir Weihnachtsgrüße, gespickt mit kuriosen Apps, über den Blog.

Zu der Frage, wie es im neuen Jahr weiter geht, sei nur so viel verraten: Es wird neben Artikeln zu weiteren aktuellen App-Entwicklungen wieder ein Gewinnspiel geben. Außerdem steht im März die Leipziger Buchmesse an, für die unsere Teams schon fleißig Ideen entwickeln.

Solltet Ihr offene Fragen, Wünsche oder Kritik haben, schickt uns eine E-Mail!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, welche die Verlage der Zukunft während der letzten Monate begleitet, gelesen und unterstützt haben.

Wir wünschen allen ein gesundes, erfolgreiches und frohes neues Jahr 2016!

 

Apps für die Weihnachtszeit

Dezember 23rd, 2015 | Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft, Weihnachten | 0 Comments

Alle Jahre wieder beschert einem Weihnachten eine besinnliche Zeit und da auch in der Weihnachtszeit das Handy nicht weg zu denken ist, gibt es diese Woche eine kleine aber feine Übersicht über ein paar lustige Weihnachts- und Tier-Apps.

Angefangen mit einer App, welche mit einer Vielzahl von Möglichkeiten daher kommt, um unzähligen Selfies, wahlweise auch Bildern mit seinen Liebsten auf dem Handy einen weihnachtlichen Touch zu verpassen: „XmasFrames“. Ob eingefügte rote Santa-Mützen mit dazugehörigem Weihnachtsmannbart, Schneeeffekte oder die Verwandlung der Motive in einen Eiswürfel, der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Eine kleiner Beitrag schaltet die Pro-Version frei, entfernt Werbung und fügt weitere bahnbrechende Filter hinzu. Erhältlich ist die App sowohl im App Store wie auch im Google PlayStore. Den weihnachtlichen Flair für die eigenen Bilder kann man sich mit 22 Mbyte Speicherplatz auf das Handy holen.

Wer wirklich ganz genau über den Weihachtscountdown Bescheid wissen möchte, der ist mit der „Christmas“ App genau an der richtigen Stelle. Hier wird auf die Sekunde genau angezeigt, wie lang es noch dauert bis zum Weihnachtsmorgen. Man kann auch einen bestimmten Zeitpunkt für die Bescherung (24. oder 25.) wählen und zusätzlich eine praktische Notizfunktion nutzen, um Geistesblitze für Geschenke festzuhalten. Das Beste an der App ist jedoch die Funktion, über eine virtuelle Klaviertastatur die bekanntesten Weihnachtslieder nachspielen zu können. Nach etwas Übung kann man damit der Weihnachtsfeier einen besonderen Touch verleihen. Auch hier kann man für einen gewissen Unkostenbeitrag sämtliche Werbung entfernen lassen. Leider ist diese App nur im App Store erhältlich aber auch für Androidsysteme gibt es vergleichbare Apps.

Wer sich mittels weihnachtlicher Klänge in die richtige Stimmung bringen will, der ist bei der App „Christmas Channel“ genau richtig. Sie spielt permanent Weihnachtslieder – ob klassisch ala „Oh Tannenbaum“ oder etwas moderner mit der „Jingle Bells“ Version von Frank Sinatra – alle Geschmäcker werden hiermit abgedeckt. Die Musik kann ganz leicht per AirDrop auf die passenden Bluetoothgeräte übertragen werden. Die App ist im App-Store sowie für den Google-Play-Store erhältlich und das Beste: keine nervige Werbung und alles ist kostenlos!

 

Die Unterhaltungselektronik hat schon lange Einkehr in unsere Haushalte gefunden und mittlerweile gibt es für jedes Familienmitglied passende Beschäftigung – auch für die Vierbeinigen unter uns. Für die Feiertage haben wir hier ein paar amüsante App-Vorschläge für Tiere gesammelt.

Diejenigen, die ein Haustier haben und sich öfter mal gefragt haben, was wohl in dessen Kopf vorgeht, können es mit den Katzen- oder Hunde-Übersetzern endlich verstehen. Natürlich können sich die Vierbeiner auch selbst mit Tablets & Co. beschäftigen – aber der richtige Umgang will gelernt sein. So findet in New York sogar ein Kurs für Hunde statt, in dem diese lernen, wie man mit einem iPad umgeht – kein Scherz! – Anne Jane Grossman kam auf diese absurde Idee. Um die Aufmerksamkeit für das iPad zu wecken, wird dieses mit Erdnussbutter beschmiert. Aber nicht nur Hunde werden mit dem iPad vertraut gemacht, auch in Los Angeles ist man auf eine ungewöhnliche Idee gekommen: Hier wird nämlich in einem Tierheim versucht, scheue Katzen mit dem iPad zu therapieren.„Kittyknips“ ist eine kostenlose Anwendung, mit der ihr Fellknäuel Selfies schießen kann. Ebenfalls gratis ist das „Spiel für Katzen“ – dabei wird ihr Haustier mit virtuellem Mäusefangen unterhalten.

Leider gibt es noch nicht so viele deutsche Tier-Apps, aber als Alternative existieren einige englische – wobei das für den Vierbeiner sowieso keine Rolle spielt. Selbstverständlich sind Tablets kein Ersatz für eine sinnvolle Beschäftigung des Haustieres, aber für Lacher sorgt das vom Tablet faszinierte Kätzchen oder Hündchen bestimmt. Viel Spaß beim Spielen! (In diesem Zusammenhang möchten wir noch mal erwähnen, dass Tiere nicht als Weihnachtsgeschenke gedacht sind. Es sind Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und man sollte dementsprechend verantwortungsbewusst mit dem Kauf oder der Adoption von Haustieren umgehen.)

Wir wünschen frohe Weihnachten!

 

Autoren: Simon Borchardt, Magdalena Trauth

Smartphone oder Tablet statt Kochbuch?!

Dezember 16th, 2015 | Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Auch der kulinarische Bereich bleibt von der zunehmenden Bedeutung der Technik nicht verschont. Smartphones und Tablets werden zu treuen Begleitern, nicht nur bei der Zubereitung der Gerichte, sondern auch beim Einkaufen der notwendigen Zutaten. Unter der scheinbar unbegrenzten Auswahl an Koch-Apps ist für jeden etwas Passendes dabei: vom Vegetarier bis zum Fleischliebhaber, vom absoluten Anfänger bis zum Profi.

Um den Dschungel der unterschiedlichen App-Typen etwas übersichtlicher zu gestalten, könnte eine grobe Unterteilung in drei Gruppen wie folgt aussehen:

Zum einen gibt es Apps, die Rezeptsammlungen von Hobby-Köchen zur Verfügung stellen. Diese sind meist eine Erweiterung zu einer bereits existierenden Online-Plattform und beinhalten eine riesige Auswahl an Rezeptideen, die von der jeweiligen Nutzer-Community selbst online gestellt, fotografiert und bewertet werden können. Chefkoch stellt zum Beispiel über 200.000 Rezepte, sämtlicher Kategorien zur Verfügung. Hier kann sich die Qualität der Gerichte also von Nutzer zu Nutzer stark unterscheiden, jedoch stehen diese Apps meist kostenlos zur Verfügung.

Des Weiteren vermarkten viele berühmte Starköche, wie zum Beispiel Jamie Oliver (20 Minute Meals), eigene Apps. Diese zeichnen sich, ähnlich wie klassische Kochbücher, oft durch die Qualität der beschränkten Rezeptanzahl und appetitanregende Bildergalerien aus und müssen meist kostenpflichtig erworben werden.

Die 3. Kategorie ergibt sich aus Apps von Nahrungsmittelherstellern oder Handelsunternehmen. So stellt der Metro-Konzern in Das gute Essen beispielsweise Gerichte mit passenden Einkaufslisten zur Verfügung, die perfekt auf das Sortiment des Marktes abgestimmt sind. Weitere Beispiele hierfür sind Philadelphia Rezepte oder auch Dr. Oetker Rezeptbücher, deren Rezeptzutaten auf Markeneigenen Produkten beruhen.

Je nach Art der App können sich also viele unterschiedliche Vorteile durch zusätzliche Funktionen wie integrierte Timer, Mengenrechner, Einkaufslisten oder Videoanleitungen ergeben. Die App Kochmamsell bezieht sich auf verschiedene Supermärkte und zeigt zusätzlich zum Rezept auch den Preis der Gerichte an. Durch das Aktualisieren der Inhalte werden in Kitchen Stories Beispielsweise saisonale Rezepte zur Verfügung gestellt. Apps, die auf dem Prinzip der Resteverwertung beruhen (Zu gut für die Tonne), können das unnötige Wegschmeißen von Lebensmitteln verhindern, indem vorhandene Zutaten eingegeben werden und passende Rezepte vorgeschlagen werden.

Perfect Steak and Roasts überzeugt durch eine individuelle Betreuung des Nutzers, indem im Voraus nach Küchenausstattung (z. B. Pfannentyp) gefragt wird und er dann eine abgestimmte Anleitung zum Braten erhält. Durch ein täglich wechselndes Angebot an zur Verfügung stehenden Gerichten bieten Apps wie Kptn Cook ein hohes Maß an Abwechslung.

Wer sich gern von verschiedenen Plattformen oder Anbietern inspirieren lässt, findet in My Cook-Book eine gute Alternative. Hier können neben manuell eingetragenen Rezepten, dank Suchmaschine, auch Internetseiten nach Gerichten durchsucht werden und direkt in der App gespeichert werden.

Nachteile der Anwendungen ergeben sich oft durch die technischen Geräte und nicht durch die Apps an sich. Smartphones eignen sich durch die verhältnismäßig kleinen Bildschirme nur bedingt zum Lesen und Fettspritzer können nicht nur dem Papier im Kochbuch, sondern auch den elektronischen Geräten schaden. Durch die ständige Weiterentwicklung der Funktionen (Vorlesefunktionen, Umblättern per Klopfen auf die Tischplatte, Sprachsteuerung) soll das Kochen mit den Geräten jedoch immer angenehmer gestaltet werden.

Je nachdem, welche App genutzt wird, können sich also unterschiedliche Vor- und Nachteile ergeben und jeder Nutzer muss am Ende für sich selbst entscheiden, mit welcher Variante sich das Kochen oder Backen für ihn am angenehmsten gestaltet.

Wir sind gespannt auf Euer Fazit! Bevorzugt Ihr das klassische Kochbuch oder seid Ihr bereits überzeugt von Eurem Smartphone oder Tablet als Suchmaschine für Rezepte?

Autor: Theresa Kuschke

Kinder-Apps versus Kinderbuch?

Dezember 2nd, 2015 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Lesen und Vorlesen konventioneller Bücher rücken bei Kindern aller Altersklassen immer weiter in den Hintergrund, wohingegen digitale Inhalte – Internet, Fernsehen, Smartphones oder Tablet-PCs – an Bedeutung gewinnen. Verlage müssen umdenken und kreative Wege finden, auch die jüngsten Leser zu begeistern.

E-Books und vor allem Apps werden immer alltäglicher. Gerade im Kinderbuch- Sektor gilt es, einfallsreich zu sein. Eltern sowie Kinder wollen angesprochen werden: Eltern erwarten qualitativ wertvolle, meist auch pädagogische Inhalte, während Kinder in spielerischen Funktionen, Animationen und Klängen oder Musik Anreize finden.

Verlage wie zum Beispiel Ravensburger, Carlsen, Bastei-Lübbe, Langenscheidt (Sprachlern-Apps), S. Fischer (Grimm’s Märchen-Apps gekoppelt mit Sachtexten) oder Oetinger sind schon auf den Zug aufgesprungen. Es entstanden ergänzende Apps zu bereits bekannten Kinderbüchern oder Kinderbuchreihen (z.B. Pixi Bücher von Carlsen) oder komplett neue Geschichten, die nur in digitaler Form erhältlich sind (z.B. Fiete-App vom Bastei-Lübbe Verlag, Lesestart-Apps von Ravensburger).

Als Umsetzung reicht eine 1:1-Übertragung vom Kinderbuch auf das Smartphone oder den Tablet-PC allerdings nicht aus. Vielmehr sind Kinder-Apps animierte Bücher, durch deren Geschichte sich interaktiv gespielt werden kann. Neben der Vorlesefunktion, (teilweise mit Hörspiel-Charakter, Sprechblasen zum mit- oder selber lesen), kann es Filmsequenzen/Animationen, Musik bzw. Geräusche, kleine Spiele oder Aufgaben (wie etwa Rotkäppchens Korb für die Großmutter zu packen, ein Puzzle, ein Wimmelbild) oder begleitende Informationen (Worterklärungen, Übersetzungen) und so weiter geben. Wichtig ist immer, dass die eigentliche Geschichte im Vordergrund bleibt und Inhalte kindergerecht aufbereitet werden. Zusätzliche Kindersicherungen, keine Werbung oder In-App-Käufe spielen gerade für die jüngeren Altersgruppen auch eine Rolle.

Im Gegensatz zu einem analogen Buch braucht es für dessen App-Version, dank integriertem Vorleser, nicht einmal unbedingt einen Erwachsenen. Digital ist weit entfernt vom klassischen Bilder- oder Kinderbuch. Die Apps erinnern teilweise eher an interaktive Animationsfilme und haben mit der Haptik eines Papp-Bilderbuches kaum etwas zu tun. Dass die Kinder auf einen Bildschirm schauen und eine App mit (mal mehr oder mal weniger) Computerspiel-Charakter nutzen, lässt einige Eltern noch eher skeptisch digitalen Kinderbüchern gegenüberstehen – auch wenn es bereits viele liebevoll gestaltete und mit wertvollen Inhalten angereicherte Kinder-Apps gibt.

Buch + App = LeYo!

Anfang dieses Jahres brachte der Carlsen-Verlag Kinderbuch und Kinder-App auf eine ganz neue Art und Weise zusammen. Die Rede ist von LeYo!, einer kostenlosen App, welche konventionelle Kinderbücher multimedial und interaktiv erfahren lässt. Das „Buch plus“ sozusagen – mit zusätzlichen Inhalten wie zum Beispiel Geräuschen, Musik, Kommentaren, Animationen und einer Vorlesefunktion. LeYo! macht das Lesen und Lernen lebendiger und vor allem spielerischer. Animationen und interaktive Elemente begleiten die Geschichten, ohne sie in den Hintergrund zu rücken.

Während digital auch im Kinderbuch-Sektor mehr und mehr zum Standard wird und der Markt für kindergerechte Apps wächst, legt Carlsen dennoch großen Wert darauf, das Buch im Mittelpunkt stehen zu lassen. Die App funktioniert ausschließlich in der Kombination aus analog und digital. LeYo! geht also mit der Zeit – ohne das Buch als solches einfach zu ersetzen.

Die Funktionsweise von LeYo!

Das Schöne ist, dass die Bücher auch ganz ohne Smartphone und Tablet funktionieren – was ein Anliegen des Verlages war. Wer LeYo! aber zusätzlich nutzen möchte, kann die App kostenlos (für iOS und Android) herunterladen, anschließend aus dem Archiv das passende Buch auswählen und dessen Funktionen aktivieren. Nach dem Start richtet man nur noch die Smartphone- oder Tablet-Kamera mit etwas Abstand auf die Buchseite, welche erstaunlich schnell erkannt wird, und schon erscheinen interaktive Elemente als schärfer und heller hervorgehoben.

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Im Bildschirmzentrum ist ein grüner Kreis, der wie ein Mauszeiger funktioniert: was er berührt, wird abgespielt. Nun kann nach Lust und Laune entdeckt werden. Allerdings muss man den grünen Kreis so lange auf ein Element halten, wie man es abspielen möchte – sonst wird z. B. der vorgelesene Text unter Umständen abgebrochen.

Die Benutzeroberfläche der App ist simpel und kindergerecht. Oben links ein X zum Beenden des Buches und am rechten Rand vier Symbole, die für verschiedene Modi stehen und jeweils andere Elemente aktivieren.

Das Noten-Symbol aktiviert beispielsweise Musik, tippen auf die die Ohren lässt die Figuren sprechen oder Texte vorlesen, während das Auge für den „Durchblick“ steht: animieren von Bildern oder Unsichtbares sichtbar machen, wie zum Beispiel die gefressene Großmutter im Wolfsbauch aus Rotkäppchen. Zusätzlich gibt es den „Spielemodus“, dargestellt durch eine Hand, in welchem der Geschichtenverlauf gesteuert werden kann.

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Bei jüngeren Kindern sollte vielleicht noch ein Erwachsener dabei sein, um durch das Buch zu steuern.

Die Auswahl an Büchern wächst. Bisher gibt es in der LeYo!-Reihe unter anderem Wissensbücher für Kinder ab 3 bzw. 5 Jahren zu den Themen wie Ritter, Vögel, Eisenbahn, usw., ein Musikbuch, einen Atlas, Bücher aus der bekannten Conni-Serie und ein Weihnachtsbuch. Wobei ein Atlas durch potenziell mehr Möglichkeiten an zusätzlichen Inhalten spannender erscheint, als beispielsweise ein Conni-Buch.

Fazit

Das Interesse der Kinder, sich ein konventionelles Buch zu wünschen, wird durch die zusätzliche Multimedia-Möglichkeit wohlmöglich sogar gestärkt. Die untertrennbar mit dem jeweiligen Buch verbundene App unterstreicht auch noch einmal (unbewusst) analoge Werte. Dennoch stehen LeYo!-Bücher in Konkurrenz zu rein digitalen Buch-Apps und -Spielen für Kinder. Hier müssen Eltern entscheiden, wie sie das Leseverhalten und den Medienkonsum ihrer Kinder lenken wollen. Auch wenn das Buch mit LeYo! teilweise über einen Bildschirm angeschaut wird, schafft Carlsen mit seinem Konzept auf jeden Fall eine gute Grundlage, genau das bewusster und gleichzeitig zeitgemäß zu steuern.

Autor: Ana Magdalena Wolf

 

Gewinnspiel

Wie ist Eure Einstellung zur Nutzung von Kinder-Apps? Sollte an konventionellen Büchern festgehalten werden oder sollte mit der Zeit gehen? Je früher Kinder Lesen und Lernen mit digitalen Geräten verbinden, desto besser?

Schreibt uns auf Facebook unter unserem Gewinnspielbeitrag Eure Meinung und gewinnt eines von drei Büchern aus der LeYo!-Reihe des Carlsen Verlages!

 

Link zum Buch: http://www.carlsen.de/pappenbuch/leyo-mein-grosses-musikbuch/64607

Teilnahmeschluss ist der 9. Dezember 2015. Die Gewinner werden unter allen, die den Facebook-Post kommentieren (oder teilen) ausgelost. Teilnehmen dürfen alle ab 18, Mitarbeiter von www.verlagederzuknuft.de und Carlsen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Viel Glück!


Vielen Dank an Carlsen für die für das Gewinnspiel zur Verfügung gestellten Bücher. Weitere Informationen zum Verlag und LeYo! gibt es unter: http://www.carlsen.de/leyo

 

Lendstar – Mit Swipen gemeinsam schenken

November 25th, 2015 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Passend zur Weihnachts- und Urlaubszeit möchten wir eine praktikable App zur Finanzierung von gemeinschaftlichen Ausgaben vorstellen.

Was ist Lendstar?

Lendstar ist eine soziale Finanz-App mit dem Ziel, gemeinsame Ausgaben mit Freunden zu erleichtern und (vergleichsweise) umständliches Austauschen von Bankdaten zu vermeiden.

Die App ist kostenlos im Play Store für Android und im App Store für iOS zu downloaden.

Bisher ist Lendstar für Zahlungen in Deutschland und Österreich verwendbar, demnächst sollen auch Zahlungen in der Schweiz und in Luxemburg möglich sein (Stand 08.10.2015).

Die Features

Fünf Features hält Lendstar für seine Nutzer bereit: Senden, Sammeln, Einfordern, Leihen und Aufteilen.

Geld senden erfolgt immer direkt an eine bestimmte Person. Per Swipe zum ausgewählten Kontakt wird der Überweisungsvorgang gestartet.

Für das Sammeln, Einfordern, Leihen und Aufteilen von Beträgen werden Gruppenchats gebildet, in denen alle Aktivitäten, Transaktionen und Nachrichten der Gruppe aufgeführt werden. So kann über die anstehende Ausgabe diskutiert und die Finanzierung organisiert werden.

Beim Sammeln können Beträge für eine gemeinsame Ausgabe zusammengetragen werden.

Hat jemand eine Ausgabe schon getätigt – also Geld vorgestreckt – so kann er in der Rubrik Einfordern Beträge von den anderen Gruppenmitgliedern zurückverlangen.

Beim Leihen kann Geld geliehen oder verliehen sowie der geliehene Betrag zurückgezahlt werden. Stellt jemand eine Leihanfrage, kann jedes Gruppenmitglied entscheiden, wie viel er selbst dazu beitragen möchte.

In einer Aufteilen-Gruppe kann jedes Mitglied Ausgaben hinzufügen, die dann, wenn keine Ausgaben mehr hinzukommen, gleichmäßig auf alle Mitglieder verteilt werden. Dafür wird die Differenz der Zahlungen aller Mitglieder miteinander verrechnet und automatisch ausgeglichen.

Der Selbsttest

Die Registrierung bei Lendstar erfolgt sehr einfach per Facebook oder Telefonnummer. Nach der Registrierung hinterlegt man ein Konto, über das die Transaktionen laufen. Die Diskussion, ob mehrere Konten angelegt werden können, befindet sich intern in vollem Gange. Kontakte erhalten eine Benachrichtigung, wenn in Lendstar eine Aktivität durchgeführt wurde, die den jeweiligen Kontakt betrifft.

Geld senden bzw. zahlen funktioniert in der App wie beim Online-Banking der jeweiligen Bank, beispielsweise durch pushTAN oder dem TAN-Brief-Verfahren.

Zwar kann man die Einladung in Gruppen ablehnen, jedoch (noch?) nicht die Zahlungseinforderungen. Daher nur kurz die Erwähnung: Das Beitreten in Gruppen basiert auf dem Vertrauen, dass auch korrekte Beträge verlangt werden. Ein Foto der Rechnung in der Gruppe hochzuladen wäre allerdings eine Möglichkeit, diverse Unsicherheiten zu vermeiden. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, steht der Support von Lendstar hilfsbereit zur Seite.

Fazit

Die App ist übersichtlich gestaltet und ist intuitiv zu bedienen. Für mich und meinen Testpartner hat sie sich als alltagstauglich erwiesen. Allerdings ist sie noch nicht hundertprozentig ausgereift. Man kann sich also auf Updates freuen, bei denen Lendstar durch neue Funktionalitäten ergänzt und optimiert wird.

Autor: Lea Schedletzky

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Vielen Dank an Jennifer Fizia (Head of Communications) vom Lendstar-Team, die mir aufgeschlossen entgegen kam und meine Fragen schnell beantwortet hat.

Informationen zur Datensicherheit von Lendstar finden Sie hier.

Video aus „Die Höhle der Löwen“ (letzte Reihe, „Ihr habt den Zeitgeist getroffen“)

Strategische Umorientierung bei Langenscheidt

Mai 7th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Der Langenscheidt Verlag formuliert seine verlegerischen Schwerpunkte neu. Als der Sprachenriese im März über einen geplanten Stellenabbau informierte, gab er damit auch das Signal zum Kurswechsel.

Geplant ist eine klare Fokussierung auf die Printproduktion. Gleichzeitig soll eine neue Abteilung Digital den Ausbau von App-Angeboten und Online-Wörterbüchern forcieren. Rein digitale Angebote entstehen künftig in Kooperation mit Partnern.

Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg!

Autor: Markus Heinrich

App-Vorstellung: SiGame

März 2nd, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

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SiGame ist weltweit die erste Gebärdensprach-App, die das Lernen und Spielen miteinander verbindet. Die App richtet sich an gehörlose und hörende Menschen. Der Nutzer kann nicht nur Kenntnisse der deutschen, sondern auch der amerikanischen Gebärdensprache und der International Sign Language erwerben.

 

Avatar SiMAX als Lehrer und Spielpartner

Mit der SiGame-App lässt sich die Gebärdensprache spielerisch erlernen und trainieren. Die App umfasst neben einem Wörterbuch auch ein Quiz, ein Memory-Spiel und einen Vokabeltrainer. Bei allen Funktionen steht dem Nutzer der Avatar SiMAX zur Seite. Die Kunstfigur gebärdet die Wörter und ist Spielpartner zugleich. Der Avatar stellt die Mimik der Gebärden durch eine eigens für die App entwickelte Emotionssteuerung realistisch dar. Der Avatar SiMAX wurde 2013 mit dem Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Kreativität & Medien ausgezeichnet.

 

Dreisprachiger Lernspaß für Jeden

Wer die SiGame-App ausprobieren möchte, braucht keine Vorkenntnisse der Gebärdensprache. Die App ist für Gehörlose und Hörende jeden Alters konzipiert. Sie kann genutzt werden, um die Gebärdensprache neu zu erlernen oder um vorhandenes Wissen auszubauen. Durch die einfache Anwendung kann die App auch problemlos von Kindern und älteren Personen verwendet werden.

Neben der deutschen und der amerikanischen Gebärdensprache lässt sich SiGame auch in der International Sign Language nutzen. Die International Sign Language ist eine Gebärdensprache, die bei internationalen Tagungen und Events eingesetzt wird, da sich die Gebärdensprachen von Land zu Land unterscheiden.

Die Grundversion der App ist kostenlos und enthält rund 70 Gebärden. Zusätzlich können weitere Wort-Packages erworben werden. Die SiGame-App ist im App-Store für Android- und iOS-Geräte verfügbar.

 

Für weitere Informationen rund um SiGame klicken Sie hier.

 

 

Autor: Lillian Geißler

 

Fixed-Layout Kinderbuch Software im Vergleich

Februar 9th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Die digitalen Medien sind auf dem Vormarsch. Auch die Kinderzimmer erobern sie im Sturmflug. So gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Kinderbücher mit Animationen, Sprache und interaktiven Funktionen auszustatten, um den Kindern ein völlig neues, digitales Leseerlebnis zu ermöglichen. In diesem Artikel werden verschiedene dafür entwickelte Software-Lösungen kurz vorgestellt und verglichen.

 

Fixed-Layout – was genau bedeutet das?

Bei Fixed-Layout Büchern handelt es sich um eine fixierte Gestaltung der Seiten. So kann der Leser keine Schriftänderung vornehmen. Was zunächst negativ klingt, bringt aber mehrere Vorteile. Es entsteht ein fest positioniertes Layout, bei dem Text auch auf Bilder gesetzt werden kann. Weiterhin sind Schriften in das Layout eingebunden und auch eine Vorlesefunktion kann integriert werden.

Das entsprechende Datei-Format ist das EPUB 3.0-Format, das unter anderem von Apple, Google und mit Einschränkungen von Amazon unterstützt wird. Umgesetzt werden Fixed-Layout Bücher nach Erstellung mittels eBook oder App.

 

Vergleich der Software

 

TigerCreate

TigerCreate ist eine für Mac programmierte Software zur Erstellung animierter eBooks oder Apps mit englischer Benutzeroberfläche. Eine umfassende Vorstellung aus einem vorigen Artikel finden Sie hier (http://www.verlagederzukunft.de/tigercreate-kreiere-deine-welt/). Das Programm bietet eine Vielfalt an Funktionen, so zum Beispiel das Einfügen von Animationen, Movieclips und Interaktionen (wie das Freirubbeln von Bildelementen), Abspielen von Audiodateien, Einfügen von Spielen (Puzzle, Malspiele) und eine Vorlesefunktion.

Eingangsformat: einzelne Daten, wie Texte, Bilder, Videos, Audio-Dateien

Ausgangsformat: TigerBook, Amazon KF8, iBookstore, Google Play Store, Apple App Store

Preise: Software kostenfrei, ebenso wie die TigerBook-Ausgabe,

Basic (für Fixed-Layout) mit 25€ pro Exportformat,

Standard (read and listen) mit 100€ pro Exportformat,

Interactive (vollanimierte/s, interaktive/s App/eBook) mit 250€ pro Exportformat

TigerCreate

 

PubCoder

PubCoder ist eine für Mac und Windows (ab 2. Quartal 2015 verfügbar) entwickelte Software mit deutscher Benutzeroberfläche. Auch hier können Bilder, Texte, Videos und Audio-Dateien in das Produkt eingefügt werden. Weiter gibt es Werkzeuge zur Erstellung von Animationen, einen Vorlese-Editor und eine Möglichkeit zur Fotobuch-Erstellung.

Eingangsformat: einzelne Daten, wie Texte, Bilder, Videos, Audio-Dateien

Ausgabeformat: Amazon KF8, iBookstore, Google Play Store, Apple App Store und weitere

Preise: nur verfügbar für mindestens 3 Monate Laufzeit, mit Rabatten,

Einzel-Lizenz für 50€ pro Monat,

Gruppen-Lizenz für 45€ pro Monat je Nutzer

 

PubCoder

 

Kindle Kids’ Book Creator

Hierbei handelt es sich um ein Programm mit deutscher Benutzeroberfläche zur Erstellung illustrierter eBooks. Die Funktionen sind begrenzt: Bilder können auf den Seiten dargestellt werden, Texte über ein Pop-up aufblinken.

Eingangsformat: Texte, Bilder

Ausgabeformat: Amazon KF8 für Kindle Fire-Geräte, Kindle App für iOS und Android

Preise: kostenfreie Software

 

 

Kid’s App Maker

Beim Kid’s App Maker handelt es sich um eine für Mac programmierte Software mit englischer Benutzeroberfläche zur Erstellung von interaktiven Kinder-Apps. Auch hier können Texte, Bilder, Videos und Audio-Dateien abgespielt, Animationen ausgelöst und Spiele getestet werden. Weiterhin beinhaltet das Programm einen Vorlese-Editor sowie ein Verwaltungssystem für unterschiedliche Sprachen.

Eingangsformat: einzelne Daten, wie Texte, Bilder, Videos, Audio-Dateien

Ausgabeformat: iOS, Android, Mac OS, Windows Phone

Preise: Einzel-Projekt-Lizenz zu 500€ für alle Ausgabeformate,

unbegrenzte Projekt-Lizenz für 5000€ pro Jahr

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Fazit

Mittlerweile gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung von interaktiven eBooks und Apps. Anhand der Informationen stellt sich heraus, dass die Auswahl der geeigneten Software zum einen vom Produktportfolio abhängig ist, zum anderen von den vorhandenen Ressourcen und dem Grad der Interaktivität des Endproduktes. Daher steht Verlagen und Nutzern ein vielfältiges Angebot zur Verfügung, welches sich stetig weiterentwickelt.

 

 

 

Autor: Maria Bende

Medien mal andersherum – die Initiative „SCHAU HIN!“

Februar 5th, 2015 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

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„SCHAU HIN! Was dein Kind mit Medien macht“, so lautet die Aussage der gleichnamigen Initiative, die uns auffordert genauer hinzuschauen, wenn unsere Kinder sich mit digitalen Medien beschäftigen.

 

Die Aufgabe  von „SCHAU HIN!“

In Form einer Website www.schau-hin.info werden Tipps im Umgang mit digitalen Medien im Alltag vermittelt. „SCHAU HIN!“ arbeitet mit der Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Frauen, Vodafone, ARD, ZDF und TV Spielfilm zusammen. Gemeinsam versuchen sie Eltern Orientierungspunkte für den richtigen Umgang mit dem Medienkonsumverhalten ihrer Kinder zu geben und die Bedeutung der digitalen Erlebniswelt für Kinder zu erklären.

 

Die Kernaussage von „SCHAU HIN!“

Der Gedanke hinter diesem Projekt ist nicht Kinder zu maßregeln und strenge Grenzen zu setzen, sondern im gemeinsamen Umgang mit digitalen Medien ein gegenseitiges Verständnis für diese Thematik zu entwickeln und daraus Regeln als Orientierung aufzustellen.

Daher das Motto: „Verstehen ist besser als Verbieten.“

Um diese Vorgehensweise der Eltern zu unterstützen, werden zunächst viele informative Tipps gegeben, auch in speziellen Kategorien, wie Fernsehen, Smartphone oder Internet, um für einen grundlegenden Einblick in die Medienwelt zu sorgen. Außerdem werden Risiken und Gefahren deutlich gemacht, um im Anschluss Möglichkeiten aufzuzeigen, wie und in welchem Maß Eltern beispielsweise auf Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder reagieren können.

„SCHAU HIN!“ versucht auf aktuelle Thematiken einzugehen und nah an den Trends der jungen Mediengesellschaft zu sein. Unterstützung dafür bekommt das Projekt zum einen von Medienpädagogen und Psychologen, zum anderen auch durch Prominente wie Jörg Pilawa und Tim Mälzer, einigen Ärzteverbänden und Krankenkassen.

 

Die „SCHAU HIN! –App“

Zum Service der Seite gehört außerdem eine gleichnamige App. In dieser werden viele Hinweise über die digitale Medienwelt gegeben und auch ein großes Repertoire an Spielideen angeboten, die eine Alternative zu den digitalen Games bieten.

Speziell zum Thema Apps für Kinder beinhaltet die Seite eine Menge Tipps und vor allem viele Links zu empfehlenswerten Web-Portalen und sicheren App-Angeboten für Kinder.

Dabei wird zum Beispiel auf die optimale Zeit, die ein Kind täglich mit digitalen Medien verbringen sollte, hingewiesen. So sollten Kinder bis drei Jahre sich am besten überhaupt nicht mit digitalen Medien beschäftigen, Kinder bis fünf Jahre höchstens eine halbe Stunde am Tag und bis zum Alter von neun Jahren eine Stunde. Ab dem zehnten Lebensjahr können oder sollten Eltern mit ihren Kindern gemeinsam Zeiträume aushandeln.

Für das „Verhandeln“ an sich, zum Beispiel über die Zeit, die ein Kind am Tag mit Fernsehen verbringen darf, wird auch eine Umsetzungsmöglichkeit geboten, indem ein konkreter Vertrag zwischen den Eltern und dem Kind gemacht wird – ein Mediennutzungsvertrag. Dahinter verbirgt sich ein Link zu der Seite www.mediennutzungsvertrag.de, wo Eltern gemeinsam mit ihren Kindern ein Formular erstellen, in dem die aufgestellten Regeln festgehalten werden.

 

Fazit

Zusammengefasst bietet www.schau-hin.info ein vielfältiges und aktuelles Angebot mit Tipps und Informationen, die keinesfalls aufgezwungen wirken und Eltern auf unkonventionelle Art und Weise einen Einblick in die Mediennutzung verschaffen.

 

 

Autor: Sarah Alsgut

Wie kindgerecht sind kostenlose Kinderapps?

Januar 19th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Immer mehr Kinder spielen auf Tablets, iPads und Smartphones. Die Bedienung dieser Geräte ist sehr leicht und Eltern können somit die Kinder mit unterschiedlichen Spiele-Apps beschäftigen. Doch wie kindgerecht und gut sind diese Apps überhaupt?  Kann man damit bedenkenlos seine Kinder spielen lassen?

Kind mit Tablet

 

Eins steht fest: Digitale Medien sind auf den Vormarsch, dementsprechend weiter wächst auch das Angebot an kostenlosen Kinderapps. Aber wo kostenlos drauf steht muss nicht kostenlos drin sein.

Bereits nach wenigen Minuten hat der Spielspaß ein Ende und dann wird ein Kauf, ein sogenannter In-App-Kauf, unumgänglich. Aber auch lange Wartezeiten (von bis zu sieben Stunden) oder Sonder- und Rabattaktionen verleiten die Kinder oft dazu achtlos auf „Kaufen“ zu drücken. Kinder werden oft dabei auch mit unangemessener Werbung oder nicht kindgerechten Inhalten konfrontiert. Nicht zuletzt wird auch die Einbindung sozialer Medien wie Facebook und Twitter aus Datenschutzsicht besonders kritisch von Experten gesehen.

Was sind In-App-Käufe?

Das sind Käufe die in einem eigenen Store in der App getätigt werden können. Oft sind diese Käufe unumgänglich, da das Spiel ansonsten nicht weitergespielt werden kann. Dabei erlangt der Nutzer Spielvorteile in Form von erweiterten Funktionalitäten oder Ausstattungsinhalten. Es kann auch eine Spielwährung zum Kauf virtueller Güter wie z.B. Schwerter, Tierfutter, Kleidung für die Spielfiguren etc. sein.

Die Kosten können dabei stark variieren, von wenigen Cent- bis zu hohen Geldbeträgen.

Was das für Folgen haben kann, zeigt der Fall einer englischen Familie im Jahr 2013. Der Sohn, Danny Kitchen, tätigte für knapp 2570 Dollar In-App-Käufe für das Spiel Zombies vs. Ninjas.

Wie entwickelt sich der Trend weiter?

Für Experten steht fest, dass es werbefinanzierte Kinderapps auch weiterhin geben wird und sie noch mehr Verbreitung finden werden. Ein Grund dafür ist, dass viele Unternehmen die Werbekanäle „Apps“ jetzt erst für sich entdecken. Zudem setzten viele App-Entwickler auf Werbung, weil sich mit dieser mehr Geld verdienen lässt, statt die App einmalig zu einem Fix-Preis auf dem Markt anzubieten.

Wie kann man seine Kinder schützen?

Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur in Begleitung der Eltern nutzen und die Inhalte gut ausgewählt sind, da schnelle und laute Anwendungen sie überfordern können.

Wenn Kinder mit den Apps alleine gelassen werden sollen, ist es zu empfehlen die Internetverbindung zu trennen, um die Werbung und In-App-Käufe zu blockieren. Es wird außerdem dazu geraten, das Smartphone oder Tablet mit einem Kennwort zu schützen und bestimmte Anwendungen und Funktionen zu sperren (beispielsweise den Safari-Browser), um es so den Kindern nicht zu ermöglichen Käufe zu tätigen. Wer seine Kinder vollständig schützen will, kann sich anstatt kostenloser Apps auch kostenpflichtige Premium Apps kaufen, die ohne Werbung und gesperrten Inhalten spielbar sind.

Doch neben der ganzen virtuellen Welt ist es sehr wichtig, dass auch andere Aktivitäten ihren festen Platz im Familienalltag haben. Denn die digitale Welt kann das Spielen, Treffen mit Freunden oder das gemeinsame (Vor-)Lesen nicht ersetzen.

 

Autor: Sabrin Abson

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