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Posts Tagged ‘bastei lübbe’

Bastei Entertainment – Ein Startup im Verlag

Juni 25th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

 

Verlagsgruppe Bastei Lübbe - Logo

 

Hintergrund:
Lesen, Hörbücher hören, TV-Serien schauen oder Computerspiele spielen – warum sich entscheiden, wenn man auch alles auf einmal tun kann? Bastei Entertainment bietet an digitaler Unterhaltung alles, was nicht zwischen zwei Buchdeckel passt.

Name des Modell: Bastei Entertainment

Geschäftsführer: Jörg Plathner

Träger: Bastei Lübbe AG

Sitz: Köln

bastei entertainment head

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:
Unter dem Namen Bastei Entertainment bringt die Bastei Lübbe AG ein ausschließlich digitales Programm („Digital First“) auf den Markt: E-Books, Apps, digital erweiterte Produkte, Read&Listen-Versionen, Audio-Downloads und Serienformate für die wichtigsten Abspielgeräte, Mobiltelefone und E-Book-Reader bieten beste Unterhaltung. 2010 startete dieses Geschäftsmodell mit dem Verkauf der ersten Webnovel zu Mario Giordanos Buch „Apocalypsis“, einem multimedialen Serienroman, der aus Hörsequenzen, Illustrationen, eigens gedrehten Filmszenen und interaktiven Spielen zusammengesetzt ist. Seitdem folgten weitere erfolgreiche digitale Produkte, wie z.B. E-Books zur Science-Fiction-Serie „Survivor“, aber auch Lern- und Wimmel-Apps, sowie Minilektüren für Kinder.
Mit der Berliner Firma Filmtank wurde jüngst das Projekt „netwars“ entwickelt, ein Format, zu dem eine Graphic Novel App, eine 6-teilige E-Book- und Hörbuchserie und eine TV-Dokumentation gehören und sogar eine TV-Serie ist in Planung. Read More

Neobooks – Konkurrenz oder Rettung des klassischen Verlagsmodells?

August 11th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Selbstpublizierte Bücher werden nach wie vor von einigen Experten aus dem Verlags- und Literaturbetrieb kritisch beäugt. Sie befürchten eine Überschwemmung des Marktes mit „Schundliteratur“ und sehen die entsprechenden Veröffentlichungsplattformen als Wegbereiter des Untergangs qualitativ hochwertiger Literatur. Dennoch tauchen in den letzten Jahren immer mehr Autoren in den Bestsellerlisten auf, die nicht an einen Verlag gebunden sind. Als erstes erkannte die Verlagsgruppe Droemer Knaur dieses Potential und gründete die Plattform neobooks, die mittlerweile zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell herangewachsen ist.

„Unter den Selfpublishern sind zahlreiche vielversprechende und überaus talentierte Autoren, die jedes Verlagsprogramm bereichern, aber über den klassischen Einsendeweg vielleicht nie Sichtbarkeit erlangt hätten“, sagt Juliane Reichwein, die neue Teamleiterin von neobooks. Bis heute wurden über neobooks bereits über 80 Titel akquiriert und sogar schon sechs Taschenbücher bei einem Verlag der Droemer Knaur-Gruppe von Autoren veröffentlicht, die über neobooks entdeckt wurden.

Nach der „Sichtbarkeit“, von der Juliane Reichwein spricht, streben viele Menschen: Der Wunsch nach der Veröffentlichung der eigenen Memoiren, Gedichte und Fantasiegeschichten ist groß. Früher blieb hier nur der Weg über sogenannte, teils ausbeuterische Druckkostenzuschussverlage. Mit der Welle des Selfpublishing ist dieses Modell überflüssig geworden, dennoch bestehen die Verlage weiter. Auf die Frage, ob neobooks diesen Verlagen den Garaus machen will, antwortet Juliane Reichwein: „Wir unterstützen unsere Community mit all unserem Branchenwissen und klären über ‚Stolpersteine‘ auf. Mit neobooks bieten wir eine echte Alternative, zeigen einen anderen Weg zur Publikation auf – damit dürften die Angebote diverser Häuser ganz für sich alleine sprechen.“ Hier noch einmal kurz die wichtigsten Informationen rund um diese Alternative:

Juliane Reichwein

Juliane Reichwein

 

Das Modell neobooks

Neobooks ist eine kostenlose Plattform für Selfpublisher, die 2010 von der Verlagsgruppe Droemer Knaur gegründet wurde. Die Besonderheit an dieser Plattform ist, dass der Autor die Möglichkeit auf einen Vertrag entweder bei einem Verlag der Droemer Knaur-Gruppe oder seit ein paar Monaten auch Rowohlt hat. Diesen Vertrag hat man als Autor dann in Aussicht, wenn ein Lektor den Titel als passend für sein Verlagsprogramm einstuft. Die Lektoren lesen die Top-Ten-Titel von der Website, auf  der die Lesercommunity die Bücher mit bis zu fünf Sternen bewerten kann.

Vorteile für den Autor, außer der Option auf einen Verlagsvertrag, bestehen in dem Autorenhonorar von 70%, der Listung in sämtlichen Verzeichnissen und dem selbst auswählbaren Preis. Zudem kann der Autor selbst über die Distributionskanäle seiner Titel entscheiden, benötigt nur geringe Computerkenntnisse und darf auch noch auf anderen Plattformen veröffentlichen.

Für den Verlag bietet dieses Modell den Vorteil, eventuell zukünftige Bestsellerautoren zu akquirieren und löst damit zumindest ein Stück weit das Problem der Masse an unaufgefordert eingesandten Manuskripten. Auch das Risiko für den Verlag wird dadurch gemindert, dass der Autor als Selfpublisher bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt und Erfahrung gesammelt hat.

Nachahmer in der Branche

Mittlerweile hat sich die erfolgreiche Idee von Droemer Knaur natürlich herumgesprochen und andere Verlage versuchen sich ebenfalls an Modellen, die die neue Möglichkeit nutzen sollen, noch unbekannte talentierte Autoren zu akquirieren. Das jüngste Beispiel ist die Kooperation von Bastei Lübbe mit der Plattform BookRix. Diese Zusammenarbeit funktioniert ganz nach dem Beispiel von neobooks: Auch hier haben die Selfpublisher die Chance auf einen Vertrag bei dem großen Kölner Belletristikverlag. Andere Beispiele für Nachahmer in der Branche wären Egmont mit Lyx Storyboard oder Oetinger mit Oetinger 34 (Wir berichteten darüber im Juni: http://www.verlagederzukunft.de/business-development-zeiten-der-digitalisierung-interview-mit-tea-herovic/). Kritik an solchen Modellen kommt nur von einigen Selfpublishern, die solche Modelle als „Trittbrettfahrer“ bezeichnen.

Eine hohe Bedeutung hat der Einstieg von Rowohlt im Mai in die Arbeit von neobooks. Der literarisch anspruchsvolle Verlag, der wie Droemer Knaur zur Holtzbrinck Verlagsgruppe gehört, zollt damit vor allem den Selfpublishern einen hohen Respekt. Auch Juliane Reichwein hebt diese Neuerung hervor: „Mit dem Rowohlt Verlag haben wir bereits einen starken und vertrauensvollen Partner gewonnen, der unser Akquiseprogramm bestärkt.“ Sie sieht neue Konkurrenz wie Bastei Lübbe mit BookRix nicht als große Bedrohung für den Erfolg ihrer Plattform: „Im Markt der Selfpublishing Plattformen behaupten wir uns bereits seit längerem gegen konkurrierende Unternehmen.“ Auf die Frage, in welche Richtung sich neobooks in den kommenden Jahren ausrichten wird, spricht sie die Optimierung des Services für Autor und Leser an. Schlussendlich nennt sie die Märkte anderer Länder „spannend“ und gibt zu, dass neobooks den „ein oder anderen Blick in die Welt“ riskiert. Vielleicht werden wir also bald sehen, wie das Projekt ausgeweitet wird und neobooks auch international auf Autorensuche geht.

Chancen erkennen und nutzen!

Mit der wachsenden Anerkennung sollten die Kritiker des Selfpublishing schnell verschwinden und die Verlage die Möglichkeit vereinfachter Akquise neuer Autoren nutzen – ein Aspekt, der erst neulich bei den Berliner Buchtagen auf der Konferenz „Selfpublishing – Bedrohung oder Chance für Verlage?“ diskutiert wurde. Das Problem der unaufgefordert eingesandten Manuskripte, die von den Lektoren gar nicht bearbeitet werden können, dürfte bald gelöst sein. Es ist der Buchbranche nur zu wünschen, dass bald noch weitere zukunftsfähige Projekte über neobooks hinaus entstehen, die vor Marktriesen wie Amazon und dessen angekündigten Verlagstätigkeiten bestehen können. Studien wie die Studie zum Stand des Self Publishing in Deutschland von Matthias Matting beweisen, dass die meisten Selfpublisher gerne bei einem Verlag veröffentlichen würden. Das ist eigentlich eine brillante und relativ risikoarme Möglichkeit für Verlage, bereits erfolgreiche Autoren aus den E-Book-Charts unter Vertrag zu stellen. Man sollte Selfpublishing nicht als Gefahr für Verlage begreifen, sondern als Chance, diese zu erhalten. Anstatt sich über Qualitätsverlust durch die Schwemme von selbstpublizierten Titeln zu beschweren und den guten alten Zeiten der hohen Literatur hinterher zu träumen, sollte man diese Möglichkeit ergreifen!

von Jana Kapfer

Weihnachtskalender: Türchen 22

Dezember 22nd, 2013 | Weihnachtskalender | 0 Comments

Dieses Foto von Victoria Beyer hat das VdZu-Team begeistert und sie gewinnt damit den dritten und letzten Advents-Fotowettbewerb. Ihr Foto zeigt Victoria auf einem deutschen Weihnachtsmarkt in England, Leeds, wo sie zur Zeit lebt. Die für deutsch verkauften Produkte seien teilweise etwas skurril. Am besten findet Victoria aber die gefühlt 30 cm langen, strickförmigen, wie sie sagt, Möchtegern-Bratwürste.

Für diese tollen Fotos und die erfrischende Beschreibung erhält Victoria Beste Freunde von KeinBuch, den Roman ‚Schattenfreundin‘ sowie Daniela Katzenbergers ‚Katze küsst Kater‘ von Bastei Lübbe. Herzlichen Glückwunsch!


Und wie versprochen seht ihr hier nun eine Auswahl von anderen großartigen Fotos, die uns zugesandt wurden.

Besinnliche Feiertage wünscht euch das VdZu-Team!

P.S.: Na habt ihr das Lösungswort schon erraten? Am 24.12.2013 werden wir euch eine abschließende Rätselfrage
stellen, dessen Antwort auch das Lösungswort ergibt. Ihr habt also alle noch die Chance unser großes Weihnachtsgeschenk zu gewinnen!

Transmediales Erzählen

Oktober 10th, 2011 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Inhalte und die Art wie sie erzählt werden, sind schon immer vom Zeitgeist anhängig gewesen. Jede Ära hat ihre Geschichten.

Eine Form des Erzählens, welche die sozial vernetzte Ära prägen soll, ist das transmediale Erzählen. Aber damit man bei all den „-medialen“ Wörtern nicht den Überblick verliert, zuallererst eine kurze Begriffserklärung: Read More

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  • Messeführungen auf der Leipziger Buchmesse 2017

    Auch auf der Leipziger Buchmesse 2017 veranstalten wir wieder unsere Messeführungen! Neben der traditionellen Führung der Bücherfrauen gibt es diesmal einen Rundgang zum Thema Fantasy-Verlage. Die genauen Infos und das Anmeldeformular findet ihr ab sofort >>hier<<.
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