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Posts Tagged ‘digitale Kinderbücher’

Ratgeber für Eltern: Welche multimedialen Produkte sind für mein Kind geeignet?

November 27th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Kinder sind zunehmend von der wachsenden multimedialen Ausstattung im Kinderzimmer fasziniert. Sie wollen sich informieren, einen Austausch mit anderen eingehen und Neues entdecken. Dazu bieten zahlreiche Webanbieter und Verlage Apps sowie andere Anwendungen an, die Geschichten mit Geräuschen, Animationen und Spielen erlebbar machen.

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Die richtige Auswahl treffen

Doch nicht alle Anwendungen sind auch für Kinder geeignet, wodurch Eltern ihren Nachwuchs beim Erlernen des Umgangs mit den gebotenen Produkten unterstützen sollten. Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur unter Aufsicht der Eltern nutzen und die Inhalte altersgerecht ausgewählt sind. So sollten Sie sich als Erziehungsberechtigte am besten zu Beginn ein eigenes Bild von den Kinderbuch- und Spiele-Apps machen. Hilfreich ist es auch, gerade im Kindergartenalter, das Produkt gemeinsam mit dem Kind auszuprobieren, dessen Reaktion zu beobachten und anschließend zu entscheiden, ob es das Richtige ist. Bei Grundschulkindern eignen sich besonders interaktive Apps, die das Lesen, Schreiben und Rechnen spielerisch fördern. Achten Sie hierbei darauf, dass die Anwendung zum Schulstoff passt und den sicheren Umgang mit mobilen Geräten vermittelt.

Produkte für ältere Kinder sollten thematisch an ihre Lebenswelt angepasst sein. Auch der Kontakt mit sozialen Netzwerken ist möglich, sollte aber in jedem Fall von den Eltern begleitet werden. Hierbei können Sie gemeinsam mit ihren Kindern eine Auswahl altersgerechter Netzwerke treffen und eine Sensibilisierung für die Themen Schutz persönlicher Daten und regelmäßige Überprüfung der Sicherheitseinstellungen fördern.

Grundsätzlich sollten die Installation von Apps und deren zeitliche und inhaltliche Nutzung, vor allem bei Kindern bis zwölf Jahre noch in der Verantwortung der Eltern liegen. So können ungeeignete Apps und Webseiten vermieden werden und auch andere Aktivitäten wie Spielen, Treffen mit Freunden und das gemeinsame (Vor-)Lesen ihren festen Platz im Familienalltag erhalten.

Grundlegende Kriterien und Richtlinien

Um es Ihnen ein wenig einfacher zu machen, gibt es einige grundlegende Kriterien und Richtlinien, die Sie bei der Auswahl von Apps, E-Books und Co. beachten sollten.

So erfordern kinderfreundliche Apps oder Seiten keine Anmeldung oder Mitgliedschaft und sind den Kleinen frei zugänglich. Weiterhin erfragen sie auch keine persönlichen Daten, warnen hingegen diese freizugeben und in Ausnahmefällen wird erklärt, warum eine Abfrage notwendig ist. Eine freundliche und übersichtliche Gestaltung, in der das Kind selbsterklärend navigieren kann sowie eine verständliche und bildhafte Sprache sind Kriterien für ein gutes Kinderprodukt. Ihre Schützlinge sollten zudem neugierig gemacht werden, die Inhalte spielerisch Wissen vermitteln und der Umgang mit dem Produkt die Medienkompetenz fördern. Dazu gehört auch, dass diese Anwendungen frei von ängstigenden Inhalten oder Werbung sind.

Bei Werbung für Kinder gilt grundsätzlich, dass diese kenntlich zu machen ist und auch keine Kaufaufforderung bestehen darf. Eltern sollten hier auf mögliche Vollversion-Downloads achten, die einen unangemessenen Kaufanreiz darstellen. Wenn doch Werbung in die App integriert ist, ist es wichtig, dass sich diese in einem speziellen Elternbereich befindet und deaktiviert werden kann, sodass keine Gefahr des Antippens der Kleinen besteht. Auch Zugriffsrechte auf Kalender oder Telefonbuchdaten sollten im Vorhinein deaktiviert werden. Auf Nummer sicher gehen Eltern mit der Auswahl des Flugmodus, der die Funkeinheiten des Gerätes und damit die Kommunikationsfunktionen deaktiviert, ohne dass dabei die anderen Funktionen beendet werden.

Auch Verlinkungen zum App-Shop oder dritten Seiten sollten in einem Kinderprodukt nicht auftauchen. Wenn dies hingegen doch der Fall ist, weisen gute Produkte auf das Verlassen der eigenen Seite hin und kontrollieren auch diese Verlinkungen auf ihre Sicherheit.

Weitere Merkmale sind die Nennung von Herausgeber, Quellen und Impressum, welches die üblichen Angaben enthalten sollte. Zudem ist es schön, wenn über die Ziele des Produktes informiert und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme geboten wird.

Das Einhalten der Bestimmungen des Jungendschutzes und das Informieren der Eltern darüber, inklusive der Chancen und Risiken die bestehen, sind ebenfalls auszeichnend für ein gutes Produkt.

Abschließend ist es jedoch so, dass Computer, Tablet und Smartphone keine Babysitter darstellen sollten. Es ist notwendig, dass Eltern ihre Kinder beim Umgang begleiten und altersgerechte zeitliche und inhaltliche Begrenzungen festlegen. Sie sollten eine Balance für ihre Kinder finden und ihnen auch Alternativen zur digitalen Welt, wie Sport, Gesellschaftsspiele oder Outdooraktivitäten bieten.

 

Autor: Sophie Kliemann

TigerCreate – Kreiere deine Welt!

November 24th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Seit Anfang 2014 bietet Tiger Books Media ihre neue Software zum Verkauf, mit der es möglich ist, ohne schwierige Programmierung Bücher zu digitalisieren und so besonders für Kinder und Jugendliche interaktiven Spielspaß zu gestalten.

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Heutzutage ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass Kinder und Jugendliche zum Spielen, Lernen und Lesen den Tablet PC nutzen. Daher steigt natürlich auch der Druck für Verlage, die jungen Leser für sich zu gewinnen und ihre Inhalte zusätzlich digital als E-Book oder App zur Verfügung zu stellen. Eine von Tiger Books Media, der Tochter des Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlags Friedrich Oetinger, herausgebrachte Software soll das für jeden auf einfachem und günstigem Weg realisierbar machen: TigerCreate.

Was ist möglich mit TigerCreate?

Die Hersteller werben mit der unglaublichen Einfachheit des Programms. Mit Hilfe weniger Mausklicks soll es möglich sein, interaktive Bücher und Spiele zu entwickeln und diese auf den verschiedensten Plattformen zu veröffentlichen. So könne man beispielsweise auf unkomplizierte Weise die erstellte App oder das E-Book gleichzeitig im App Store, Google Play Store oder jedem anderen beliebigen Store herausgeben, ohne dabei tief in den Geldbeutel greifen zu müssen.

Auch eine schwierige Programmierung sei nun nicht mehr nötig. Dadurch lasse sich TigerCreate besonders leicht in den Workflow einbinden und erziele eine Zeit- und Kostenersparnis von bis zu 80% gegenüber der herkömmlichen Programmierungsweise von interaktiven Büchern.

Aufgrund des entstehenden Mehrwerts der E-Books verspricht die Software außerdem eine Umsatzsteigerung. Denn durch die in die Geschichte integrierbaren Gestaltungsmöglichkeiten, wie Animationen, Sounds, Texte oder Hintergrundinformationen, ermuntere es Kinder und Jugendliche zum Lesen und trage gleichzeitig zu mehr Spannung und Spaß bei.

Wer kann TigerCreate nutzen?

Das Programm sei vorwiegend für Illustratoren, Verlagsmitglieder und andere Content-Inhaber entwickelt worden. Prinzipiell könne es aber jeder von uns verwenden. Man müsse sich lediglich anmelden und den AGB zustimmen. Danach erhalte man 1-5 Softwareschlüssel und könne TigerCreate vollständig öffnen und nutzen. Die Rechnungsstellung erfolge jedes Mal, wenn die produzierte App oder das E-Book publiziert werden sollen. Das können je nach Komplexität und verwendeter Features entweder 25, 100 oder 250 Euro sein. Will man das Produkt in geringfügig veränderter Form nochmals veröffentlichen, habe das keine weiteren Kosten zur Folge.

Natürlich erfordere auch die Verwendung von TigerCreate ein gewisses Know-how. Für jedes animierte Bilderbuch brauche man Fachkompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. So seien beispielsweise technisches Wissen und Kenntnisse in Grafikdesign und Bildbearbeitung sehr förderlich. Gleichzeitig sei es auch von Vorteil, pädagogische Erfahrungen mitzubringen, um die Werke an das Alter und den jeweiligen Bildungsgrad der Kinder und Jugendlichen anpassen zu können. Ansonsten seien vor allem Humor, Ideenreichtum und Fantasie von Bedeutung, um alle Besonderheiten von TigerCreate vollständig auskosten zu können.

 

Hat der Artikel Ihr Interesse zum Thema geweckt, erhalten Sie hier weitere Informationen:

http://tigercreate.com/de/

 

Autor: Vivien Zschammer

Entwicklung Kinderbuch: So wie die Kleinen verändert sich auch die Branche

Juni 2nd, 2014 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Am Sonntag war Kindertag; ich hoffe kein Elternteil hat diesen vergessen. Wie an jedem 1. Juni gab es viele Veranstaltungen und Geschenke für den Nachwuchs. Kleine und große – denn auch ich ging nicht leer aus – Kinder durften sich an wohlgemeinten Gaben erfreuen. Spielzeug und Süßigkeiten, das sind Klassiker. Das Buch ist es genauso. Dieses hebt sich sogar durch einen Fakt von seinen Kontrahenten im Laden ab. Nein, nicht nur durch die Preisbindung. Es hat einen ganz besonderen Auftrag.

OetingerBildung heißt dieser. Lesen soll ja hierfür förderlich sein, so zumindest die weit verbreitete Meinung. Wer liest eignet sich Wissen an. Umkehrschluss: Wer früh beginnt, hat logischerweise mehr Zeit zum Lernen. Da liegt nichts näher als dem eigenen Kind helfend zur Seite zu stehen. Ansprechende Literatur muss also her. Nebenbei sollten Kenntnisse und Werte vermittelt werden, aber zu Beginn soll der korrekte Umgang mit dem Buch erlernt werden.
Die Kinder selbst haben etwas andere Ansprüche. Manche haben natürlich den Antrieb genauso in der Zeitung zu blättern wie die Eltern, die sogar etwas aus dieser erfahren können. Aber für viele andere – bei mir war es genauso – ist das Lesen ein spannendes „Spiel“. Geschichten zu verfolgen und sich in diese hineinzuversetzen macht Spaß und lässt einen zum dauerhaften Nutzer des Mediums Buch werden. Die frühe Rekrutierung erfolgt also im Sinne der Branche.
Das Verbinden der Interessen beider Gruppen, die der Eltern (Käufer) und Kinder (Nutzer), ist die schwierige Aufgabe der Autoren und Verlage. Eine notwendige Tätigkeit, damit Bücher nicht nur gekauft, sondern auch gelesen werden.
Seit einigen Jahren müssen sich diese aber noch einem zusätzlichen Problem stellen: der Anpassung an den sich weiterentwickelnden elektronischen Markt.

Neue Konkurrenten
Tablets und Smartphones stellen eine Herausforderung für Kinderbuchverlage dar. Zum einen sind sie mit dem E-Reader Nutzergeräte für Angebote, wenn auch digitalisiert, die erstellt und vertrieben werden können. Dies benötigt zwar Investitionen, einen gewissen Aufwand und Kompetenzen, bietet aber gleichzeitig neue Absatzmöglichkeiten.
Zum anderen aber finden neue „Fressfeinde“ auf diesen Geräten ebenso Platz und Anwendung. Spiele um genau zu sein. Einfacher Rätsel- und Puzzlezeitvertreib, klassische Jump ’n‘ Run oder komplexe Games, sie alle haben das Potential einen großen Teil eines Kindertages zu belegen. Ein klassischer Fall intermedialer Konkurrenz. Ungeachtet ihrer Kosten sind sie durch bunte Farben und Bewegungen für die Augen eines Heranwachsenden meist verlockender als stumpf dreinblickende Satzstrukturen. Den Zugang zu den Geräten erhalten sie meist durch ihre Verwandten, die ihnen den Spaß gönnen, kurzzeitig eine Beschäftigung für sie brauchen – schon praktisch bei Autofahrten – und/oder einen pädagogischen Sinn darin sehen. Lesen lernen kann man ja auf verschiedenen Wegen.

Die Reaktion?
Die Verlage gehen recht unterschiedlich mit dieser Problematik um.

Es gibt die „klassischen Kinderbuchverlage“, deren Verhalten sich kaum bis gar nicht verändert hat. Vielleicht wurde der Auftritt im Internet verstärkt, damit man diese über die „neuen Geräte“ finden kann. Konzentriert wird sich jedoch weiterhin auf die gedruckten Werke. Oft haben diese Verlage etablierte Reihen, die sich stetiger Nachfrage erfreuen und kein Umdenken erfordern. Die Eltern kennen die Helden und Geschichten aus ihrer eigenen Kindheit, mochten diese scheinbar und lassen nun ihre eigenen Kinder auf die Bücher los – oder eben umgekehrt. Solange das Interesse an den Charakteren nicht erlischt, lässt sich dieses Modell durchaus weiterhin umsetzen.

S.-Fischer„Moderne Kinderbuchverlage“ haben sich hingegen in ihrem Aufbau und Angebot deutlich angepasst. Rein digital arbeitende Kinderbuchverlage sind mehr eine Randerscheinung oder eine Entwicklung aus dem Selfpublishing. Die Kombination aus elektronischem und gedrucktem Angebot scheint sich bisher durchzusetzen. Hierbei setzen die Verlage, Oetinger und S. Fischer sind hier hervorzuheben, auf ihr Printangebot, erweitern dieses aber digital.
2011 wurde die kostenlose App „Tigerbooks“, eine Online-Vertriebsplattform für Kinder- und Jugendbücher, auf Initiative Oetingers veröffentlicht. Im Mai 2014 zog S. Fischer mit einer eigenen Plattform, „Blubberfisch“, nach. Diese dient zur Zusammenführung der verschiedenen Fischer-Verlagsprodukte, die für Kinder bis 12 Jahren gedacht sind.

Beide Plattformen bieten Leseproben und kleine Anwendungen an, um das Interesse der Nutzer zu wecken, diese an sich zu binden und möglicherweise zum Kauf weiterer Produkte zu animieren. Hierbei hat besonders Tigerbooks die Möglichkeiten der interaktiven und vertonten Geschichten erkannt und bietet eine große Auswahl dieser an. Durch das – in digitaler Nachbearbeitung durchgeführte – Einfügen von Interaktionsmöglichkeiten wie das Ein- und Ausschalten einer Lampe wird dem Nutzer erlaubt, das Geschehen zu beeinflussen. In manchen Fällen ist dies relevant für die Handlung und es wird dazu aufgefordert, in anderen nur eine Option. Ein Buch erhält somit das Element der Bewegung, des Spielens.

Durch die Software „TigerCreate“ des Tigerbooks Media Teams sind seit 2013 auch andere Verlage dazu in der Lage ihr Verlagsprogramm anzupassen, da sie nun die Möglichkeit besitzen kostengünstig animierte Bildergeschichten zu erstellen. Ein starker Anstieg des erhältlichen Sortiments, der Anzahl der Themenbereiche und der Qualität der technischen Umsetzung ist deshalb in Zukunft zu erwarten.

Deshalb rate ich zum nächsten Kindertag: Riskieren Sie einen Blick. Vielleicht finden Sie eine animierte und vertonte Fassung eines Kindheitsheldens. Oder zumindest ein gutes Geschenk.

Autor: Jonas Jorek

Kinder-Apps – Eine echte Marktchance für Verlage?

Januar 12th, 2012 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Apps und E-Books für Kinder sind groß im Kommen. Doch wie reagieren Verlage – sehen sie Apps und E-Books als echte Chance und logische Ergänzung zum Kinderbuch?

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=N9MKo219JmI&w=500&h=295]

Laut der KidsVerbraucherAnalyse aus dem August 2011 findet der Zugang zu den neuen Medien schon im Vorschulalter statt und beginnt demnach immer früher. An der Befragung nahmen dieses Jahr nicht wie bisher nur Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 13 Jahren statt, sondern erstmals auch Eltern von Vorschulkindern im Alter von vier und fünf Jahren. Hierbei ergab sich, dass jedes vierte Vorschulkind Zeit am heimischen Computer verbringt und fast jedes fünfte sich bereits mit dem Internet beschäftigt.
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