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Posts Tagged ‘Digitalisierung’

Landgericht unterstützt Verlage bei Nutzung digitaler Inhalte

Mai 6th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Die Digitalisierung macht auch vor der Buchbranche nicht Halt. Der Markt ist im Wandel. Das E-Book gewinnt an Bedeutung, auch wenn viele Verlage noch etwas zurückhaltend sind. Dies liegt sicher nicht zuletzt an der diffizilen Nutzung und Verbreitung von digitalem Content. Das Landgericht Bielefeld hat nun eine richtungsweisende Entscheidung in Bezug auf den Wiederverkauf von E-Books getroffen.

Urteil gefallen: der Verkauf von „gebrauchten“ E-Books bleibt verboten

Der verkauf gebrauchter E-Books ist urheberrechtswidrig, wenn dies ohne Zustimmung des Rechteinhabers geschieht, so entschied es das Landgericht Bielefeld. Laut buchreport.de sei Grundlage für das Urteil die Tatsache, dass „Dateien […] verlustfrei, praktisch ohne Gebrauchsverlust, digital übertragen werden können, ohne dass der ursprüngliche Veräußerer hieran partizipiert.“

Die Besonderheit beim Kauf von E-Books besteht zudem darin, dass der Käufer lediglich ein Nutzungsrecht für den Inhalt, jedoch nicht das Eigentumsrecht an der heruntergeladenen Mediendatei erwerbe und somit auch kein Weiterverkaufsrecht besitzt. Der Börsenverein begrüßte das Urteil. Der Verbands-Justiziar Christian Sprang erklärte: „Der Primärmarkt für digitale Kreativgüter würde zusammenbrechen, wenn Verbraucher E-Books und andere digitale Inhalte einfach gebraucht weiterverkaufen dürften. […] Wir sind zuversichtlich, dass auch der Europäische Gerichtshof das Herunterladen „gebrauchter“ E-Books und Hörbücher nur mit Zustimmung von Urhebern und Verlagen gestatten wird.“

Sekundäre Nutzung digitaler Inhalte spielt für viele Verlage noch eine Nebenrolle

Die Nutzung von digitalen Content spielt für viele Verlage immer noch eine untergeordnete Rolle. Dies
geht aus einer Umfrage der Autorenverbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz hervor, bei welcher 1.200 Autoren befragt wurden. Nur 55 Prozent der neuen Verträge enthalten eine Klausel zur digitalen Nutzung der Werke. Auch Zusatzvereinbarungen über die digitale Nutzung früherer Werke wurden nur mit 17 Prozent der Befragten getroffen. Die ausschließlich digitale Nutzung neuer Werke wird bisher nur vereinzelt abgeschlossen (6 Prozent).

In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ist ein Wandel der Publikationsformen unabdingbar. Daher wird die Nutzung digitaler Inhalte für die Verlage eine immer größere Rolle spielen. Das Urteil des Landgerichts Bielefeld schützt den Primärmarkt digitaler Güter. Somit liegt es jetzt an den Verlagen auf die Strömungen der digitalen Welt einzugehen und neue Märkte zu erschließen.

Magdalena H.

Optimierung von Geschäftsprozessen in Verlagen als Antwort auf den digitalen Wandel

Februar 7th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 3 Comments

Der Trend zum digitalen Buch ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nachdem Amazon bereits 2010 verkündete, mehr digitale als gedruckte Bücher verkauft zu haben, zieht jetzt auch eBook.de (früher Libri.de) nach. Der Geschäftsführer Per Dahlheimer gab bekannt, dass letztes Jahr 53% [1] der verkauften Bücher nie einen Drucksaal gesehen haben.

Inwieweit sich die Verlagsbranche bereits auf den Wandel eingestellt hat, soll durch eine Online-Umfrage der Kommission Geschäftsprozesse des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren (Teil des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) herausgefunden werden. Unter dem Titel „Digitaler Wandel und Geschäftsprozesse in der Verlagsbranche“ werden Verlage und Verlagsdienstleister zu internen Geschäftsprozessen befragt.

Ziel der Umfrage ist es, den Kenntnisstand in der Verlagsbranche zu Methoden der Prozessanalyse und –optimierung abzufragen sowie auf die Wichtigkeit der Optimierung von Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Kostenreduzierung aufmerksam zu machen.

Interessenten können an der Umfrage unter folgendem Link teilnehmen: https://de.surveymonkey.com/s/JPY9MMH
Das Ergebnis der Umfrage wird voraussichtlich im März veröffentlicht.

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[1]..http://www.telekom-presse.at/E-Books_ueberholen_nach_Amazon_auch_auf_eBook-de_gedruckte_Buecher_.id.24220.htm

Augmented Reality

Februar 5th, 2013 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 3 Comments

Die Wahrnehmung der Technologie Augmented Reality (AR) hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, da Mobiltelefone und andere mobile Endgeräte für diese Technik nun nutzbar geworden sind. Dementsprechend prognostiziert man eine rasante Entwicklung in diesem Bereich für die nächsten fünf Jahre. Erstaunlich ist dabei, dass die meisten Entwicklungen für AR bereits in 90ern vonstattengingen. Die Gründe für den plötzlichen Boom sind zum einem die Steigerung der Attraktivität für den Endverbrauchermarkt und zum anderen die Änderung des technologischen Umfelds und unsereskommunikativen Verhaltens.

Man merkt das bereits an der Flut digitaler Informationen, die uns ständig umgibt und mit der wir interagieren. Das hat zur Folge,dass der Time-to-Content Aspekt immer wichtiger wird,d.h. der schnellere Zugriff auf die richtigen Infos zur richtigen Zeit sowie dessen effiziente und attraktive Darstellung haben einen hohen Stellenwert. Klassischerweise werden diese Informationen über Bücher, Filme, Vorträge etc. vermittelt und Augmented Reality soll nun eine innovative Alternative zur Darstellung dieser Informationen sein. Bei AR handelt es sich um die Anreicherung der bestehenden realen Welt mit computergenerierten Zusatzobjekten und Inhalten, mit welchen der Nutzer in Echtzeit agieren kann.

Die Einsatzfelder für diese Technologie sind vielfältig. Man findet ihre Anwendung in der Medizin, Wartungstechnik, in Medien, Design, Tourismus und sogar dem Militär. In der Buch- und Medienbranche wird mit AR vor allem ein Informationsmehrwert und Zusatznutzen der Printprodukte angestrebt. Ein mögliches Anwendungsszenario wäre dementsprechend zum Bespiel das sogenannte „Living Print“. Dem Benutzer soll demnach das Gefühl vermittelt werden, der Gegenstand oder das Medium „erwacht zum Leben“. In diesem Fall ein Printprodukt. Man setzt hier meist einmarkerbasiertes Trackingsystem ein, indem man Markierungen auf den Seiten platziert, ähnlich einem Barcode, die dann via Rechner, Webcam oder Handy erfasst und mit der nötigen Software entschlüsselt werden können. Oft verstecken sich hinter diesen Zusatzinhalten dann passende Filme, Musik oder Kommentare, die dem Anwender das Produkt attraktiver erscheinen lassen sollen.

Ob sich der Aufwand für eine derartige Anwendung für das klassische Printprodukt rechnet, kann noch nicht beurteilt werden, da momentan noch keine Studien vorliegen. Daher darf man sehr gespannt sein, wie sich diese junge Technologie in unserer Branche weiterentwickeln wird.

von Man-Thi Tran

Quellen:
http://digitalstrategyblog.com/2010/11/09/social-media-augment
http://www.zdnet.de/41560363/augmented-reality-starke-apps-fuer-android-und-iphone/
http://www.itwissen.info/definition/lexikon/augmented-reality-AR-Erweiterte-Realitaet.html
– Mehler-Bichler, Dr. Anett: Augmented Reality, Oldenbourg Verlag, München 2011
– Reimann, Christine: Mobile Augmented Reality Anwendungen, Shaker Verlag, Aachen 2009
– Tönnis, Marcus : Augmented Reality Einblicke in die Erweiterte Realität, Springer-Verlag Berlin, Heidelberg 2010

Ein neuer Masterstudiengang: Online-Kommunikation

Dezember 29th, 2012 | Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

In Bezug auf den aktuellen Wandel der Medienbranche, bietet die Hochschule Anhalt ab 2013 den neuen Studiengang Online-Kommunikation an.

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen hat branchenübergreifend zu weitreichenden Veränderungen geführt. Hiervon ist insbesondere der Bereich Marketing und Kommunikation betroffen.

Der Masterstudiengang Online-Kommunikation bereitet die Studierenden auf anspruchsvolle Aufgaben in der internen und externen Unternehmenskommunikation vor, die sich aufgrund neuer Kommunikationsprozesse und -gewohnheiten ergeben. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die „ältere“ Generation von Fach- und Führungskräften mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Marketing und Kommunikation überfordert ist. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs bringen dieses notwendige Know-How in die Unternehmen und können dabei von Anfang an anspruchsvolle Aufgaben übernehmen. Read More

Illegaler E-Book-Download Die Katze beißt sich in den Schwanz

November 25th, 2011 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Startseite von irights.info

Quelle:http://irights.info/userfiles/image/Arbeitsillus/490x150_px_GIF/18_490x150.gif, Autor: irights.info, 21.11.2011

Über 19,9 Millione Deutsche luden 2010 Medieninhalte (Musik, Hörbücher, E-Books, u.a.) aus dem Netz. 3,7 Millionen von ihnen taten dies illegal. Insgesamt wurden 185 Millionen Musik-Einzeltracks,  54 Millionen Spiel- und Kinofilme, 46 Millionen Musik-Alben, 23 Millionen Fernseh- und TV-Serien, 14 Millionen E-Books und 6 Millionen Hörbücher illegal heruntergeladen. Dabei stellen Sharehoster die Hauptquelle zur illegalen Beschaffung von Medieninhalten dar, wobei nicht nur einzelne Werke, sondern auch ganze Medienbibliotheken „getauscht“ werden.

Dieses Ergebnis zeigt die im August 2011 veröffentlichte Studie zur Digitalen Content Nutzung (DCN) Read More

Zukunftskonferenz I/III Tag 1: Studentisches Lernen/Educational Publishing

September 13th, 2011 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

— UPDATE — Deutschlandradio Kultur berichtet über die Zukunftskonferenz, das zugehörige Podcast findet sich hier.

Die Konferenz zur Zukunft des Deutschen Buchhandels in Frankfurt liegt kaum eine Woche zurück und schon jetzt ist es kaum mehr möglich, die mannigfaltigen Berichte, Auswertungen, Zusammenfassungen,  Handlungsanweisungen und Ausblicke der Mitwirkenden zu verfolgen und gegebenenfalls zu filtern – gerade die große Zahl der webaffinen, aktiv sich austauschenden Protagonistinnen und Protagonisten sowie das hoch spekulative Themenfeld führen bereits zu einer Zerfaserung, die es thematisch aufzufangen und aufzubereiten gilt. Ich hatte das große Glück, an beiden Tagen in meiner Wunschgruppe arbeiten zu dürfen und möchte das zum Anlass nehmen, etappenweise zu vertiefen, was in den mehrstündigen Gruppenparts diskutiert wurde. Read More

Frag doch mal: Wie individuell können Mantel-Apps sein? Deine Fragen an den Buchakademie Experten Dr. Alexander Trommen

Mai 27th, 2011 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 10 Comments

In die Entwicklung elektronischer Medien und Apps wird viel Geld investiert. Die Erfolgsaussichten für entworfene Produkte lassen sich nur schwer vorhersehen. Darin liegt das wirtschaftliche und unternehmerische Risiko, das Medienhäuser und Verlage in ihrer Planung abwägen müssen, wenn sie sich für die Entwicklung mobiler Applikationen entscheiden. Gerade für kleine Verlage ist der wirtschaftliche Spielraum sehr eng bemessen, so dass Universallösungen gesucht werden, die Erfolg versprechen und mehrfach verwendet werden können. Read More

Liegt die Zukunft der Onlineangebote von Verlagen im E-Commerce?

Januar 4th, 2011 | Meinung & Kritik | 2 Comments

22.12.2010, 18:30 Uhr, http://www.hubert-burda-media.de/hps/client/hbmi/public/hxcore/hbmi/binaries/images/organigramm/welte.jpg

Philipp Welte (© Hubert Burda Media)

Unter der Prämisse „change or die“  sprach der Verlagsvorstand von Hubert Burda Media, Philipp Welte, am 30. November 2010 in Hamburg auf der „kresskonferenz“ über die Perspektiven von Medienmarken in der digitalen Welt.

Er verglich hierbei die Digitalisierung der Branche mit einem Urknall, der der Medienwelt völlig neue Perspektiven eröffnet und Platz für Neues schaffe. Laut Welte ist das Printgeschäft nach wie vor „stabil und kerngesund“. Verlage müssten sich aber trotzdem stets auf ihre Kernkompetenzen besinnen und dürften sich auf Grund der Digitalisierung der Medienwelt nicht hauptsächlich auf Trends im Netz verlassen.

Weiterhin seien im Netz keine großen Erlöse für Verlage zu erwarten, da zu wenige potenzielle Kunden bei den zahlreichen Gratisangeboten im Internet bereit seien, für Medienangebote zu zahlen. Man müsse auch beachten, dass heute nicht mehr der Chefredakteur die Inhalte zusammenstellt, sondern jeder Nutzer seinen persönlichen Mix an Inhalten aussuchen kann. Dies stellt eine der ursprünglichen Kernkompetenzen der Verlagsbranche in Frage: die Filterfunktion!

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