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Posts Tagged ‘E-Book’

„Mein Ziel war nie, ein eigenes Buch zu schreiben, sondern eine Geschichte […] zu erzählen.“

Juni 2nd, 2017 | Interview | 0 Comments

Foto ©KäptnBook

 

 

Interview

Die gebürtige Greifswalderin Kristina Andres  ist als freischaffende Künstlerin tätig und widmet sich neben ihrer Arbeit als Illustratorin und Grafikerin nun zunehmend dem Schreiben. Ihre zahlreichen Kinderbücher fanden Anerkennung durch mehrfache Auszeichnungen, u.a. von der Deutschen Akademie für Kinder- Jugendliteratur. Im Gespräch mit uns erzählt sie von der Lust zu Schreiben, dem „Erzählen wollen“ und warum E – Books doch gar nicht so schlecht sind.

 

Frau Andres,

In diesem Jahr ist das von Ihnen illustrierte Buch „Am Schneesee“, nach dem Text von Franz  Fühmann, im Rostocker  Hinstorff Verlag erschienen. Wann haben sie angefangen neben der Malerei ebenfalls als Illustratorin zu arbeiten?

Das war im Jahr 2004, also kurz nachdem ich mein Studium der bildenden Kunst beendet hatte.

 

Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf? Read More

Mehr als nur ein E-Reader: Der Tolino

Juni 22nd, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

tolino

Mittlerweile dürfte wohl jeder, der seine Buchkäufe bei Thalia, Hugendubel oder Weltbild erledigt, über ihn gestolpert sein: Den Tolino.

Als er im Frühjahr 2013 von den Filialisten ins Sortiment aufgenommen wurde, geschah dies mit dem Anspruch, an digitalen Lesetrends teilzunehmen und deren Zukunft aktiv mitzugestalten. Auch dem gemeinsamen Konkurrenten Amazon wollte man selbstbewusster entgegengetreten. Der Tolino löste bis dato veraltete bzw. nutzerunfreundliche Technologien ab, so beispielsweise den stark fehlerhaften Thalia-OYO.

Es folgten aufwendige Marketingkampagnen, die insbesondere auf die Vorteile des offenen Systems abzielten. Mit Erfolg – denn laut zahlreicher Umfragen bildet gerade diese Universalität eine wesentliche Einflussgröße auf das Kaufverhalten der Kunden. Während Amazon den Kindle-Usern die verbindliche Nutzung des hauseigenen Onlineshops diktiert, genießen Tolino-User absolute Unabhängigkeit. Wer also sein Gerät bei Hugendubel erwirbt, kann problemlos in den Shops anderer Anbieter stöbern. Ein unschlagbares Konzept, von dem sowohl Buchhändler als auch Endverbraucher profitieren.

Indikatoren für diesen Erfolg gibt es einige. Inzwischen kann der Tolino mit einer bemerkenswerten Produktpalette aufwarten. Den Tolino Shine ergänzte bald der Tolino Vision, gefolgt vom Tolino Vision 2. Alle Reader arbeiten mit derselben Software. Einziger Unterschied besteht in ihrem technischen Aufbau. Der Tolino Vision z.B. blättert schneller als der Tolino Shine, während der Tolino Vision 2 beim Lesen in der Badewanne durchaus einmal ins Wasser plumpsen darf. Entsprechend kategorisiert sich das Preisniveau.
Um auch multimedialen Anforderungen zu genügen, werden parallel zu den Lesegeräten auch Tablet-PCs unter derselben Marke angeboten.
Ein weiterer Indikator ist der Stellenwert des Tolino bei den Händlern. Dort bildet er längst ein Kernsortiment, das mit anderen Sortimenten korrespondiert. Thalia beispielsweise präsentiert den Tolino seit geraumer Zeit in vielen Flagship Stores durch moderne Shop-in-Shop Konzepte, u.a. in Hamburg und Dresden.

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Manga, Messe, Comic – Teil 2

Mai 28th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015 ein Interview und ein Gespräche geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

In Teil zwei äußert sich Herr Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Teil 3 wird in der nächsten Woche folgen.
Sollten Sie den ersten Teil überlesen haben, finden sie diesen hier.

Wie sieht es denn aus mit den Life Action Serien aus Japan und Korea? Warum sind die eigentlich nie in Deutschland angekommen?

Ich glaube, die hatten eine Zeit lang keinen besonders guten Ruf in der Szene. Aber zum Beispiel von Death Note gibt es eine, die soll sogar ganz gut sein. Ich glaube, dass wird auch vermehrt zu uns kommen. Wobei, das, was dort abläuft hat auch schon fast etwas von Manie.

Sie sind, ich nenne es mal, fleischgewordener Kapitalismus. Diese Idols, die auch in den Serien spielen, die werden direkt darauf hin perfekt vermarktet. Mit den Serien dazu, der Musik und so viel mehr drum herum. Zumindest Korea hat unglaubliche Subventionen direkt von der Regierungsebene, was das angeht. Die machen nicht Industrieexport, die machen Kulturexport, und das funktioniert in Asien sehr gut.

Ich glaube, dass da einfach Kulturen aufeinanderprallen.

Das wird es wahrscheinlich im Endeffekt sein.

Woran man das sehr gut sieht, ist der Sport Manga. Sportmanga sind in Japan ein Riesenthema, ob Fußball-, oder Radfahren. In Deutschland sind alle Versuche, die es dazu gab, gescheitert. Ich glaube, da gab es eine Fußballserie, die es geschafft hat.

Die Kickers.

Aber alle Manga sind gefloppt. So schlimm, wie man sich das nur vorstellen kann.  Da hast du zwei verschiedene Kulturen. Der Sportunterricht in Japan ist extrem auf Leistung und Sieg orientiert. Damit kommen wir nicht klar. Das ist zu weit weg. Deswegen ist es gefloppt. Und was diese ganze Popkultur aus Korea angeht, ich glaube da brauchen wir einfach noch ein bisschen. Es ist uns zu fremd. Wobei ich niemals sagen würde, es kommt nicht. Ich würde immer denken, dass es seine Zeit braucht. Und wenn man sich überlegt, dass Manga jetzt gerade so weit ist, dass es endlich positiv wahrgenommen wird, das ist nicht nur irgendetwas, wo man sagt, dieses Nischenprodukt und diese Nerds, die da rumlaufen, die sind alle irgendwie nicht ganz sauber. Davon sind wir jetzt endlich weg. Und der nächste Schritt ist das jetzt, glaube ich auch. Wenn wir uns im nächsten Jahr vielleicht hier wieder sehen würden, wird es wahrscheinlich schon wieder einen  großen Schritt weiter gegangen sein.

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Manga, Messe, Comic– Teil 1

Mai 27th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015  ein Interview und ein Gespräch geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

Im ersten Teil lesen Sie das Gespräch mit Herrn Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop, in dem die Schwerpunkte auf dem Stand von Manga in Deutschland und deren digitalen Entwicklung liegen. In Teil zwei spricht er über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Da das Gespräch recht lang ist, wird es demnächst auch eine verkürzte Zusammenfassung beider Teile geben.

Wie ist der Stand von Manga in Deutschland im Allgemeinen und im digitalen Bereich?

Also Manga ist lange belächelt worden, dennoch bilden wir fast die gleichen Genres wie die Jugendliteratur ab, wir sind sogar noch breiter. Wir haben noch mehr Genres, die laufen, und Deutschland kapiert ganz langsam, dass an dem Boom keiner mehr vorbei kommt. Wir haben Wachstumsraten von bis zu 10 % jedes Jahr und das seit Jahren. Wir sind das einzige Genre im Buchhandel, welches im Moment so konstant wächst. Inzwischen wird verstanden, dass es nicht nur um Action, Brutalität und Sex geht. Es gibt ganz tolle Geschichten, hoch anspruchsvolle Manga, historisch-geschichtliche Sachen und extrem spannend. Plötzlich schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung über Mangas. Zum Beispiel einen Artikel in dem es um die Katastrophe in Fukushima geht. Man stellt fest, hey, das ist nicht nur so ein bisschen Jugendkultur, das ist viel mehr, da haben wir es mit einer echten Kultur zu tun. Unsere Zielgruppe verändert sich ganz massiv und da kommen wir jetzt zur Rolle des Digitalen in Bezug auf Mangas. Die Urzielgruppe ist 13 bis 17 Jahre alt, die haben kein Tablet oder hatten das bisher nicht. Ein Smartphone hat der eine oder andere. Die digitalen Leser waren für uns nie die Zielgruppe. Nun hatten wir Ende Februar unseren Launch der E-Mangas. Was jetzt immer mehr kommt, ist die Generation 30+, weil die damit aufgewachsen sind. Die haben Dragon Ball und Sailor Moon geguckt und jetzt sind sie auch in den Läden. Es ist wirklich ein Paradigmenwechsel und unser Vorteil ist momentan noch, dass Manga in Deutschland ein Sammelobjekt ist. Das heißt, dass der Kunde oder der Leser in die Buchhandlung gehen will. Der will vor diesem tollen Regal stehen, will sich seine Bände nehmen und nach hause gehen. Die Zukunft klopft aber schon an die Tür.

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Geschäftsmodell: Neobooks – Der Weg zum Self-Publishing

Mai 19th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Neobooks

Hintergrund:
Neobooks.com bietet Autoren einen einfachen und kostenlosen Weg ihre Werke zu veröffentlichen und gleichzeitig die Möglichkeit von Verlagen entdeckt zu werden. Die Plattform bietet den Autoren ein weites Vertriebsnetz, über das die E-Books verkauft werden können, und Hilfe bei Marketing- Maßnahmen an.

Name des Modells: neobooks.com
Geschäftsführer: Dr. Hans-Peter Übleis, Bernhard Fetsch, Josef Röckl
Träger: i-lab GmbH
Sitz: München

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:
Neobooks ist eine Selfpublishing- Plattform, die von der Verlagsgruppe Droemer Knaur betrieben wird. Autoren und Herausgeber können Ihre Texte kostenlos hochladen und auf unkomplizierte Weise als E-Book veröffentlichen. Neobooks übernimmt die Konvertierung der Dokumente, den Vertrieb und bei Bedarf auch das Marketing der E-Books. Autoren behalten dabei die Rechte am Buch und erhalten eine transparente Einsicht in ihre Verkaufszahlen. Es fallen keine Einstell- oder Änderungsgebühren an. Der Vertriebsvertrag ist jederzeit kündbar und 70% des Nettoerlöses fließen an den Autor zurück. Als Nutzer von Neobooks profitiert man von einer großen Leser- und Autorencommunity, welche die Werke rezensiert und weiterempfehlen kann. Findet einer der kooperierenden Verlage Interesse an einem Buch, besteht für den Autor sogar die Chance auf einen Verlagsvertrag.

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Digitales Lesen als Chance für Kinder

Dezember 11th, 2014 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Die Stiftung Lesen setzt sich dafür ein, den Umgang mit Büchern, egal ob gedruckt oder digital, zu fördern – und das schon bei den Jüngsten unserer Gesellschaft.

 

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Lesen fördert die persönliche Entwicklung

Lesefreude wecken und Lesekompetenz stärken – dies ist das Ziel der Stiftung Lesen, die vor 26 Jahren ins Leben gerufen wurde. Die Stiftung engagiert sich mit zahlreichen Programmen und Aktionen für die Leseförderung in Deutschland. Denn die Fähigkeit des Lesens beeinflusst maßgeblich unsere Selbstverwirklichung, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Diejenigen mit einer niedrigeren Lesekompetenz haben schlechtere Chancen in unserer Gesellschaft. Um dem entgegenzuwirken ist es das Ziel der Stiftung Lesen, Freude am Lesen zu vermitteln sowie Lese- und Medienkompetenzen zu stärken. Doch nicht nur das traditionelle Buch kommt hierbei in Frage, auch digitale Medien könnten das Lesen fordern und fördern.

 

Digitales Lesen mit Kindern

Digitales Lesen beschränkt sich laut der Stiftung Lesen nicht nur auf eine bestimmte Zielgruppe. Allerdings sollte die Nutzungsdauer und Einsatzmöglichkeit je nach Alter differieren.

Dabei gibt die Stiftung folgende Empfehlungen für Kinder:

Für Kleinkinder ab 2 Jahren eignen sich besonders Kinderbuch-Apps und Apps mit interaktiven Geschichten, welche unter Aufsicht der Eltern genutzt werden sollten.

Für Vor- und Grundschulkinder seien ebenfalls interaktive Geschichten-Apps empfehlenswert, aber auch Lern-Apps sowie Apps die Lesen und Spielen kombinieren. Dadurch könnte die Freude am Lesen entdeckt oder sogar gesteigert werden.

Wenn Kinder die digitale Welt für sich entdecken, ganz gleich ob über das Internet, Apps oder e-Books, sei es wichtig, dass Erwachsene die Kinder dabei anleiten und begleiten. Allerdings könne dies nur gut gelingen, wenn die Erwachsenen über eine angemessene Medienkompetenz verfügen. Deswegen bietet die Stiftung Lesen Angebote wie Fachtagungen und Fortbildungen an.

 

Vorlesestudie 2012: Jede 7. Familie nutzt Kinderbuch-Apps

Aus der Vorlesestudie 2012 der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der Wochenzeitung DIE ZEIT geht hervor, dass jede siebte Familie bereits Bilder-/Kinderbuch-Apps nutzt, wobei jede dritte dafür ein Tablett verwendet. Dabei lässt sich ein Trend erkennen: Eltern schauen sich Apps mit ihren Kindern eher unterwegs an, während sie das gedruckte Buch zu Hause und besonders vor dem Einschlafen verwenden. Demnach löst die neue Technik das Buch beim Vorlesen nicht ab, sondern ergänzt es lediglich .

 

 

Hat der Artikel Ihr Interesse zum Thema geweckt, erhalten Sie hier weitere Informationen:

https://www.stiftunglesen.de/

 

 

Autorin: Lillian Geißler

Ratgeber für Eltern: Welche multimedialen Produkte sind für mein Kind geeignet?

November 27th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Kinder sind zunehmend von der wachsenden multimedialen Ausstattung im Kinderzimmer fasziniert. Sie wollen sich informieren, einen Austausch mit anderen eingehen und Neues entdecken. Dazu bieten zahlreiche Webanbieter und Verlage Apps sowie andere Anwendungen an, die Geschichten mit Geräuschen, Animationen und Spielen erlebbar machen.

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Die richtige Auswahl treffen

Doch nicht alle Anwendungen sind auch für Kinder geeignet, wodurch Eltern ihren Nachwuchs beim Erlernen des Umgangs mit den gebotenen Produkten unterstützen sollten. Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur unter Aufsicht der Eltern nutzen und die Inhalte altersgerecht ausgewählt sind. So sollten Sie sich als Erziehungsberechtigte am besten zu Beginn ein eigenes Bild von den Kinderbuch- und Spiele-Apps machen. Hilfreich ist es auch, gerade im Kindergartenalter, das Produkt gemeinsam mit dem Kind auszuprobieren, dessen Reaktion zu beobachten und anschließend zu entscheiden, ob es das Richtige ist. Bei Grundschulkindern eignen sich besonders interaktive Apps, die das Lesen, Schreiben und Rechnen spielerisch fördern. Achten Sie hierbei darauf, dass die Anwendung zum Schulstoff passt und den sicheren Umgang mit mobilen Geräten vermittelt.

Produkte für ältere Kinder sollten thematisch an ihre Lebenswelt angepasst sein. Auch der Kontakt mit sozialen Netzwerken ist möglich, sollte aber in jedem Fall von den Eltern begleitet werden. Hierbei können Sie gemeinsam mit ihren Kindern eine Auswahl altersgerechter Netzwerke treffen und eine Sensibilisierung für die Themen Schutz persönlicher Daten und regelmäßige Überprüfung der Sicherheitseinstellungen fördern.

Grundsätzlich sollten die Installation von Apps und deren zeitliche und inhaltliche Nutzung, vor allem bei Kindern bis zwölf Jahre noch in der Verantwortung der Eltern liegen. So können ungeeignete Apps und Webseiten vermieden werden und auch andere Aktivitäten wie Spielen, Treffen mit Freunden und das gemeinsame (Vor-)Lesen ihren festen Platz im Familienalltag erhalten.

Grundlegende Kriterien und Richtlinien

Um es Ihnen ein wenig einfacher zu machen, gibt es einige grundlegende Kriterien und Richtlinien, die Sie bei der Auswahl von Apps, E-Books und Co. beachten sollten.

So erfordern kinderfreundliche Apps oder Seiten keine Anmeldung oder Mitgliedschaft und sind den Kleinen frei zugänglich. Weiterhin erfragen sie auch keine persönlichen Daten, warnen hingegen diese freizugeben und in Ausnahmefällen wird erklärt, warum eine Abfrage notwendig ist. Eine freundliche und übersichtliche Gestaltung, in der das Kind selbsterklärend navigieren kann sowie eine verständliche und bildhafte Sprache sind Kriterien für ein gutes Kinderprodukt. Ihre Schützlinge sollten zudem neugierig gemacht werden, die Inhalte spielerisch Wissen vermitteln und der Umgang mit dem Produkt die Medienkompetenz fördern. Dazu gehört auch, dass diese Anwendungen frei von ängstigenden Inhalten oder Werbung sind.

Bei Werbung für Kinder gilt grundsätzlich, dass diese kenntlich zu machen ist und auch keine Kaufaufforderung bestehen darf. Eltern sollten hier auf mögliche Vollversion-Downloads achten, die einen unangemessenen Kaufanreiz darstellen. Wenn doch Werbung in die App integriert ist, ist es wichtig, dass sich diese in einem speziellen Elternbereich befindet und deaktiviert werden kann, sodass keine Gefahr des Antippens der Kleinen besteht. Auch Zugriffsrechte auf Kalender oder Telefonbuchdaten sollten im Vorhinein deaktiviert werden. Auf Nummer sicher gehen Eltern mit der Auswahl des Flugmodus, der die Funkeinheiten des Gerätes und damit die Kommunikationsfunktionen deaktiviert, ohne dass dabei die anderen Funktionen beendet werden.

Auch Verlinkungen zum App-Shop oder dritten Seiten sollten in einem Kinderprodukt nicht auftauchen. Wenn dies hingegen doch der Fall ist, weisen gute Produkte auf das Verlassen der eigenen Seite hin und kontrollieren auch diese Verlinkungen auf ihre Sicherheit.

Weitere Merkmale sind die Nennung von Herausgeber, Quellen und Impressum, welches die üblichen Angaben enthalten sollte. Zudem ist es schön, wenn über die Ziele des Produktes informiert und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme geboten wird.

Das Einhalten der Bestimmungen des Jungendschutzes und das Informieren der Eltern darüber, inklusive der Chancen und Risiken die bestehen, sind ebenfalls auszeichnend für ein gutes Produkt.

Abschließend ist es jedoch so, dass Computer, Tablet und Smartphone keine Babysitter darstellen sollten. Es ist notwendig, dass Eltern ihre Kinder beim Umgang begleiten und altersgerechte zeitliche und inhaltliche Begrenzungen festlegen. Sie sollten eine Balance für ihre Kinder finden und ihnen auch Alternativen zur digitalen Welt, wie Sport, Gesellschaftsspiele oder Outdooraktivitäten bieten.

 

Autor: Sophie Kliemann

TigerCreate – Kreiere deine Welt!

November 24th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Seit Anfang 2014 bietet Tiger Books Media ihre neue Software zum Verkauf, mit der es möglich ist, ohne schwierige Programmierung Bücher zu digitalisieren und so besonders für Kinder und Jugendliche interaktiven Spielspaß zu gestalten.

tigercreate

Heutzutage ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass Kinder und Jugendliche zum Spielen, Lernen und Lesen den Tablet PC nutzen. Daher steigt natürlich auch der Druck für Verlage, die jungen Leser für sich zu gewinnen und ihre Inhalte zusätzlich digital als E-Book oder App zur Verfügung zu stellen. Eine von Tiger Books Media, der Tochter des Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlags Friedrich Oetinger, herausgebrachte Software soll das für jeden auf einfachem und günstigem Weg realisierbar machen: TigerCreate.

Was ist möglich mit TigerCreate?

Die Hersteller werben mit der unglaublichen Einfachheit des Programms. Mit Hilfe weniger Mausklicks soll es möglich sein, interaktive Bücher und Spiele zu entwickeln und diese auf den verschiedensten Plattformen zu veröffentlichen. So könne man beispielsweise auf unkomplizierte Weise die erstellte App oder das E-Book gleichzeitig im App Store, Google Play Store oder jedem anderen beliebigen Store herausgeben, ohne dabei tief in den Geldbeutel greifen zu müssen.

Auch eine schwierige Programmierung sei nun nicht mehr nötig. Dadurch lasse sich TigerCreate besonders leicht in den Workflow einbinden und erziele eine Zeit- und Kostenersparnis von bis zu 80% gegenüber der herkömmlichen Programmierungsweise von interaktiven Büchern.

Aufgrund des entstehenden Mehrwerts der E-Books verspricht die Software außerdem eine Umsatzsteigerung. Denn durch die in die Geschichte integrierbaren Gestaltungsmöglichkeiten, wie Animationen, Sounds, Texte oder Hintergrundinformationen, ermuntere es Kinder und Jugendliche zum Lesen und trage gleichzeitig zu mehr Spannung und Spaß bei.

Wer kann TigerCreate nutzen?

Das Programm sei vorwiegend für Illustratoren, Verlagsmitglieder und andere Content-Inhaber entwickelt worden. Prinzipiell könne es aber jeder von uns verwenden. Man müsse sich lediglich anmelden und den AGB zustimmen. Danach erhalte man 1-5 Softwareschlüssel und könne TigerCreate vollständig öffnen und nutzen. Die Rechnungsstellung erfolge jedes Mal, wenn die produzierte App oder das E-Book publiziert werden sollen. Das können je nach Komplexität und verwendeter Features entweder 25, 100 oder 250 Euro sein. Will man das Produkt in geringfügig veränderter Form nochmals veröffentlichen, habe das keine weiteren Kosten zur Folge.

Natürlich erfordere auch die Verwendung von TigerCreate ein gewisses Know-how. Für jedes animierte Bilderbuch brauche man Fachkompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. So seien beispielsweise technisches Wissen und Kenntnisse in Grafikdesign und Bildbearbeitung sehr förderlich. Gleichzeitig sei es auch von Vorteil, pädagogische Erfahrungen mitzubringen, um die Werke an das Alter und den jeweiligen Bildungsgrad der Kinder und Jugendlichen anpassen zu können. Ansonsten seien vor allem Humor, Ideenreichtum und Fantasie von Bedeutung, um alle Besonderheiten von TigerCreate vollständig auskosten zu können.

 

Hat der Artikel Ihr Interesse zum Thema geweckt, erhalten Sie hier weitere Informationen:

http://tigercreate.com/de/

 

Autor: Vivien Zschammer

Österreichs erste iPad-Klasse

November 20th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

iPads im Unterricht? Ja! Eine Schule in Österreich rüstet sich für die digitale Zukunft.

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iPad: Spielekonsole oder Lernmittel? Die meisten Eltern würden diese Frage, wenn auch zögerlich, mit „Spielekonsole“ beantworten. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb hat sich viel im digitalen Bereich getan. Längst bieten das iPad und andere Tablet-PCs scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten für interaktive, anpassbare Lernerfahrungen. Ob zur Unterstützung der frühkindlichen Entwicklung oder der universitären Ausbildung, Tablets können ungeahnt vielseitig eingesetzt werden.

Besonders dankbar wird diese Möglichkeit von Sonderpädagogen und deren Schülern angenommen. Kinder mit Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsdefiziten oder anderen kognitiven Einschränkungen können mit einem auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Gerät optimal unterstützt werden. Für eine geführte Nutzung des iPads ist es möglich, Einstellungen vorzunehmen, die den Homebutton oder sogar ganze Bildschirmbereiche deaktivieren, um eine Ablenkung des Schülers zu vermeiden.

Ansporn ist alles!

Doch das wohl hilfreichste an Lern-Apps ist die Motivation. Lernerfolge werden mit Animationen oder anderen Interaktionen belohnt. Das Lernen erfolgt nahezu nebenbei, der Schüler erfährt das Lernen als etwas Positives. Besonders Mathelehrer haben oft mit dem Problem der fehlenden Motivation zu kämpfen – nicht so an der Informatikhauptschule Jennersdorf in Österreich. Der Schule wurde mit der Unterstützung durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die erste iPad-Klasse Österreichs ermöglicht. Das iPad liegt ganz selbstverständlich neben Hefter, Lehrbuch und Federmappe auf dem Tisch. Es wurde so erfolgreich in den Unterricht integriert, dass die Schüler sich keinen Unterricht mehr ohne dieses Gerät vorstellen möchten.

iBooksAuthor, ein kostenloses Programm von Apple, bietet die  Möglichkeit, Lehrmaterial als interaktives eBook mit Fotos, Videos und Animationen zu erstellen. Lehrkräfte müssen sich demnach nicht mehr nach dem Lehrbuch richten, sondern können das Lehrmaterial individuell auf ihre Unterrichtsstunden abstimmen. Durch die Einschränkung, die der Lehrer vor der Ausgabe der Geräte programmieren kann, ist die Nutzung des iPads für andere, außerschulische Zwecke gesperrt.

Der Direktor der Informatikhauptschule Hannes Thomas ist von der Zukunft der iPad-Klasse überzeugt. In einem Interview mit Apple GmbH Austria sagte er: „Ich glaube, dass es in der heutigen Zeit unser Bildungsauftrag ist, den Umgang mit modernen Technologien in der Schule zu üben. Ich denke, die reale Welt sieht so aus, dass jeder Schüler in seiner Wohn- und auch Lernumgebung mit diesen modernen Technologien mehrere Stunden pro Tag in Berührung kommt. Deshalb müssen wir in der Schule viel mehr auf die neuen Medien eingehen. Natürlich auch auf die Gefahren.“

Integration in den Unterricht

Wie man die Gefahren in der digitalen Welt erkennen und einschätzen lernt, erfahren die Schüler in dem extra für diesen Zweck eingerichteten Projekt „Safer Internet“, welches wie viele weitere Projekte vollkommen neu entwickelt wurde. Die Schwierigkeit der ersten iPad-Klasse liegt darin, dass es bisher keine vergleichbaren Versuche gibt, über welche die Lehrkräfte Erfahrungen austauschen können. Daher bedarf es einem großen Arbeitsaufwand, bevor eine App in den Unterricht integriert werden kann. Ist der Einsatz der Applikation für diesen Unterricht sinnvoll oder nicht? Ist sie lehrreich genug oder Zeitverschwendung? Diese und weitere Fragen müssen vor der Installation der App geklärt werden. Das Urteil der Schüler darf dabei nicht fehlen: „Nicht alles, was einem Lehrer gefällt, ist auch für einen Schüler schnell zugänglich. Die Schüler geben uns Feedback, ob sie eine App gerne verwenden oder nicht. Das ist eine ganz wichtige Rückmeldung, die wir als Lehrer brauchen“, so der Klassenlehrer der iPad-Klasse. In so gut wie jedem Fach ergänzt das iPad die Schulbücher, ob nun als Englisch Vokabeltrainer oder als interaktives Notenheft.

Wie geht es weiter?

Für die Zukunft wünscht sich der Direktor der Informatikhauptschule eine enge Kooperation mit den Schulbuchverlagen. Großes Potenzial sieht Hannes Thomas in Schulbuch-Apps, die das klassische Schulbuch adäquat ersetzen und dabei interaktiv den Stoff entsprechend des Lehrplans vermitteln. Der Lehrer als Person wird jedoch keinesfalls überflüssig, die gezielte Integration digitaler Geräte ist das Ziel, nicht die Ersetzung der Lehrkraft. Sicher ist jedoch jetzt schon, dass das iPad und andere digitale Geräte in Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung bei der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen spielen wird und daher nicht als Spielkonsole verkannt werden sollte.

 

Autor: Pepe Nitz

Onilo – Die Zukunft des Lesens?

November 17th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

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Die aktuelle Lage

Fakt ist, dass das Interesse am Lesen bei Kindern im Alter von sechs bis dreizehn Jahren kontinuierlich sinkt, wie die KIM Studie 2010 belegte. Dabei interessieren sich nur 15% der befragten Kinder „sehr“ für Bücher und ein Fünftel lese sogar nie. Der Trend ist alarmierend, denn Lesen ist eine elementare Fähigkeit und nicht nur wichtig um gute schulische Leistungen zu erbringen, sondern auch um mit digitalen Medien richtig umzugehen.

Was ist Onilo?

Um das Leseinteresse zu fördern, wurde die Plattform Onilo des Oetinger Verlags (Hamburg) ins Leben gerufen. Dort herrscht ein vielfältiges Angebot an Boardstories – bekannte Kinderbücher, die in digitale Form umgewandelt und mit animierten Elementen ausgeschmückt werden.
Mittlerweile verlocken dort über 160 Boardstories von 18 bekannten Kinderbuchverlagen in deutscher und englischer Sprache zum Lesen.
Die Zielgruppen sind hauptsächlich Leseanfänger. Mit kurzen Geschichten und zahlreichen Illustrationen soll in kleinen Schritten die Erarbeitung des Kontexts erleichtert und spielerisch umgesetzt werden.
Aufgebaut sind die digitalen Bücher als eine Art Video, dessen Geschwindigkeit nach den Bedürfnissen des Lesers manuell reguliert werden kann.
Onilo legt den Fokus hauptsächlich auf die Anwendung im Unterricht. Deshalb gibt es zu jeder Geschichte Unterrichtsmaterial und andere kreative Anregungen, die Lehrer in ihre Unterrichtsplanung einbringen können. So haben Schüler die Möglichkeit für sich oder vor einer Gruppe zu lesen, können aber auch einfach dem Lehrer zuhören.
Durch den kostenpflichtigen Download auf das Smartphone, Tablet oder den PC, kann Onilo überall problemlos genutzt werden.

Der Gedanke hinter diesem Konzept

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist, dass Kinder sich schnell emotional mit der Lesegeschichte verknüpfen, das geschieht durch die animierten Bilder in Kombination mit den Textelementen. Die Schüler sollen in das Buch eintauchen und so ein besseres Verständnis für die Inhalte entwickeln, das erleichtert ihnen wiederum das Lesen an sich. Durch das intensive Arbeiten können die Schüler ihre eigenen Gefühle ausleben und auch Ansätze zur Konfliktlösung für sich erkennen.
Zusammengefasst steht der spielerische Umgang sowie das Gefühl für Sprache im Mittelpunkt.

Kritisch betrachtet

Onilo möchte, dass ihre Idee in den Unterricht aufgenommen wird, diese spezielle Lehrmethode sei aber nicht in den Lernplänen vorgesehen. Dafür müssten neue Modelle zur Leseförderung konzipiert und durchgesetzt werden, denn es sei beispielsweise nicht klar ersichtlich, ob das Kind nun den Inhalt durch das Lesen oder durch das Betrachten der Bilder erschlossen hat. Außerdem wären Lehrer so gezwungen spezielle Fortbildungen zu besuchen, um die Boardstories richtig im Unterricht einsetzen und bewerten zu können.

 

Autorin: Sarah Alsgut

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