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House of Leaves – Ein erzählerischer und typographischer Dendritensturm

November 14th, 2017 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Ein Buch für Entdecker, Horror-Fans und Typographie-Liebhaber

Foto Andre Walter

Warum verschiedene Bücher aus unterschiedlichen Genres lesen, wenn man auch eine ganze Armada von Gattungen in einem einzigen Buch zur Verfügung hat? Wer sich schon immer einem erzählerischen Dendritensturm oder Axongewitter hingeben wollte, der versuche es mit dem Metaroman »Das Haus« von Mark Z. Danielewski.

Pulitzer-Preisträger Will Navidson bezieht mit seiner Frau Karen und seinen zwei Kindern sein neues Haus in Virginia. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Haus ein dubioses Eigenleben zu entwickeln. Es manifestieren sich Räume wo vorher keine waren, die in dichtestem Schwarz getaucht, kalt und vollkommen frei von Licht sind. Fasziniert (und doch voller Angst) beginnt Navidson das Geschehen im Haus zu filmen. Ein Labyrinth aus weiteren Räumen tut sich auf, dessen Geheimnisse Navidson versucht mit seiner Filmtechnik zu ergründen. Sein Handeln droht dabei das Familiengefüge auseinanderzubrechen.

Der Film (Navidson-Record), welcher aus den Aufnahmen Navidsons hervorging, ist nicht mehr auffindbar. Jedoch hat ein gewisser Zampano, der unter mysteriösen Gegebenheiten den Tod fand, den Film zu Papier gebracht. Das lose Manuskript bekommt Johnny Truant (ein suchtanfälliger Tattowier-Lehrling) in die Hände und fängt an das wüste Material zu einem Buch zu formen. Dabei schildert er (i.d.R. in komplexen Fußnoten) sein eigenes verkorkstes Leben und, vor allem, was der Navidson-Record mit ihm und seiner Umgebung macht. Read More

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