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Posts Tagged ‘Kinderprodukte’

Kinder im Umgang mit Medien und deren Verfügbarkeit

Dezember 8th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

In der Herstellung multimedialer Kinderprodukte ist ein Wissenszweig essentiell: In welcher Intensität nutzten Kinder Medien überhaupt?
Damit beschäftigt sich die KIM Studie (Kinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Die letzte aktuelle Studie (2012) wurde für uns dafür vom Gesundheitsamt Landkreis – Leipzig zusammengefasst.

 

Die Auswahl  an Medien, die den Kindern in der heutigen Zeit zur Verfügung steht, ist breit gefächert und nahezu ohne zeitliche Begrenzung nutzbar. Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren finden in ihrem häuslichen Umfeld eine Vollausstattung hinsichtlich Handy und Fernseher  und eine 90 prozentige Verfügbarkeit von Radio, CD – als und  DVD Player vor. 75 Prozent  der Haushalte verfügen mindestens  über  eine Spielkonsole. Laut Aussagen der  Eltern ist am häufigsten ein CD Player (58%) im Kinderzimmer vorhanden, gefolgt von der Spielkonsole (51%) und dem eigenem Handy (49%). Über einen MP3 Player verfügen  45 Prozent der Altersgruppe von 6 bis 12 Jahren und 36 Prozent haben einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer stehen, gefolgt  von 32 Prozent  mit eigenem Radio  und/oder eigenem  Kassettenrekorder bzw. CD Player (30 %).

Beliebt: Der Fernseher

Das am häufigsten genutzte  Medium ist das Fernsehen mit  einem Anteil von 79 Prozent des täglichen bzw. fast täglichen Konsums. Für  57 Prozent der Kinder in der relevanten Altersgruppe käme ein Verzicht darauf am wenigsten in Frage. Im Durchschnitt beginnen die Kinder mit 3 Jahren  Medieninhalte aus dem Fernseher zu beziehen.

Leseverhalten

Trotz der wachsenden Medienvielfalt hat das klassische Buch einen hohen Stellenwert. Außerhalb des schulischen Kontextes lesen 14 Prozent der Kinder täglich oder fast täglich. Ein Drittel  liest ein- oder mehrmals pro Woche. Es ist eher geschlechts- als altersabhängig, wie häufig gelesen wird. So lesen Mädchen (58 %) deutlich mehr als Jungen (39 %), gemessen bei einer Leseaktivität von mindestens 1-mal pro Woche. Bei dem Anteil der intensiven Leser (jeden o. fast jeden Tag), ist der Anteil bei den Mädchen dreimal höher, als bei den Jungen.

Multimediageräte: Computer, Tablet, Smartphone

Die Nutzung von Computern hat im Alltag der Kinder zugenommen. 21 Prozent  der Kinder besitzen mittlerweile ein eigenes Gerät, wobei hier Jungen (23 %) etwas häufiger über  einen eigenen Computer als Mädchen (19 %) verfügen. Gerade einmal 26 Prozent dieser Altersgruppe haben  noch nie einen Rechner genutzt.

Durch den Einzug  von Tablet-PCs (12 %) und Smartphones in die Medienlandschaft, vervielfältigten sich auch die Möglichkeiten für Kinder, Angebote im Internet zu nutzen, da diese per Touchscreen und Wisch – Technik leichter zu bedienen sind.

Zehn Prozent im Alter von 6 bis 7 Jahren haben ein eigenes Handy, bei den 8 und 9 Kindern besitzt jedes Dritte ein mobiles Telefon. Zwei Drittel sind es bei den 10 und 11 Jährigen u. bei den 12 bzw. 13 Jährigen sind es fast flächendeckende  91 Prozent. Die am meisten hierbei genutzten Funktionen sind das Telefonieren und das Versenden von Kurznachrichten per SMS. Die Nutzung von Apps spielt  zurzeit kaum eine Rolle (Stand 2012).

Netzwerkgigant Internet

Die Internetnutzung beginnt nach Einschätzung der Eltern mit durchschnittlich 8 Jahren. Nutzen, wenn auch erst einmal sporadisch, tun 62 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das Internet (Jungen 64 %, Mädchen 58 %). Suchmaschinen und Communities machen den Hauptteil der Nutzung aus. In der Altersgruppe zwischen 6 und 13 Jahren sind 44 Prozent der Internetnutzer  in einer Community angemeldet. Die Community-Mitgliedschaft wird vorrangig bei den Kindern via Facebook realisiert, welches  mit 55 % Anteil damit an erster Stelle rangiert. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Mitgliedschaft frühestens bei Facebook mit 13 Jahren möglich ist.

Für ein Viertel aller Kinder, vor allem für Jungen,  gehört die Nutzung von digitalen Spielen, ob nun am Computer, im Internet oder an der Spielkonsole, zu einer  beliebten Freizeitaktivität und ist mittlerweile  zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Zurzeit nutzen 66 Prozent der 6 bis 13 Jährigen mindestens einmal pro Woche Computer-, Konsolen- und Onlinespiele. Täglich  sind es 22 Prozent.

 

Quelle: KIM Studie 2012

Im Rahmen der KIM Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Mütter schriftlich befragt. Die KIM-Studie 2014 erscheint im Frühjahr 2015. Aufgrund dessen sind keine aktuelleren Zahlen verfügbar.

 

Autor: der Text wurde freundlichst von der Präventions-Abteilung des Gesundheitsamtes LK-Leipzig zur Verfügung gestellt.

 

 

… mehr zu diesem Thema:

Auch die aktuelle KidsVerbraucherAnalyse 2014 bestätigt die ansteigende Fülle der Mediennutzungsmöglichkeiten und somit konsequent des Mediennutzungsverhaltens. Allein 82 % der 6 bis 13 Jährigen verfügen über Erfahrungen im Umgang mit Computern.

Rund dreiviertel lesen regelmäßig einmal wöchentlich Bücher oder Zeitschriften, 14 % davon auf E-Readern, Tablets oder Computer.
Im Vergleich zum Vorjahr besitzen doppelt so viele Kinder (tatsächlich jedes vierte Kind) ein Smartphone.

Das digitale Kinderzimmer ist also nicht mehr aufzuhalten, oder?
Bereiten wir uns auf die Zukunft vor.

 

Quelle: Pressemitteilung Egmont MediaSolutions , Berlin, 12. August 2014, KidsVerbraucherAnalyse 2014

Onilo – Die Zukunft des Lesens?

November 17th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

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Die aktuelle Lage

Fakt ist, dass das Interesse am Lesen bei Kindern im Alter von sechs bis dreizehn Jahren kontinuierlich sinkt, wie die KIM Studie 2010 belegte. Dabei interessieren sich nur 15% der befragten Kinder „sehr“ für Bücher und ein Fünftel lese sogar nie. Der Trend ist alarmierend, denn Lesen ist eine elementare Fähigkeit und nicht nur wichtig um gute schulische Leistungen zu erbringen, sondern auch um mit digitalen Medien richtig umzugehen.

Was ist Onilo?

Um das Leseinteresse zu fördern, wurde die Plattform Onilo des Oetinger Verlags (Hamburg) ins Leben gerufen. Dort herrscht ein vielfältiges Angebot an Boardstories – bekannte Kinderbücher, die in digitale Form umgewandelt und mit animierten Elementen ausgeschmückt werden.
Mittlerweile verlocken dort über 160 Boardstories von 18 bekannten Kinderbuchverlagen in deutscher und englischer Sprache zum Lesen.
Die Zielgruppen sind hauptsächlich Leseanfänger. Mit kurzen Geschichten und zahlreichen Illustrationen soll in kleinen Schritten die Erarbeitung des Kontexts erleichtert und spielerisch umgesetzt werden.
Aufgebaut sind die digitalen Bücher als eine Art Video, dessen Geschwindigkeit nach den Bedürfnissen des Lesers manuell reguliert werden kann.
Onilo legt den Fokus hauptsächlich auf die Anwendung im Unterricht. Deshalb gibt es zu jeder Geschichte Unterrichtsmaterial und andere kreative Anregungen, die Lehrer in ihre Unterrichtsplanung einbringen können. So haben Schüler die Möglichkeit für sich oder vor einer Gruppe zu lesen, können aber auch einfach dem Lehrer zuhören.
Durch den kostenpflichtigen Download auf das Smartphone, Tablet oder den PC, kann Onilo überall problemlos genutzt werden.

Der Gedanke hinter diesem Konzept

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist, dass Kinder sich schnell emotional mit der Lesegeschichte verknüpfen, das geschieht durch die animierten Bilder in Kombination mit den Textelementen. Die Schüler sollen in das Buch eintauchen und so ein besseres Verständnis für die Inhalte entwickeln, das erleichtert ihnen wiederum das Lesen an sich. Durch das intensive Arbeiten können die Schüler ihre eigenen Gefühle ausleben und auch Ansätze zur Konfliktlösung für sich erkennen.
Zusammengefasst steht der spielerische Umgang sowie das Gefühl für Sprache im Mittelpunkt.

Kritisch betrachtet

Onilo möchte, dass ihre Idee in den Unterricht aufgenommen wird, diese spezielle Lehrmethode sei aber nicht in den Lernplänen vorgesehen. Dafür müssten neue Modelle zur Leseförderung konzipiert und durchgesetzt werden, denn es sei beispielsweise nicht klar ersichtlich, ob das Kind nun den Inhalt durch das Lesen oder durch das Betrachten der Bilder erschlossen hat. Außerdem wären Lehrer so gezwungen spezielle Fortbildungen zu besuchen, um die Boardstories richtig im Unterricht einsetzen und bewerten zu können.

 

Autorin: Sarah Alsgut

Das neue Team stellt sich vor

November 3rd, 2014 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

Das neue VdZu-Team stellt sich mit innovativem Thema vor: alles rund um Kinderprodukte!

Seit dem letzten Artikel hat sich viel getan: „Verlage der Zukunft“ hat ein neues Team gefunden. Wir studieren Buch- und Medienproduktion im dritten Semester an der HTWK Leipzig und sind der neue Wegbegleiter für dieses Semester.

Ab sofort werden jeden Montag und Donnerstag neue Artikel im Magazin erscheinen, die sich vor allem mit ePublishing im Kinderbereich beschäftigen werden. Einzelne Artikel dazu gab es bereits – das Thema zur Generation von morgen bietet weiterhin vielseitigen Gesprächsstoff für Eltern, Lehrer, Verleger und Kinder. Wie lernen Kinder heute? Welche Produkte sind auf dem Markt? Wie gehen Eltern mit elektronischen Kinderprodukten um? Erfolgt bereits eine Einbindung in den Unterricht? Schon jetzt warten spannende Artikel darauf, veröffentlicht und gelesen zu werden!

Im Zuge der Übernahme von VdZu möchten wir uns bei unseren Vorgängern für ihre Arbeit bedanken und alle Stammleser  sowie zukünftigen Besucher unseres Online-Magazins begrüßen. Anregungen und Kommentare sind stets willkommen und werden gerne eingebunden. Viel Spaß beim Lesen!

 

VdZu_Team

 

Autorin: Franziska Mahr

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