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Posts Tagged ‘Kindle’

Mehr als nur ein E-Reader: Der Tolino

Juni 22nd, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

tolino

Mittlerweile dürfte wohl jeder, der seine Buchkäufe bei Thalia, Hugendubel oder Weltbild erledigt, über ihn gestolpert sein: Den Tolino.

Als er im Frühjahr 2013 von den Filialisten ins Sortiment aufgenommen wurde, geschah dies mit dem Anspruch, an digitalen Lesetrends teilzunehmen und deren Zukunft aktiv mitzugestalten. Auch dem gemeinsamen Konkurrenten Amazon wollte man selbstbewusster entgegengetreten. Der Tolino löste bis dato veraltete bzw. nutzerunfreundliche Technologien ab, so beispielsweise den stark fehlerhaften Thalia-OYO.

Es folgten aufwendige Marketingkampagnen, die insbesondere auf die Vorteile des offenen Systems abzielten. Mit Erfolg – denn laut zahlreicher Umfragen bildet gerade diese Universalität eine wesentliche Einflussgröße auf das Kaufverhalten der Kunden. Während Amazon den Kindle-Usern die verbindliche Nutzung des hauseigenen Onlineshops diktiert, genießen Tolino-User absolute Unabhängigkeit. Wer also sein Gerät bei Hugendubel erwirbt, kann problemlos in den Shops anderer Anbieter stöbern. Ein unschlagbares Konzept, von dem sowohl Buchhändler als auch Endverbraucher profitieren.

Indikatoren für diesen Erfolg gibt es einige. Inzwischen kann der Tolino mit einer bemerkenswerten Produktpalette aufwarten. Den Tolino Shine ergänzte bald der Tolino Vision, gefolgt vom Tolino Vision 2. Alle Reader arbeiten mit derselben Software. Einziger Unterschied besteht in ihrem technischen Aufbau. Der Tolino Vision z.B. blättert schneller als der Tolino Shine, während der Tolino Vision 2 beim Lesen in der Badewanne durchaus einmal ins Wasser plumpsen darf. Entsprechend kategorisiert sich das Preisniveau.
Um auch multimedialen Anforderungen zu genügen, werden parallel zu den Lesegeräten auch Tablet-PCs unter derselben Marke angeboten.
Ein weiterer Indikator ist der Stellenwert des Tolino bei den Händlern. Dort bildet er längst ein Kernsortiment, das mit anderen Sortimenten korrespondiert. Thalia beispielsweise präsentiert den Tolino seit geraumer Zeit in vielen Flagship Stores durch moderne Shop-in-Shop Konzepte, u.a. in Hamburg und Dresden.

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Kindle Worlds: Ausweitung der Puplishingaktivitäten von Amazon – Entstehung einer Monetarisierungsplattform

Juli 28th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher | 0 Comments

Amazon geht viele Wege, um verschiedenste Inhalte anbieten zu können. Seit kurzem bietet Kindle Worlds eine neue Plattform für Autoren von Fan Fiction an. Sylvia Köllner

Die Idee ist, dass Autoren Geschichten schreiben, die auf bekannte Charaktere basieren und diese dann veröffentlicht werden. Amazon Publishing hat mit den Urhebern verhandelt und sich die Lizenzen von Warner Bros. gesichert, beispielsweise Kassenschlager wie Gossip Girl von Cecily von Ziegesar und Vampire Diaries von L.J. Smith. In den folgenden Wochen sollen noch weitere Lizenzgeschäfte abgewickelt werden.

Lizenzgebühren und Honorare werden an die Autoren und den Rechteinhabern gezahlt. Autoren erhalten 35 Prozent des Nettoumsatzes, gewährt im Gegenzug aber auch das ausschließliche Verwertungsrecht. Fan Fiction kann mit neuen Geschichten und Charakteren neue Zielgruppen erreichen und die Fangemeinde wachsen lassen. Preise für die E-Books setzt Amazon fest, dieser kann zwischen 0,99 und 3,99 Dollar liegen. Alle Rechte hingegen bleiben bei Amazon sowie den Lizenzgebern.

Nach der Einführung wagt Amazon ein weiteres innovatives Projekt. Kurzgeschichten sollen im Billigpreissegment angeboten werden. Aufgrund höherer Kosten beträgt hier die Vergütung für Autoren 20 Prozent.

Im Juni soll der Kindle Worlds Store mit mehr als 50 Auftragswerken von Autoren wie Barbara Freethy, John Everson und Colleen Thompson an den Start gehen. Aktualisiert hat sich hierbei die Einbeziehung von neuen Autoren und der Online-Welt. Fraglich ist nur, ob die Kunden weiterhin auf kostenlosen Plattformen bleiben oder die neuen Bücher über Kindle Worlds käuflich erwerben.

Erfolg durch Self-Publishing

Mai 2nd, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Hugh Howey veröffentlichte seine ersten Geschichten über Amazons Plattform Kindle Direct Publishing. „Silo“ wurde durch die Macht der Leser zu einem Erfolg und lenkte die Aufmerksamkeit der Medienindustrie auf sich. Immer mehr Autoren, Dienstleister und auch Buchverlage profitieren vom Self-Publishing.

Hugh Howey2011 veröffentlichte Hugh Howey in den USA die ersten Novellen auf Amazon Kindle Direct Publishing. Amazon bietet hier eine Plattform, auf der Autoren einfach und schnell Texte als E-Book veröffentlichen können. Ähnliche Angebote gibt es von Createspace, die ebenfalls Amazon angehören und Barnes & Nobles‘ Nook Press. Neben der Textgenerierung locken die Anbieter auch mit Marketing-Dienstleistungen und technischer Unterstützung.

Die Zeit ist für Autoren einer der wichtigsten Aspekte beim Self-Publishing. Viele Autoren wollen starre Verlagsprogramme und langsame Produktionsprozesse von Buchverlagen umgehen und veröffentlichen ihr E-Book eigenständig und sofort. Sie erhalten hierdurch ein direktes Feedback von den Lesern. Hugh Howeys Leser nutzten diese Möglichkeit und animierten ihn, weitere Texte zu schreiben. Die Branche reagierte: Abdruck-, Übersetzungs- und Filmrechte wurden gekauft und machten „Silo“ zu einem Erfolgsroman.
Howey Silo Coverbild

Für klassische Buchverlage kann die Printausgabe eines Self-Publishers ein lukratives Geschäft darstellen, was Publikationen wie E.L. James „Fifty Shades of Grey“, Carina Bartschs „Kirschroter Sommer“ oder jüngst Howeys „Silo“ zeigen. Der durch Self-Publishing entstandene Bekanntheitsgrad in der E-Book-Community, kann durch die Printausgabe noch verstärkt werden, sodass beide Seiten vom Self-Publishing profitieren.

Anika Matzke

Bildquellen: Hugh Howey: Piper Verlag © Amber Lyda
Buchcover: Piper Verlag GmbH

Die neuen Ebook-Reader im Vergleich – Kobo Touch Testsieger

November 29th, 2011 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Zum Ende des Jahres bringen viele Anbieter neue Ebook-Reader auf den Markt. Um Euch die Kaufentscheidung zu erleichtern, soll hier ein kleiner Überblick gegeben werden. Vorgestellt werden: Amazon Kindle 4, Sony PRS-T1, Weltbild eBook Reader 3.0, iriver Story HD  und Kobo Touch. Durch den Dschungel technischer Datenblätter und diverser Testberichte wühlte sich:                  Cornelia Rothenaicher

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OYO von Thalia – ein eBook-Reader ist kein Tablet-PC!

März 8th, 2011 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 5 Comments

Ende 2010 brachte Thalia in  Kooperation mit der Aldi-Marke Medion den OYO, ein Lesegerät für eBooks auf den Markt. Mit einem Preis von 139 Euro ist der OYO geringfügig preisgünstiger als der Kindle 3 von Amazon mit ca. 154 Euro und deutlich günstiger als andere Lesegeräte – doch ist er auch vergleichbar? Read More

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