main_banner

Posts Tagged ‘Marcel Knöchelmann’

Social Reading – The future of bookselling? #Contec13

Oktober 8th, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Die Facebook-Version: Ich poste eine Frage und Freunde antworten. Die Social Reading-Version: Ich finde Antworten von Menschen, die meine Frage gar nicht vernehmen. Die Antworten kommen, weil sie die Menschen sind, denen ich als Leser folge, vertraue und Aufmerksamkeit schenke. Das social ist nicht die Freundschaft, sondern die Interessenverbundenheit. Eine Zwischenauffassung von Marcel Knöchelmann

Contec Frankfurt LogoKonversationen sind Märkte

Rachel Fershleiser (Tumblr), Sascha Lobo (sobooks) und Torsten Casimir (mvb)  loten zur Diskussion „The future of bookselling“ aus, welche Möglichkeiten insbesondere das Internet Buchhandlungen bietet, um ihre Bücher auch in Zukunft erfolgreich zu verkaufen – oder eben nicht. Denn der Umgang mit den Online-Konversationen soll den Unterschied ausmachen. Und der Zugang kann beschwerlich sein.

Sobooks, das am Messemittwoch eine Art Zukunft des E-Books vorstellt, will Konversationen selbst als Markt erkennen. Schon 1999 wurde im Cluetrain Manifest bestimmt: Märkte sind Konversationen. 14 Online-Jahre später dreht Sascha Lobo die Idee und erkennt in Konversationen Märkte. Die Idee dahinter ist, dass durch das Vernetzen von Lesern, durch das Kommunizieren über Bücher, ebendiese verkauft werden. Bekannt aus dem Prinzip Spiegel-Bestsellerliste. Worüber gesprochen wird, das wird gekauft.

Eine Brick and Mortar-Lösung?

Um in diesem ‚potentiellen‘ Markt überhaupt Fuß fassen zu können, müssen die Anbieter an der Vernetzung der Nachfrager teilhaben. Eine Buchhandlung muss also erkennen, über was gesprochen wird und als Antwort das Buch liefern. Bekannte Klassiker: LovelyBooks und Goodreads. Während erstere zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört, fällt Goodreads unter die Marktmacht Amazons. Das Problem ist bekannt: Der größte Einzelhändler weiß seine Kontrahenten erfolgreich zu vertreiben. Worüber bei Goodreads gesprochen wird, das wird hauptsächlich bei Amazon gekauft.

Ungeachtet des zusätzlichen Problems kleiner Verkaufsstätten, sich kaum selbstständige E-Book-Plattformen aufzubauen (oder ihre White-Label-Lösungen bekannt zu machen): Wie wird in zehn Jahren die gemeine Buchhandlung ihre Bücher verkaufen? Ob Social Reading die Lösung ist, wird sich beweisen müssen. Für viele Buchhandlungen wird auch das nicht ausreichend Raum bieten. Schließlich muss besonders die Social-Reading-Buchhandlung Click and Mortar bedienen.

Verlage der Zukunft bei #akep13 und Buchtage Berlin

Juni 15th, 2013 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Vom 19. bis 21. Juni 2013 geht es im Congresscenter Berlin um die Zukunft des Publizierens und der Bücher. Die Akep-Jahrestagung (Arbeitskreis elektronisches Publizieren) und die Buchtage Berlin versammelt die deutsche Verlags- und Bachhandelsbranche am Alexanderplatz. Caroline Brand und Marcel Knöchelmann werden für Verlage der Zukunft berichten.

Akep Banner

Dinge anders denken

Das Programm der Akep hinterfragt in diesem Jahr, was Verlage von den Besonderheiten eines Start-ups, den Entrepreneurs, ihrer Arbeitsweise und ihren Strukturen lernen können. Im Mittelpunkt stehen neue Strukturen der Branche, Möglichkeiten digitalen Marketings oder die Entwicklung des E-Books – immer Digital Publishing im Kern.

Im Anschluss an das Kongresspogramm wird in der Kalkscheune die Berlin Digital Night ausgerichtet. Ein Zusammenkommen in unterhaltsamer Atmosphäre. Printbuchverleger, Digital Natives, Start-ups finden zusammen – Ideen können bestaunt und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Welche Freiheit braucht das Buch?

Am Donnerstag starten nach Rapid protoTYPE: Startups im Aufzuggespräch die Buchtage Berlin 2013. Auf die Frage ‚Welche Freiheit braucht das Buch? – Die Verantwortung von Verlegern, Buchhändlern und Autoren‘ versucht eine hochkarätige Rednerriege in Keynotes und Workshops eine Frage zu finden. Oder zumindest Wissen für die eigene Antwortsuche anzureichen.

Verlage der Zukunft wird mit zwei Redakteuren vor Ort sein und ausführlich über die Themen berichten. Direkt von der Tagung wird zudem via Twitter, Facebook und das Akeplog.de gebloggt. Die Redaktion bedankt sich beim Börsenverein herzlich für die Möglichkeit der Teilnahme.

Hier ein Ausschnitt aus Michael Krügers viel diskutierter Rede von den Buchtagen 2012. Ein gelungenes Gegenprogramm zum Digitalhype?

BILDplus: BILD forciert die Paywall

Mai 27th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Viele Millionen Deutsche lesen täglich BILD oder BILD.de. Im Verbund werden sie nun zur Kasse gebeten. Mit der Vorstellung des Allround-Abomodells BILDplus setzt die Axel Springer AG ein gewichtiges Zeichen. Nicht nur forciert der Medienkonzern die Digitalisierung; zugleich holt sie das Paywall-System ins Bewusstsein deutscher Verbraucher. Ein Schritt, der Leser vergraulen, aber Umsätze erbringen kann. Von Marcel Knöchelmann

BILDplus ModellDie Bild-Paywall im Stufensystem

„Die Axel Springer AG will das führende digitale Medienunternehmen werden.“ Dieser Leitsatz prägt den strukturstarken Berliner Konzern und wird konsequent umgesetzt. Mit dem neuen umfassenden Abomodell BILDplus soll es nun auch ertragreicher gemacht werden.

Ab dem 11. Juni 2013 werden Interessierte für Inhalte bezahlen müssen, wo sonst kostenlos auf die Onlineversion zugegriffen wurde. Auf verschiedenen Ebenen können im Monatsabo ausführliche Hintergrundinformationen und exklusive Bild- und Videoaufbereitungen erstanden werden. Jeweils entweder webbasiert, als E-Paper inklusive BILD am Sonntag oder zusätzlich die gedruckte Ausgabe.

  • 4,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App
  • 9,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App + Bild als E-Paper
  • 14,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App + Bild als E-Paper + Kiosk-Abo
  • Textversion im ersten Monat: 0,99 €

Auflage der BILD Zeitung vom 4. Quartal 2009 bis zum 1. Quartal 2013Sorge um die Zeitung – und die Erträge

Mit dem Kiosk-Abo versucht das Unternehmen, Leser auch in Zukunft noch an die Printversion ihrer größten Marke zu binden. Abonnenten können sich Gutscheine ausdrucken und vermittels dieser kostenlos die klassische Zeitung am Kiosk bekommen. Damit soll ein weiteres Absinken der Käuferzahlen gedruckter Ausgaben verhindert werden (siehe Statistik, Statista).

Durch die Einbindung des Kiosk-Abos sollen BILD und BILD.de – deren Redaktionen getrennt arbeiten – zu einem Verbund zusammengeschlossen werden. Donata Hopfen, die Geschäftsführerin von BILDdigital, erklärt dazu: „BILDplus ist ein Paradigmenwechsel hin zu einer Bezahlkultur für journalistische Inhalte im Internet. Wir schaffen ein BILD-Marken-Abo für alle Kanäle und Endgeräte und bauen damit unsere Marktführerschaft aus.“

Exklusivität ist tot. Es lebe die Exklusivität!

Das neue Paywall-System hat die Axel Springer AG in einer langerwarteten Veranstaltung am 27. Mai bekannt gegeben. Dass es kommen würde, war abzusehen. Nicht zuletzt wegen der Vorhersagen, die der BILD-Chefredakteur Kai Diekmann zuvor medienwirksam twitterte. Dessen Eintauchen in den Start-up-Geist des Silicon Valley geht nach nun neun Monaten dem Ende entgegen. Dort eröffnete sich Diekmann neben der Idee, Ideen zu teilen, auch die Erkenntnis, Exklusivität sei in der digitalen Welt passé. Dem entgegen steht ein exklusives Recht, dass Axel Springer ab Sommer zusätzlich in das neue Modell einbauen will: Bundesliga-IPTV-Übertragungen.

Schon im April sicherte sich das Medienhaus für rund 20 Millionen Euro die Netzverwertungsrechte für vier Spielzeiten ab der kommenden. So kann via BILD.de bereits vor Ausstrahlung der Sportschau audiovisuell über die Bundesliga berichtet werden. Wie viele Interessierte der geringe zeitliche Vorteil reizen wird, sich Durchlass durch die Paywall zu erkaufen, wird die Zukunft entscheiden. Zumindest bereitet die Axel Springer AG sich intensiv auf sie vor. Wie auch sonst, als führendes digitales Medienunternehmen.

Axel Springer’s Famous Garage:

Marcel Knöchelmann

> Alle Bildrechte liegen bei den Urhebern. Diese sind hinter dem jeweiligen Content verlinkt.

Publishers‘ Forum 2013: Die Zukunft des Publizierens

April 20th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Wie die Zukunft der Verlagsbranche aussieht und was die internationale Branche im Wandel antreibt, wird in der letzten Aprilwoche in Berlin diskutiert. Das Publishers‘ Forum versammelt zum zehnten Mal Verleger, Vordenker und Start-Ups aus aller Welt. Verlage der Zukunft berichtet live.

From Editorial to Market

Das breite Themenspektrum des Publishers‘ Forum

Am 22. und 23. April 2013 findet im Berliner Concorde Hotel das Publishers‘ Forum 2013 statt. Mit über 40 Vorträgen, Diskussionen und Workshops liegen nicht nur die große Debatten modernen Publizierens im Blickfeld. Auch Perspektiven zu Randthemen der Verlagsarbeit werden von Experten entwickelt und dargestellt. Unter anderem auf der Agenda des Publishers‘ Forum:

    • PressBooks – One Tool for all Important E-formats
    • Elektronische Schulbücher – Chance zur individuellen Förderung
    • Cloud Computing
    • Intelligentes Content-Marketing
    • Leistungsschutzrecht – gibt es ein ›FÜR‹?

Als Redner stehen neben Robert Amlung vom ZDF, Prof. Dr. Heiko Beier von moresophy oder Helena Bommersheim aus der deutschen Branche weitestdehend internationale Beiträge etwa von Dan Pollock, Laura Dawson, Tim Epstein oder David Worlock im Mittelpunkt. Veranstalter des Publishers‘ Forums ist klopotek in Kooperation mit arvato systems.

Als Berichterstatter werden Sarah Kilian und Marcel Knöchelmann die Themen für Verlage der Zukunft analysieren. Daneben wird Stephanie Ehrich über das Sonderthema Schulbuch berichten. Zusätzlich können Interessierte die Geschehnisse des Kongresses live via facebook verfolgen.

Marcel Knöchelmann

UA-46076145-1