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Posts Tagged ‘Rezension’

DER CIRCLE- TEILEN IST HEILEN. ALLES PRIVATE IST DIEBSTAHL. WAS MACHST DU, WENN PRIVATSPHÄRE EIN VERBRECHEN IST?

Juni 27th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Anna Leiß stellt euch die Dystopie „Der Circle“ vor, ©

Als 2014 Dave Eggers neuer Roman „Der Circle“ in Deutschland erschien, waren die Feuilletons alarmiert – es war das Buch des Jahres 2014. Man hat sofort eine Verbindung zu real existierenden Firmen wie Facebook, Google oder Apple ziehen können, die titelgebende Firma „Circle“ wirkt wie eine gruselige Mischung aus Silicon Valley-Pionieren und Big Data-Enthusiasmus.

Da nun im Spätsommer (14.9.2017) die Verfilmung des Bestsellers in die Kinos kommt, würde ich  euch das Buch gern noch einmal ans Herz legen.

 

Es geht um die 24-jährige Mae Holland, die durch eine Freundin einen Job bei dem hippen Internetunternehmen „Circle“ bekommt. Die Firma lernen wir durch ihren recht naiven Blick kennen. Vieles ist hier anders, neu und für den Leser beängstigend. Der Circle ist nicht nur Arbeitgeber, sondern gleichzeitig eine Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Wohnheimen und Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten. Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Onlinetätigkeit bewertet, alles wird geteilt und gepostet, wer nach fünf Minuten nicht auf Nachrichten antwortet, gilt als asozial und muss sich sogar vor seinen Vorgesetzten verantworten.  Die Daten auf den privaten Endgeräten werden alle zentral in der Cloud gespeichert und ausgewertet. Read More

Graphic Novels und Mangas – zu erbaulichen Themen

Mai 19th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Rezension

…Die überwältigende Kraft der Kernenergie!

Wir möchten bei Verlage der Zukunft über aktuelle Trends berichten, ab und an eine Rezension schreiben und noch vieles mehr. Bei meinem Beitrag heute, ist die Schnittmenge davon das Thema Kernenergie in der Publikationsform Graphic Novel.

 

© Carlsen Verlag

Barfuß durch Hiroshima

Die Handlung umfasst eine Zeitspanne von kurz vor der Explosion der Atombombe über Hiroshima, bis einige Monate danach. Eine schöne Zusammenfassung ist auf der Seite des Verlags zu finden. Drastische und realistische Schilderung (in 4 Bänden), des 2012 verstorbenen Manga-Zeichners Keji Nakazawa, der die Katastrophe zusammen mit seiner Mutter überlebt hat. Nicht zum einfach-nebenher-lesen zu empfehlen und auch nicht für zu junges Publikum. An diejenigen, die den Manga/die Graphic Novel bereits gelesen haben: Welches Alter haltet Ihr für angemessen?

 

 

 

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Bloody Mary

Mai 5th, 2017 | Aktuelles, Kleinverlag, Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Foto: ©Romy V. Reichert

Das Buch „Bloody Mary: Du darfst dich nicht verlieben“ erschien als Debütroman von Nadine Roth am 12. März 2017 im Sternensand Verlag. Es ist sowohl als Ebook wie auch als Print beim Verlag und beim Buchhändler vor Ort erhältlich.

Auf 560 Seiten behandelt die junge Autorin mitreißend und spannend die Geschichte der jung verstorbenen Mary Jane Wyler und des siebzehnjährigen Avian. Der Roman beginnt mit dem grausamen Mord an der sechzehnjährigen Mary Jane Wyler im Jahr 1990, daraufhin findet sich diese in der Totenwelt wieder. Seither wartet sie gefangen hinter Spiegeln darauf, bis man sie ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Avian hingegen glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles auf reiner Fiktion beruht, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber es kommt alles ganz anders als erwartet. Avian vermutet hinter der blutrünstigen Fassade des Geistes eine einsame Kreatur, die sich nur nach Mitgefühl und Wärme sehnt und versucht deshalb zu Mary Jane Wyler durchzudringen. Doch dabei spielt er mit seinem Leben.

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„BERLIN.classified “ – Kriminalroman im Self-Publishing-Verlag

Dezember 16th, 2013 | Meinung & Kritik, Neue Publisher | 0 Comments

berlin-classifiedFür Freundinnen und Freunde des gepflegten Kriminalromans könnte das ein Schmankerl sein: Mit „Seilverwandschaften“ ist am 9. Dezember die erste Episode der sechsteiligen eBook-Serie „BERLIN.classified“ auf der Self-Publishing-Plattform epubli erschienen.

Der Autor, Fred Breinersdorfer, verfasst nicht nur Krimis, sondern auch Kurzgeschichten, Hörspiele und Drehbücher für Kino und Fernsehen (u.a. für „Tatort“). Bei der Story von „BERLIN.classified“ bezieht er sich auf die Barschel-Affäre – benannt nach dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, der 1987 tot in der Badewanne seines Hotelzimmers gefunden wurde. Die genauen Umstände wurden nie ganz aufgeklärt. Doch wir haben es hier mit einem Kriminalroman zu tun. Die Ausgangslage ist also klar: Barschel wurde natürlich ermordet!

Im Jahr 2013 befasst sich die junge engagierte Dokumentarfilmerin Kimh erneut mit dem Fall. Es dauert nicht lange, da bekommt sie eine CD in die Hände, mit Filmmaterial aus Stasibeständen, welches kurz vor Barschels Tod aufgenommen wurde und deutliche Hinweise auf die Täter liefert. Das gibt natürlich Ärger. Kimh wird überfallen, ihr Informant wird erschlagen aufgefunden und von nun an lässt sich erahnen, womit wir es zu tun haben: mit einer politischen Intrige auf höchstem Niveau! Und die Drahtzieher lassen nicht mit sich scherzen…

Verschwörungstheorien solcher Art mögen im Alltagsleben eher fragwürdig sein, bieten aber immer wieder guten Stoff für eine packende Krimi-Dramaturgie. Breinersdorfer lehnt sich dabei stark an amerikanische Vorbilder an und bemüht sich erfolgreich um knappe, hartgekochte Sprache und erzählerisches Tempo. Höchstens der Realismus kommt dabei gelegentlich etwas zu kurz. Aber für eine spannende und unterhaltsame Bettlektüre taugt der Roman allemal.

Wer jetzt also interessiert ist, sollte rasch die Chance nutzen und umgehend bei epubli vorbeischauen – denn dort kann (Achtung! Achtung!) der erste Teil noch bis zum 21. Dezember kostenlos heruntergeladen werden. Viel Spaß beim Lesen!

Michael Kleeberg – Das Tier, das weint – Eine Rezension

Dezember 19th, 2012 | Meinung & Kritik | 0 Comments

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Anders als der Untertitel “Libanesisches Reisetagebuch” vermuten lässt, steht weniger der Alltag der Libanesen im Mittelpunkt dieses literarischen Kunstwerkes, sondern vielmehr wird der deutschen Sprache in ihrer höchsten Vollkommenheit Raum gegeben.

Im Zuge eines Literatenaustauschs stattete der Schriftsteller Michael Kleeberg dem arabischen Lyriker Abbas Beydoun in Beirut 2003 einen vierwöchigen Gegenbesuch ab. In dieser Zeit verkehrt er in den gebildeten, elitären, westlich geprägten Kreisen der libanesischen Gesellschaft, in welchen es ihm möglich war über Heidegger, Hegel und Grass zu philosophieren. Die Sprache der libanesischen Elite ist, aufgrund des früheren Mandatsgebietes, Französisch. Kleeberg, welcher neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit französische Literatur ins Deutsche übersetzt, drückt seine Liebe zur französischen Sprache in unzähligen Zitaten und Redewendungen aus. Diese bleiben zum größten Teil unübersetzt, Read More

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