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Posts Tagged ‘w3c’

Books in Browser – die interaktive Revolution des Lesens?

Dezember 3rd, 2017 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

Woran denkt Ihr beim Begriff „elektronisches Buch“? Na klar, an eBooks. Formate wie EPUB oder MOBI als Standard für eBooks wären der denkbare Höhepunkt für dieses Medium – gäbe es nicht mit den sogenannten „Books in Browser“ eine neue Entwicklung im Bereich der elektronischen Literatur.

Wir zeigen Euch, was ein Buch im Browser überhaupt auszeichnet, welche Möglichkeiten sich aus der Verlagerung von Medien in das Web ergeben und wie folglich die Zukunft des digitalen Buches in absehbarer Zeit aussehen könnte.

Was ist so ein Buch in einem Browser?

 Der Begriff Books in Browser ist einerseits zwar recht selbsterklärend, andererseits wirft er aber auch einige Fragen hinsichtlich einer eindeutigen Definition auf. Dies zeigt sich insbesondere in der bisher schwach ausgeprägten Terminologie zu diesem Thema. Denn neben dem Begriff Books in Browser existieren ebenso die Bezeichnungen Webbook/Web book oder Web-E-Book.

Trotz unterschiedlicher Begriffe kann jedoch festgehalten werden, dass es sich bei einem Buch im Browser um ein digitales Leseangebot handelt, das als nativer Web-Content über den Browser zur Verfügung gestellt wird. Dabei erfüllt es die Funktion eines Buches, strukturierten Inhalt unter den Aspekten der Lesbar-, Leserlichkeit und Ästhetik bereitzustellen. Read More

Barrierefrei dank XML?

Dezember 10th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

5. Jour-Tex in Leipzig

Medienneutrale Auszeichnungssprachen wie XML bieten große Möglichkeiten, wenn es darum geht, Textdokumente für die verschiedensten Ausgabegeräte und -formate aufzubereiten. Kein Wunder, dass sie in der heutigen Verlagsbranche immer wichtiger werden. Allerdings wird dabei eher selten daran gedacht, dass man diese Techniken auch nutzen kann, um Medienprodukte besser auf die Bedürfnisse von z.B. Sehbehinderten und Blinden zuzuschneiden.

Genau das war auch das Vortragsthema beim 5. Jour-Tex, welcher am 5. Dezember 2013 in den Räumen des Leipziger Satzdienstleisters Da-Tex stattfand. „Barrierefreier Satz“ lautete das Stichwort. Die Referentin Nancy Seidel erläuterte, welchen Beitrag Satzdienstleistende im Allgemeinen und Technologien wie XML im Besonderen diesbezüglich leisten können.

Damit es als „barrierefrei“ gelten kann, muss ein Medienprodukt für Menschen mit Behinderungen ohne besondere Beschwernis und fremde Hilfe zugänglich sein – so wird es in der bundesdeutschen Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BfIV) definiert und gefordert. Für Inhalte im Netz sind dagegen die vom W3C herausgegebenen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte richtungsweisend. Dennoch bleibt Barrierefreiheit eher ein ideales Ziel, das es anzustreben gilt, als dass sie immer voll und ganz für jeden Einzelfall gewährleistet werden könnte. Auch aus Sicht der Herstellung lässt sich einiges tun, um die Hürden möglichst niedrig zu halten, wie Frau Seidel in ihrem Vortrag erklärte.

Bei Bildinhalten sind beispielsweise Kontraste und Farben besonders wichtig. Ebenso muss darauf geachtet werden, dass die Bilder skalierbar sind. Das Layout sollte die Verständlichkeit des Textes verbessern und diesen so gliedern, dass eine leichte Orientierung möglich ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Geräteunabhängigkeit der Formate, die es möglich macht, den Text je nach Bedarf z.B. in Blindenschrift, als DTBook oder auch als Großdruck-Buch auszugeben. Auch eine Interaktivität der Inhalte lässt sich dabei automatisiert herstellen.

Das Fazit der Referentin: Ein höherer Automatisierungsgrad und eine einheitliche medienneutrale Datenhaltung sind nicht nur hilfreich, sondern auch unumgänglich für eine möglichst einfache Zugänglichkeit der Medienprodukte. Schließlich wird es dadurch ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich, die Inhalte in jede gewünschte Form und jedes mögliche Ausgabemedium umzusetzen und so den Bedürfnissen und Handicaps der jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Gerade Herstellende und Satzdienstleistende können dabei einiges beitragen.

Neue Technologien können und sollten dabei gezielt genutzt und getestet werden. So stellt etwa der Trend zum eBook eine große Chance im Sinne der Barrierefreiheit dar. Schließlich bietet das elektronische Buch schon heute Möglichkeiten, die dem Printprodukt vorangehen und die Nutzung für Menschen mit Sehbehinderungen deutlich erleichtern – etwa die Möglichkeit, den Schriftgrad auf die gewünschte Größe zu erhöhen.

Doch trotz allem gibt es nach wie vor Probleme. So schränken das Digital Rights Management und die fehlenden gemeinsamen Standards der Verlage bei den verwendeten Formatvorlagen die Konvertierungsmöglichkeiten ein. Ohnehin scheint das Thema der Barrierefreiheit bei vielen Verlagen noch nicht wirklich angekommen zu sein. Gegenüber der Möglichkeit, auch Menschen mit Sehbehinderungen als potentielle Kunden anzusprechen und zu gewinnen, überwiegt dann doch oft die Sorge vor zusätzlichen Kosten. Wobei diese Sorge – dank XML und artverwandten Technologien – weitgehend unbegründet ist. Wie die Entwicklung weiter verläuft, bleibt aber dennoch abzuwarten. Die medienneutrale Datenhaltung könnte jedenfalls helfen, die Hürden, denen Menschen mit Sehbehinderung beim Zugang zu Medienprodukten gegenüberstehen, beträchtlich zu senken. Wenn das kein Fortschritt ist…

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  • Messeführungen auf der Leipziger Buchmesse 2017

    Auch auf der Leipziger Buchmesse 2017 veranstalten wir wieder unsere Messeführungen! Neben der traditionellen Führung der Bücherfrauen gibt es diesmal einen Rundgang zum Thema Fantasy-Verlage. Die genauen Infos und das Anmeldeformular findet ihr ab sofort >>hier<<.
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