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Archive for the ‘Verlage der Zukunft’ Category

Speedmeeting auf der Leipziger Buchmesse 2017

März 1st, 2017 | Messe, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Du bist interessiert an der Verlagsbranche und hast in diesem Bereich ein erfolgreiches Studium abgeschlossen? Jetzt fehlt dir nur noch der passende Job, damit du deine gelernten Kenntnisse effektiv nutzen kannst? Dann bist du bei uns genau richtig!
Das Speedmeeting von Verlage der Zukunft ist eine Veranstaltung, bei der ihr als junge Nachwuchstalente mit den Führungskräften der Verlagsbranche in Kontakt treten könnt. Auch auf der Leipziger Buchmesse 2017 sind wir wieder dabei!

Dieses Jahr haben wir den Ravensburger Verlag, Neobooks, den Audio Verlag, die Personalagentur Dörrich Kleinhans und Partner, Mediatext sowie Bommersheim Consulting zu Gast.
In 8-minütigen Bewerbungsgesprächen in zwangloser Atmosphäre habt ihr die Möglichkeit, das Führungspersonal unserer vier Gastverlage kennenzulernen. Nutzt diese einmalige Chance, um Kontakte zu knüpfen, Eindrücke zu sammeln und zu hinterlassen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und möglicherweise einen super Job zu ergattern. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Verlags- und Medienbranche die Chance, talentierte, engagierte Nachwuchskräfte zu treffen.

Ab sofort könnt ihr euch für das Speedmeeting in Leipzig bewerben:
Sendet uns euren Lebenslauf mit Angabe des Studiengangs oder eurer Ausbildung an:
speedmeeting@verlagederzukunft.de

Die Bewerbungsfrist endet am 12. März 2017.

Zusammen mit der Personalagentur Dörrich Kleinhans & Partner wählen wir aus allen Bewerbern 10 Teilnehmer aus, welche außerdem jeweils ein Tagesticket für die Messe erhalten.

Bitte gebt an, ab wann ihr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnt, ob ihr räumlich flexibel seid und für welche Bereiche ihr euch interessiert!
Detaillierte Informationen erhaltet ihr nach Eingang eurer Bewerbung. Für weitere Fragen stehen wir euch natürlich gern zur Verfügung.

Datum: 24. 03. 2017

Uhrzeit: 13.00-16.00 Uhr

Ort: Messegelände Leipzig, CCL Seminarraum 6/7

Bewerbung: bis 12.03. per Mail an speedmeeting@verlagederzukunft.de

Messeführung Verlage der Zukunft LBM 2017 – Phantastische Literatur im Fokus

Februar 24th, 2017 | Messe, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Ihr habt am 24.03. 2017 noch nichts vor, seid aber zufällig in Leipzig auf der Buchmesse und interessiert Euch für Phantastische Literatur? Dann nehmt doch teil an unserer Führung, die Phantastische Literatur in den Fokus setzt.

Das Phantastische Genre ist eins der spannendsten der Literaturszene und unserer Meinung nach ebenso bedeutsam wie Belletristik. Dass dieses Genre sich immer größerer Beliebtheit erfreut, sieht man nicht nur an den zunehmenden Verfilmungen phantastischer Bücher, sondern auch an der Zunahme und Erweiterung von Fantasy-Bücherregalen in Buchhandlungen. Ob Harry Potter, Game of Thrones, Herr der Ringe oder die neusten Bücher von Neil Gaiman – sie alle haben heute einen festen Platz in unseren Lieblingsbuchhandlungen, ebenso wie viele weitere Geschichten, die dort auf uns warten. Grund genug für uns, dieses Genre einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und wer weiß besser über dieses Genre Bescheid, als Verlagsleute und Autoren, die sich tagtäglich damit beschäftigen?

Begleitet uns deshalb auf der Leipziger Buchmesse zu Verlagen und Akteuren des Phantastik-Genres und informiert euch mit uns über Trends, Schwerpunkte und Neuerungen. Entdeckt dabei nicht nur Verlage wie Fischer Tor, sondern schnuppert auch einmal in die Welt kleinerer Verlage, wie Amrun Verlag und Verlag Schwarze Ritter, und der des Phantastischen Autoren Netzwerks (PAN).

Treffpunkt: Freitag, 24.03.2017, 10:00 Uhr in der Glashalle am Messemodell (Eingang West)

Anmeldung: Schreibt uns eine Mail an messe@verlagederzukunft.de und lasst uns wissen, wenn ihr teilnehmen wollt. Unter allen Teilnehmern verlosen wir zwei Tagestickets für die Leipziger Buchmesse.

Messeführung Bücherfrauen FBM 2016 – Frauen gehen in Führung

September 13th, 2016 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

Auch in diesem Jahr können Teilnehmerinnen des Messerundgangs der BücherFrauen wieder Frauen in Führungspositionen auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen. Der Rundgang, den die BücherFrauen gemeinsam mit der studentischen Initiative Verlage der Zukunft veranstalten, führt in diesem Jahr durch Halle 3. Dort machen wir unter anderem Station bei Geschäftsführerin Renate Nolte von der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger e.V. und bei Judith Wilke-Primavesi, Programmleiterin des Campus Verlags.

Zusätzlich zur Teilnahme an der Führung verlosen wir für dich und deine Begleitung eine Tageskarte für die Buchmesse in Frankfurt! Die Messeführung findet am Freitag, den 21.10.2016, von ca. 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

 

Wenn du Interesse hast, schreib‘ uns eine E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben (ein paar Sätze zu dir und deiner Tätigkeit und warum du gerne an der Führung teilnehmen würdest) mit dem Betreff Messeführung FBM 2016 an messe@verlagederzukunft.de. Mit etwas Glück gewinnst du 2 von insgesamt 14 Tageskarten! Wir freuen uns auf eure Mails!

Einsendeschluss ist Sonntag, der 02.10.2016. Die Gewinner werden anschließend per E-Mail benachrichtigt.

 

Autor: Niklas Gaube

Messeführung Verlage der Zukunft FBM 2016 – Aktuelle Trends und Themen der Branche

September 5th, 2016 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

 

#eatgoodfeelgood #creativeminds #learningforthefuture 

Um diese Themen dreht sich unsere diesjährige Führung auf der Frankfurter Buchmesse. Neugierig?

Der Ravensburger Buchverlag, Dorling Kindersley und TOPP und stellen euch dabei spannende Themen der Herbst- und Wintersaison 2016 vor und ihr bekommt zusätzlich die Gelegenheit mit den Referenten der Verlage ins Gespräch zu kommen.

Auf diese Vorträge von erfahrenen Verlagsmitarbeitern könnt ihr euch freuen:

  • Ravensburger Buchverlag (Programmleiterin „tiptoi® / Spielen & Lernen“ Andrea Soprek) – „Buch/Spiel in Verbindung mit Elektronik am Beispiel tiptoi®“
  • Dorling Kindersley (folgt) – folgt
  • TOPP (Verlagsleiter Dr. Bernhard Auge) – „Aktuelle Kreativtrends und Herbsttitel“

Zusätzlich zur Teilnahme an der Führung verlosen wir für dich und deine Begleitung eine Tageskarte für die Buchmesse in Frankfurt! Die Messeführung findet am Freitag, den 21.10.2016, von ca. 12:30 bis 14:30 Uhr statt.

Wenn du Interesse hast, schreib‘ uns eine E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben (ein paar Sätze zu dir und deiner Tätigkeit und warum du gerne an der Führung teilnehmen würdest) mit dem Betreff Messeführung FBM 2016 an messe@verlagederzukunft.de. Mit etwas Glück gewinnst du 2 von insgesamt 14 Tageskarten! Wir freuen uns auf eure Mails!

Einsendeschluss ist Sonntag, der 02.10.2016. Die Gewinner werden anschließend per E-Mail benachrichtigt.

 

Autor: Niklas Gaube

Speedmeeting auf der Frankfurter Buchmesse 2016

August 26th, 2016 | Verlage der Zukunft | 0 Comments

Du bist interessiert an der Verlagsbranche und hast in diesem Bereich ein erfolgreiches Studium abgeschlossen? Jetzt fehlt dir nur noch der passende Job, damit du deine gelernten Kenntnisse effektiv nutzen kannst? Dann bist du bei uns genau richtig!

Das Speedmeeting ist eine Veranstaltung, bei der ihr als junge Nachwuchstalente mit den Führungskräften der Verlagsbranche in Kontakt treten könnt. Auch auf der Frankfurter Buchmesse 2016 sind wir wieder dabei!

Datum: 21. Oktober 2016

Uhrzeit: 12:00 – 14:00 Uhr

In einer zwanglosen Atmosphäre habt ihr die Möglichkeit, in 8-minütigen Bewerbungsgesprächen die Führungskräfte der Verlagsbranche kennenzulernen. Nutzt diese einmalige Chance, um Kontakte zu knüpfen, Eindrücke zu sammeln und zu hinterlassen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und möglicherweise einen super Job zu ergattern. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Verlags- und Medienbranche die Chance, talentierte, engagierte Nachwuchskräfte kennenzulernen.

Ab sofort könnt ihr euch für das Speedmeeting in Frankfurt bewerben:

Sendet uns euren Lebenslauf mit Angabe des Studiengangs oder eurer Ausbildung an speedmeeting@verlagederzukunft.de.Die Bewerbungsfrist endet am 12. Oktober 2016. Bitte gebt an, ab wann ihr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnt, ob ihr räumlich flexibel seid und für welche Bereiche ihr euch interessiert!

Zusammen mit Sabine Dörrich von der Personalagentur Dörrich werden wir 10 Bewerber auswählen.

Detaillierte Informationen erhaltet ihr nach Eingang eurer Bewerbung. Für weitere Fragen stehen wir euch natürlich gern zur Verfügung.

 

Autor: Niklas Gaube

Log.os – Ein Unternehmen für die Zukunft des Buchmarktes?

August 8th, 2016 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

2013 begann die ambitionierte Vision von Log.os in Berlin. Es hat sich seitdem viel getan, unter anderem wurde eine GmbH gegründet, ein Förderverein eingerichtet und zu Beginn des Jahres startete die Betaphase des Projektes. Nur was steht dahinter, welche Vision wollen sie verfolgen, an wen richtet sich das Projekt und wie wollen sie es umsetzen? Wem wird Log.os nützen und werden sie es schaffen ein neues System zu etablieren und sich am derzeitigen Markt durchzusetzen?

Vorstellung von Log.os

Log.os möchte eine Universalbibliothek kreieren, welche aber gleichzeitig als Marktplatz und soziales Netzwerk fungiert. Sie möchten damit eine Schneise in die derzeitig führenden Medienriesen schlagen und sämtliche Interessengruppen rund um das Thema Buch vereinen. Damit soll das kollektive digitale Buchwissen gesammelt, erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht werden. Außerdem wollen sie das Publizieren und Vermarkten von Inhalten demokratisieren.

Ermöglicht werden soll dies durch eine einheitliche technische Infrastruktur, welche den kommunikativen Austausch sowie finanzielle und technische Transaktionen ermöglichen soll.

Was sind die Zielgruppen von Log.os?

Zu allererst steht der Leser im Vordergrund, für ihn soll es eine soziale Leseplattform darstellen. Hierbei wird auf folgende Aspekte wert gelegt: Es müssen sämtliche Inhalte verfügbar und eine direkte Nutzung gewährleistet sein und es muss sichergestellt werden, dass die jeweilige Rechtekette intakt und sauber abgebildet ist.

Es steht aber nicht nur der Leser im Fokus, sondern auch Autoren, Buchhändler, Verlage und die Gesellschaft im Allgemeinen. Hierbei fungiert Log.os unter anderem als Publishing-Plattform, Marktplatz für Bücher und als Vermarktungsebene von Inhalten.

Wie funktioniert Log.os?

Zu Beginn stehen die Texte in der Bibliothek im Mittelpunkt, was vom Lesen, ob gemeinsam oder allein, bis hin zum Schreiben und Vermarkten der eigenen Inhalten reicht. Hierbei existieren mehrere Benutzerebenen innerhalb der Bibliothek. Zum einen das Nutzerprofil: In diesem sind alle Daten und Inhalte hinterlegt. Außerdem laufen darin alle Interaktionen und Channel-Abos zusammen. Zum anderen existiert ein Werkprofil, in dem man alle Informationen zu einem bestimmten Buch findet, unter anderem Metadaten, Rezensionen und Diskussionen. Des Weiteren wird auch ein Channelprofil vorzufinden sein, welches zum einen von Nutzern erstellt und verwaltet und zum anderen von Buchhandlungen und Verlagen als Präsentationsebene für das Sortiment benutzt werden kann.

Organisationsstruktur von Log.os

Das Projekt von Log.os soll sich aus den folgenden drei Teilkomponenten zusammensetzen: Dem Förderverein, einer Stiftung und der GmbH.

Der Förderverein soll über Crowdfunding und Fundraising Kapital für Auf- und Ausbau einwerben und eine geeignete Organisationsplattform außerhalb der Vereins aufbauen und damit eine dauerhafte Unabhängigkeit garantieren. Die Stiftung wird gegründet, um die dauerhafte Neutralität der GmbH, die sich komplett sich um kontinuierliche Innovation bemühen soll und an Aufgaben im operativen Betrieb der Plattform arbeitet, zu gewährleisten. Zudem soll sie die Funktion eines Aufsichtsrates und Kontrollorgans inne haben, um den satzungsgemäßen operativen Betrieb der GmbH sicherzustellen.

Werden sie ihr Ziel durchsetzen?

Log.os ist ein sehr interessantes Projekt, das sich vielversprechend anhört und viele neue Innovationen mit mit sich bringt. Es scheint durchaus wahrscheinlich, dass sie sich zuerst in dem Markt etablieren können, aufgrund des Alleinstellungsmerkmals ihres Projektes. Zudem haben sie bereits einige prominente Unterstützer der Verlagswelt auf ihrer Seite, unter anderem Bastei Lübbe, die Verlagsgruppe Oetinger, C.H. Beck, der Buchreport und der Börsenverein.

Es soll aber nicht nur den Branchengrößen von Nutzen sein, sondern auch kleinen Verlagen und Buchhandlungen, die es bisher schwer hatten sich einer breiten Masse zugänglich zu machen. Ihnen wird mit Log.os diese Möglichkeit gegeben sich neben Größen wie Bastei Lübbe einzureihen und auf sich aufmerksam zu machen.

Zu guter Letzt lässt sich sagen, dass Log.os nicht nur einem einzigen von Nutzen sein soll sondern, dass es vielmehr der Gesellschaft, d.h. den Lesern, Autoren, sämtlichen Buchläden und Verlagen, einen gerechten und gleichen Nutzen liefern soll. Es bleibt weiter spannend um Log.os und es wird sich zeigen wie und wann sie sich am Markt durchsetzen werden.

Autor: Michael Kroschwald

Tlele Books

Juli 11th, 2016 | Kleinverlag, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Tlele books“- was soll das denn bedeuten? Das fragt sich wohl erst einmal jeder, der diesen Namen liest. So auch ich, als ich auf der Website von „Kleinfairlage“ gestöbert habe. Genau das hat mich auch so neugierig gemacht und ich wollte sofort wissen was hinter diesem Namen steckt. Also auf zur Website von Tlele books.


Dort grinst mich gleich ein kleiner Junge an: „Biotologe Yann…baut mit den Biebern“ heißt es dort auf dem Buchcover. Ich bin sofort in der Welt von dem kleinen Biotologen Yann gefangen. Die Website ist professionell gestaltet und trotzdem erkennt man, dass es sich hier um Kinderbücher handelt, tolle Kinderbücher!
Es gibt insgesamt Zwölf, die von dem Biotologen Yann und seinen Abenteuern berichten. Mal ist er in Alaska oder Kananda unterwegs, ein anderes Mal schwimmt er im Great Barrier Reef. In jedem Buch ist Yann an einem anderen Ort.

Bücher als Familienprojekt

Die gesamte Buchserie heißt treffend: „Biotologe Yann reist um die Welt“. Doch Yann ist nicht etwa eine fiktive Figur- nein, Yann ist fünf Jahre alt und hat all diese Reisen wirklich erlebt. Es gibt sogar ein Youtube-Video auf der Website, in dem man einige Einblicke zu den Reisen bekommt. Das Interessante ist auch, dass die Autorin der Reihe Agnes Gramming-Steinland ist, die Mutter des fünfjährigen Jungen. Wenn man sich anschaut wer die tollen Bilder zu den Büchern fotografiert hat (Jim Gramming) und wer Produktion, sowie wissenschaftliche Begleitung übernommen hat (Michael Steinland), wird schnell klar, das ist ein Familienprojekt.
Die Bücher sind für Kinder ab dem Kindergartenalter gedacht und ich finde das absolut passend, denn so können sich die Kinder am besten mit der Hauptfigur identifizieren.

Umweltschutz für Kinder erklärt

Der kleine Verlag sitzt in Brandenburg und hat seit 2012 mit dem Publizieren der Reihe begonnen. Weitere Titel außer der zwölfbändigen Reihe um den Biotologen Yann gibt es leider nicht, aber wer weiß? Vielleicht überrascht uns Yann in ein paar Jahren mit neuen Abenteuern. Mich würde das sehr freuen. Am meisten an der Reihe fasziniert mich, dass hier auf kindgerechte Weise, neben dem Erzählen der Abenteuer, auch für Umweltschutz und bedrohte Arten sensibilisiert wird. Die Eltern des kleinen Yann untersuchen nämlich die Folgen des Klimawandels. Es gibt sogar ein Glossar mit interessanten Hintergrundinformationen, welches jedes Buch noch einmal mit einer lehrreichen Komponente versieht. Beim Lesen und stöbern bekomme sogar ich Lust auf neue Abenteuer und genau das macht ein gutes Kinderbuch für mich aus, dass nicht nur die Kinder begeistert sind sondern auch ihre Eltern Spaß am Vorlesen haben. Übrigens: „Tlele“ bedeutet Schmetterling auf Tlingit – der Sprache der Nordamerikanischen Natives.

Autor: Henriette Bode

Achtung! Klischeefreie Zone

Juli 7th, 2016 | Kleinverlag, Verlage der Zukunft | 0 Comments

So lautet das Motto der beiden Gründerinnen des unabhängigen binooki Verlages, die sich zum Ziel gesetzt haben ihre eigenen, nämlich die türkische und die deutsche Kultur, zusammenzuführen und Vorurteile à la Döner-Türken in beide Richtungen auszuräumen.

Wie kam es zu dem Verlag und was macht ihn so speziell?

Inspiriert von der Vielfalt der türkischen Literatur und den talentierten, jungen Autoren entschlossen sich die beiden Schwestern Inci Bürhaniye und Selma Wels im November 2010 auf der Buchmesse in Istanbul, dass eben jene auch in Deutschland Gehör finden sollten. So gründeten sie gemeinsam den bis dato einmaligen, darauf spezialisierten Verlag binooki, dessen Name sich aus dem Wort „Binokel“, also dem Fernglas, und „book“ zusammensetzt. Nachdem die wirtschaftlichen Vorkehrungen getroffen waren, holten sie schließlich Lizenzen bei türkischen Verlagen in Istanbul ein. So arbeiteten sich die Schwestern von Home-Office und Co-Working Spaces hin zu einem eigenen Verlagssitz in Berlin Kreuzberg, bis 2012 das erste Buch in den Druck ging und schließlich das erste Verlagsprogramm stand.

Was bietet der Verlag?

Das sehr vielfältige Programm bietet momentan knapp 30 Titel von türkischen Autoren. Es reicht von Erzählungen über Romane, Krimis, Fantasy bis hin zu Lyrik und Kinderbüchern. Wobei man sowohl gebundene Bücher, als auch eBooks im eigenen Online-Shop und bei ausgewählten Buchhändlern wie Dussmann kaufen kann.

Wie erreicht binooki seine Kunden?

Schon vor ihren ersten Veröffentlichungen haben die Schwestern begonnen ihren Verlag online aufzubauen. Dafür nutzen sie neben ihrer eigenen Website mit Blog sehr aktiv Facebook und Twitter. Auch Instagram bindet binooki in die Öffentlichkeitsarbeit ein, wo sie zum Beispiel im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals in Berlin 2012 unter dem Hashtag #berlinliestbinooki zu einem Fotowettbewerb zum Thema Lesen und Bücher aufgerufen haben. Dieser war schließlich so erfolgreich und erregte solch enorme Aufmerksamkeit für den Verlag, dass den Schwestern auf der Frankfurter Buchmesse 2012 der Virenschleuderpreis für besondere Marketing-Maßnahmen in der Buchbranche verliehen wurde.

Modern, vielfältig, unabhängig, engagiert, mutig – all das beschreibt binooki, einen kleinen Verlag von dem wir noch Großes erwarten können und die zwei Gründerinnen, die ihrem Ziel, Klischees zu beseitigen, treu folgen.

Autorin: Lena Franke

Bleiben Print-Produkte unverzichtbar für Zeitungsverlage?

Juni 6th, 2016 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Werden Zeitungsverlage ihre Print-Produkte bald nur noch im Keller vorfinden? Bill Gates prophezeite bereits 1990 das Ende der Zeitungen für das Jahr 2000. Eine Null-Nummer, diese Aussage. Aber wie sieht es heute, 16 Jahre später, aus?

Zeitung

Foto: Nicole Steeg

Ein Leben ohne gedruckte Zeitungen ist für viele Konsumenten kaum vorstellbar und für andere  wiederum kaum von Bedeutung. Warum auch? Schließlich gibt es jetzt die digitale Welt, die durch mehr aktuelle, individuelle Informationen zu einem geringeren Preis der Print-Branche den Rang abläuft. Informationen können dort schnell und einfach mit zusätzlichen multimedialen und interaktiven Funktionen abgerufen und kommentiert werden. Die langjährigen Zeitungsleser jedoch lieben es, am Frühstückstisch oder auf der Couch, schön gemütlich die Zeitung „frisch aus dem Briefkasten“ aufzuschlagen. Nun soll man ständig ein elektronisches Gerät benötigen, um an Informationen zu kommen. Informationen, die ein jeder ins Netz stellen kann. Ist hier noch die Rede von einem glaubwürdigen und seriösen Content? An diesem sind die Leser zumindest noch sehr interessiert. Laut ARD/ZDF-Studie-Massenkommunikation lesen immerhin ca. 47 Millionen Deutsche jeden Tag mindestens 23 Minuten Tageszeitung. Kein schlechtes Ergebnis bei einer täglichen Mediennutzung von 9,5 Stunden, welche im Jahr 2015 vor allem mit Konkurrenzmedien wie Fernsehen, Internet und Radio geteilt wird.

Alle Kanäle bedienen

Das gedruckte Wort ist also auch in den nächsten Jahren unverzichtbar. Zumindest lässt es sich so für die Digital Natives, die heute 14 bis 29-Jährigen, vermuten. Unter ihnen wird es immer welche geben, die ihre Zeitung auch gedruckt lesen, schließlich haben sie es in Kindesjahren noch so kennengelernt. Aber was ist mit der darauffolgenden Generation, den Mobile Natives? Diese Kinder begegnen uns eigentlich fast überall mit mobilen Geräten in der Hand. Das sind halt wahre „Smombies“, sagt man in der heutigen Jugendsprache. Wird bald alles nur noch auf der Online-Ebene ablaufen? Können Zeitungsverlage dann einpacken oder sollten sie von jetzt an ihre Kampfstrategie – Reichweite erlangen – nur noch in der digitalen Welt bestreiten? Eckhard Baumbach, Verlagsleiter des SonntagsWochenBlattes in Torgau, gibt auf diese Frage ein eindeutiges Nein. „Lesergewohnheiten sind unberechenbar, es wird immer Menschen geben, die auch das gedruckte Wort lesen. Um eine lokale Vernetzung wie in unserem Geschäftsmodell zu erreichen, muss ein Verlag alle Kanäle bedienen. Nur so kann er seiner Aufgabe, Sender und Empfänger zusammenzubringen, gerecht werden. Das Digitale und das Gedruckte sollen sich nicht duellieren, sondern sich gegenseitig ergänzen. Ganz nach dem Motto: das neue Tun, ohne das Alte zu lassen.“

Verlage stellen sich breiter auf

Verlage werden also weiterhin wichtig auf dem Markt sein, um Inhalte seriös aufzubereiten. Es ist eine gute Strategie, auch in Zukunft auf beide Pferde zu setzen. Im Vordergrund könnte die Vermarktung des digitalen Contents und die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle sein, ohne die Printprodukte zu vernachlässigen. Viele Verlage haben schon jetzt Ihr Portfolio auf Produkte wie Apps, Web-Dienstleistungen und Veranstaltungen erweitert, um die Verluste im Print auszugleichen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die neue, moderne Welt weiter entwickelt. Wer weiß, vielleicht ist es in ein paar Jahren wertvoll, eine gedruckte Zeitung zu Hause auf dem Tisch liegen zu haben.

Autorin: Nicole Steeg

Neue Wege der Kommunikation – Snapchat als Instrument des Verlagsmarketings

Mai 26th, 2016 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 2 Comments


Was haben Sixt, Rewe und Adidas gemeinsam? 
Außer dass die drei Unternehmen sehr erfolgreich sind, haben sie alle einen Snapchat-Account.

SnapchatLogoBuch bearb.

Fotomontage: Viktoria Gamagina

Den meisten 16-24-jährigen dürfte die App Snapchat geläufig sein, wenn auch nur vom Namen, da diese den größten Nutzeranteil von 52% darstellen. Für die anderen nochmal eine kurze Zusammenfassung: Mit der kostenfreien App kann man Fotos und Videos an seine Freunde verschicken und veröffentlichen. Der Clou – die Fotos sind nur für wenige Sekunden sichtbar und verschwinden dann wieder. Außerdem kann man nur Momentaufnahmen verschicken, das bedeutet man kann die Bilder nicht vorher mit dem neuesten Photoshop- Programm bearbeiten. Das macht die Authentizität der Momentaufnahme aus. Dort wo sich bis jetzt Max und Petra Bilder von ihren Katzen oder Selfies auf der Couch geschickt haben, wittern große Konzerne ihre Chance.

Dafür gibt es einige gute Gründe:

  • Die Anzahl der Snapchat-Nutzer wächst rasant und so auch die Anzahl potentieller Kunden.
  • Durch die tagtägliche Mediennutzung hat sich die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen stark verkürzt, sodass die 15 Sekunden kurzen Bilder bei den Nutzern gut ankommen.
  • Das Unternehmen wirkt authentischer, da nur Momentaufnahmen geteilt werden können. Das erfordert jedoch einen hohen Handlungsfreiraum der Mitarbeiter. Das Unternehmen muss sich fragen, was gepostet werden darf und was nicht.
  • Da noch nicht so viele Unternehmen Snapchat nutzen, ist der Wettbewerb gering und man kann sich als Einsteiger leichter Leser sichern.

In Deutschland sind die Unternehmen noch zaghaft und trauen sich noch nicht so recht an einen Snapchat-Account, denn das fordert Mut und Kreativität.

Für Verlage ist Snapchat eine große Chance erfolgreiches Marketing zu betreiben ganz nah am Kunden, vor allem wenn eine junge Zielgruppe angesprochen werden soll. Der Verlag als Medienunternehmen sollte sich immer wieder umschauen nach neuen Wegen der Kommunikation.

Was kann Snapchat als Marketinginstrument?

  • Man kann Fotos, Videos und Geschichten schnell veröffentlichen, bepackt mit vielen Informationen und am besten mit Unterhaltungswert. So kommt es besonders gut an.
  • Durch Exklusivität der Inhalte kann man vorab Teaser oder Informationen zum Produkt geben.
  • Durch Echtzeitberichterstattung wirkt es auf den Leser nicht wie Werbung.
  • Marken können sich gegen Geld prominent machen durch Discover Channels die in der App gut sichtbar und leicht aufrufbar sind. Täglich kommen immer mehr dazu.

Also liebe Verlage, ran an das Smartphone und los fotografiert!

Autorin: Viktoria Gamagina

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