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23. März 2015

Speedmeeting 2015 auf der Leipziger Buchmesse

Verlage der Zukunft | 0 Comments

Wie jedes Jahr fand auch der diesjährige Karrieretag auf der Leipziger Buchmesse viel Zuspruch und natürlich durfte dabei „Verlage der Zukunft“ nicht fehlen!

Unser Team hat dafür das beliebte Speedmeeting organisiert, was nun schon zum achten Mal stattfand.

Hierbei ging es darum Verlagen und dem Branchennachwuchs die Chance zu geben sich einander vorzustellen und sich kennenzulernen. Jede der 10-minütigen Gesprächsrunden wurde intensiv genutzt, bevor seitens der Bewerber der Platz gewechselt werden musste. Natürlich war auch für Getränke und Snacks gesorgt, sodass niemandem die Energie ausgehen musste. Dafür sei der Leipziger Buchmesse noch einmal herzlich gedankt!

Im Anschluss gab es noch ein lockeres Zusammensein, wobei uns natürlich das ausgesprochen positive Feedback sehr gefreut hat. An dieser Stelle möchten wir uns daher noch einmal ganz herzlich bei den teilnehmenden Verlagen Ravensburger, Coppenrath, Bookwire, mediaTEXT, Bommersheim Consulting, Oettinger, Audioverlag sowie der Personalagentur Sabine Dörrich und den Bewerbern bedanken, die das Speedmeeting auch dieses Jahr wieder zu einer gelungenen und interessanten Veranstaltung gemacht haben!

Wir hoffen nun, dass auch auf der Frankfurter Buchmesse viele Interessierte dabei sein werden, und laden Euch dazu ein, es doch auch mal zu versuchen!

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 Euer VdZu-Team

20. März 2015

Wo sind die digitalen Produkte der Kinderbuchverlage? – Resümee der Leipziger Buchmesse 2015

Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

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Getreu dem Themenschwerpunkt „digitale Produkte für Kinder“ machten wir uns auf, um von der Leipziger Buchmesse über Trends und neue Produkte zu berichten. Der Mangel an Vorab-Tweets und Facebook-Posts von uns verrät vielleicht schon, dass sich dies schwieriger als erwartet gestaltete.

Die Leipziger Buchmesse ist keine Verkaufs-, sondern eine Ausstellungsmesse. Die Verlage präsentieren also ihre neuen Produkte, in der Hauptsache gedruckte Bücher. Die Angst, eBooks würden gedruckte Bücher ersetzen, ist zumindest für die absehbare Zukunft unbegründet. Das steht außer Frage. Aber verträgt sich die nahezu komplette Abwesenheit von digitalen Produkten im Kinderbereich mit der intensiv geführten Diskussion um die Digitalisierung?

Digital Natives, Smartboards in den Schulen, 79% Smartphone-Verbreitung in Familien – das alles sind weder Fachwörter noch Wissen, welches nur einem kleinen Kreis zugänglich ist, aber auf der Leipziger Buchmesse könnte der Verdacht entstehen, dass der Kinderbuchbereich in Halle 2 nicht im Jahr 2015 angekommen ist.

Einzig die Schulbuchverlage stellen ihre digitalen Schulbücher und Nachmittagsübungsangebote auf zahlreichen Smartboards vor. Die Infrastruktur zur Präsentation solcher Angebote von Seiten der Messe ist also vorhanden. Wo nur sind die digitalen Produkte der Kinderbuchverlage? Oetinger hat ein Display mit einigen Tigerbooks. Bei Ravensburger ist ein einziger Reader montiert, auf dem man sich das 54 Seiten lange eBook-Titelangebot anschauen kann. Am besten präsentiert sich dabei noch Carlsen mit Leyo, mit allen erschienen Büchern und einem Test-iPad zum Ausprobieren. Doch damit ist das für den Besucher ersichtliche digitale Angebot auch schon erschöpft.

Wird am Ende von der Digitalisierung nur gesprochen? Gibt es einen Markt an Vortragsreihen, Workshops und Tagungen rund um das Thema, bei dem am Ende alles ergebnislos bleibt? Wo sind die Resultate des allgemeinen Einvernehmens, dass die Digitalisierung die Buchbranche beeinflussen wird, wie einst die Musikbranche? Am 15.03.2015 warnte der BDI, dass die deutsche Industrie die digitale Revolution (geschichtlich auf einer Stufe mit der industriellen Revolution zu sehen) zu verpassen droht. Wenn die Eindrücke von der Leipziger Buchmesse 2015 nicht täuschen, scheint das für den Kinderbuchbereich eine reelle Gefahr zu sein.

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Da sich uns die digitalen Produkte nicht einfach durch den Messebesuch erschließen wollten, haben wir uns selbst auf die Suche begeben. Neben den bereits erwähnten und im Blog beschriebenen Tigerbooks von Oetinger oder Leyo von Carlsen, widmen wir uns den Schulbuchverlagen, sowie Tokyopop/ Splitter, mit denen wir auf der Messe ausführlich gesprochen haben.

 

Sollten wir Verlage übersehen haben, können sich diese gerne bei uns melden – wir berichten gerne mehr.

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Autoren: Josephine Mitze und Marie-Therese Kirow

10. März 2015

Leipziger Buchmesse 2015 – Programm

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LBM2015

Am Donnerstag ist es wieder soweit: Leipzig öffnet seine Messetore für alle Brancheninteressierten, Bücherfreunde und Cosplayer. Wir haben einen Blick ins Programm geworfen.

Mehr als 2000 Aussteller präsentieren auf der LBM 2015 ihre Produkte rund um Literatur, Buchkunst und Grafik, Musik und vieles mehr aus der Welt der Medien. Am ersten Messetag findet die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse statt, 16:00 Uhr in der Glashalle. Nominiert wurde wie jedes Jahr in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/ Esssayistik und Übersetzung.

Der Freitag steht unter dem Stern des Karrieretags Buch und Medien. Hier wird die Buchbranche vorgestellt, Entwicklung und Perspektiven betrachtet und diskutiert sowie Workshops für Schüler, Studenten und Brancheninterne angeboten. Auch die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig wird einige branchenspezifische Studiengänge in Halle 5 vorstellen. Von 14:00 bis 16:00 Uhr treffen wir uns zudem beim von uns organisierten Speedmeeting (Ort CCL Seminarraum 6/7). Gleichzeitig finden außerdem unsere Messeführung zum Thema Manga, Comic und Graphic Novel statt (mehr dazu im vorhergehenden Artikel).

Messeschwerpunkt ist in diesem Jahr „1965 bis 2015. Deutschland – Israel.“ Auf der Messe und in der Stadt gibt es dazu zahlreiche Veranstaltungen. In Halle 3 wird daran angelehnt eine Hörbuchausstellung zum Themenkomplex Geschichte und Politik aufgebaut.

Neben der LBM laufen gleichzeitig auch das Lesefest „Leipzig liest“ und die 21. Leipziger Antiquariatsmesse.

Wir wünschen allen Lesern viel Spaß beim Stöbern und freuen uns auf Ihren Besuch!

5. März 2015

Messeführungen

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ACHTUNG! Es sind noch ein paar Plätze frei!

 

Wie jedes Jahr führen wir Messeführungen auf der Leipziger Buchmesse durch. Innerhalb von 2 Stunden besuchen wir mit euch 4 Verlage zu einem bestimmten Thema, worüber ein Vertreter des Verlages ca. 20 Minuten spricht. In diesem Jahr haben wir eine Führung zum Thema Manga, Comic, Graphic Novel – technische Umsetzung der Inhalte und Karrieremöglichkeiten organisiert. 

Die Führung findet am Messefreitag von 13-15 Uhr statt und ist kostenlos. Außerdem bekommen Teilnehmer, die noch keine Karte zur Messe haben eine Tageskarte für Freitag.

Teilnehmende Verlage:

Tokyopop
Egmont Verlagsgesellschaften
Avant-Verlag
Cross-Cult

Habt ihr noch Fragen? Schreibt uns! messe@verlagederzukunft.de
Anmelden könnt ihr euch mit dem Anmeldeformular und einem kurzen Text (2-4 Sätze), warum Ihr dabei sein wollt. Alles weitere zum Treffpunkt teilen wir euch dann per Mail mit.

 

Wir freuen uns auf euch, eurer VdZu-Team!

2. März 2015

App-Vorstellung: SiGame

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SiGame ist weltweit die erste Gebärdensprach-App, die das Lernen und Spielen miteinander verbindet. Die App richtet sich an gehörlose und hörende Menschen. Der Nutzer kann nicht nur Kenntnisse der deutschen, sondern auch der amerikanischen Gebärdensprache und der International Sign Language erwerben.

 

Avatar SiMAX als Lehrer und Spielpartner

Mit der SiGame-App lässt sich die Gebärdensprache spielerisch erlernen und trainieren. Die App umfasst neben einem Wörterbuch auch ein Quiz, ein Memory-Spiel und einen Vokabeltrainer. Bei allen Funktionen steht dem Nutzer der Avatar SiMAX zur Seite. Die Kunstfigur gebärdet die Wörter und ist Spielpartner zugleich. Der Avatar stellt die Mimik der Gebärden durch eine eigens für die App entwickelte Emotionssteuerung realistisch dar. Der Avatar SiMAX wurde 2013 mit dem Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Kreativität & Medien ausgezeichnet.

 

Dreisprachiger Lernspaß für Jeden

Wer die SiGame-App ausprobieren möchte, braucht keine Vorkenntnisse der Gebärdensprache. Die App ist für Gehörlose und Hörende jeden Alters konzipiert. Sie kann genutzt werden, um die Gebärdensprache neu zu erlernen oder um vorhandenes Wissen auszubauen. Durch die einfache Anwendung kann die App auch problemlos von Kindern und älteren Personen verwendet werden.

Neben der deutschen und der amerikanischen Gebärdensprache lässt sich SiGame auch in der International Sign Language nutzen. Die International Sign Language ist eine Gebärdensprache, die bei internationalen Tagungen und Events eingesetzt wird, da sich die Gebärdensprachen von Land zu Land unterscheiden.

Die Grundversion der App ist kostenlos und enthält rund 70 Gebärden. Zusätzlich können weitere Wort-Packages erworben werden. Die SiGame-App ist im App-Store für Android- und iOS-Geräte verfügbar.

 

Für weitere Informationen rund um SiGame klicken Sie hier.

 

 

Autor: Lillian Geißler

 

26. Februar 2015

Antolin – Mit Lesen punkten

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Lesen? Nein, danke! – Ein Problem, mit dem Eltern und auch Lehrer zu kämpfen haben. 

Dabei ist das Verständnis für Buchstaben und ihre Bedeutung eine wichtige Fähigkeit, die Kinder eigentlich mit Begeisterung erlernen. Wenn Erstklässler damit anfangen Überschriften oder einzelne Wörter in ihren Bilderbüchern bewusst zu verstehen und sich die Welt der Buchstaben selbst erschließen können, beginnt der Zauber des Lesens. Das Online-Portal „Antolin“ ist sich dieser (möglichen) Faszination aber auch den aktuellen Trends bewusst und versucht deshalb mit ihrem Konzept der Lesemotivation von Kinder auf die Sprünge zu helfen.

 

Was ist Antolin?

Das Konzept verbindet das klassische Lesen von Büchern mit einer technischen Komponente – die Anziehungskraft von Computern. Da die Begeisterung für digitale Technik bei Kindern in der heutigen Zeit besonders hoch ausgeprägt ist, versucht Antolin diese Interessensbasis mit dem klassischen Lesen zu verknüpfen. Das heißt, Schüler können, nachdem sie einen Text oder eine Geschichte gelesen haben, ihr inhaltliches Verständnis überprüfen, indem sie zum Text entsprechende Fragen auf der Internetseite von Antolin beantworten.

 

Wo wird es genutzt?

Ausgelegt ist dieses Konzept ausschließlich für Schulen und deren Schüler der Klassenstufen eins bis zehn. Unterstützung durch Antolin bekommen hierbei vor allem Lehrer, die das Portal in ihre Lehrplanung einbringen und so ihren Schülern eine modernere Art des Unterrichts bieten. Das Portal weist eine vielfältige Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur auf: von klassischen Kinderbüchern bis hin zur Neuerscheinung werden alle Interessenbereiche abgedeckt, auch Bücher in anderen Sprachen, beispielsweise für den Englisch- oder Französischunterricht stehen zur Verfügung.

 

Wie wird es genutzt?

Um ein solches Projekt zu starten, muss der Lehrer für alle Schüler ein Login anlegen, mit dem sich jeder individuell anmelden kann. Der Lehrer ist der Administrator und verwaltet die Accounts, schaltet die Fragebögen bzw. Quizfragen zum aktuell behandelten Lesestoff frei und kann auch die erzielten Ergebnisse der Schüler anschauen.

Die Gestaltung des Portals ist vor allem für Grundschüler ausgelegt, so werden zum Beispiel, je nachdem wie viele richtig beantwortete Fragen erreicht wurden, Lesepunkte gesammelt. Ab einer bestimmten Anzahl an Punkten werden Bilder freigeschaltet oder auch Urkunden ausgestellt.

Die Bedienung ist für beide Seiten kinderleicht und die Umsetzung entsprechend für Schulkinder gestaltet. Mit einem jährlichen Kostenpunkt in Höhe von 40 € pro Schulklasse ist es zudem erschwinglich.

 

Fazit

Durch die zahlreichen Motivationselemente, die die Internetseite bietet, lassen sich vor allem jüngere Kinder zum Lesen ermuntern. Schwieriger ist das Konzept bei älteren Kindern, da sie den Leistungs- und Zeitaufwand eher als zusätzliche Arbeit ansehen. Nachteilig ist zudem, dass sich bereits zahlreiche Videos mit Aufgabenlösungen im Internet befinden.

Daher ist es sinnvoll, dass Lehrer bevor sie Antolin in ihren Unterricht integrieren, gut überlegen, ob diese Lehrmethode für ihre Schüler geeignet ist. Denn letztlich soll sich das Angebot motivierend auf das Leseverhalten der Kinder auswirken und nicht ausschließlich als zusätzliche Arbeit gelten.

 

Autor: Sarah Alsgut 

23. Februar 2015

Edutags

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Social Bookmarking Service

Edutags

Nach einer OECD Studie aus dem Jahr 2013 gaben 55% der Lehrer an, keine Möglichkeit auf qualifizierte Weiterbildungen zu bekommen. Doch was kann der Bildungsträger tun, wenn das Geld knapp ist?
Hilfe zur Selbsthilfe: mit Edutags vernetzen sich Lehrer und ihr Wissen untereinander.

Was ist Edutags?
Social tagging, social bookmarking

Editags ist ein Sammelnetzwerk beziehungsweise Verweisserver und entstanden aus der Zusammenarbeit des Deutschen Bildungsservers und dem Lerning Lab der Uni Duisburg Essen.
Auf dieser Plattform sammelt, verwaltet, verschlagwortet und teilt man Lesezeichen mit seinen Lehrerkollegen sowie (unter Beschränkungsmöglichkeiten) mit Schülern über die Plattform, über Tagclouds oder andere Lernserver wie Moodle.
Durch die Onlineverwaltung der Lesezeichen ist ein ortsungebundener Zugriff jederzeit möglich.

Anwendung

Man meldet sich ganz simpel mit seiner privaten Mailadresse an. Installiert wird hiernach nur ein Bookmarklet, indem das Symbol per Drag&Drop in die Lesezeichenleiste des Browsers eingefügt wird.
Findet man eine teilenswerte Seite, bedient man sich einfach das Bookmarklets und gibt sein Wissen weiter.
Die Verschlagwortung geschieht kinderleicht über eine vorgegebene Maske (also ohne Metadaten-Standards). Der EduTag kann mit einem kleinen Inhaltsverzeichnis und einem Sternebewertungssystem versehen werden.
Je mehr Leser auf eines der Lesezeichen zugreifen, desto spezifischer wird die Verschlagwortung. Außerdem werden die Webseiteninhalte der Lesezeichen auf ihre Lizenzfreigaben geprüft und markiert. Ob eine CC-Lizenz für die Quelle existiert, wird also gleich auf dem Tag sichtbar.
Getaggt werden können nur online Ressourcen, allerdings ist die Weiterverwendung dieser multimedial sowie als Printausgabe möglich.

Nutzen

Edutags offenes System ist eine gute Möglichkeit des Informationsaustausches und der Informationsbewertung.
Durch kontinuierliche Zusammenarbeiten mit anderen Open Educational Resources Servern wächst die Masse der verfügbaren Tags stetig. Trotzdem ist das System nur so gut wie seine Nutzer und funktioniert am besten mit möglichst vielen Beteiligten.

 

Autor: Katharina Tümmler

21. Februar 2015

Altersbeschränkung für Bücher – Ist eine Buch-FSK denkbar?

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Der Umgang mit Medien ist heutzutage selbstverständlicher Teil unseres Alltags und somit kommen bereits die Jüngsten mit vielerlei Arten von Medien in Kontakt. Um nun aber diese Jüngsten unter den Mediennutzern vor bestimmten Inhalten zu schützen, haben sich über Jahre hinweg zwei Institutionen mit ihren Altersfreigabeprüfungen etabliert. Die Labels der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) auf DVDs sowie die Angaben der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) auf jeder Art von Computerspiel sind allgemein bekannt und inhaltlich akzeptiert.

 

Doch wie sieht es eigentlich bei Büchern bzw. Printmedien aus? Hier gibt es keine unabhängige Institution, die sich einer Prüfung der Produkte annimmt. Lediglich verlagseigene Altersempfehlungen lassen sich zu Kinderbüchern finden – in unterschiedlichsten Altersabstufungen und ohne Hinweis darauf, wie diese Empfehlungen zustande gekommen sind. Und bei (Erwachsenen-)Romanen fehlt es an jeglicher Art von Einstufung. Aus dieser Sachlage entstand eine komplexe Diskussion um eine „Buch-FSK“.

 

Was spricht dafür?

Die Argumente für eine solche Selbstkontrolle sind ähnlich derer für die Prüfung von Filmen und Software: Die Kinder sollten geschützt werden vor eindringlichen Szenen und bestimmten Sachverhalten, solange sie diese noch nicht einschätzen können. Die Eltern sollten in der Entscheidung unterstützt werden, welche Bücher sie ihren Kindern zu lesen geben und der Kauf bestimmter Titel sollte nicht für jede Altersgruppe möglich sein. Und durch die Entwicklungen in der Verlagsbranche kommt auch in dieser Diskussion das Thema Selfpublishing zur Sprache, denn bei selbstveröffentlichten Büchern gibt es keinerlei Instanzen – ähnlich einem Verlag – mehr, die ein Werk hinsichtlich seiner Eignung für bestimmte Altersgruppen einschätzen. Dies sind die wesentlichen Aspekte auf Seiten der Befürworter einer Selbstkontrolle bei Büchern.

 

Was spricht dagegen?

Doch es gibt auch eine Reihe von Gegenargumenten. Etwa dass eine „Buch-FSK“ bewirken könne, dass sich die Eltern bedingungslos darauf verlassen und sich selbst nicht mehr mit dem Lesestoff ihrer Kinder auseinandersetzen. Oder dass Buchhändler eine Kontrollfunktion innehaben, was die Käufe ihrer jungen Kunden angeht – in Zeiten von Internet und anonymen Kettenbuchhandlungen eine schwache These.

Einen besonders vielschichtigen Aspekt der Debatte spricht das Argument an, dass Literatur von jedem anders wahrgenommen wird und dass Bilder, die im Kopf entstehen, schlecht zu zensieren sind. Dies mag bei reinen Textbänden durchaus ein Stück weit zutreffen, doch bei bebilderten Büchern sieht es schon wieder anders aus.

Dass jedoch eine Altersprüfung von Büchern einen hohen Aufwand mit sich bringen würde steht außer Frage – wobei sich auch dafür bereits jetzt Hilfsmittel zur Textanalyse finden lassen und die Durchsicht eines Bilderbuches sicherlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die eines mehrstündigen Filmes.

Und zuletzt steht, wie so häufig, die Problematik der Finanzierung einer sogenannten Buch-FSK im Raum.

 

Was wäre ein Kompromiss?

Dies stellt nun einen Auszug aus der sehr komplexen Diskussion um eine Altersfreigabeprüfung bei Büchern – oder allgemein Printmedien – dar. Ein Kompromiss den es zu durchdenken gäbe, wäre möglicherweise eine Vereinheitlichung der durch die Verlage gegebenen Lesealter-Empfehlungen und der prinzipielle Abdruck dieser auf den Büchern. Somit wäre den Eltern und anderen Käufern ein Vergleich der verschiedenen Titel einfacher möglich und eine erste Orientierung gegeben. Und auch bei Büchern, die für Erwachsene konzipiert wurden, würde eine Angabe zum Lesealter den jugendlichen Lesern sicher helfen, sich in der Buchlandschaft zu orientieren.

Darüber hinaus sind mehr und mehr crossmediale Produkte erhältlich, wie beispielsweise buchbegleitende Apps, bei denen für einen Teil der Produkte durch FSK oder USK bereits eine Alterseinschätzung vorliegt. Diese ließe sich gegebenenfalls entsprechend auch auf die gedruckten zum Thema erhältlichen Teilprodukte erweitern, sodass eine einheitliche Altersempfehlung für alle Artikel zu einem Inhalt realisierbar wäre. Voraussetzung dafür wäre eine enge Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Produzenten (Verlage, Medienunternehmen) von Medien mit gleichem Inhalt.

 

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die komplexe Debatte um eine Selbstkontrolle bei Büchern noch lange nicht zu einem Ende gekommen ist und sich mit jeder Neuerung auf dem Medienmarkt und in der automatisierten Medienanalysetechnik wandelt.

 

 

Autor: Hanne Ziegler

16. Februar 2015

„kapiert.de“ – Vorstellung des neuen Lernportals

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Schon in vorigen Artikeln informierten wir über digitale Medien, die vor allem Schülern beim Erlernen neuen Unterrichtsstoffs eine Hilfe sein sollen, so zum Beispiel digitale Schulbücher oder Online-Nachhilfeportale. Das Lernportal www.kapiert.de ist Anfang Februar online gegangen. Diese Gelegenheit möchten wir nutzen und es einmal genauer unter die Lupe nehmen.

 

Was ist kapiert.de?

Bei dieser Internetplattform handelt es sich um ein von der Westermann Gruppe entwickeltes Nachhilfeportal für Schüler der 7. und 8. Klasse. Zu Beginn des neuen Schuljahres werden allerdings auch die Klassenstufen 9 und 10 einbezogen, 5 und 6 folgen im kommenden Jahr. Das Angebot beschränkt sich derzeit noch auf die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik.

 

Das Besondere: lernen mit oder ohne Schulbuch

Stellt sich die Frage, wodurch sich kapiert.de besonders hervorhebt. Zunächst orientiert sich die Plattform genau am Lehrplan der Klassenstufen, die Schüler können also individuell bei verschiedenen Lehrgebieten, bei denen Bedarf besteht, Hilfe suchen und Wissen erlangen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Lerneinheiten direkt an das Schulbuch anzupassen. Mittlerweile umfasst das Angebot knapp 30 verfügbare Titel der Schulbuchverlage, die mehr als 10.000 Lerneinheiten umfassen. Auch eine Vielzahl verschiedener Aufgabentypen kann von den Schülern gelöst werden, so wird es nicht langweilig und die Motivation am Lernen bleibt bestehen.

 

Interaktive Tools, die Spaß machen

Das Nachhilfeportal zeichnet sich außerdem durch eine große Palette interaktiver Möglichkeiten aus. Zum einen wird in den Fächern Deutsch und Englisch mit der Latenten Semantischen Analyse gearbeitet, ein Verfahren, dass es ermöglicht, Texte auf Struktur und Wortwahl zu überprüfen. Dadurch erfolgt eine Analyse und Bewertung der von den Schülern verfassten Texte. Zum anderen bietet die Seite auch mathematische Tools an, beispielsweise einen virtuellen Zirkel, ein Geodreieck und einen Formeleditor.

Die Internetseite ist sowohl für den Computer als auch für Tablets optimiert. Dem Lernen und Üben von unterwegs aus steht also nichts im Weg.

 

Preise und Abos

Bevor Sie und Ihr Kind sich dazu entscheiden, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen, bietet die Seite einen kostenfreien Testzugang an. So können erste Erfahrungen mit dem Konzept gemacht werden. Sollte danach weiteres Interesse bestehen, gibt es verschiedene Auswahlvarianten:

Abo 1: ein Monat Laufzeit, der Preis für ein Fach beträgt 12,95€/Monat, für alle Fächer 29,95€/Monat.

Abo 6: sechs Monate Laufzeit, der Preis für ein Fach beträgt 9,95€/Monat, für alle Fächer 22,95€/Monat.

Abo 12: zwölf Monate Laufzeit, der Preis für ein Fach beträgt 6,95€/Monat, für alle Fächer 15,95€/Monat.

Es besteht allerdings jederzeit die Möglichkeit, die Klassenstufe innerhalb eines Abonnements zu wechseln. Sollten Sie nun das Abo 12 abschließen, so kann die Klassenstufe problemlos im Sommer gewechselt werden.

 

Fazit

Die Plattform www.kapiert.de bietet eine kostengünstige Alternative zum oftmals teuren Nachhilfeunterricht. Noch dazu ist bekannt, dass die Motivation der Schüler steigt, können sie eigenständig Lehrinhalte vertiefen und üben. Lediglich das Angebot der Schulbücher ist noch nicht für alle Schulen ausreichend gestaltet, jedoch werden nach und nach neue Titel in die Liste aufgenommen. Auch der zunächst kostenlose Testzugang ist positiv anzumerken.

Somit bildet www.kapiert.de eine Plattform mit Erfolgschancen, vor allem, wenn zukünftig auch weitere Klassenstufen integriert werden.

 

 

Autor: Maria Bende

12. Februar 2015

Deutsche Schüler haben Nachholbedarf

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ICILS

Eine Studie der ICILS (International Computer and Information Literacy Study) aus dem Jahr 2013  beschäftigte sich mit der Computerkompetenz von Schülern. Insgesamt haben 21 Länder teilgenommen, darunter Nationen aus Amerika, Asien, Australien und Europa. Wie Deutschland dabei abschnitt, können Sie im Folgenden nachlesen.

 

Die fünf Kompetenzstufen

In ihrer Studie ordnet die ICILS die Schülerinnen und Schüler je nach ihren Fähigkeiten in verschiedene Kompetenzstufen ein: 

Stufe 1: Diese Stufe umfasse rudimentäre Anwendungen und Fertigkeiten am Computer, wie beispielsweise das Anklicken von Links oder Emails.

Stufe 2: Kompetenzstufe 2 beinhalte den einfachen Umgang mit Informationen. Dazu gehörten unter anderem das Bearbeiten von Dokumenten wie beispielsweise das Ausschneiden und Einfügen von Textteilen.

Stufe 3: Schüler, die diese Kompetenzstufen erreichen, könnten mit Hilfestellung Informationen ermitteln, diese bearbeiten und einfache Textdokumente erstellen.

Stufe 4: Diese Stufe beinhalte das eigenständige Ermitteln von Informationen und Erzeugen von Textdokumenten.

Stufe 5: Schülerinnen und Schüler, die sehr gute computer- und informationsbezogene Kenntnisse aufwiesen, könnten der höchsten Stufe zugeordnet werden. Dazu gehöre das fundierte Bewerten und Organisieren eigenständig ermittelter Informationen sowie das Erstellen sprachlich Anspruchsvoller Textdokumente.

 

Zentrale Ergebnisse

Befragt wurden Schüler und Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe sowie Lehrpersonen, die dieselbige unterrichten. Zudem unterzogen sich die Schüler einigen computerbasierten Tests. Deutschland befinde sich mit einem Leistungsmittelwert von 523 Punkten im mittleren Bereich der Rangreihe aller Länder. Tschechien führe die Rangliste mit 553 Punkten an und könne somit das beste Ergebnis erzielen. Trotz des Aufwachsens in der von neuen Technologien geprägten Welt würden Kinder und Jugendliche sich nicht automatisch zu kompetenten Nutzern und Nutzerinnen digitaler Medien entwickeln.

Etwa 30 Prozent der Achtklässlerinnen und Achtklässler würden nur Stufe 1 oder 2 der insgesamt 5 Medienkompetenzstufen erreichen. Weiterhin könne festgestellt werden, dass das mittlere Kompetenzniveau von Jungen dem der Mädchen deutlich nachstehe. Insbesondere Jungen aus Familien mit geringen kulturellen Ressourcen hätten zu einem hohen Teil eher geringe computer- und informationsbezogene Kompetenzen. Zudem seien Bildungsbenachteiligungen für Schüler aus unteren und mittleren sozialen Schichten sowie für Jugendliche mit Migrationshintergrund festzustellen. Deren Leistungen seien überproportional häufig in den beiden unteren Kompetenzstufen aufzufinden.

Außerdem bestünden Missverhältnisse zwischen dem was dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien zugesprochen würde und dem, was in den Klassenräumen tatsächlich geschehe. Ohne eine feste Verankerung digitaler Medien im Schulunterricht könnten deutsche Schülerinnen und Schüler auch zukünftig nicht über ein mittleres Leistungsniveau hinauskommen.

 

Fazit

Insgesamt kann festgestellt werden, dass bei vielen deutschen Achtklässlerinnen und Achtklässlern erheblicher Nachholbedarf bezüglich ihrer Computerkompetenzen besteht.

Für nahezu jeden Berufszweig werden heutzutage Computerkenntnisse vorausgesetzt. Deswegen ist es wichtig, dass sich insbesondere Schulen mit der Nutzung digitaler Medien im Unterricht vertraut machen und damit offensichtlich bestehende Benachteiligungen für Schüler aus weniger privilegierten Schichten und Jugendliche mit Migrationshintergrund ausgleichen. Schließlich machen es sich die Schulen und damit auch die Lehrer zur Aufgabe, jedes Kind optimal auf die Zukunft vorzubereiten und sollten sich gerade deswegen vor Neuerungen nicht verschließen.

 

 

Autor: Vivien Zschammer

 

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