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20. Juli 2015

Business Model Generation – wieso eigentlich?

Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Passend zum Semesterthema „Geschäftsmodelle“ möchte ich zwei Sachbücher von Alexander Osterwalder empfehlen, die diesen Bereich aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten:

  1. „Business Model Generation“ (mit Yves Pigneur, 2011 erschienen bei Campus)

 

business model generation

 

und

  1. „Business Model You“ (mit Tim Clark, 2012 erschienen bei Campus).

 

business model you

 

Inhaltliche Basis und strukturgebendes Prinzip dieser beiden Ratgeber ist die Business Model Canvas. Hierbei handelt es sich um ein Modell zur Visualisierung von Geschäftsmodellen. Wie dieses Modell funktioniert und wie das erste Buch entstanden ist, beschreibt dieser Artikel sehr gut.

Die Resonanz auf das Modell war enorm, weltweit arbeiten heute Millionen Start-Ups und Konzerne damit. Aber warum eigentlich?

Auch vor 100 Jahren wurden schon Geschäftsideen und Unternehmen gegründet. Dennoch: heutzutage ist der Bedarf an Handreichungen zur Geschäftsmodellierung deutlich größer. Grund hierfür ist die enorme Beschleunigung des technischen Fortschritts seit der Erfindung des Computers, des Mobiltelefons und des Internets.  Dies ist auch bekannt als „dritte industrielle Revolution“. Sie führte ab ca. 1995 zu einer Vielzahl von Unternehmensgründungen und (aufgrund des großen Anlegerinteresses) auch zu mehr Börsengängen. Auch wenn die sogenannte Dotcom-Blase schon lange geplatzt ist, hat dies dem Trend zur Unternehmensgründung keinen Abbruch getan. Viele Menschen bringen die neuen technischen Möglichkeiten auf spannende Ideen, mit denen sie das große Geld machen wollen.

Gleichzeitig bringt der permanente Wandel auch etablierte Großunternehmen in die Situation, das eigene Produktangebot und die damit verbundenen Erlösmodelle einer ständigen Prüfung zu unterziehen. Ein Beispiel: Wenn mir als Unternehmerin nicht bewusst ist, von welchen Technologien und Marktstrukturen mein Musikstreaming-Dienst abhängig ist, kann ich diese Bereiche nicht im Blick behalten, um mich frühzeitig auf Veränderungen und neue Entwicklungen einzustellen.

Die digitale Umwälzung hat also alle Unternehmer zu Mitgliedern der „Generation Business Model“ gemacht. Nur die Unternehmer?

Im Buch „Business Model: You“ wendet Alexander Osterwalder die Business Model Canvas auch auf den modernen Arbeitsmarkt an.  Zielgruppe sind hier alle, die an ihrer beruflichen Situation etwas verändern oder überhaupt erst ihren Berufswunsch entwickeln wollen. Empfehlenswert ist das Buch daher für Menschen jeden Alters. Grundannahme des Buches ist es, dass auch ein Mensch mit all seinen Fähigkeiten, Interessen und Kontakten wie ein Geschäftsmodell unter die Lupe genommen werden kann. Wir selbst sind sozusagen unser eigenes Produkt, das es zu verkaufen gilt. Unsere Kunden sind in diesem Fall Arbeitgeber die uns einstellen – oder unsere tatsächlichen Kunden, wenn wir uns dazu entschließen, uns selbstständig zu machen.

Zunächst war mir dieser Gedanke unsympathisch. Wer möchte schon gern ein Produkt sein? Gerade heutzutage legen wir alle viel Wert darauf, ein Individuum zu sein und uns selbst zu verwirklichen. Aber genau dabei soll dieses Buch helfen. Und auch Bedürfnisse wie „Ich möchte mehr Zeit für meine Familie haben“ lassen sich in die persönliche Business Model Canvas einbauen.

Auch Karriereratgeber gibt es nicht erst seit gestern. Aber heute erfreuen sie sich besonders großer Beliebtheit, weil wir beruflich immer mehr Optionen haben. Dadurch wächst der Druck, sich für das Richtige zu entscheiden – und, wie schon gesagt, auch der Anspruch, die individuellen Vorstellungen zu verwirklichen.

Das Denken in Modellen, die etwas optimieren sollen, scheint heute wirklich alle Lebensbereiche zu durchdringen. „Business Model Generation“ lässt sich also schon fast als Motto unserer Epoche bezeichnen.

Dennoch wird jeder, der sich eingehender mit Geschäftsmodellen, Anforderungsdreiecken und Ähnlichem beschäftigt, schnell zu einer ernüchternden und gleichzeitig befreienden Erkenntnis kommen:

Das Optimum gibt es nicht. Weder das Geschäftsmodell mit Erfolgsgarantie noch den perfekt passenden Traumjob.

Jedes Geschäftsmodell ist von unzähligen Faktoren abhängig, die sich nicht alle zuverlässig kalkulieren lassen. Ein Unternehmen zu gründen bedeutet IMMER ein Risiko, und auch die technischen Gegebenheiten und der Markt können sich jederzeit verändern.

Dasselbe gilt für den eigenen Berufsweg: Wir müssen mit den eigenen Vorlieben, Kompetenzen und Kontakten arbeiten, die wir schon haben. Sich komplett neu zu erfinden ist zwar möglich, aber (je nach Lebensabschnitt) nicht immer sinnvoll und erforderlich.

Die beiden Bücher von Alexander Osterwald lege ich dennoch jedem als Lektüre ans Herz. Zu analysieren, wie und warum etwas  funktioniert und in welche Richtung es sich verändern könnte, kann nämlich sehr viel Spaß machen.

 

 

Autorin: Unica Peters

 

 

 

13. Juli 2015

Booktex – Digitale Semesterapparate auf Abruf

Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Booktex

Zum Wintersemester 2014/2015 startete Booktex, ein E-Vertriebsdienstleister aus Stuttgart, seine Online-Plattform www.digitaler-semesterapparat.de. Diese macht es Bibliothekaren und Hochschulmitarbeitern möglich, Auszüge aus verschiedenen Fachbüchern für hochschulinterne Zwecke zusammenzustellen und zu lizenzieren.

Damit bietet Booktex eine rechtssichere und bequeme Möglichkeit zur abschnittsweisen Nutzung von Verlagserzeugnissen in Semesterapparaten, wobei Paragraf 54a des Urheberrechtsgesetzes nicht greift. Die Lizenzgebühr berechnet sich abhängig von Buchpreis, genutztem Seitenumfang, Nutzungsart sowie Teilnehmerzahl und Dauer der Lehrveranstaltung.

Von Dozenten zusammengestellte Semesterapparate können von Studierenden online auf der Seite www.digitaler-semesterapparat.de abgerufen oder als PDF-Datei heruntergeladen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich ein Exemplar auf eigene Kosten als Print-on-Demand auszudrucken.

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12. Juli 2015

BookAffair – Online-Shop, Buchmagazin und Buchhändler-Forum in Einem

Internationale Entwicklungen | 0 Comments

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BookAffair.de ist eine geplante Online-Plattform, die die Vorzüge des Internets mit den Vorteilen einer klassischen Buchhandlung verbinden und Leser mit den Buchhändlern in ihrer Nähe vernetzen will. Dabei soll BookAffair.de eine echte Alternative zu Amazon werden. Die Website befindet sich momentan noch in der Entwicklung und soll am 15.10.2015 online gehen.

 

Name des Modells: BookAffair.de
Geschäftsführer: Walter Mayer

 

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:

BookAffair.de will versuchen, mit journalistischen Mitteln die Atmosphäre einer Buchhandlung ins Internet zu übertragen, um so eine Brücke zwischen Digitalisierung und Buchhandel zu schlagen. BookAffair.de dient also als ein Online-Shop, mit dem gewissen Etwas einer Buchhandlung. Wenn ein Kunde ein Buch kauft, wird diese Bestellung an eine Buchhandlung geliefert, die sich an BookAffair.de beteiligt und geographisch am nächsten liegt. Von dort aus wird das Buch an die gewünschte Adresse geliefert (per Kurier oder Post), oder es kann direkt vom Besteller bei der Buchhandlung abgeholt werden.
So kann der Kunde den Buchladen um die Ecke unterstützen, muss aber auch nicht auf die Vorteile der Online-Bestellung verzichten.
Weitere geplante Elemente der Website soll ein Blog sein, indem Buchhändler sich austauschen oder auch Bücher empfehlen können. Außerdem soll BookAffair.de eine Plattform bieten, die Bücher zur passenden aktuellen Nachrichtenlage auswählt (wie etwa den Tod eines Schriftstellers).
BookAffair.de Gründer Walter Mayer will mit seiner Website den Versandriesen Amazon herausfordern und eine Art „Nachbarschafts-Amazon“ gründen, welches eine eigene Version des Internet-Buchhandels und somit ein Alternativangebot zu Amazon bietet. Weiterlesen!

6. Juli 2015

Geschäftsmodell: AbeBooks

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Hintergrund

Wo früher umständlich viele Antiquariate und Kataloge durchstöbert werden mussten, um antiquarische oder vergriffene Bücher kaufen zu können, bietet AbeBooks.de eine digitale Alternative. Die Plattform bringt damit Klarheit in den für den Kunden sehr unübersichtlichen Markt.

Name des Modells: AbeBooks.de
Geschäftsführer: Ulrich Brand
Träger: AbeBooks.com
Sitz: Düsseldorf

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells

AbeBooks.de versteht sich selbst als eine Plattform im Internet, auf der Buchhändler aus aller Welt ihre Bücher anbieten. Es handelt sich dabei um gebrauchte, antiquarische und vergriffene Bücher, aber auch um aktuelle Bestseller. Die ebenfalls aus aller Welt stammenden Kunden suchen sich aus der Datenbank ihre Artikel und bestellen sie über AbeBooks.de, die auch die Daten zur Verfügung stellt. Die Bestellung wird an den Buchhändler weiter geleitet und dieser versendet die Ware direkt an den Kunden.

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2. Juli 2015

PaperC – Bücher online lesen

Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

PaperC

Der eigene PaperC-Reader optimiert das Lesen vom Smartphone zum iPad bis hin zum Laptop. Dabei ist es dem Kunden nicht nur möglich, die gewählten Titel zu lesen, sondern auch im „Buch“ zu notieren und zu kommentieren. Träger des ganzen Unternehmens ist eine gleichnamige PaperC GmbH in Berlin.

Die Registrierung auf der Plattform ist kostenlos und mit dem Mieten von E-Books ist es Nutzern möglich laut PaperC „bis zu 90 % [zu] sparen“. Für Online-Leser bietet die Plattform also Fachliteratur und Belletristik aus einem umfangreichen E-Book-Sortiment, welches nur in Kooperation mit zahlreichen kleinen, mittelständigen und namenhaften Verlagen wie C.H. Beck oder der Verlagsgruppe Handelsblatt möglich ist.

Gegründet wurde die E-Book-Bibliothek 2008 als Gemeinschaftsprojekt von Felix Hofmann und Martin Fröhlich. Seither lässt sich eine positive Content-Entwicklung beobachten. Mittlerweile führt das Start-up 350 000 Titel von über 10 000 Verlagen aus verschiedensten Themenbereichen und in 49 verschieden Sprachen. Was als Bezahlung-pro-Seite-Geschäftsmodell begann, entwickelte sich zu einem wissenschaftlichen E-Book Store mit Bundle-Angeboten und startet nun mit einem Flatrate-Modell, für eine monatlich zu entrichtende Gebühr unbegrenzt lesen. Online. Der Umwelt zu Liebe. Denn für jeden neuen Leser spendet PaperC einen Euro zum Schutze des Regenwaldes.

Autorin: Christin Fetzer

29. Juni 2015

Bookfairy – Die umfassende Unterstützung für den Buchhandel

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Bookfairy Logo

Das Projekt Bookfairy ist vor allem für den stationären Buchhandel interessant. Die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels unterstützte Idee, die gerade noch entwickelt wird, soll Buchhändlern ein individuelles, an sie angepasstes Novitäten-Portfolio bieten. Dabei sollen die Vorteile von Buchmessen, Vertreterbesuchen und klassischem Vorschauversand vereint werden.

Bookfairy soll als umfassendes Informationsportal für den Buchhandel etabliert werden. Muss ein Buchhändler sich sonst durch Berge von Vorschauen diverser Verlage kämpfen, um zu entscheiden, welche Novitäten er in sein Sortiment aufnimmt, trifft Bookfairy eine persönliche Auswahl für den Händler. Somit übernimmt dieses Portal die Beratungsfunktion, die ursprünglich der Verlagsvertreter innehatte. Über Videos, die Web-Seminaren ähneln sollen, kann sich der Buchhändler inspirieren lassen und zusätzlich Verkaufsempfehlungen zu den einzelnen Titeln erhalten.

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25. Juni 2015

Bastei Entertainment – Ein Startup im Verlag

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Verlagsgruppe Bastei Lübbe - Logo

 

Hintergrund:
Lesen, Hörbücher hören, TV-Serien schauen oder Computerspiele spielen – warum sich entscheiden, wenn man auch alles auf einmal tun kann? Bastei Entertainment bietet an digitaler Unterhaltung alles, was nicht zwischen zwei Buchdeckel passt.

Name des Modell: Bastei Entertainment

Geschäftsführer: Jörg Plathner

Träger: Bastei Lübbe AG

Sitz: Köln

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Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:
Unter dem Namen Bastei Entertainment bringt die Bastei Lübbe AG ein ausschließlich digitales Programm („Digital First“) auf den Markt: E-Books, Apps, digital erweiterte Produkte, Read&Listen-Versionen, Audio-Downloads und Serienformate für die wichtigsten Abspielgeräte, Mobiltelefone und E-Book-Reader bieten beste Unterhaltung. 2010 startete dieses Geschäftsmodell mit dem Verkauf der ersten Webnovel zu Mario Giordanos Buch „Apocalypsis“, einem multimedialen Serienroman, der aus Hörsequenzen, Illustrationen, eigens gedrehten Filmszenen und interaktiven Spielen zusammengesetzt ist. Seitdem folgten weitere erfolgreiche digitale Produkte, wie z.B. E-Books zur Science-Fiction-Serie „Survivor“, aber auch Lern- und Wimmel-Apps, sowie Minilektüren für Kinder.
Mit der Berliner Firma Filmtank wurde jüngst das Projekt „netwars“ entwickelt, ein Format, zu dem eine Graphic Novel App, eine 6-teilige E-Book- und Hörbuchserie und eine TV-Dokumentation gehören und sogar eine TV-Serie ist in Planung. Weiterlesen!

22. Juni 2015

Mehr als nur ein E-Reader: Der Tolino

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tolino

Mittlerweile dürfte wohl jeder, der seine Buchkäufe bei Thalia, Hugendubel oder Weltbild erledigt, über ihn gestolpert sein: Den Tolino.

Als er im Frühjahr 2013 von den Filialisten ins Sortiment aufgenommen wurde, geschah dies mit dem Anspruch, an digitalen Lesetrends teilzunehmen und deren Zukunft aktiv mitzugestalten. Auch dem gemeinsamen Konkurrenten Amazon wollte man selbstbewusster entgegengetreten. Der Tolino löste bis dato veraltete bzw. nutzerunfreundliche Technologien ab, so beispielsweise den stark fehlerhaften Thalia-OYO.

Es folgten aufwendige Marketingkampagnen, die insbesondere auf die Vorteile des offenen Systems abzielten. Mit Erfolg – denn laut zahlreicher Umfragen bildet gerade diese Universalität eine wesentliche Einflussgröße auf das Kaufverhalten der Kunden. Während Amazon den Kindle-Usern die verbindliche Nutzung des hauseigenen Onlineshops diktiert, genießen Tolino-User absolute Unabhängigkeit. Wer also sein Gerät bei Hugendubel erwirbt, kann problemlos in den Shops anderer Anbieter stöbern. Ein unschlagbares Konzept, von dem sowohl Buchhändler als auch Endverbraucher profitieren.

Indikatoren für diesen Erfolg gibt es einige. Inzwischen kann der Tolino mit einer bemerkenswerten Produktpalette aufwarten. Den Tolino Shine ergänzte bald der Tolino Vision, gefolgt vom Tolino Vision 2. Alle Reader arbeiten mit derselben Software. Einziger Unterschied besteht in ihrem technischen Aufbau. Der Tolino Vision z.B. blättert schneller als der Tolino Shine, während der Tolino Vision 2 beim Lesen in der Badewanne durchaus einmal ins Wasser plumpsen darf. Entsprechend kategorisiert sich das Preisniveau.
Um auch multimedialen Anforderungen zu genügen, werden parallel zu den Lesegeräten auch Tablet-PCs unter derselben Marke angeboten.
Ein weiterer Indikator ist der Stellenwert des Tolino bei den Händlern. Dort bildet er längst ein Kernsortiment, das mit anderen Sortimenten korrespondiert. Thalia beispielsweise präsentiert den Tolino seit geraumer Zeit in vielen Flagship Stores durch moderne Shop-in-Shop Konzepte, u.a. in Hamburg und Dresden.

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15. Juni 2015

DipIn – Compare books, discover worlds

Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Die App DipIn befindet sich zwar gerade noch in der Entwicklung, verspricht aber einen völlig neuen Ansatz, um in Literaturwelten einzutauchen.

DipIn stellt dem Nutzer kurze Textausschnitte aus zwei verschiedenen Romanen vor. Nach dem Lesen entscheidet dieser sich für den Ausschnitt, der ihm besser gefallen hat und erhält so weitere Informationen über die Geschichte, den Titel und den Autoren. Je mehr Entscheidungen der Nutzer trifft, desto besser lernt die App dessen Präferenzen kennen. Basierend auf diesen Daten, werden weitere passende Textausschnitte vorgestellt. Wenn einem Leser ein Buch besonders gefällt, kann er direkt Leseproben herunterladen oder es bei seinem nächsten Buchhandlungsbesuch als Referenz angeben.

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4. Juni 2015

CrowdFans – Crowdfunding für Kunst & Kultur

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Über die Plattform CrowdFans.de können Projekte von Künstlern über ihre Fangemeinschaft finanziert werden. Meist handelt es sich bei diesen Projekten um Events wie Lesungen, Konzerte oder Live-Hörspiele. Bei dieser Form der Finanzierung geht es also weniger um Gewinnmaximierung, sondern eher um einen gemeinschaftlichen Nutzen.

Name des Modells: CrowdFans.de
Geschäftsführer: Ines Zimzinski
Träger: Die Hoeragenten UG
Sitz: Berlin

Beschreibung und Nutzen des Geschäftsmodells:

CrowdFans.de ist eine Crowdfunding-Plattform, auf der zum Beispiel eine Band ihre Projektidee vorstellen kann und eine Crowd, also die Fans, diese Idee mit einem gewissen Geldbetrag unterstützt.  Dafür lädt der Künstler einfach sein Projekt auf der Plattform hoch und legt ein zu erreichendes Finanzierungsziel fest, welches innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreicht werden muss. Im besten Fall findet das Projekt Zuspruch und wird von den Fans finanziert, welche als Gegenleistung dann beispielsweise Tickets für einen Auftritt oder auch eine CD zugeschickt bekommen. Es gilt das All-Or-Nothing Funding Model, das heißt: sollte das Finanzierungsziel nicht erreicht werden, erhalten alle Fans ihr bereits gespendetes Geld zurück. Neuerdings gibt es auch eine Funktion, die sich flexibles Funding nennt. Hierbei bekommen die Projekte, denen nur noch ein geringer Betrag bis zum Finanzierungsziel fehlen würde, die Zeit allerdings schon abgelaufen ist, den bisher gesammelten Geldbetrag trotzdem ausgezahlt. Die Projekte werden oft nicht nur durch Crowdfunding finanziert, sondern auch noch durch andere Formen gestützt und können letztendlich trotzdem umgesetzt werden. Weiterlesen!

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