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3. April 2014

Wer lesen will, muss zahlen? – Möglichkeiten der Tageszeitungen im digitalen Zeitalter

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Früher wurde die Zeitung noch am Kiosk gekauft, bevor es mit dem Zug zur Arbeit ging. Mann oder Frau suchte sich heraus, was interessierte und überblätterte Rubriken, für die kein Interesse bestand.

Früher.

Heute ist das anders. Heute wird neben hektischen Blicken auf die Uhr seltener eine Bahn durch verzweifelte Kleingeldsuche am Kiosk verpasst. Heute hat Mann oder Frau das Tablet oder Smartphone immer dabei, wählt die Artikel selbst aus und sucht das Kleingeld höchstens für einen Kaffee, um dann gemütlich zum Zug zu bummeln.

Viele Zeitungsverlage haben die Bequemlichkeit und das Verlangen mobil zu sein, personalisierte Rubriken selektieren zu wollen, von ihren Lesern verstanden und agieren gemäß dem Wunsch ihrer Abonnenten, da diese vom Leben und Überleben der Verlage verantwortlich sind. Zudem werden die Verlage mit einer hohen Wandelbarkeit und schnellem Wachstum der technischen Möglichkeiten konfrontiert. Auch die zunehmende Konvergenz Technik – Mensch treibt die Verlage an, ihre Möglichkeiten zu erweitern.

Doch ab hier stellt sich die Frage: wie profitieren, im World Wide Web mit der Herstellung einer breiten Öffentlichkeit, zwischen kostenlosen Angeboten der großen Konkurrenten Google News, Yahoo! News oder news.de? Das geistige Gut der Journalisten soll schließlich entsprechend vergütet werden, denn von dem Content lebt die Zeitung. Wie stellt man es an, ohne dass die Qualität durch Kostendruck leidet?

Es gibt verschiedene Geschäftsmodelle, die eine Gewinnerwirtschaftung im Internet ermöglichen. Paywall ist eines davon, denn es bringt die Inhalte bezahlpflichtig an die Leute. Mit dem Abschluss eines Abos sichert sich zum Beispiel die Leipziger Volkszeitung ihren Gewinn ab. Schließlich ist es nun mal nicht üblich, dass eine Zeitung ihre Inhalte, ihr größtes Gut, kostenlos publiziert. Laut LVZ ist und wird immer ein Großteil der Artikel kostenfrei zum Lesen zur Verfügung stehen, doch ganz ohne Schranke geht es nun mal nicht. Zwar sei die Onlinewerbung sehr bedeutsam für den Erlös, so der Leiter der Onlineabteilung Holger Herzberg, doch dieser Bereich zur Deckung der Kosten allein reiche keineswegs aus.

Einen anderen Weg beschreitet die TAZ, die ihre Inhalte prinzipiell kostenfrei anbietet und von den Beträgen der einzelnen Leser lebt, die freiwillig zahlen (wollen). Den einmaligen oder monatlichen Betrag zwischen 5 und 50 Euro darf jeder selbst bestimmen – je nachdem was ihm für das Lesen angemessen erscheint.

Zudem bieten digitale Mehrwertdienste eine weitere Möglichkeit ihre Inhalte lukrativer anzubieten. „Mehrwertdienste sind Kernkompetenz für die Leipziger Volkszeitung, die sich ständig weiterentwickelt.“ so Herzberg. Dabei gibt es verschiedene E-Paper-Apps für bestimmte Themen. Neben dem klassischen Portal eines „Sportbuzzers“ wurde eine mobile Webseite für Leute aus dem Vereinsbereich entwickelt. Dabei kann man selbst als Autor über den eigenen Verein informieren und über einen Liveticker berichten. Die LVZ bietet beispielsweise eine digitale Zeitung an, die jeden Sonntag exklusiv für Abonnenten erscheint. Fotoserien und Videos ergänzen hierbei die klassischen Inhalte.

Maria Thyrolf

19. März 2014

Acht Minuten Gesprächs-Training mit Aussicht auf Erfolg – angeregter Austausch zwischen Branchennachwuchs und Verlagen beim Speed-Meeting in Leipzig

Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Foto: Unica Peters

Foto: Unica Peters

Beim Speed-Meeting von Verlage der Zukunft auf der Leipziger Buchmesse kamen wieder ausgewählte Nachwuchstalente und Führungskräfte aus der Verlags- und Medienbranche zusammen. Dieses Mal gab es zwei Runden, sodass insgesamt zwölf BewerberInnen die Chance hatten, sich der Personalagentur Dörrich sowie VertreterInnen der Verlage Coppenrath, Bastei Lübbe, Ravensburger, dem Audio Verlag und Books on Demand vorzustellen.

Dazu bekamen sie jeweils acht Minuten Zeit die Herausforderung lag also darin, das eigene Profil inklusive Stärken und gesuchtem Arbeitsgebiet kurz und knackig auf den Punkt zu bringen. Nach dem Startschuss durch das Team von Verlage der Zukunft kam dementsprechend lautes Stimmengewirr auf.

Alle TeilnehmerInnen beeindruckten durch selbstbewusstes und sympathisches Auftreten. Sie waren zum Beispiel mit dem Ziel zum Speed-Meeting gekommen, ihrer bereits beim Wunschverlag eingereichten Bewerbung nun ein persönliches Gesicht zu verleihen. Andere suchten Tipps für einen Kurswechsel innerhalb der Branche. Auch die führenden Verlagsköpfe zeigten sich sehr offen und zugänglich. Sie hatten sichtlich Freude am Austausch mit dem Nachwuchs, gaben Feedback zu den Lebensläufen der AbsolventInnen und Young Professionals und infomierten über offene Stellen und Einstiegsmöglichkeiten in ihren Unternehmen.

Am Ende der Veranstaltung berichteten alle Beteiligten von sehr netten, ungezwungenen Begegnungen, aus denen sich gute Kontakte und in vielen Fällen Einladungen zu weiteren Gesprächen ergaben. Ein Teilnehmer fühlte sich „wie nach drei Espresso“: voll neuer Eindrücke, erschöpft vom intensiven Austausch und glücklich über viele spannende Informationen und Kontakte.

Auch auf der Frankfurter Buchmesse 2014 wird wieder ein Speed-Meeting angeboten. Mitmachen lohnt sich: Während ihr bei ausgeschriebenen Stellen oft eine/r von hunderten BewerberInnen seid, habt ihr hier die Chance, durch eure Persönlichkeit zu überzeugen und im Gedächtnis zu bleiben. Nirgendwo sonst stehen euch führende BranchenvertreterInnen so offen Rede und Antwort und verraten, was sie vom Nachwuchs erwarten. Außerdem werdet ihr nach diesem Kennenlern-Marathon nie wieder Angst vor einem Bewerbungsgespräch haben – es lohnt sich also, die Herausforderung anzunehmen!

Weitere Bilder vom Speed-Meeting findet ihr hier.

Autorin: Unica Peters

17. März 2014

LOVELYBOOKS- Bloggertreffen 15.03.2014

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Am dritten Tag der Leipziger Buchmesse lud der bekannte Bücherblog „LOVELYBOOKS“ zum großen Bloggertreffen ein. 200 Blogger aus allen Bereichen wurden nach Anfrage ausgewählt und durften sich ab 14 Uhr in einem separaten Raum im Congress Center Leipzig mit anderen Bloggern austauschen.

Podiumsdiskussion_Bloggertreffen

Doch der Reihe nach. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung, versammelten sich die ersten Blogger in dem bereits mit Cupcakes und Goodie-Tüten ausgestatteten Raum. Geplant war die Teilnehmerzahl auf 200 Blogger, doch die Halle füllte sich schnell und ein paar extra Gäste, sowie Familienmitglieder und Freunde wollten sich die Veranstaltung nicht entgehen lassen. Kein Wunder, denn Stargäste waren unter anderem Sonya Kraus mit dem neuen Backbuch „Törtchenzeit“ und Kay Meier, Autor von „Arkadien erwacht“.

Buchvorstellung_Bloggertreffen

Nach kurzer Begrüßung durch Karla Paul von LOVELYBOOKS, begann das geplante Programm. Wie man bei den bereitgestellten Cupcakes schon sehen konnte, war ein Hauptthema die Buchvorstellung des Backbuches „Törtchenzeit“ von Sonya Kraus und der Foodbloggerin Jessi  Hessler. Beide Frauen kennen sich schon länger und es kam durch den Back-Blog von Jessi zu der der Idee des Buches. 

Jeden Samstag wird bei ihr gebacken und fotografiert, und am Sonntag bloggt sie „schöne Leckerbissen“ zum „Kuchentag“. Dabei soll Backen vor allem „schön und ästhetisch“ sein. Im Gegensatz zu Jessi, die erstaunlicherweise nicht gern Süßes isst, sondern lieber Herzhaftes, ist für Sonya Kraus „Schokolade die Antwort auf Brokkoli“. Deshalb enthält das Buch neben vielen Tipps zu Torten, Cupcakes und Grundrezepten für das Backen allgemein, auch eine extra Rubrik für Schokoladenes. Die Rezepte stammen zumeist von „Törtchenzeit“ oder wurden neu gesammelt, verändert und verbessert. Um die „Geling-Garantie“ zu gewährleisten, hat Sonya Kraus alle Rezepte selber probiert. Erst wenn sie von ihr „blondinensicher“ nachgebacken wurde, kam das Rezept ins Buch. Tatkräftige Unterstützung hatten die Beiden auch von Freunden, welche auch die farbenfrohen Fotos für das Buch beisteuerten. Ansonsten wurde ohne weitere Hilfe (wie zum Beispiel Food-Stilisten) gearbeitet. Nach nunmehr 2,5 Jahren ist es nun im Bastei Lübbe-Verlag erschienen. 

Den Bloggern wurde die Überraschung zuteil, gleich Cupcakes und Cake-Pops probieren zu dürfen. Leider mussten die Beiden schnell weiter zu ihrem nächsten Termin, nahmen sich aber noch die Zeit, für Fotos zur Verfügung zu stehen. Mit ihren sehr kurzweiligen Geschichten und vielen Anekdoten zur Entstehung des Buches war die Buchvorstellung von „Törtchenzeit“ sehr unterhaltsam, frisch und witzig und viele Lacher aus dem weitestgehend weiblichen Publikum brachten eine gute Stimmung ein. Die Cupcakes und Cake Pops waren übrigens unglaublich lecker, aber das nur so am Rande. Ein besonderer Dank geht hier auch nochmal an den Bastei  Lübbe-Verlag, welcher jedem der 200 Blogger ein kostenloses Exemplar bereitgestellt hatte. Bestimmt werden einige der Rezepte von anwesenden Bloggern/-innen nachgebacken.

Im zweiten Teil des Programmes, und bevor sich alle auf die Geschenkbeutel voll mit Büchern stürzen durften, kamen weitere Personen zum Thema „Blog“ zu Wort. Die illustre Runde bestand aus Tina Pfeifer (Bastei Lübbe), Kai Meyer (Autor), Charlotte Reimann (Iron Buchblogger) und den beiden Bloggern Karin Hillig und Christian Köhne. Die Arbeit von Bastei Lübbe zusammen mit Bloggern erfolgt über die Erstellung einer Bloggerdatenbank und sonstigen Aktionen, die mit den Bloggern geplant werden, da sie meist nur 20-80 Bücher für Rezensionen verschicken können und die Auswahl teilweise sehr schwierig ist. Ansonsten sehen sich die Verlage eher als Ansprechpartner für Autoren, welche im Social Media Bereich selbst tätig sind. Einer dieser Autoren ist zum Beispiel Kai Meyer, der etwa 2003 begann, sich für Social Media- Kanäle zu interessieren. Seitdem ist er bei facebook und Twitter aktiv und bedankt sich auch bei Bloggern für gepostete Rezensionen zu seinen Büchern. Lieben Dank aus Bloggersicht dafür! Karin hat seit Januar 2013 ihren eigenen Buchblog “Buchgefieder“, welcher sich vorrangig mit Büchern über „Native Americans“ beschäftigt. Zudem gehört sie den „Iron Buchbloggern“ an. Diese Gruppe ist eine Vernetzung mehrerer Buchblogger. Die Mitglieder verpflichten sich mindestens 1-mal pro Woche einen Post zu veröffentlichen. Wenn dies nach erneuter Mahnung nicht bis Sonntag 24 Uhr nicht geschehen ist, muss 1 Euro in die Kaffeekasse eingezahlt werden. Nach 5-maligem Verstoß der Regeln wird der Blogger aus den „Iron Buchbloggern“ verwiesen. Bei manchen Bloggern wird durch die Verpflichtung Druck aufgebaut und sie verlieren die Lust am Bloggen. Bei Karin ist dies jedoch nicht der Fall, da sie jeden Montag ein Zitat vorstellt und so nicht in die Bredouille gerät. Für den zweiten anwesenden Blogger Christian wäre dies jedoch nichts, da er seinen Blog „eher unregelmäßig pflegt“. Sein Schwerpunkt liege dabei eher auf Social Medias, vor allem Instagram. Für ihn ist der Buchblog eher seine “Leidenschaft für das Lesen zu teilen und sich mit anderen Gleichgesinnten auszutauschen“.

Nach der sehr vielfältigen Podiumsdiskussion kam dann der lang ersehnte Moment für die meisten Buchblogger: Geschenkebeutel sichern!

Geschenke_BloggertreffenDabei haben sich LOVELYBOOKS selbst übertroffen. 4 Bücher, 2 Notizblöcke und viele weitere kleine Geschenke, sowie der schön gestaltete Jutebeutel sorgten bei den Bloggern für erstaunte und erfreute Gesichter. Danach konnten alle das leckere Gebackene probieren, sich mit Kai Meyer fotografieren und sich vor allem mit anderen Bloggern austauschen. Es ist erstaunlich wie viele Blogs es zu so vielen unterschiedlichen Themen gibt. Da lohnt sich auf jeden Fall ein weiterer Blick ins Netz. Haltet doch auch mal Ausschau und holt euch Tipps zu euren Lieblingsthemen!

 

Vielen Dank an alle Beteiligten des LOVELYBOOK- Teams und allen anderen Teilnehmern!

Eure Nadine

15. März 2014

LiMa-Programm auf neuer Webseite online

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Allen, die zum Beispiel nach dem Karrieretag auf der Leipziger Buchmesse direkt Lust bekommen haben, ihre Skills aufzubessern und mit anderen jungen Medienmenschen zu diskutieren, sei noch einmal die Workshop- und Vortragswoche der Linken Medienakademie empfohlen, die vom 17. bis 22. März in Berlin stattfindet.

Das aktuelle Programm ist auf die neue Webseite www.linkemedienakademie.de umgezogen.

Neben Kursen, in denen ihr euch in Photoshop, InDesign, und PR fit machen könnt gibt es auch Workshops zu inhaltlichen Themen, zum Beispiel über „Finanzierungsmodelle für Printmedien im Onlinezeitalter“ oder die zukunftsträchtige Frage, wer eigentlich das Internet kontrolliert.

Kurzentschlossene können sich für die Kurse in den Kategorien Basis, Aufbau und Pro noch per Mail an info@linkemedienakademie.de einen Platz sichern. Das entsprechende Ticket (für Studierende schon ab 25€ für die ganze Woche!) könnt ihr dann direkt vor Ort in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Campus Treskowallee 8 abholen und bezahlen. Die thematischen Vorträge in der LiMA-Arena sind für alle kostenlos.

Telefonische Nachfragen und Kursreservierungen sind ab dem 17.3. um 9 Uhr auch möglich unter Tel. 0179 1784491.

Autorin: Unica Peters

15. März 2014

Apps auch für Kinder?!

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Es ist nicht neu, dass die Wirtschaft um die neuen Medien herum boomt. Waren es 2013 weltweit noch ca. 80 Milliarden App-Downloads, so sollen es laut Schätzungen 2016 über 300 Milliarden Downloads werden.
Kein Wunder, dass auch das Angebot für Kinder immer mehr zunimmt und man gezielt auf diese Zielgruppe setzt. Doch ab wann sollten (Klein-)Kinder an Apps, Tablet und Smartphone herangeführt werden? Welche Chancen und Risiken bieten sich? Und was sollten Eltern beim App-Kauf beachten?

Mobile Anwendungen sind und werden immer mehr Teil unserer multimedialen Welt, schon deshalb ist es wichtig, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Apps beizubringen. Entdecken von Kinderbüchern, Spielen und anderen mobilen Anwendungen gemeinsam mit den Eltern bereitet sicher nicht nur den Kindern Freude. Viele digitale Kinderbücher sind sehr liebevoll und detailverliebt gestaltet, enthalten Spiele, Rätsel, Geräusche und Animationen. Laut der Vorlesestudie 2012 können besonders technikbegeisterte Väter zum Vorlesen mit Tablet oder Smartphone gebracht werden. Der Medienratgeber für Familien “Schau Hin“ empfiehlt den Umgang mit mobilen Endgeräten allerdings erst für Kinder ab drei Jahren, da sonst die schnellen Anwendungen leicht zur Reizüberflutung führen können. So ist es auch empfehlenswert, vor einem endgültigen Kauf das Kinderbuch oder die App auf Tauglichkeit und Eignung zu testen. Eine große Hilfe ist dabei der erste digitale Buchladen Tigerbooks, welcher speziell auf Kinderbücher ausgerichtet ist. Hier besteht die Möglichkeit, in das Buch hineinzulesen oder sich über die gegebenen Features zu informieren. Auch Verlage wie Oettinger bieten im AppStore Kinderbücher an, in denen man erste Teile Probe lesen kann. Bei der Auswahl der Apps sollte darauf geachtet werden, dass die Anwendungen einen Lerneffekt aufweisen, um z.B. spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen zu helfen, mit einer Vorlesefunktion den Nutzenden die richtige Betonung zeigen oder die womöglich sogar zweisprachig sind. Weiterhin sollte keine/kaum Werbung eingebaut sein, da Kinder Werbung und eventuell damit verbundene Kaufaufforderungen oftmals nicht sofort erkennen.
Für Eltern ist wichtig, die Geräte nicht als elektronischen Babysitter zu betrachten, sondern mit Zeitlimits und entsprechenden Sicherungseinstellungen gezielt die Nutzung von Tablet und Smartphone zu kontrollieren und gegebenenfalls einzuschränken. Besonders eignen sich Apps zur Beschäftigung der Kinder während längerer Reisen.
Mobile Anwendungen sollten aber keinesfalls den realen Umgang und das Spielen mit anderen Kindern einschränken oder verhindern, da erst dabei die Fantasie der Kinder so richtig angeregt wird, sondern sollten eher ergänzend genutzt werden.

Artikel von Heike Strempel

14. März 2014

„Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann“ – Teil 2 unseres Interviews mit Verleger Christopher Schroer

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Christopher Schroer, Verleger aus Lindlar, kündigte Anfang vergangenen Jahres seine Zusammenarbeit mit Amazon, was für eine große mediale Resonanz sorgte. Am 07.03.14 haben wir den ersten Teil unseres Interviews mit Christopher Schroer veröffentlicht, in dem es um seine Erfahrungen mit dem Online-Großhändler ging. Nun folgt Teil 2 des spannenden Interviews mit Fragen zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für den Buchmarkt.

Christopher Schroer
Der stationäre Buchhandel hat inzwischen jedes Jahr einen Rückgang in den Verkaufszahlen zu verzeichnen, während sich der Online-Buchhandel, vor allem beim Marktführer Amazon, immer größerer Beliebtheit erfreut. Wie schätzen Sie die Zukunft zum einen für den stationären und zum anderen für den Online-Buchhandel ein?
“Märkte verändern sich, das war ja schon immer so. Und der stationäre Buchhandel wird sich den veränderten Bedürfnissen anpassen, wie auch unser Verlag sich dem anpassen wird. Gänzlich verschwinden wird der Buchhändler vor Ort nicht. Meine Kritik an Amazon heißt nicht, dass ich nicht von dem Unternehmen lernen kann. Und das würde ich auch jedem Buchhändler mit auf dem Weg geben. Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann, wenn nicht sogar mit einfachen Mitteln besser machen kann.”

Welche alternativen Vertriebswege im Internet gibt es für Verlage neben Amazon?
“Es gibt keine – aus Sicht des Kunden – vernünftige Alternative im Buchhandel, es tut mir leid. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass eine Veränderung des Status Quo wirklich gewollt ist. Ich las vor etwa einem Jahr, man wolle ein alternatives Angebot zu Amazon schaffen — 14 Jahre nachdem man Amazon das Feld überlassen hat. Sorry, aber ein Mitdenken- und Verändern- und Mitgestalten-wollen sieht anders aus.”

Wie können Kunden zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt beitragen?
“Kunden tragen zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt bei, denn es gibt ja die Buchpreisbindung. Egal, ob online oder offline gekauft wird.

Die Frage, ob das dem Einzelhandel vor Ort gut tut, ist eine komplexe: Wenn der Elektrofachhändler, Buchhändler, Optiker keinen »Mehrwert« bietet (und der fängt schon bei einer freundlichen Begrüßung und einer kompetenten Beratung an!), warum sollte sich der Kunde das antun? Wenn aber Kunden sich beraten lassen und dann im Internet das vermeintliche Schnäppchen kaufen, ist es wiederum kein Wunder, wenn der Kunde nicht als König hofiert wird.

Zurück aber zum Buchhandel: Verlage und Buchhändler — insbesondere Independent-Verlage und kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen — sitzen in einem Boot. Und man sollte wieder mehr miteinander über die Bedürfnisse reden und gemeinsam Lösungen finden. Das wäre ein Baustein zu einem »faireren« Buchhandel. Diese Pflicht kann aber nicht dem Kunden übertragen werden!”

9. März 2014

Reklamewerk Leipzig …schicke Reklame aus Leipzig!

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Sie haben kreative Ideen, jedoch keine Möglichkeit sie umzusetzen? Sie sind im Begriff ein Unternehmen zu gründen, wissen jedoch nicht in welcher Gestalt Sie auftreten möchten? Sie wollen Werbung im Stile vergangener Zeiten? Dann sind Sie beim Reklamewerk Leipzig genau an der richtigen Adresse!

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Was ist das Reklamewerk Leipzig?

Wir sind ein dynamisches, junges Grafikbüro und unser Anspruch ist es, Kommunikation unterhaltsamer, angenehmer und vor allem einfacher zu gestalten.

Wir arbeiten mit Erfahrung & Leidenschaft an der Schnittstelle von Gestaltung, Design und Werbung. Seit der Ansiedelung im Raum Leipzig im Jahre 2000, arbeiten wir erfolgreich an der visuellen Umsetzung von Unternehmenskommunikation.

Zu unserem Portfolio gehören zeitgemäße grafische Konzepte, die wir von Beginn der Gestaltung an, bis hin zur Produktion von Drucksachen betreuen.

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Andere Arbeitsbereiche sind Corporate Design, Markenbildung sowie polarisierende Plakate und informationsreiche Flyer. Weiterhin konzipieren wir Image-Broschüren und konzipieren Internetauftritte. Elegante Geschäftsausstattungen und Illustrationen mit Liebe zum Detail gehören ebenfalls zu unserem Repertoire.

Durch die Zusammenarbeit mit einem starken Netzwerk, bestehend aus Spezialisten für Text, Fotografie oder Programmierung, ist ein hohes Maß an Qualität in jedem Bereich garantiert.

Wir beraten Sie gerne bei sämtlichen gestalterischen Fragen und Wünschen. Bei bestehendem Interesse Mailen Sie uns und oder rufen direkt an. Wir sorgen dafür, dass Ihre Ideen so verwirklicht werden wie Sie es sich wünschen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit,

Ihr Team vom Reklamewerk Leipzig

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www.reklamewerk.net

info[at]reklamewerk.net

7. März 2014

„Der Frust über die Zusammenarbeit staute sich schon länger auf“ – Interview mit Christopher Schroer, Teil 1

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Amazon ist bekannt für einegroße Auswahl und schnelle Lieferung, die Zufriedenheit des Kunden hat oberste Priorität. Doch genau deshalb gerät der Online-Großhändler immer wieder in die Kritik, denn hinter den Kulissen wird viel in Kauf genommen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Anfang 2013 wurde über die Amazon-Leiharbeiteraffäre berichtet. Für Christopher Schroer, Verleger im nordrhein-westfälischen Lindlar, nur einer von vielen Gründen, die Zusammenarbeit mit Amazon in einem offenen Brief an Jeff Bezos zu beenden (nachzulesen im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels vom 15.02.13, „Wir ziehen Konsequenzen“). Darum habe ich Christopher Schroer einige Fragen gestellt. Im heutigen ersten Teil des Interviews geht es um seine Zusammenarbeit mit Amazon:

Christopher Schroer

Was war für Sie das entscheidende Argument für die Kündigung Ihrer Zusammenarbeit mit Amazon?
“Es gibt kein entscheidendes Argument. Der Frust über die Zusammenarbeit staute sich schon länger auf. Da wären z.B. die dauerhaft beschädigten Remittenden zu nennen, oder Remissionen an einem Tag, Nachbestellung des remittierten Artikels am nächsten Tag, der hohe Rabatt von 50%+5% (Anm. d. Red.: 50% Rabatt, 5% Lagerkosten sogar  für Durchlaufposten), die Steuervermeidung in Deutschland usf.. Die Berichterstattung über die Arbeitsbedingungen hat mich lediglich meinen Entschluss, die Zusammenarbeit mit Amazon aufzukündigen, vorziehen lassen.”

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich für Sie, wenn Sie keine Ware mehr über Amazon vertreiben?
“Grundsätzlich muss ich klarstellen: Unsere Titel sind immernoch über Amazon erhältlich. Das liegt daran, dass Amazon diese, statt beim Verlag, nun über den Zwischenbuchhandel (Libri, KNV, Umbreit) bezieht. Vor einem Jahr hatte ich bei der Aufkündigung nicht gedacht, dass Amazon dies tun würde und zumindest angenommen, ich könnte die Auslieferung über den Zwischenbuchhandel ebenfalls stoppen. Jedoch ist das aus kartell- und wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht möglich: Ich kann also dem Zwischenbuchhandel nicht »verbieten« an Amazon zu verkaufen. Dass Amazon meine Titel dennoch für »würdig« für seinen Katalog erachtet, erstaunt mich. Aber so ist es.

Nachteile als solches kann ich nicht benennen. Aber dieser Schritt zeigt einen Schwachpunkt im System »Amazon« auf: Während ich als Zulieferer früher direkt bewertet wurde, u.a. über die Lieferzeit, hat nun Amazon selbst Probleme, Titel zügig zu beschaffen. Es kann also sein, dass ein Titel über amazon.de eine Lieferzeit von 14 Tagen (!) hat, jedoch im stationären Buchhandel ausliegt. Ein Paradoxon!
Dieser Lieferzeit-Nachteil ist ein Vorteil für den Buchhändler. Und es ist auch ein Vorteil, dass Amazon vermutlich nun handelsübliche Rabatte eingeräumt bekommt, und nicht die diktierten 50%+5%.”

Der zweite Teil des Interviews folgt am 14.03.14. Darin habe ich Christopher Schroer zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für die Buchbranche befragt – und spannende Antworten bekommen.

4. März 2014

Messeführungen auf der Leipziger Buchmesse

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Auch in diesem Jahr bieten die BücherFrauen und Verlage der Zunkunft auf der Leipziger Buchmesse eine Einführung in die Verlagsbranche aus weiblicher Sicht. Der Messerundgang beginnt am Freitag, den 14. März um 10 Uhr. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular findet Ihr >>hier<<.

27. Februar 2014

„Das Hacke- Peter- Prinzip“ (Prof. Dr. Peter Hacke/ von Sascha Grammel)

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„Wer mehr isst, als er trinken kann, kann öfter auf die Toilette, als er muss!“ lautet das Motto dieses spaßigen Ernährungsberaters, herausgegeben vom rororo(-hkost)-Verlag.

Hackepeter PrinzipDas erste Buch von Comedian Sascha Grammel hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Leser über die richtigen und somit auch über die falschen Ernährungsweisen, über die richtigen und falschen Nahrungsmittel (wobei es ja gar keine falschen Nahrungsmittel gibt, sondern vielmehr gesunde und ungesunde, wobei dies auch immer im Blick des Betrachters liegt…) Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, dieser „Ernährungsratgeber“ wartet mit allerlei Themen auf, die sich nicht immer, aber meistens, also ziemlich oft, aber manchmal auch nicht auf das Thema „Nahrung“ und „gesunde Ernährung“ konzentrieren. Dabei legt der Autor sein, unser, euer Hauptaugenmerk erkennbar – jedenfalls für die meisten Leser, auf den Spaßfaktor und nicht auf die Wissensvermittlung. Wer aber genau hinsieht, was man mit oder ohne Lupe/Lampe/Augen machen kann, oder liest  (denn das sollte man mit einem Buch ja eigentlich machen), der bemerkt verstecktes Wissen zum eigentlichen Thema.

Mit vielen unterstützenden Fotografien und Zeichnungen verdeutlicht das Hacke- Peter- Prinzip charmant eigene „auf Wissenschaft basierende“ Regeln, die man beachten und befolgen kann, aber nicht muss. Auch sonst besticht das Hacke-Peter-Prinzip durch Verwendung eines tollen Farb-, Schrift- und Grafikkonzeptes, wobei sowohl der Sachbuch-Charakter* als auch die niedlichen und bekannten Figuren** von Sascha Grammel unterstrichen, also nicht mit Stift unterstrichen sondern vielmehr gedanklich, also eher die Atmosphäre des Buches (nicht die der Erde!!!) unterstützt wird.  Wer andere Erwartungen, Hoffnungen oder Träume an das Hacke-Peter- Prinzip gestellt hat und einen ernsthaften Ernährungsratgeber bevorzugt, kann das Buch laut Autor aber auch „prima als Sonnenhut, Ohrenwärmer oder Tischtenniskelle benutzen“. Wobei man auf die dementsprechenden Wetterbedingungen achten sollte, außer beim Tischtennis, denn das kann jeder bei gutem und schlechtem Wetter spielen und sich dabei auch gleich noch sportlich betätigen, wobei der Ernährungsratgeber unbewusst, aber trotzdem effektiv etwas zur gesunden Lebensweise beigetragen hat, hatte, kann, könnte oder möchte.

Wenn jetzt jemand verwirrt ist, dann sollte er sich den Text noch einmal durchlesen und in Ruhe analysieren, ob er Freude, Verwirrung, Angst oder jedes dieser Empfindungen zusammen beim Lesen dieses und ähnlicher Texte empfindet, denn das Hacke- Peter- Prinzip ist nichts für kurzes und unaufmerksames Nebenbei- Lesen. Wer sich für dieses Buch entscheidet, es geschenkt bekommt oder das Buch zufällig finden sollte, vielleicht sogar in seinem eigenen Regal bei den Noch-Nicht-Gelesenen- Büchern, sollte sich auf intensives Lesen und Verstehen einstellen.

 

Fazit: Alles in allem ist jeder Liebhaber des spaßigen Ökotrophologen Prof. Dr. Peter Hacke genau richtig beraten mit diesem Ernährungsratgeber, der mehr ist, als nur ein Ratgeber für gesunde Ernährung, weil er weitere schwierige, wissenschaftliche Themen analysiert und zu Gehör und zur Diskussion einlädt. Und das alles nur „Im Dienste der Wissenschaft!“