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21. November 2016

Schrägstrich 4.0 – Typo 24/7

Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 1 Comment

1Wo fängt Typografie an und wo hört sie auf? Ist die Monospace-Schrift auf der Mikrowelle schon Typografie? Sind Bahntickets, Eintrittskarten fürs Kino, Kassenzettel oder andere Ephemera auch typografisch wertvoll? Und wie ist das eigentlich mit Weinetiketten?

Endlich ist es soweit: Das digitale Typografiemagazin »Schrägstrich« feiert eine Neuerscheinung! Nach einem ganzen Jahr harter Arbeit, spannender Autorenakquise, nervenzerreißender Satzarbeit und bemerkenswerter Bildrecherche wird das Magazin nun endlich vier Jahre alt.
Auch die diesjährige Ausgabe bietet abwechslungsreiche Artikel zu Themen rund um Typografie, Gestaltung und Design.

Neben den Magazin-Rubriken »Typografie und Theorie«, »Schriften und Schriftgestalter«, »Typografie und Technik« und »Typografische Spurensuche« konnten in der vierten Ausgabe nun auch Autoren zur neuen Rubrik »Typografie ist Kunst« gewonnen werden.

Schrägstrich 4.0 steht unter dem Leitthema »Typo 24/7«. Typografie begleitet uns; manchmal sehr offensichtlich und oft auch ganz unscheinbar. Unsere Autoren beschäftigen sich in der vierten Ausgabe des Typografiemagazins nicht nur mit der Frage, ob auch eBooks typografisch aufbereitet werden können, sondern auch damit, wie Menschen mit Sehbehinderung ihren eigenen typografischen Alltag erleben. Das digitale Magazin greift dabei nicht nur typografische Alltagsgeschichten auf, sondern widmet sich auch den unterschiedlichsten Einsatzgebieten, in denen die Typografie ihre übliche Anwendung findet.

2So enthält die neue Publikation einen Artikel von Gabi Schulze, die sich mit dem Großdruck von Büchern für sehbeeinträchtigte Leser beschäftigt und Nicholas Ganz widmet sich den Herausforderungen des Calligraffiti. Ebenso wecken der Artikel von Götz Gramlich über den Wettbewerb um die 100 besten Plakate sowie das Interview mit dem Amsterdamer Schildermaler Henry van der Horst eine andere Perspektive auf unseren typografischen Alltag. Peter Reichard befasst sich in seinem Artikel mit dem Genussmarketing und beschreibt, welche typografischen Anforderungen an die Gestaltung von Weinetiketten existieren und wie diese die Geschichte des Etiketts beeinflussten.

»Schrägstrich – das Typografiemagazin« ist eine Arbeit von Studierenden des Studiengangs Buch- und Medienproduktion an der HTWK Leipzig. Neben der thematischen Recherche, der Organisation und dem Projektmanagement waren dabei vor allem die technische Umsetzung des Magazins als iBook sowie die liebevoll und detailliert gestalteten Zwischenseiten das Herzstück der Projektarbeit.

Das Magazin ist unter diesem Link kostenlos für den Download verfügbar:

https://itunes.apple.com/us/book/schragstrich-4.0/id1166164408?mt=11

Das iBook funktioniert auf iPads mit iBooks ab Version 2 und iOS 5 (oder höher) sowie auf dem iPhone ab iOS 8.4 und dem Mac ab OS X 10.9.

Folgt uns doch, um immer auf dem Laufenden zu bleiben!
Facebook: www.facebook.com/SchraegstrichMagazin
Twitter: https://twitter.com/typomagazin

 

Autor: Maximilian Amthor

6. Oktober 2016

Speedmeeting: Interview mit einer Teilnehmerin

Interview | 0 Comments

Die Frankfurter Buchmesse und damit das Speedmeeting rücken zusehends näher, und so wollen wir euch heute weiteren Einblick geben mit dem Bericht einer ehemaligen Teilnehmerin. Eva Heptner war 2014 in Leipzig dabei und konnte dadurch einen Job beim Ueberreuter Verlag ergattern – wir sprachen mit ihr über ihre Erfahrungen.

Eva HeptnerWie hattest du damals vom Speedmeeting erfahren?

An die erste Erwähnung des Speedmeetings erinnere ich mich nicht mehr genau. Ich kann mir vorstellen, dass ich durch mein Netzwerk, welches damals hauptsächlich aus dem Junge Verlagsmenschen e.V. bestand, von dieser Veranstaltung hörte. Im Gespräch mit Tea Herovic, welche bereits erfolgreich am Speedmeeting teilgenommen hatte, festigte sich der Entschluss, diese Möglichkeit nicht aus dem Auge zu verlieren. Bis ich mich dann schließlich auf einen Platz bewarb, verging noch einmal ein halbes Jahr.

Wie hast du dich darauf vorbereitet? Was erwarten die Verlage?

Wichtig ist es auf jeden Fall, die Verlage und ihre Programme zu kennen. Ich weiß noch heute, wie mich die Herren von Gerstenberg fragten, was mir an dem Verlagsprogramm besonders gefalle.
Direkt danach folgte die Frage, was sie denn für mich tun könnten und was ich mir erhoffte. Unbedingt notwendig ist es daher, sich über seine Ziele und Vorstellungen klar zu sein. Was interessiert mich und in welchem Bereich möchte ich daher tätig werden? Bin ich beim Speedmeeting, um ein konkretes Jobangebot zu bekommen oder um Kontakte zu knüpfen? Würde ich für einen möglichen Job umziehen?
Selbst wenn man derzeit örtlich nicht flexibel ist oder das Unternehmen vorerst als weniger attraktiv empfindet, sollte man sich die Gelegenheit des Netzwerkens nicht entgehen lassen.

Was war anders, vielleicht auch besser als bei einem normalen Vorstellungsgespräch?

Die größten Unterschiede zu „normalen“ Vorstellungsgesprächen sind sowohl die äußerst begrenzte Zeit für jedes Gespräch sowie der äußere Rahmen. Vertreter der Unternehmen und Bewerber sitzen alle in einem Raum und wechseln der Reihe nach ihre Gesprächspartner, wodurch man sich weder unter Druck setzen noch verunsichern lassen sollte. Wichtig: Nicht bei anderen zuhören, sondern fokussieren und seinen individuellen Eindruck hinterlassen. Alle Parteien sind sich der Umstände bewusst und bemühen sich um einen deutlich lockereren Rahmen, als bei „normalen“ Vorstellungsgesprächen.

Mit welchen Verlagen konntest du ins Gespräch kommen? Wie viele positive Rückmeldungen hattest du bekommen?

Da ich örtlich nicht flexibel war, setzte ich im Vorhinein viel auf das Gespräch mit dem DAV (Der Audio Verlag), welcher in Berlin ansässig ist. Leider stellte sich das Gespräch schnell als wenig zielführend heraus. Ein gutes Gespräch führte ich mit BoD (Books on Demand), aufgrund des Unternehmenssitzes jedoch ohne Jobaussicht.
Überrascht wurde ich schließlich von Frau Dörrich (damals: Personalagentur für Verlage Sabine Dörrich), die mir sofort signalisierte, eine passende Stelle im Portfolio zu haben. Ich solle später noch zu ihr an den Stand kommen, um weitere Informationen zu bekommen.

Wie ging es danach weiter?

Ich schickte noch am selben Abend meine Bewerbungsunterlagen an Frau Dörrich und wurde nach etwas Wartezeit zum Vorstellungsgespräch beim Ueberreuter Verlag eingeladen. Frau Dörrich hatte wohl im Vorhinein schon gutes über ihr Gespräch mit mir berichtet, was bei der Vermittlung über eine Personalagentur vorteilhaft sein kann. Nach einem zweiten Gespräch bekam ich schließlich die Stelle als Herstellerin für Bilderbücher und E-Books angeboten und war bei Ueberreuter zwei Jahre lang tätig.

Interview: Niklas Gaube

13. September 2016

Messeführung Bücherfrauen FBM 2016 – Frauen gehen in Führung

Verlage der Zukunft | 0 Comments

Auch in diesem Jahr können Teilnehmerinnen des Messerundgangs der BücherFrauen wieder Frauen in Führungspositionen auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen. Der Rundgang, den die BücherFrauen gemeinsam mit der studentischen Initiative Verlage der Zukunft veranstalten, führt in diesem Jahr durch Halle 3. Dort machen wir unter anderem Station bei Geschäftsführerin Renate Nolte von der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger e.V. und bei Judith Wilke-Primavesi, Programmleiterin des Campus Verlags.

Zusätzlich zur Teilnahme an der Führung verlosen wir für dich und deine Begleitung eine Tageskarte für die Buchmesse in Frankfurt! Die Messeführung findet am Freitag, den 21.10.2016, von ca. 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

 

Wenn du Interesse hast, schreib‘ uns eine E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben (ein paar Sätze zu dir und deiner Tätigkeit und warum du gerne an der Führung teilnehmen würdest) mit dem Betreff Messeführung FBM 2016 an messe@verlagederzukunft.de. Mit etwas Glück gewinnst du 2 von insgesamt 14 Tageskarten! Wir freuen uns auf eure Mails!

Einsendeschluss ist Sonntag, der 02.10.2016. Die Gewinner werden anschließend per E-Mail benachrichtigt.

 

Autor: Niklas Gaube

12. September 2016

Round not Square – Das Revival der Schriftrolle

Internationale Entwicklungen, Kleinverlag, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Die Neuerfindung der Buchrolle – so lautet der Slogan des Berliner Startups Round not Square. Was das besondere ist? Im On-Demand-Druck werden tatsächlich richtige Buchrollen hergestellt, die aber nicht nur inhaltlich besonders sind, sondern auch äußerlich einiges hermachen. Was genau steckt hinter Round not Square?

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© Round not Square

Inspiriert von der japanischen und chinesischen Rollbuchkunst, wurde der Verlag 2015 von Ioan Brumer und Antonia Stolz gegründet. Und Idee dahinter ist ebenso einfach wie genial: ein Medium zu schaffen, in dem die Grenzen des Buches aufgehoben werden und das deshalb konkurrenzlos bleibt.

Bei einer Schriftrolle muss nicht umgeblättert werden, man ist nicht an das Format einer einzelnen oder einer Doppelseite gebunden. Panoramaaufnahmen, Zeichnungen, lange Bildfolgen: alles ist möglich und nichts wird durch das schnöde Umblättern einer Seite unterbrochen. Gerade für Abbildungen ist dieses Format ideal.

Und nicht nur inhaltlich beeindrucken die Rollen von Round not Square. Auch der Einband – die Schutzhülle um die eigentliche Buchrolle – ist ansprechend gestaltet und macht einiges her. Egal ob sie also im Buchregal landet oder man sie als Kunstwerk an die Wand hängt: sie ist auf jeden Fall ein Hingucker.

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© Round not Square

Aber wie wird das Ganze umgesetzt?

Dafür haben die beiden Gründer eine eigene Druckerei. In dieser können theoretisch bis zu fünfzig Meter Papier am Stück bedruckt werden, die Technik dafür haben sie sich selbst erarbeitet. Es wird mit Neun-Farben Drucksystemen gearbeitet, die ursprünglich aus dem Fine-Art Bereich stammen und die Bilder farbecht drucken. Auch die Bindetechnik und die Materialen wie das Papier wurden sorgfältig ausgewählt bzw. eigens erfunden. Und sogar der Einband ist etwas Besonderes und einzigartiges. Zwar werden die meisten Bücher mit Buchleinen bezogen, aber es wird auch mit Holz und anderen Materialien gearbeitet. Dabei dient der Einband einerseits als Schutz für die Buchrolle, andererseits wird er auch selbst Teil des Buches, denn er dient auch dem Aufrollen des bereits gelesenen Teils.

Für mich ist das Ganze eine absolut coole Neuentwicklung, die sowohl schön anzusehen als auch äußerst dekorativ ist. Auf alle Fälle aber, sind die Buchrollen ihr Geld wert.

 

Autor: Maxi Pfeil

5. September 2016

Messeführung Verlage der Zukunft FBM 2016 – Aktuelle Trends und Themen der Branche

Verlage der Zukunft | 0 Comments

 

#eatgoodfeelgood #creativeminds #learningforthefuture 

Um diese Themen dreht sich unsere diesjährige Führung auf der Frankfurter Buchmesse. Neugierig?

Der Ravensburger Buchverlag, Dorling Kindersley und TOPP und stellen euch dabei spannende Themen der Herbst- und Wintersaison 2016 vor und ihr bekommt zusätzlich die Gelegenheit mit den Referenten der Verlage ins Gespräch zu kommen.

Auf diese Vorträge von erfahrenen Verlagsmitarbeitern könnt ihr euch freuen:

  • Ravensburger Buchverlag (Programmleiterin „tiptoi® / Spielen & Lernen“ Andrea Soprek) – „Buch/Spiel in Verbindung mit Elektronik am Beispiel tiptoi®“
  • Dorling Kindersley (folgt) – folgt
  • TOPP (Verlagsleiter Dr. Bernhard Auge) – „Aktuelle Kreativtrends und Herbsttitel“

Zusätzlich zur Teilnahme an der Führung verlosen wir für dich und deine Begleitung eine Tageskarte für die Buchmesse in Frankfurt! Die Messeführung findet am Freitag, den 21.10.2016, von ca. 12:30 bis 14:30 Uhr statt.

Wenn du Interesse hast, schreib‘ uns eine E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben (ein paar Sätze zu dir und deiner Tätigkeit und warum du gerne an der Führung teilnehmen würdest) mit dem Betreff Messeführung FBM 2016 an messe@verlagederzukunft.de. Mit etwas Glück gewinnst du 2 von insgesamt 14 Tageskarten! Wir freuen uns auf eure Mails!

Einsendeschluss ist Sonntag, der 02.10.2016. Die Gewinner werden anschließend per E-Mail benachrichtigt.

 

Autor: Niklas Gaube

26. August 2016

Speedmeeting auf der Frankfurter Buchmesse 2016

Verlage der Zukunft | 0 Comments

Du bist interessiert an der Verlagsbranche und hast in diesem Bereich ein erfolgreiches Studium abgeschlossen? Jetzt fehlt dir nur noch der passende Job, damit du deine gelernten Kenntnisse effektiv nutzen kannst? Dann bist du bei uns genau richtig!

Das Speedmeeting ist eine Veranstaltung, bei der ihr als junge Nachwuchstalente mit den Führungskräften der Verlagsbranche in Kontakt treten könnt. Auch auf der Frankfurter Buchmesse 2016 sind wir wieder dabei!

Datum: 21. Oktober 2016

Uhrzeit: 12:00 – 14:00 Uhr

In einer zwanglosen Atmosphäre habt ihr die Möglichkeit, in 8-minütigen Bewerbungsgesprächen die Führungskräfte der Verlagsbranche kennenzulernen. Nutzt diese einmalige Chance, um Kontakte zu knüpfen, Eindrücke zu sammeln und zu hinterlassen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und möglicherweise einen super Job zu ergattern. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Verlags- und Medienbranche die Chance, talentierte, engagierte Nachwuchskräfte kennenzulernen.

Ab sofort könnt ihr euch für das Speedmeeting in Frankfurt bewerben:

Sendet uns euren Lebenslauf mit Angabe des Studiengangs oder eurer Ausbildung an speedmeeting@verlagederzukunft.de.Die Bewerbungsfrist endet am 12. Oktober 2016. Bitte gebt an, ab wann ihr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnt, ob ihr räumlich flexibel seid und für welche Bereiche ihr euch interessiert!

Zusammen mit Sabine Dörrich von der Personalagentur Dörrich werden wir 10 Bewerber auswählen.

Detaillierte Informationen erhaltet ihr nach Eingang eurer Bewerbung. Für weitere Fragen stehen wir euch natürlich gern zur Verfügung.

 

Autor: Niklas Gaube

22. August 2016

Literarische Whiskey-Tastings statt eintöniger Verlagsmeetings

Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Was passiert, wenn man schottischen Whiskey mit einzigartigen Geschichten kombiniert? Richtig, ein Verlag entsteht! Das klingt nicht nur ungewöhnlich, sondern ist es auch. Doch der Verlag Stories & Friends ist das Kind eben dieser beiden Elemente.

Was für Bücher werden verlegt?

Stories & Friends verlegt Bücher, die es wert sind gelesen zu werden. Das Festhalten an einem bestimmten Genre würde diese Aufgabe nur erschweren. Krimis, Romane, Short Stories, Geschenkbücher und Jugendbücher können auf der Website bestellt werden. Krimi- und Schokoladenliebhaber werden hier ebenso fündig wie Geschichtsinteressierte und Philosophen – Die bunte Mischung verschiedener Themen macht den Charme des Verlages aus.

Ein reiner Buchverlag?

Definitiv nicht! Neben den Büchern vertreibt die Verlegerin Hörbücher, eBooks und Whiskey. Ein Feinschmecker wird in der großen Auswahl bestimmt seinen Lieblingswhiskey finden. Und wenn man sich nicht entscheiden kann, kauft man sich ein Ticket für ein literarisches Whiskey-Tasting. In einer kleinen Gruppe kann der Whiskey genossen werden, während man den Geschichten lauscht.

Whiskey und Bücher?

Stories & Friends ist der einzige Verlag, der gleichzeitig ein Whiskey-Shop ist. Verkostungen, Lesungen und literarische Tastings sind nur ein paar der Möglichkeiten, die einem im gemütlichen Ambiente geboten werden. Geschichten und Alkohol werden nämlich schon seit Jahrhunderten zusammen genossen, insbesondere die Schotten, sowohl begabt im Geschichten erzählen als auch im Herstellen von Whiskey, haben diese Symbiose perfektioniert.

Warum Stories & Friends?

Da Stories & Friends ein Ein-Frau-Verlag ist, ist er von zweierlei Komponenten abhängig: Geschichten und Freunden. Alleine lässt sich ein Verlag nicht so leicht führen: Man braucht Grafiker, Autoren, Lektoren, Vertriebler und Dienstleister. Allein ist diese Last kaum zu tragen, daher arbeitet die Verlegerin eng mit ihren Partnern und Freunden zusammen.

Wo kriege ich die Bücher her?

Du kannst die Bücher in jeder Buchhandlung bestellen und damit den üblichen Weg nutzen, oder auf der Website des Verlages eine versandkostenfreie Bestellung aufgeben.

Stories & Friends ist es gelungen, aus einem unabhängigen, kleinen Verlag und einem Whiskey-Fachgeschäft ein neues Konzept für Leseveranstaltungen zu entwickeln.

Autorin: Karoline Krjutschkow

8. August 2016

Log.os – Ein Unternehmen für die Zukunft des Buchmarktes?

Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

2013 begann die ambitionierte Vision von Log.os in Berlin. Es hat sich seitdem viel getan, unter anderem wurde eine GmbH gegründet, ein Förderverein eingerichtet und zu Beginn des Jahres startete die Betaphase des Projektes. Nur was steht dahinter, welche Vision wollen sie verfolgen, an wen richtet sich das Projekt und wie wollen sie es umsetzen? Wem wird Log.os nützen und werden sie es schaffen ein neues System zu etablieren und sich am derzeitigen Markt durchzusetzen?

Vorstellung von Log.os

Log.os möchte eine Universalbibliothek kreieren, welche aber gleichzeitig als Marktplatz und soziales Netzwerk fungiert. Sie möchten damit eine Schneise in die derzeitig führenden Medienriesen schlagen und sämtliche Interessengruppen rund um das Thema Buch vereinen. Damit soll das kollektive digitale Buchwissen gesammelt, erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht werden. Außerdem wollen sie das Publizieren und Vermarkten von Inhalten demokratisieren.

Ermöglicht werden soll dies durch eine einheitliche technische Infrastruktur, welche den kommunikativen Austausch sowie finanzielle und technische Transaktionen ermöglichen soll.

Was sind die Zielgruppen von Log.os?

Zu allererst steht der Leser im Vordergrund, für ihn soll es eine soziale Leseplattform darstellen. Hierbei wird auf folgende Aspekte wert gelegt: Es müssen sämtliche Inhalte verfügbar und eine direkte Nutzung gewährleistet sein und es muss sichergestellt werden, dass die jeweilige Rechtekette intakt und sauber abgebildet ist.

Es steht aber nicht nur der Leser im Fokus, sondern auch Autoren, Buchhändler, Verlage und die Gesellschaft im Allgemeinen. Hierbei fungiert Log.os unter anderem als Publishing-Plattform, Marktplatz für Bücher und als Vermarktungsebene von Inhalten.

Wie funktioniert Log.os?

Zu Beginn stehen die Texte in der Bibliothek im Mittelpunkt, was vom Lesen, ob gemeinsam oder allein, bis hin zum Schreiben und Vermarkten der eigenen Inhalten reicht. Hierbei existieren mehrere Benutzerebenen innerhalb der Bibliothek. Zum einen das Nutzerprofil: In diesem sind alle Daten und Inhalte hinterlegt. Außerdem laufen darin alle Interaktionen und Channel-Abos zusammen. Zum anderen existiert ein Werkprofil, in dem man alle Informationen zu einem bestimmten Buch findet, unter anderem Metadaten, Rezensionen und Diskussionen. Des Weiteren wird auch ein Channelprofil vorzufinden sein, welches zum einen von Nutzern erstellt und verwaltet und zum anderen von Buchhandlungen und Verlagen als Präsentationsebene für das Sortiment benutzt werden kann.

Organisationsstruktur von Log.os

Das Projekt von Log.os soll sich aus den folgenden drei Teilkomponenten zusammensetzen: Dem Förderverein, einer Stiftung und der GmbH.

Der Förderverein soll über Crowdfunding und Fundraising Kapital für Auf- und Ausbau einwerben und eine geeignete Organisationsplattform außerhalb der Vereins aufbauen und damit eine dauerhafte Unabhängigkeit garantieren. Die Stiftung wird gegründet, um die dauerhafte Neutralität der GmbH, die sich komplett sich um kontinuierliche Innovation bemühen soll und an Aufgaben im operativen Betrieb der Plattform arbeitet, zu gewährleisten. Zudem soll sie die Funktion eines Aufsichtsrates und Kontrollorgans inne haben, um den satzungsgemäßen operativen Betrieb der GmbH sicherzustellen.

Werden sie ihr Ziel durchsetzen?

Log.os ist ein sehr interessantes Projekt, das sich vielversprechend anhört und viele neue Innovationen mit mit sich bringt. Es scheint durchaus wahrscheinlich, dass sie sich zuerst in dem Markt etablieren können, aufgrund des Alleinstellungsmerkmals ihres Projektes. Zudem haben sie bereits einige prominente Unterstützer der Verlagswelt auf ihrer Seite, unter anderem Bastei Lübbe, die Verlagsgruppe Oetinger, C.H. Beck, der Buchreport und der Börsenverein.

Es soll aber nicht nur den Branchengrößen von Nutzen sein, sondern auch kleinen Verlagen und Buchhandlungen, die es bisher schwer hatten sich einer breiten Masse zugänglich zu machen. Ihnen wird mit Log.os diese Möglichkeit gegeben sich neben Größen wie Bastei Lübbe einzureihen und auf sich aufmerksam zu machen.

Zu guter Letzt lässt sich sagen, dass Log.os nicht nur einem einzigen von Nutzen sein soll sondern, dass es vielmehr der Gesellschaft, d.h. den Lesern, Autoren, sämtlichen Buchläden und Verlagen, einen gerechten und gleichen Nutzen liefern soll. Es bleibt weiter spannend um Log.os und es wird sich zeigen wie und wann sie sich am Markt durchsetzen werden.

Autor: Michael Kroschwald

25. Juli 2016

Auf Du und Du mit den Kunden – Der Uhrwerk-Verlag

Kleinverlag, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Es gibt kleine Verlage und gibt Nischenbereiche für Verlage. Und dann gibt es den Uhrwerk-Verlag, klein und nischig. Aber trotz seiner Größe von nur 6 Mann gehört er zu den ganz Großen in seinem Special-Interest-Bereich.

Was macht der Uhrwerk-Verlag eigentlich?

Logo des Uhrwerk Verlag

Pen & Paper Spiele, mit allem was dazugehört. Pen & Paper bezeichnet dabei Gesellschaftsspiele bei denen die Spieler in die Rolle von fiktiven Charakteren schlüpfen, um die Geschichte die sich der Spielleiter ausgedacht oder gekauft hat, zu erleben. Das wohl weltweit bekannteste Beispiel ist „Dungeons & Dragons“, das auch durch Erwähnungen in bekannten Serien und Filmen (zum Beispiel „The Big Bang Theory“) an Bekanntheit unübertroffen ist. Zwar hat der Uhrwerk-Verlag mit diesem Branchenriesen nichts zu tun, dafür begann er seine Arbeit in enger Kooperation mit dem größten deutschen Rollenspielverlag (Ulisses-Spiele) und seinem Hauptprodukt „Das Schwarze Auge“. Doch seitdem hat sich viel getan und bei Uhrwerk haben sich viele Welten für die Spieler gesammelt, vom Steampunk-Science-Fiction Setting in „Space 1889“ über klassische Fantasy in „Splittermond“ (oder „Herr der Ringe“) bis hin zum Tieranwälte-Tanz-Rollenspiel „Sea Dracula“. Auch ein paar Brettspiele und eigens für die Produkte des Verlags komponierte Musik-CD’s findet man im Portfolio.

Was macht den Uhrwerk-Verlag zu etwas besonderem in seiner Branche?

Logo der HeinzconTrotz seiner geringen Größe kennt eigentlich jeder, der Pen & Paper in Deutschland spielt, den Verlag. Denn trotz einer schier unüberschaubaren Anzahl an Kleinstverlagen und Independentprojekten in der Branche, schafft er es den wohl besten Kundenkontakt zu haben, den man sich wünschen kann. So sind die beiden Leiter des Verlags leidenschaftliche Besucher (und natürlich Aussteller) auf Rollenspielconventions und dort einem Schwatz nie abgeneigt. Auch pflegt man sehr gute Kontakte zu verschiedenen Blogs und Podcasts in der Szene. Unter anderem gibt es von einem eigenständigen Podcast mehrere Amateurfilme zu Produkten des Uhrwerk-Verlages. Außerdem ist ein Film am Entstehen, der komplett durch Crowdfunding finanziert wurde und dessen Entstehen man ebenfalls im Internet begleiten kann. Auch schafft man es als Fan relativ leicht im Uhrwerk-Verlag eine seiner Ideen zur Publikation zu bringen. Der Verlag stützt sich regelrecht auf die Vorschläge seiner Kunden und bindet sie so aktiv in sein Programm ein. Am deutlichsten zeigt sich die Wirkung seines ausgeprägten Kundenkontaktes aber in der hauseigenen Messe. Direkt an der Nordsee gelegen findet die so genannte Heinzcon statt, die seit ihrem Entstehen vor ein paar Jahren stetig mehr Besucher verzeichnet. So kamen 2016 bereits über 250 Menschen, um sich ein langes Wochenende ihrem Hobby hinzugeben. Keine schlechte Bilanz wenn man bedenkt, dass ein Ticket mindestens 90 Euro kostet. Und wer an diesem Punkt mehr Lust bekommen hat den Uhrwerk-Verlag unter die Lupe zu nehmen dem sei folgendes (un)seriöses Vorstellungsvideo empfohlen.

Autor: Tobias Tank

18. Juli 2016

Indiebookday – Ein Tag für die Unabhängigkeit

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Feiertage gibt es viele. Und sogar einen, der den kleinen unabhängigen Verlagen zugutekommt! Denn unter all den Neuerscheinungen in jedem Jahr gelingt es kleineren Verlagen meist nur schwer, ihren Titeln weitreichende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dabei sollte doch im Grunde jedes Werk zumindest die Chance haben, wahrgenommen zu werden. Der Indiebookday versucht Abhilfe zu schaffen:

Plakat Indiebookday

Plakat des Indiebookday 2016

Das Konzept im Hintergrund

Im Jahr 2013 startete der erste Indiebookday als eine Initiative des mairisch Verlags. Die Idee, die dahinter steckt, orientierte sich am bereits bestehenden „Record Store Day“ und ist so simpel wie genial: Möglichst viele Menschen sind dazu aufgerufen, an diesem Tag ihrer Lieblingsbuchhandlung einen Besuch abzustatten und dabei auch gleich noch ein Buch eines kleinen Independent-Verlages zu kaufen. Weil das allein die Verleger zwar schon freuen würde, jedoch eher weniger Aufmerksamkeit generiert, präsentieren die Teilnehmer ihre erstandenen Werke mit einem hübschen Schnappschuss unter dem Hashtag #indiebookday auf den sozialen Netzwerken. Eine Zusammenfassung der aktuellen Beiträge von Twitter und Instagram findet ihr hier.

Internationales Indiebook-Fieber

Der diesjährige vierte Indiebookday am 26. März 2016 erfreute sich wieder großer Beteiligung von Buchhandlungen, Verlagen und Privatpersonen aus dem deutschsprachigen Raum. Aber auch international finden sich immer mehr Buchliebhaber, die sich vom Indiebook-Fieber anstecken lassen. Laut dem mairisch Verlag gab es beispielsweise in niederländischen Städten fast 20 verschiedene Veranstaltungen. In Deutschland unterstützte das KulturKaufhaus Dussmann in Berlin den Aktionstag und ließ dazu mehrere Indie-Verleger mit ihren Fans ins Gespräch kommen.

Hoffen wir, dass der Indiebookday auch in den nächsten Jahren möglichst viele Buchfreunde mobilisiert und den Indie-Verlagen eine Bühne bietet. Im folgenden Jahr findet die Aktion voraussichtlich am 1. April, dem Samstag nach der Leipziger Buchmesse, statt.

#indiebookday

Autor: Maike Grohs

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