Liebes Tagebuch… – Der internationale Tag des Tagebuchs

„Das Schreiben in einem Tagebuch ist für jemanden wie mich eine sehr seltsame Erfahrung. Nicht nur, weil ich vorher nie etwas geschrieben hatte, sondern auch, weil es mir scheint, dass später weder ich noch irgendjemand an den Überlegungen eines 13-jährigen Mädchens interessiert sein wird. Aber hey, das macht nichts. Ich möchte schreiben.“ -Anne Frank

Am 12. Juni ist der offizielle Tag des Tagebuchs und gleichzeitig der Geburtstag der wahrscheinlich berühmtesten Tagebuchschreiberin, die es je gab: Anne Frank. Zu ihrem 13. Geburtstag lag das kleine Büchlein auf ihrem Tisch und wurde in diesem Moment zu ihrer Zuflucht in der wohl dunkelsten Zeit ihres Lebens. Heute ist es das bekannteste Tagebuch der Literaturgeschichte, in dem Anne Frank uns die Grausamkeit des Nationalsozialismus vor Augen führt. Doch auch Tagebücher von anderen Schriftstellern oder wichtigen Persönlichkeiten berühren uns immer wieder aufs Neue. Der Tag des Tagebuchs soll Menschen jeden Alters dazu ermutigen, wieder mehr und regelmäßiger ihre Gedanken niederzuschreiben.

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Queere Belletristik im MAIN Verlag

Passend zum Beginn des Pride Month möchten wir euch heute einen queeren Verlag vorstellen. Der MAIN Verlag war letztes Jahr auch zu Gast beim „Heroes of Publishing – Tag der Verlage“ an der HTWK Leipzig.

Gegründet wurde der Verlag schon 1982, damals allerdings noch mit Fokus auf Regional- und Kochkrimis. Erst mit der Übernahme durch Wolfram Alster und Juan Santiago im Jahr 2013 änderte sich das Programm zu schwuler, lesbischer und transgender Belletristik. 2015 folgte der Anschluss des Antheum Verlags und somit die Erweiterung des Programms durch heterosexuelle Liebesromane, Krimis, spirituelle Bücher und Sachbücher.

Trotz des mittlerweile breiten Spektrums und einer Vielzahl an Büchern ist der MAIN Verlag weitgehend unbekannt und kaum im stationären Buchhandel zu finden. Nun bereitet auch noch die Corona-Krise dem Verlag weitere Probleme. Diesbezüglich haben wir ein kurzes Interview mit Verleger Wolfram Alster geführt.

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Netflix für die Ohren – Was ist dran am Hype um Podcasts?

Heutzutage wird der Alltag von vielen von Termindruck und Nackenverspannungen dominiert. Alles muss perfekt getimed sein, vom Kaffee am Morgen bis zum Lesen abends im Bett – wenn Lesen überhaupt drin ist. Multitasking ist mittlerweile eine Lebenseinstellung, ein regelrechter Lifestyle. Auch wenn es absolut nicht gesund ist, immer zwei Dinge gleichzeitig zu machen, begrüßen wir in unserem durchgeplanten Alltag alles, was man nebenbei machen oder irgendwo „dazwischenquetschen“ kann. Wir dürfen vorstellen: der Podcast.

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Alexa, schreib mir ein Buch! – Künstliche Intelligenz in der Buchbranche

Wer Marc-Uwe Klings dystopischen Roman QualityLand gelesen hat, der ist vielleicht vertraut mir der Androiden-Frau Kalliope 7.3. Kalliope ist eine sogenannte E-Poetin, die zum Schreiben personalisierter Bücher entwickelt wurde. Nun hat sie jedoch eine Schreibblockade und soll verschrottet werden, wie das in QualityLand eben üblich ist.

Wenn wir an Künstliche Intelligenz, kurz K.I., denken, kommen den meisten wahrscheinlich Bilder von erschreckend menschenähnlichen Robotern und Cyborgs in den Kopf, die unser Leben kontrollieren und die Menschheit langsam aber ganz systematisch vernichten wollen. Doch was viele nicht wissen, ist dass unser Leben schon in sehr vielen Aspekten von Künstlicher Intelligenz begleitet wird. Wir finden sie beispielsweise in Algorithmen, die Kundendaten für Unternehmen auswerten, Bestellvorgänge durchführen oder riesige Datenmengen verwalten. Außerdem hat jeder, der ab und an „Alexa, schreib Käse auf die Einkaufsliste“ sagt, sich die K.I. auch schon ins Wohnzimmer geholt.

Doch was ist eine Künstliche Intelligenz eigentlich? Und welche Bedeutung hat sie für die Buchbranche?

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