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Posts Tagged ‘graphic novel’

Graphic Novels und Mangas – zu erbaulichen Themen

Mai 19th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Rezension

…Die überwältigende Kraft der Kernenergie!

Wir möchten bei Verlage der Zukunft über aktuelle Trends berichten, ab und an eine Rezension schreiben und noch vieles mehr. Bei meinem Beitrag heute, ist die Schnittmenge davon das Thema Kernenergie in der Publikationsform Graphic Novel.

 

© Carlsen Verlag

Barfuß durch Hiroshima

Die Handlung umfasst eine Zeitspanne von kurz vor der Explosion der Atombombe über Hiroshima, bis einige Monate danach. Eine schöne Zusammenfassung ist auf der Seite des Verlags zu finden. Drastische und realistische Schilderung (in 4 Bänden), des 2012 verstorbenen Manga-Zeichners Keji Nakazawa, der die Katastrophe zusammen mit seiner Mutter überlebt hat. Nicht zum einfach-nebenher-lesen zu empfehlen und auch nicht für zu junges Publikum. An diejenigen, die den Manga/die Graphic Novel bereits gelesen haben: Welches Alter haltet Ihr für angemessen?

 

 

 

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Manga, Messe, Comic – Teil 2

Mai 28th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015 ein Interview und ein Gespräche geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

In Teil zwei äußert sich Herr Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Teil 3 wird in der nächsten Woche folgen.
Sollten Sie den ersten Teil überlesen haben, finden sie diesen hier.

Wie sieht es denn aus mit den Life Action Serien aus Japan und Korea? Warum sind die eigentlich nie in Deutschland angekommen?

Ich glaube, die hatten eine Zeit lang keinen besonders guten Ruf in der Szene. Aber zum Beispiel von Death Note gibt es eine, die soll sogar ganz gut sein. Ich glaube, dass wird auch vermehrt zu uns kommen. Wobei, das, was dort abläuft hat auch schon fast etwas von Manie.

Sie sind, ich nenne es mal, fleischgewordener Kapitalismus. Diese Idols, die auch in den Serien spielen, die werden direkt darauf hin perfekt vermarktet. Mit den Serien dazu, der Musik und so viel mehr drum herum. Zumindest Korea hat unglaubliche Subventionen direkt von der Regierungsebene, was das angeht. Die machen nicht Industrieexport, die machen Kulturexport, und das funktioniert in Asien sehr gut.

Ich glaube, dass da einfach Kulturen aufeinanderprallen.

Das wird es wahrscheinlich im Endeffekt sein.

Woran man das sehr gut sieht, ist der Sport Manga. Sportmanga sind in Japan ein Riesenthema, ob Fußball-, oder Radfahren. In Deutschland sind alle Versuche, die es dazu gab, gescheitert. Ich glaube, da gab es eine Fußballserie, die es geschafft hat.

Die Kickers.

Aber alle Manga sind gefloppt. So schlimm, wie man sich das nur vorstellen kann.  Da hast du zwei verschiedene Kulturen. Der Sportunterricht in Japan ist extrem auf Leistung und Sieg orientiert. Damit kommen wir nicht klar. Das ist zu weit weg. Deswegen ist es gefloppt. Und was diese ganze Popkultur aus Korea angeht, ich glaube da brauchen wir einfach noch ein bisschen. Es ist uns zu fremd. Wobei ich niemals sagen würde, es kommt nicht. Ich würde immer denken, dass es seine Zeit braucht. Und wenn man sich überlegt, dass Manga jetzt gerade so weit ist, dass es endlich positiv wahrgenommen wird, das ist nicht nur irgendetwas, wo man sagt, dieses Nischenprodukt und diese Nerds, die da rumlaufen, die sind alle irgendwie nicht ganz sauber. Davon sind wir jetzt endlich weg. Und der nächste Schritt ist das jetzt, glaube ich auch. Wenn wir uns im nächsten Jahr vielleicht hier wieder sehen würden, wird es wahrscheinlich schon wieder einen  großen Schritt weiter gegangen sein.

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Manga, Messe, Comic– Teil 1

Mai 27th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik | 0 Comments

tokyopop

In dieser und der kommenden Woche machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Manga und Comics. Was bewegt sich dort? Wie sieht deren digitale Zukunft aus? Dazu haben wir auf der Leipziger Buchmesse 2015  ein Interview und ein Gespräch geführt. Wir haben uns mit Herrn Scharf von Tokyopop und Herrn Jachmann von Splitter getroffen und mit ihnen über die Messe, die Branche und die Entwicklung von Manga und Comic gesprochen.

Im ersten Teil lesen Sie das Gespräch mit Herrn Scharf (Director Sales & Marketing) von Tokyopop, in dem die Schwerpunkte auf dem Stand von Manga in Deutschland und deren digitalen Entwicklung liegen. In Teil zwei spricht er über Anime, die Leipziger Messe und die Kooperation Comic!. Da das Gespräch recht lang ist, wird es demnächst auch eine verkürzte Zusammenfassung beider Teile geben.

Wie ist der Stand von Manga in Deutschland im Allgemeinen und im digitalen Bereich?

Also Manga ist lange belächelt worden, dennoch bilden wir fast die gleichen Genres wie die Jugendliteratur ab, wir sind sogar noch breiter. Wir haben noch mehr Genres, die laufen, und Deutschland kapiert ganz langsam, dass an dem Boom keiner mehr vorbei kommt. Wir haben Wachstumsraten von bis zu 10 % jedes Jahr und das seit Jahren. Wir sind das einzige Genre im Buchhandel, welches im Moment so konstant wächst. Inzwischen wird verstanden, dass es nicht nur um Action, Brutalität und Sex geht. Es gibt ganz tolle Geschichten, hoch anspruchsvolle Manga, historisch-geschichtliche Sachen und extrem spannend. Plötzlich schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung über Mangas. Zum Beispiel einen Artikel in dem es um die Katastrophe in Fukushima geht. Man stellt fest, hey, das ist nicht nur so ein bisschen Jugendkultur, das ist viel mehr, da haben wir es mit einer echten Kultur zu tun. Unsere Zielgruppe verändert sich ganz massiv und da kommen wir jetzt zur Rolle des Digitalen in Bezug auf Mangas. Die Urzielgruppe ist 13 bis 17 Jahre alt, die haben kein Tablet oder hatten das bisher nicht. Ein Smartphone hat der eine oder andere. Die digitalen Leser waren für uns nie die Zielgruppe. Nun hatten wir Ende Februar unseren Launch der E-Mangas. Was jetzt immer mehr kommt, ist die Generation 30+, weil die damit aufgewachsen sind. Die haben Dragon Ball und Sailor Moon geguckt und jetzt sind sie auch in den Läden. Es ist wirklich ein Paradigmenwechsel und unser Vorteil ist momentan noch, dass Manga in Deutschland ein Sammelobjekt ist. Das heißt, dass der Kunde oder der Leser in die Buchhandlung gehen will. Der will vor diesem tollen Regal stehen, will sich seine Bände nehmen und nach hause gehen. Die Zukunft klopft aber schon an die Tür.

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