Diese Bücher begleiten uns in 2026

Wir schreiben viel über Künstliche Intelligenz in unseren Beiträgen, wie man bestimmt erkennen kann. Nicht nur, weil das Thema extrem aktuell ist, sondern auch, weil es unsere Zukunft weit über den Buchmarkt hinaus beeinflusst.

Da wir als Team aber auch eine Horde von Bücherwürmern sind, wollen wir euch gerne zeigen, was wir eigentlich über den Jahreswechsel lesen, was uns gedanklich begleitet und die eigenartige Zeit zwischen den Jahren überbrückt. In unserer Bücherauswahl hat KI zur Abwechslung mal gar nichts verloren.

Ich bin die Rache – Ethan Cross

Ein Buch, das mich im Jahr 2026 begleiten wird, ist der sechste Band „Ich bin die Rache“ aus der Shepherd-Reihe von Ethan Cross. Es handelt sich um einen Thriller über einen Serienmörder namens Francis Ackerman Jr. und seinen Bruder Marcus Williams, die zusammen unter der Shepherd Organization arbeiten, um grausame Verbrecher und Mörder aufzuhalten. In diesem Buch ist die Shepherd-Agentin Maggie Carlisle in den Händen des Serienmörders „The Taker“, und die Brüder versuchen, sie zu finden und zu retten.

Die Kapitel dieser Buchreihe sind so aufgebaut, dass die Charakterperspektiven sich abwechseln. So bleibt man stets auf dem Laufenden, mit wem was gerade geschieht und welche Hintergrundinformationen es zu der Person gibt. Das finde ich sehr gelungen, weil man dadurch eine Art Verbindung oder das Gefühl, den Charakter zu kennen, aufbauen kann.

Ich bemerkte auch, dass die Zeit besonders schnell verging, wenn ich ohne Unterbrechungen lesen konnte, ohne dass ich es wahrnahm, weil das Buch sehr spannend und fesselnd geschrieben ist. Immer wieder lässt es mich hinterfragen und grübeln, was mit der Special-Agentin Maggie passiert ist, wer der Taker wirklich ist und ob die Brüder es schaffen werden, sie zu retten. In gewisser Weise nimmt man dabei selbst die Rolle eines Detektivs ein, besonders wenn die Handlung in die Vergangenheit wechselt oder aus anderen Perspektiven erzählt wird und man versucht, das gesamte Bild zusammenzusetzen. Mich fesseln außerdem die komplexen Gedankengänge, Gefühle und Aktionen der Charaktere und halten mich durchgehend auf Spannung.

Vom Ende der Einsamkeit – Benedict Wells

„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells erzählt die Lebensgeschichte von Jules Moreau, der nach dem frühen Tod seiner Eltern mit seinen Geschwistern auf ein Internat kommt und dort eine tiefe emotionale Einsamkeit entwickelt. Als Erwachsener blickt Jules auf seine Vergangenheit zurück – auf verpasste Chancen, Schuldgefühle und besonders auf seine große Liebe Alva.

Es ist ein Buch, das von tragischen Schicksalsschlägen, Einsamkeit und Liebe handelt und lange nachwirkt. Der Roman liest sich schnell und angenehm, getragen von einem sehr feinfühligen Schreibstil. Mich hat das Buch nachdenklich und melancholisch gestimmt, aber auch berührt, weil es zeigt, wie prägend Nähe, Erinnerungen und unausgesprochene Gefühle für ein ganzes Leben sein können.

 

Das Parfum – Patrick Süskind

Zum Abschluss des Jahres lese ich „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Im Vergleich zu den anderen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, lese ich dieses nicht zum ersten Mal. Das war auch das Ziel bei der Wahl des Buches: eine Geschichte, die ich schon kenne und bei der ich weiß, was auf mich zukommt.

„Das Parfum“ verfolgt das Leben des jungen Jean-Baptiste Grenouille, der es mit einem außerordentlich guten Geruchssinn und mindestens genauso außerordentlich viel Selbstüberzeugung – oder auch Größenwahn – bestreitet. Schon im jungen Alter weiß er, dass er eine große Bestimmung hat, und nachdem er viele Hürden genommen und das Handwerk des Parfümeurs erlernt hat, findet er sie.

Er kommt zu dem Schluss, dass er ein Parfum herstellen wird, das ihn so gut riechen lässt, dass ihm die ganze Menschheit zu Füßen liegen wird. Wie genau er das bewerkstelligt, wissen diejenigen, die das Buch oder den dazugehörigen Film kennen oder zumindest davon gehört haben, wahrscheinlich schon. Den anderen möchte ich es jedoch nicht vorwegnehmen. Auf seiner Reise hinterlässt er jedenfalls kaum Glück.

Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert in Frankreich und beginnt mit einer eindringlichen Beschreibung des Gestanks dieser Epoche, insbesondere in Paris. Dieser Einstieg vermittelt einen guten ersten Eindruck davon, wie unverblümt und ausführlich Grenouilles Welt geschildert wird. Dabei liegt ein großer Fokus auf den Gerüchen und auf dem Innenleben des Protagonisten, seinem inneren Königreich der Düfte.

Persönlich mag ich Das Parfum sehr gern und würde es weiterempfehlen, sofern man düstere und ungeschönt erzählte Geschichten mag.

Harry Potter – J. K. Rowling

Über den Jahreswechsel hinweg begleitet mich die Buchreihe Harry Potter von J. K. Rowling, speziell der vierte Band „Harry Potter und der Feuerkelch“.

Tatsächlich lese ich diese Reihe zum ersten Mal in meinem Leben, was sicherlich ein wenig Verwunderung hervorruft, aber better late than never! Die Filmreihe ist mir allerdings schon geläufig. Umso spannender ist es für mich, all den zusätzlichen Zauber aus den Büchern zu erleben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Worum es in Harry Potter geht, ist, denke ich, mittlerweile allgemein bekannt.

Ich finde, dass die ersten vier Bücher die (Vor-)Weihnachtszeit noch gemütlicher gemacht haben, wobei es im vierten Band mit dem Trimagischen Turnier deutlich düsterer wird. Trotzdem spielt das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle in der Geschichte, was ich sehr herzerwärmend finde. Romantische Liebe ist hier vollkommen zweitrangig – ganz im Gegensatz zu vielen heutigen Fantasy-Büchern oder auch zu denen, zu denen ich sonst greife.

Ich freue mich schon darauf, den Rest der Reihe 2026 zu lesen und dann endlich überall mitsprechen zu können.

Autor*innen: Viktoria Ebert, Toska Knetschke, Phuong My Pham, Luisa Braunreuther

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