Der Verlag an der Este

Der Verlag an der Este kommt aus Buxtehude – wie Buxtehude? Ja Buxtehude existiert wirklich, ganz in der Nähe von Hamburg. Dort können nicht nur Hunde mit dem Schwanz bellen und schlaue Igel Hasen im Rennen besiegen, sondern dort sorgt auch der Verlag an der Este dafür, dass Bücher in die Hände junger Leser gelangen und das seit gut 25 Jahren.

Und was ist nun das Besondere? Macht das nicht jeder Kinder- und Jugendbuchverlag?
Nicht ganz, denn der Verlag an der Este hat es sich zum Ziel gemacht, Buchprogramme zu erstellen, die Kinder und Jugendliche motivieren zu lesen. Um dies zu erreichen, setzt sich das Angebot vor allem aus Büchern mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und aus Restauflagen sowie selbstverlegten Büchern zum kleinen Preis zusammen.

Besondere Buchprogramme

Der Verlag an der Este erstellt seine Buchprogramme, indem er aus der Titelflut des deutschen Buchmarktes Titel auswählt und diese prüft bevor sie ins Programm aufgenommen werden. Dabei wird auf altersgerechte Inhalte und Sprache geachtet, vor allem aber darauf, dass sich die Leser mit der Geschichte identifizieren können sowie das bereits genannte Preis-Leistungs-Verhältnis.

Leseförderung wird groß geschrieben

Der Grund hinter diesem etwas anderen Angebot ist das große Ziel junge Menschen dazu zu bringen ein Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Bücher erfahren eine immer größere Konkurrenz durch andere Medien, dabei ist und bleibt Lesen eine wichtige Kernkompetenz im alltäglichen Leben. Die positiven Effekte sind weithin bekannt, wie Anregung der Fantasie oder auch die verbesserte Sprachkompetenz, wozu zum Beispiel ein vergrößerter Wortschatz gehört.

Bücherzeitungen – der etwas andere Vertrieb

Der Verlag an der Este ist auch was den Vertrieb angeht kein herkömmlicher Verlag, denn auch hier ist man einen etwas anderen Weg gegangen. Da die Hauptzielgruppe Schüler sind, hat man beschlossen diese direkt zu erreichen und dazu Bücherzeitungen zu entwickeln.
FindeFund ist die Zeitung für Kindergartenkinder bzw. deren Eltern und Erzieher, dann folgt „Gänsefüßchen“ für Grundschulkinder und schließlich gibt es noch den Bücherigel für SchülerInnen der Sekundarstufe.

Die Verteilung der Zeitungen erfolgt vor allem über die Schulen. Bei uns war es früher immer ein großes Ereignis, wenn die neuen Bücherigel da waren. Wir bekamen Unterrichtszeit, um in der Zeitung zu schmökern und zeigten uns gegenseitig die Bücher, die wir haben wollten. Die Auswahl wurde noch von den Eltern abgesegnet, sonst wären so manche Bestellungen etwas ausgeartet und ein paar Tage später kam das Bücherpaket in der Schule an.
In den Zeitungen hat fast immer jeder etwas gefunden, da diese nach Alter und Interessen aufgeteilt waren und eine bunte Mischung boten. Der Verlag hat es so geschafft seine Bücher, direkt in die Hände seiner Leser zu bringen und der kleine Preis ist dann erst recht kein Hindernis mehr.
Für mich ist der Verlag an der Este ein Stück Kindheit, der mit seinem etwas anderen Konzept einen wirklich guten Beitrag zur Leseförderung leistet!

Autorin: Anna Sophie Fromhage

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