Interview mit Edgar Nowatius von ZWONULL MEDIA

Edgar Nowatius ist einer der Inhaber von  ZWONULL MEDIA, deren Sitz sich in Leipzig befindet. ZWONULL MEDIA ist ein junger Dienstleister für Unternehmen, deren visuelle Unternehmenskommunikation Hilfe bedarf. Sie bieten, angefangen von einer umfassenden Beratung bis hin zur Produktion und dem Handling, ihr Know-How an.

Als Teilnehmer des „Alumni meets Studies“ an der HTWK Leipzig (11.11.2012) hatten wir Gelegenheit, Herrn Nowatius zu treffen und einiges über seinen Werdegang nach Abschluss seines Studiums im Bereich Verlagsherstellung (heute Buch- und Medienproduktion) zu erfahren.

Wir: Wie sind Sie dort hin gekommen, wo Sie heute sind?
Hr. Nowatius: Nach meinem Abschluss arbeitete ich erst als Grafiker in einer Agentur, doch wenig später entschloss ich mich, zusammen mit drei Freunden, eine eigene Agentur zu gründen –
ZWONULL MEDIA.

Wir: Was bieten Sie Ihren Kunden an?
Hr. Nowatius: Unser Portfolio hat sich in den letzten Jahren sehr erweitert. Nachdem wir früher noch viel im Printbereich vertreten waren, haben wir uns nun in digitaler Hinsicht weiterentwickelt, sodass wir ca. 60 % digitale Produkte anbieten und uns nur noch zu 40 % mit Printmedien beschäftigen. Wir erstellen heute also nicht nur Flyer und Kataloge, sondern helfen, auch Webseiten aufzubauen und beschäftigen uns ebenfalls mit der App-Entwicklung. Unser Augenmerk liegt jedoch auf der strategischen Inhalteaufbereitung, durch welche unsere Kunden jene Kommunikationsmittel bekommen können, die sie auch tatsächlich brauchen.

Wir: Hat Sie das Studium gut auf Ihr jetziges Arbeitsleben vorbereitet?
Hr. Nowatius: Auf den ersten Blick, nein. Meine Tätigkeit ist nicht die eines klassischen Herstellers, doch alles, was an Wissen im Umgang mit Kalkulationen, Produktionsabläufen und wirtschaftlichen Aspekten vermittelt wurde, habe ich gut anwenden können. Mein Studium war also auf keinen Fall sinnlos, ganz im Gegenteil. Ich hatte eine sehr gute Zeit.

Wir: Wie wir erfahren haben, hat Sie Ihr Praxissemester stark geprägt. Was ist Ihr Rat an den Branchennachwuchs?
Hr. Nowatius: Das stimmt. Ich war als Grafiker in einer Agentur angestellt. Da ich mich immer eher als Grafiker, weniger als Hersteller gesehen habe, hat mich mein Praktikum nur darin bestätigt und ich habe vieles lernen können. Mein Rat ist: Überlegt euch genau, wo ihr euer Praktikum machen wollt. Klar könntet ihr es irgendwo machen, doch es sollte euren Interessen und Wünschen entsprechen.

Wir: Ihre Firma stellt oftmals Praktikanten ein, die an der HTWK Leipzig studieren. Meistens sind es angehende Buch- und Medienproduzenten und Medientechniker. Welche Anforderungen stellen Sie an Ihre Praktikanten?
Hr. Nowatius: Wir erwarten eigentlich nur, dass sie sich gut mit den im Studium gelernten Basics auskennen, mehr aber auch nicht. Genauer kann es gar nicht ausgedrückt werden, denn die einen sind schneller, andere kreativer, doch alles in allem sind sie bei uns, um etwas zu lernen, was sie nicht im Studium lernen können: Praxis. Nicht Kaffeekochen. Unsere Praktikanten bekommen also Gelegenheit sich auszuprobieren und schlimmstenfalls auch mal Mist zu bauen. Wir sind aber auch Praktikanten aus anderen Studiengängen gegenüber offen. Es wäre auch mal schön, einen Informatiker oder andere passende Studiengänge bei uns zu haben.

Wir hoffen, ihr fandet das Gespräch mit Herrn Nowatius genauso interessant und aufschlussreich wie wir und bedanken uns hiermit nochmals für seine Offenheit.

von Marie Erdmann

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