Lektor müsste man sein…

Vor allem im Winter, wenn es zeitig dunkel wird, man die Laterne vor dem Fenster durch den dicken Nebel nur erahnen kann, mache ich es mir gern auf dem Sofa gemütlich. Und während ich im Buch Seite für Seite genüsslich lese, denke ich mir, wie glücklich müssen doch die Leute sein, deren Beruf es ist, jeden Tag Bücher zu lesen und dabei lediglich einige Rechtschreibfehler zu markieren.

Wie wird man eigentlich ein Lektor und gehört nicht doch etwas mehr als Lesen mit dem Rotstift zu diesem Beruf?

Lektoren haben meist ein Sprach- oder Geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen. Beliebte Fächer sind Germanistik, Geschichte, Soziologie oder Philosophie. Des Weiteren sollte man Eigenschaften wie Ausdauer, Geduld, gute Allgemeinbildung und ein ausgeprägtes Gefühl für Sprache mitbringen. Als Lektor liest man nicht nur Texte und entscheidet, ob Manuskripte für die Veröffentlichung geeignet sind, sondern übernimmt auch den Kontakt zu den bereits bestehenden Autoren und Agenturen. Darüber hinaus sollte man den ausländischen Markt immer im Blick behalten, um Rechte an vielversprechenden Neuerscheinungen für den eigenen Verlag erwerben zu können.
Der Berufseinstieg ist steinig und läuft meist über schlecht bezahlte Volontariate bei Verlagen. Bereits absolvierte Praktika und Anstellungen als freier Mitarbeiter bei Verlagen oder Zeitungen erhöhen jedoch die Chancen.
Wenn einen diese Anforderungen nicht abschrecken, sondern begeistern, dann ist man für den Beruf des Lektors bestens geeignet.
Und der Rotstift ist wichtigstes Werkzeug des Korrektors, nicht des Lektors.

Von Sarah Killian

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