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Publisher’s Forum 2018 – Beyond Publishing! / Unser Erlebnisbericht

Autor_innen: Maxine Mütze / Christian Bartl


Das #Publisher’s_Forum_2018 ist nun, schon seit ein paar Tagen vorüber. Es war ganz großartig. Wir beginnen folgerichtiger Weise mit der #Nachberichterstattung


 

Während die Digitalisierung in vielen Bereichen der Dienstleistung und Konsumgüterproduktion, und in der Industrie sowieso, schon überwiegend angenommen wurde, herrscht im Verlagswesen noch vornehme Zurückhaltung.
Auf dem #pf18 wurde der Status quo der Branche offen gelegt und versucht, in neue Richtungen zu denken.
Wir waren dafür vor Ort. Wie es uns ergangen ist und gefallen hat, lesen Sie im Folgenden…

26. April 2018 –  10:30 Uhr – dbb Forum Berlin

Das Publisher’s Forum beginnt, für alle, die mögen, nach einer Stärkung am Frühstücksbüffet, damit, dass Rüdiger Wischenbart (The Publisher’s Forum) die Teilnehmer im dbb Forum Berlin willkommen heißt.

Direkt im Anschluss beginnen dann auch die ersten Veranstaltungen:

Unter anderem sprach Laura Nevanlinna von Kaiken Publishing aus Finnland über die Entstehungsgeschichte des Verlages. Was unter Anderem daran speziell und folglich interessant war, ist, dass dieses Unternehmen viele verlagsübergreifende Kooperationen eingegangen ist. So etwa auch mit einem deutschen Verlag – dem Drachenmond Verlag aus Leverkusen. (Ihres Zeichens einer der drei anwesenden Gastverlage beim letztjährigen Kleinverlegertag an der HTWK Leipzig.)

 

Nachdem wir uns in der Mittagspause angeregt ausgetauscht und wieder gestärkt hatten ging es gleich in die nächste Veranstaltung unter dem Titel „Erkenne Deine Leser!“
Diese wurde durch einen Vortrag von Buchbloggerin Karla Paul (@Buchkolumne) eingeleitet. Karla Paul machte auf das „Problem“ aufmerksam, dass viele Verlage sich der Digitalisierung noch nicht wirklich annähern, es zumindest nur unwillig und zögerlich tun, und dadurch viel Potential unausgeschöpft lassen.
Danach wurde mit Jonathan Beck (C.H. Beck), Marguerite Joly (Ullstein/Bonnier Gruppe) und Jan Lenarz (Ein guter Verlag) darüber “debattiert“, wie wichtig Ihnen zum Beispiel das Thema Datensammeln und derselben Auswertung ist. Alle waren dabei ziemlich ähnlicher Meinung und gaben zu, zwar Datenerhebung zu betreiben, diese aber keineswegs als Kernelement dafür, die eigenen „Leser zu erkennen“ zu betrachten. Jonathan Beck verwies darauf, dass man Bücher nicht wie durchschnittliche Konsumprodukte komplett am, durch Datensätze ermittelten, Kundenbedürfnis ausrichten könne, sondern dem Leser auch immer etwas bieten müsse, was ihn überrascht, das eben dem Wortsinn nach originell ist. Marguerite Joly stimmte zu. Jan Lenarz verwies jedoch darauf, dass der Bereich in seinem Verlag, der von insgesamt lediglich zwei Personen geführt wird, zwar ebenfalls nicht die Programmgestaltung bestimmt, jedoch den Vertrieb. Da es für den thematisch nischenorientierten Kleinverlag schwierig ist, die Bücher in den stationären Handel zu bringen, um ihnen dort Sichtbarkeit zu verschaffen, müssen digitale Vertriebswege geschaffen werden.

Der den ersten Tag abschließende Fireplace Talk (dt. „ein Kaminfeuergespräch“) in gemütlicher Publikumsrunde fand um 17:00 Uhr mit Moderator Rüdiger Wischenbart und Paula Zuccotti als Gast statt. Die bildende Künstlerin und Buchautorin stellte ihr neuestes Werk „Every Thing We Touch“ vor, in dem sie auf Fotografien dargestellt zeigt, welche Gegenstände verschiedenste Menschen tagtäglich nutzen und dementsprechend berühren/anfassen. Fotografiert hat sie diese Dinge jeweils ausgelegt auf ein weißes Tuch. Der Bildband ist tatsächlich ein Buch der ganz anderen Art geworden.

[Zu finden sind ihre Arbeiten unter paulazuccotti.com.]

 

27. April 2018 – 9:00 Uhr dbb Forum Berlin

Tag 2 begann erneut mit einer Willkommenseinleitung des Organisators Rüdiger Wischenbart. Danach folgten Veranstaltungen, wie „International Market Developements: Nielsen on UK, Spain and Italy“; „Central Boekhuis on the Netherlands: Media Control on Germany“ oder “E-Books oder digitale Transformation in Publikumsverlagen? Formate, Daten-Analysen und Erwartungen im Marktsegment E-Books, digital Audio und digitale Lese-Communities“.

 

Während in den zuerst Genannten erklärt worden ist, wie eigentlich in anderen Ländern gelesen wird, und wie genau in den Niederlanden das Systeme Buchverkauf und Buchherstellung funktionieren, wurde in der zweiten Veranstaltung in Form einer Debatte darüber gesprochen, wie die Digitalisierung in Verlagen derzeit und zukünftig vonstatten geht, gehen kann und gehen könnte

 

Die letzte Veranstaltung des Tages vor den Wrap-up & Closing Remarks drehte sich um das Thema „Breaking the Wave: What Can Publishers Do to Reverse Shrinking Markets?“ Hier sprachen Fionnuala Duggan (Informa plc.), Joerg Rheinbold (Axel Springer) und Joseph Evans (Enders Analysis).

 

Schließlich endete das Publisher’s Forum 2018 und damit eine für uns unverzichtbare Erfahrung. Wir sind dankbar, dass wir dabei sein durften!
Deswegen möchten wir hier auch an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Klaus-Peter Stegen (The Publisher’s Forum) aussprechen, dafür dass Sie uns ermöglicht haben, dem Publisher’s Forum 2018 beizuwohnen.
#pf18

 

Euer Content-Team,
und in diesem Fall namentlich

 

Christian Bartl und Maxine Mütze

 

[Wir waren übrigens sogar ein Media Partner. Siehe Bild.]


Von den Verlagen_der_Zukunft besuchen durften das Publishers Forum 2018 Stefani Breitmeier, Maxine Mütze und Christian Bartl.

Die verwendeten Fotos in diesem Artikel wurden geschossen von © Christian Bartl.


#zum_Weiterlesen: Gesondert hinweisen möchten wir gerne auf die Berichterstattung des Börsenblatts und die Veröffentlichung des Vortrages von Karla Paul, auf deren eigener Blogpage buchkolumne.de.

Lass uns doch einen Kommentar da.

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