Snippy – per App zur Kurzgeschichtenflatrate

UPDATE –> bei der diesjährigen E:PUBLISH hat snippy abgeräumt und beim BUDIP Platz eins belegt, Glückwunsch!

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Eigentlich müssten wir heute zwingend über die neuen googe+Pages schreiben, aber da google uns noch nicht erlaubt, eine zu erstellen, muss das warten, bis wir Informationen aus erster Hand anzubieten haben. Wenke Richter hat aber hier schon toll vorgelegt.

Snippyper App zur Kurzgeschichtenflatrate

Im Appstore kann man sich nun schon länger furch eine Fülle von Angeboten für Bücher auf dem iphone und ipad wühlen. Auch die Produktion von Literatur Apps, für Amazons Kindle sogar in Gratisversionen, ist schon lange keine Neuigkeit mehr.

Jungen Anbietern bleibt also eigentlich nur die Suche nach einem schnittigen Konzept für eine Nische, das Zeit zum Lernen schafft, Reichweite bewirkt und einen Namen macht. Snippy, die Kurzgeschichten App, ist vielleicht so ein Kandidat.

Snippy ist anders als stanza oder ibooks, die eher eine Plattform für den weiteren Kauf von Apps und eBooks dienen, oder kostenlos rechtefreie Werke anbieten für all diejenigen, die diese bisher noch nicht am PC oder sogar als echtes Buch gelesen haben.

Snippy ist eine redaktionell betreute Kurzgeschichten App. Es gibt ein Lektorat, welches die Texte auswählt und für die App aufbereitet. Von Krimis bis zum Jugendbuch, von Klassikern bis Nachwuchsautoren werden den Nutzern spannende und interessante Geschichten geboten. Außerdem kann man sich zusätzlich alle Texte von professionellen Sprechern aufgenommene Hörbücher dazuladen. Die App wird wöchentlich aktualisiert, es ist also immer neuer Lesestoff vorhanden.

Aber geht das Konzept auch auf?

Einen Monat nach Start der App hat Snippy über 1000 Nutzer und ist sogar für den BUDIP-Award nominiert. Innovation und Bekanntheit sind also gegeben aber ob sich das Geschäftsmodell rechnet ist noch offen. Die App kostet als Einführungspreis 2,99€ und ist eine Flatrate. Bei 1000 Nutzernsind natürlich weder Programmier- noch Personalkosten gedeckt. Da gilt es ganz einfach geduldig sein: das tatsächliche Preismodell und die Entwicklung der Nutzerzahlen abwarten, denn man muss einem Internet-Startup genau wie jedem anderen Unternehmen zubilligen, sich die Wirtschaftlichkeit zu erarbeiten.

Nur wenige Apps sind wirklich rentabel und bei vielen stehen finanzkräftige Unternehmen dahinter, welche die schwierige Startzeit gegebenenfalls aussitzen können. Außerdem geht es vielen Verlagen bei ihren Apps sicher vordergründig auch um die Präsenz und Verfügbarkeit auf jedem Medium. Der einzige Beteiligte am App Geschäft, der wirklich gut verdient, ist im Moment nur Apple. Bei den Unternehmen aus dem Buchbereich warten alle noch gespannt welche Geschäfts- und auch Bezahlmodelle sich letztendlich rentieren.

Ob Snippy solch ein Geschäftsmodell hat, muss im Moment unbeantwortet bleiben. Die Idee jedoch ist innovativ und klasse umgesetzt und man darf gespannt sein, was sich die Entwickler für die Zukunft tolles einfallen lassen. Das Kurzgeschichten-Konzept ist in jedem Falle ganz nah dran am Community-Gedanken, am Trend zum Self-Publishing, an EPIDU und Lovelybooks.. da scheint noch einiges möglich zu sein! Die snippy GmbH sitzt übrigens in Leipzig, André Hille und Tino Kuhl sind die Gründer – besonders André Hille kein Unbekannter, darum fragen wir gleich mal: Wie läuft es, Herr Hille, und was kommt als nächstes?

Josephine Mitze

 

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