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Posts Tagged ‘stationärer Buchhandel’

Bookfairy – Die umfassende Unterstützung für den Buchhandel

Juni 29th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Bookfairy Logo

Das Projekt Bookfairy ist vor allem für den stationären Buchhandel interessant. Die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels unterstützte Idee, die gerade noch entwickelt wird, soll Buchhändlern ein individuelles, an sie angepasstes Novitäten-Portfolio bieten. Dabei sollen die Vorteile von Buchmessen, Vertreterbesuchen und klassischem Vorschauversand vereint werden.

Bookfairy soll als umfassendes Informationsportal für den Buchhandel etabliert werden. Muss ein Buchhändler sich sonst durch Berge von Vorschauen diverser Verlage kämpfen, um zu entscheiden, welche Novitäten er in sein Sortiment aufnimmt, trifft Bookfairy eine persönliche Auswahl für den Händler. Somit übernimmt dieses Portal die Beratungsfunktion, die ursprünglich der Verlagsvertreter innehatte. Über Videos, die Web-Seminaren ähneln sollen, kann sich der Buchhändler inspirieren lassen und zusätzlich Verkaufsempfehlungen zu den einzelnen Titeln erhalten.

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„Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann“ – Teil 2 unseres Interviews mit Verleger Christopher Schroer

März 14th, 2014 | Meinung & Kritik, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Christopher Schroer, Verleger aus Lindlar, kündigte Anfang vergangenen Jahres seine Zusammenarbeit mit Amazon, was für eine große mediale Resonanz sorgte. Am 07.03.14 haben wir den ersten Teil unseres Interviews mit Christopher Schroer veröffentlicht, in dem es um seine Erfahrungen mit dem Online-Großhändler ging. Nun folgt Teil 2 des spannenden Interviews mit Fragen zu alternativen Vertriebswegen und Zukunftsaussichten für den Buchmarkt.

Christopher Schroer
Der stationäre Buchhandel hat inzwischen jedes Jahr einen Rückgang in den Verkaufszahlen zu verzeichnen, während sich der Online-Buchhandel, vor allem beim Marktführer Amazon, immer größerer Beliebtheit erfreut. Wie schätzen Sie die Zukunft zum einen für den stationären und zum anderen für den Online-Buchhandel ein?
„Märkte verändern sich, das war ja schon immer so. Und der stationäre Buchhandel wird sich den veränderten Bedürfnissen anpassen, wie auch unser Verlag sich dem anpassen wird. Gänzlich verschwinden wird der Buchhändler vor Ort nicht. Meine Kritik an Amazon heißt nicht, dass ich nicht von dem Unternehmen lernen kann. Und das würde ich auch jedem Buchhändler mit auf dem Weg geben. Es gibt viel, was man von Amazon lernen kann, wenn nicht sogar mit einfachen Mitteln besser machen kann.“

Welche alternativen Vertriebswege im Internet gibt es für Verlage neben Amazon?
„Es gibt keine – aus Sicht des Kunden – vernünftige Alternative im Buchhandel, es tut mir leid. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass eine Veränderung des Status Quo wirklich gewollt ist. Ich las vor etwa einem Jahr, man wolle ein alternatives Angebot zu Amazon schaffen — 14 Jahre nachdem man Amazon das Feld überlassen hat. Sorry, aber ein Mitdenken- und Verändern- und Mitgestalten-wollen sieht anders aus.“

Wie können Kunden zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt beitragen?
„Kunden tragen zu fairen Verhältnissen auf dem deutschen Buchmarkt bei, denn es gibt ja die Buchpreisbindung. Egal, ob online oder offline gekauft wird.

Die Frage, ob das dem Einzelhandel vor Ort gut tut, ist eine komplexe: Wenn der Elektrofachhändler, Buchhändler, Optiker keinen »Mehrwert« bietet (und der fängt schon bei einer freundlichen Begrüßung und einer kompetenten Beratung an!), warum sollte sich der Kunde das antun? Wenn aber Kunden sich beraten lassen und dann im Internet das vermeintliche Schnäppchen kaufen, ist es wiederum kein Wunder, wenn der Kunde nicht als König hofiert wird.

Zurück aber zum Buchhandel: Verlage und Buchhändler — insbesondere Independent-Verlage und kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen — sitzen in einem Boot. Und man sollte wieder mehr miteinander über die Bedürfnisse reden und gemeinsam Lösungen finden. Das wäre ein Baustein zu einem »faireren« Buchhandel. Diese Pflicht kann aber nicht dem Kunden übertragen werden!“

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