Beruf: Buchbinder

Buchbinder. Woran denkt man da? Eine Werkstatt in der es nach Holzleim riecht und in der halbfertige Bücher neben Schneidewerkzeugen liegen. Und natürlich Pappen und Umschlagpapier in allen möglichen Größen und Farben. Dazu dann der Buchbinder selbst, der mit großer Sorgfalt Einzelstücke fertigt oder repariert. Die Seiten näht er mit Nadel und Faden zusammen und leimt sie anschließend. Danach wird der Buchblock im Einband befestigt und noch schön verziert. Solche Sorgfalt braucht seine Zeit. Für die Produktion eines Buches benötigt er mehrere Tage.

Aber gibt es diesen Beruf eigentlich überhaupt noch?

Für eine solche Liebe zum Detail, wie oben beschrieben, bleibt heute nur noch selten Zeit. Bücher werden fast ausschließlich von Maschinen gebunden. Bei Roman-Auflagen von durchschnittlich 4000 Exemplaren müsste ein einzelner Buchbinder auch lange an der Werkband stehen. Aber trotzdem: Buchbinder werden – das geht auch heute noch. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass die Buchbinderei von Hand fast vollständig hinter die industrielle Fertigung zurückgetreten ist. Zum 1. August 2011 wurde der Ausbildungsberuf „Buchbinder/in“ mit Fachrichtungen durch die beiden Berufe „Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung (Industrie)“ und „Buchbinder/in (Handwerk)“ abgelöst. Die Buchbinder stellen zwar natürlich immer noch Bücher her, aber größtenteils tun sie das maschinell. Nur bei der Einzel- und Sonderanfertigung werden die Bücher noch von Hand gebunden.

Quellen:
http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=90572
http://www.geo.de/GEOlino/mensch/berufe/beruf-buchbinder-62142.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Auflage_%28Publikation%29

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