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Die Kunst mit dem Buch

Ein Buch herzustellen, ist schon eine Kunst an sich. Das Kultur- und Gedankengut dann künstlerisch zu gestalten, eine Herausforderung. Doch gibt es Menschen, die sich dieser gewachsen und berufen fühlen. Die Liebe zu Typografie, Schriften, Illustration und grafischen Prozessen lassen sie in künstlerisch ausdrucksstarken Werken rund um das Buch in Erscheinung treten. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (kurz HGB) bietet hierzu den Studiengang Buchkunst/Grafik-Design an.
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Wer es geschafft hat, einen der begehrten Plätze an der HGB zu ergattern, ist nicht nur hoch talentiert, sondern auch überglücklich. Von circa 300 Bewerbern für den Studiengang erhalten nur rund 15-18 Studenten die Möglichkeit auf ein Studium im Fach Buchkunst/Grafik-Design. Als Vorauswahl müssen die Bewerber eine Mappe mit circa 20 eigenen Werken abgeben. Sieht die Kommission darin eine Begabung, wird der oder die Bewerber/-in zum Eignungstest eingeladen.

Zeitgenössisch, aber mit langer Tradition wird das handwerkliche Können in den zahlreichen, gut ausgestatteten grafischen Werkstätten übermittelt. Um das Gefühl für ein Buch und dessen Herstellung von den Wurzeln begreifbar zu machen, ist das zweijährige Grundstudium darauf ausgelegt, Bücher per Hand zu setzen, zu drucken und zu binden. Die Ausbildung in sehr kleinen Klassen ermöglicht die Vermittlung der druckgrafischen Disziplinen, wie Lithografie, Siebdruck, Holzschnitt, Buchdruck, Handsatz, Bucheinband und gibt Platz für intensives Lernen. Besonderer Wert wird auf die Weitergabe von Traditionen gelegt, gleichzeitig jedoch den Studenten genügend Freiraum für die persönliche und zeitgenössische Entwicklung gegeben.

Nach dem Grundstudium wählen die Studenten eine der Vertiefungsrichtungen (Systemdesign, Typografie, Illustration oder Schrift) aus. Im gesamten Studium an der HGB werden die Studenten immer wieder mit der kritischen Auseinandersetzung und Gegenüberstellung ihrer Werke konfrontiert. Mit dem Abschluss wird an der HGB generell noch das Diplom verliehen. Von einer Umstellung auf den Bachelor möchte man sich hier distanzieren – was auch für sich spricht, denn immer wieder sind Namen, von früheren Studenten der HGB, unter den Prämierungen, die die Stiftung Buchkunst mit dem Titel „Die schönsten deutschen Bücher“ jährlich vergibt, zu finden.

Einmal im Jahr stellen alle Klassen der vier Studiengänge ihr Können im gesamten Hauptgebäude der HGB auf dem Rundgang zur Schau. Beginn der diesjährigen Mega-Vernissage in der Wächterstr. 11 ist der 14. Februar 2013 ab 18 Uhr. Bis zum Sonntag können dann Kunstwerke betrachtet und gekauft, mit Studenten und Künstlern geplaudert oder neue und alte Kontakte gepflegt werden.
Weitere Informationen zur HGB, zum Studium und zum Rundgang finden sich unter
http://www.hgb-leipzig.de/index.php?a=aktuell&js=2.

von Simone Herbst

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