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E-Book-Flatrate: USA und Spanien machten es vor, wann zieht Deutschland nach?

Quelle:http://commons.wikimedia.org/wiki/User:CrazyD, 15.11.2011, 10:46, Urheber: CrazyD, Creative Commons-Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Der Download von digitaler Musik und Filmen ist in kürzester Zeit zur völligen Selbstverständlichkeit geworden, doch eBooks starteten im Vergleich dazu recht schwerfällig. Möglicherweise ändern die aller Orten aus dem Boden sprießenden E-Book Flatrates daran etwas und daher lohnt es sich,die Modelle auf dem internationalen Markt unter die Lupe zu nehmen. Spanien machte es vor, der Flatrate-Dienst (Streaming bzw. Premium-Option mit Download) 24symbols ging an den Markt. Nun steht auch die US-Plattform Athina.com mit einem ähnlichen Flatrate-Angebot (Subscription) in den Startlöchern.

Hintergründe dieser Flatrate-Optionen sind, dass Leser mit einem Monatsbeitrag einen grenzenlosen Zugang zu verfügbaren E-Book-Titeln erhalten. Scheinbar sind nun mehr keine Grenzen der Vollkost an Lesetitel gesetzt. Dieses Vertriebssystem soll vor allem kleinen Verlagen und Indie-Autoren fortlaufende Gewinne bringen.
Eine Plattformrecherche auf 24symbols macht augenscheinlich, dass ein User, der für 9.99 Euro im Monat zeitlich unbegrenzte, dafür aber Quantitativ noch sehr eingeschränkte Lesevielfalt geboten bekommt, bei den aktuellen E-Book-Preisen klar im Vorteil ist.
Athina hat seit der Aufnahme des Vollbetrieb im Herbst diesen Jahres 5.000 E-Book-Titel online vorhanden. Autoren oder Velage können digitale Werke auf athina.com als PDF, RTF oder ePUB hochladen. Die Plattform wandelt die hochgeladenen Dateien in einen sauberen, korrekten ePUB-File um, danach können die Meta-Daten von dem Autor oder dem Verlag selbst gestaltet werden. Herunterladen kann man die E-Books über Android oder IOS-Geräte, direkt von der Website www.Athina.com.

Wie sieht es nun in Deutschland mit dem Flatrate-Angebot der digitalen Titel aus? Dass auch der deutsche Großkonzern Amazon eine derartige Option plant ist weder überraschend noch verwunderlich, auch wenn die Ressentiments der Verlage nicht abgebaut sind – allerdings liegt hier der kleine aber feine Unterschied im Angebot, denn die Flatrate soll sich nur auf ältere Titel beziehen, über Bestseller sprach man bislang noch nicht. Warum nicht? Weil Verlage nicht bereit sind, Bestseller zu kontribuieren oder weil Amazon seine Marge in der noch präzidenzfreien Rabattlandschaft nicht verderben will? Ist der Konsum von Büchern überhaupt ein flatrate-geeignetes Modell oder ist der Zweck des lesens von dem des Musikhörens oder Filmeschauens völlig verschieden und verlangt daher auch nach einem anderen Zugang? Und kann es angesichts der Buchpreisbindung in Deutschland überhaupt ein „echtes“ Flatrate-Modell geben oder handelt es sich nicht viel mehr um Ausleihmodelle, bei der zwar Nutzungsrechte an Content veräußert werden, nicht aber Besitz? Momentane Antwort: Nein. Aber ist das auch schädlich für die Entwicklung des eMarktes? Vielleicht. Bleibt alles anders? Ja.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,785731,00.html

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