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Posts Tagged ‘Leipzig’

Shape of the future

April 27th, 2017 | Aktuelles, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 2 Comments

Sonstiges

Gruppenfoto ©Klaudia Szabo

 

Wie wir die Verlags- und Medienwelt gestalten wollen

Wer hier regelmäßig unterwegs ist, ahnt was jetzt kommt. Für alle anderen – die wir an dieser Stelle auch herzlich willkommen heißen – gilt jetzt: Aufgepasst! Denn diese Seite wird von Studenten im Lehrgebiet Electronic Publishing bei Herrn Prof. Dr. Figge an der HTWK Leipzig betreut und jedes Semester wird gewechselt. Dieses Mal sind wir, BVB-16, dabei – unser zweites Semester Buchhandel- und Verlagswirtschaft. Read More

Was macht eigentlich … 1000° Digital?

September 29th, 2015 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

2011 haben wir bereits einmal über dieses spannende Leipziger Unternehmen berichtet. Der Dienstleister, der auch Verlage wie z.B. den Ernst Klett Verlag als Kunden hat, erstellt unter dem Namen 1000°ePaper  digitale, interaktive Magazine, Kataloge, Geschäftsberichte und Broschüren über eine Standard-Software.

BILD EPAPER

 

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Die Fachwörterbuch Druck & Medien App

Oktober 26th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Hersteller, Drucker, Verpacker, Satzdienstleister – Druck- und Medienbranche aufgepasst: Mit über 7.500 Begriffen aus den Bereichen Werkstoffe, Typografie, Vorstufe, Drucktechnik, Weiterverarbeitung, Verpackungstechnik, Publishing und Digitale Medien bietet die neue »Fachwörterbuch Druck & Medien« App DAS mobile Nachschlagewerk sowohl für Studenten oder Azubis, Berufseinsteiger als auch bereits Berufstätige.

Seit 2003 trägt die Fakultät Medien die Vokabeln (englisch-deutsch/deutsch-englisch) aus der Druck- und Medienbranche zusammen. Unter der Betreuung von Prof. Christian Ide beschäftigten sich fünf Studierende der Buch- und Medienproduktion in insgesamt drei Semestern mit einer überarbeiteten Neuausgabe der Printversion des Fachwörterbuchs, die zur Leipziger Buchmesse 2014 erschien.

ICON_FINAL_iosMit Erscheinen der „Fachwörterbuch-App“ auf der Frankfurter Buchmesse 2014, sollte nun das Komplettangebot rund um das Wörterbuch vervollständigt werden. Alle Begriffe sowie Grafiken sind in einer modernen Anwendung für Android und iOS Systeme zusammengestellt worden und seit Oktober in den jeweiligen Stores für 4,99 € erhältlich. Die auf HTML5 basierende App ist so überall auch offline nutzbar und wird durch regelmäßige Updates stets auf dem neusten Stand gehalten.

Konzeption, Gestaltung, Satz und Herstellung der Fachwörterbuch-App sind im Rahmen des Moduls Projektmanagement vom WS 2013/14 bis WS 2014/15 von Sieglinde Pohle (Projektleitung), Marietta Kurth, Katrin Heß, Yvonne Bölzle und Anja Bergmann entwickelt worden. Unterstützung bei der Umsetzung und Programmierung der App erhielten die Studenten durch den Projektauftraggeber Prof. Christian Ide sowie durch die zwonull media – Büro für Kommunikation Klarmann, Nowatius und Thurm GbR.

Ihr wollt die App haben und so künftig auch mobil mit eurem Fachwissen glänzen? Dann nichts wie hin in den App Store eures Vertrauens oder über einen Klick auf den folgenden >>Link<<.

Autorin: Anja Bergmann

Messeführungen auf der Leipziger Buchmesse

März 4th, 2014 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Auch in diesem Jahr bieten die BücherFrauen und Verlage der Zunkunft auf der Leipziger Buchmesse eine Einführung in die Verlagsbranche aus weiblicher Sicht. Der Messerundgang beginnt am Freitag, den 14. März um 10 Uhr. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular findet Ihr >>hier<<.

LeiV, ein Verlag klassischer Kinderliteratur

Dezember 16th, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

LeiV, die Leipziger Kinderbuchverlag GmbH, produziert seit nunmehr 22 Jahren namhafte Kinderbücher längst vergangener Tage aus Osteuropa und der ehemaligen DDR. Im Repertoire befinden sich die alten Klassiker, an die sich die Meisten von uns noch allzu gut erinnern können, wenn beispielsweise von Alfons Zitterbacke, Zwiebelchen oder dem Maulwurf und wie er zu seinen blauen Hosen kam, erzählt wird.

Doch der Verlag bereitet uns nicht nur eine Rückbesinnung auf die aufgefrischten Werke, deren vorangegangene Generation wir aus den staubigen Regalen unserer Kinderzimmer kennen, sondern bietet nach wie vor vielen jungen Autoren und Illustratoren die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Die „Langzeitwirkung“, die aus deren Feder entsteht und auch nicht zuletzt durch die Qualität der Bücher erreicht wird, unterstützt die Werte, die es in Kinderbüchern zu vermitteln gilt, was sich der Leipziger Kinderbuchverlag zur Aufgabe gemacht hat.

Zum Thema Electronic Publishing gibt sich der Verlag eher konservativ. Elektronische Bücher sind auf lange Sicht nicht vorgesehen. Steffen Lehmann, Geschäftsführer von LeiV, dazu: „Wir sind Verfechter des guten, alten Buches und der damit einhergehenden Lese- und Bildrezeptionskultur.“

Dies durchzuhalten, vermag es einiges an Ausdauer, denn gerade in unserer schnelllebigen Zeit der Vielfalt gestaltet es sich schwierig den Anspruch der jungen Leserschaft, aber auch dem der Erwachsenen stetig gerecht zu werden. Da scheint es von hoher Bedeutung zu sein, die Kunst zu beherrschen, die Segel in den Wind zu richten und gleichzeitig seinem Konzept treu zu bleiben. Diese Balance scheint der Schlüssel zu sein. Der Erfolg belegt dies schon lange – seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Erfolgsstrategien für den Berufseinstieg in die Buch- und Medienbranche

Dezember 3rd, 2013 | Internationale Entwicklungen, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Ehemalige Studenten der Branche berichten von ihrem Berufseinstieg und was sie heute machen.
Artikel 1 mit Dipl. Ing. André Schirmer

Die Verlagsbranche steckt seit einigen Jahren mitten im Wandel. Alte Prozessketten werden eingerissen, mit neuen Medien entstehen neue Aufgabenfelder, die alteingesessenen Printprodukte haben im Markt Konkurrenz von digitalen Anwendungen bekommen und der Begriff Medienneutralität spielt eine immer größer werdende Rolle…
Mit den wachsenden Möglichkeiten, die die Medien- und Verlagsbranche bietet, steigen auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Gesucht werden junge, innovative, vielseitige Menschen, die den Wandel vorantreiben. Eigentlich doch die besten Voraussetzungen für die Studenten der Branche?! Doch was geschieht eigentlich nach ihrem absolvierten Studium? Wie sieht ihr Weg aus und wohin führt er?
Um diese Fragen zu klären, gibt es auf Verlage der Zukunft nun eine Reihe von Artikeln, in der alle zwei Wochen ein Interview mit ehemaligen Studenten der Verlagsbranche veröffentlicht wird.

André_Schirmer (3)Den Auftakt macht diese Woche André Schirmer (Jahrgang 1975). Der Diplom-Ingenieur studierte Verlagsherstellung an der HTWK Leipzig und machte dort im Jahr 2000 seinen Abschluss. Anschließend arbeitete er freiberuflich als Kommunikations- und Grafikdesigner für verschiedene Agenturen und soziokulturelle Einrichtungen. Heute ist er der Inhaber des Grafikbüros „Reklamewerk Leipzig“ und konzentriert sich hauptsächlich auf die Schwerpunkte Corporate Design, Vintage- und  Logodesign, sowie Eventkommunikation. Für Verlage der Zukunft beantwortete André Schirmer einige Fragen rund um das Thema Berufseinstieg und beruflicher Werdegang:

Herr Schirmer, was sind Ihre Aufgabenfelder als Inhaber des „Reklamewerk Leipzig“?
Kundenaquise-/kontakt, Design, Konzeption, Layout, Bidlbearbeitung, Reinzeichnung

Wie erfolgte bei Ihnen der Berufseinstieg, nachdem Sie Ihr Studium im Jahr 2000 beendet hatten? Sind Sie in Leipzig geblieben? Hatten Sie Schwierigkeiten eine Arbeitsstelle zu finden?
Während der Diplomarbeitsphase erhielt ich ein Jobangebot in einer Design-/Werbeagentur, unter der Voraussetzung als Freiberufler einzusteigen.
Weitere Arbeitsstellenwechsel erwiesen sich in den Folgejahren immer als schwierig.

Wie wichtig ist es in der Branche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen?
Kontakte knüpfen ist SEHR SEHR WICHTIG. Kontakte pflegen prinzipiell auch, aufgrund des Überangebots an Gestaltern, Grafikern, Kommunikationsdesignern entscheidet letztendlich immer der Preis. Somit ist dann auch eine noch so gute Kundenpflege überflüssig, wenn der Kunde nur auf den Preis schaut, wie hier in Leipzig.

Haben Sie Tipps an die Studenten?
Die eigene Arbeitsleistung/Kreativität nie unter Wert verkaufen!

Verlage der Zukunft bedankt sich recht herzlich für das Interview und den wertvollen Rat, mit dem der erste Artikel der neuen Reihe sein Ende finden soll. Für weitere Informationen hier noch ein Link zu der Website des „Reklamewerk Leipzig“ und ein paar Bilder:

Autorin: Sarah Bohnert

Clemens Meyer – er kam, las, signierte

Dezember 2nd, 2013 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Am Freitag, den 29.11.2013, hatte die HTWK Leipzig einen besonderen Gast im Hörsaal des Geutebrückbaus: Für 20.00 Uhr hatte sich Clemens Meyer, Autor aus Leipzig, zur Lesung aus seinem neuen Roman „Im Stein“ angekündigt. Bereits über eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung strömten die Zuhörenden in den Hörsaal, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern.

Während die Veranstaltenden, unter ihnen Frau Prof. Dr. Kerstin Keller-Loibl, letzte Vorbereitungen trafen, diskutierten die vielen Studierenden und Besuchenden noch wild. Ein Tisch mit Leselampe, darauf eine Flasche Wasser und direkt davor zwei Kameras, die das Event live in das Audimax übertrugen – alles schien perfekt vorbereitet. Während 15 Minuten vor Beginn die freien Plätze rar wurden, war vom Autor des Abends jedoch noch nichts zu sehen.

Da keiner der Gäste auf den Live-Eindruck des Leipziger Autors verzichten wollte, stapelten sich die Menschen in den Fensterbänken und Gängen des großes Raumes. Kurz vor Beginn dann endlich Erleichterung: Clemens Meyer lukte vorsichtig in den Hörsaal, checkte kurz, ob das Handy aus ist, und betrat sodann die Bühne.

Clemens MeyerMit ruhiger und tiefer Stimme begann er seine kurze Vorrede: „Eins: Girl, Girl, Girl.“ Dies lässt noch nicht gleich erahnen, um was es in dem Roman eigentlich geht. Deshalb hier ein kurzer Abriss: Clemens Meyer schreibt in „Im Stein“ über das Rotlichtmilieu einer zwar namenlosen, aber als Leipzig erkennbaren Stadt. Die Welt der Prostituierten, Dealer, Freier und Immobilienmakler schildert er hier schonungslos. Auch aktuelle Debatten wie die um Zwangsprostitution werden aufgegriffen und Hintergründe offen gelegt. Dabei legt er auch keinen Wert auf eine „gesittete“ Schreibweise, sondern nennt das Kind direkt beim Namen: „[…] das Wochenende ist mir echt heilig – so wie mein Arsch […]“

Während seines Lesens blickte der gebürtige Hallenser nur selten nach oben zum Publikum. Nicht einmal, als eine Besucherin den Raum verlies. Hier ließ er nebenbei eher noch einen trockenen Witz fallen: „Da hat’s aber jemand eilig gehabt.“ und steigerte sich fast schon in die Problematik rein, dass er durch dieses Verhalten in seiner Aura gestört werde etc., was das Publikum jedoch zum Schmunzeln brachte – für Clemens Meyer deutlich zu hören : „Gut, die Laune steigt, dann kann es ja weitergehen. Also meine Laune, eure ist mir egal.“ Erneutes Gelächter brach aus.

Während er so immer wieder einen trockenen Witz in seiner scheinbar ernsten Weise brachte, konnte Clemens Meyer zum Ende hin nicht mehr an sich halten. Während er in seinem zweiten Teil noch ungeniert Obdachlose und Drogenabhängige mit Zombies verglich, so kam er an den letzten Seiten des Buches zu der Frage: „Wer denkt sich denn eigentlich sowas aus?“ und lachte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Clemens Meyer mit seiner trockenen und selbstironischen Art das Publikum von sich und seinem neuen Buch überzeugt hat und durch diese Veranstaltung sicherlich noch einige Literaturfans mehr gewinnen konnte. Zu Recht wurde er daher auch mit zahlreichen Preisen (u.a. dem Preis der Leipziger Buchmesse) ausgezeichnet. Zudem wurde sein neuer Roman „Im Stein“ kürzlich auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis gewählt.

Autorin: Anja Bergmann

EINBUCH Buch- und Literaturverlag Leipzig

November 17th, 2013 | Meinung & Kritik, Neue Publisher | 0 Comments

Immer mehr Menschen begeistern sich für E-Books, immer mehr Autoren veröffentlichen per Self-Publishing – die Verlagsbranche ist ganz klar im Wandel. Leipzig, die „Bücherstadt“, einst Zentrum des deutschen Verlagswesens. Wie sieht es hier aus? Ich suchte nach Antworten beim EINBUCH Buch- und Literaturverlag Leipzig und stellte einige Fragen an Gründer Patrick Zschocher.

„Hier ist dein Buch“, mit diesem Slogan werden die User auf der Webseite des EINBUCH Buch- und Literaturverlages Leipzig begrüßt. Passend, denn Patrick Zschocher möchte bisher unbekannten Autoren eine Chance geben. Er setzt auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit seinen Autoren. „Ich lese immer gerade das Buch, an dem ich aktuell arbeite. Im Moment ist das „Insektensektensekt“, ein unglaublich witziges Buch zweier junger Berliner Autorinnen.“ Aber neben diesem deckt der Verlag, welcher 2010 gegründet wurde, auch Genres wie Science Fiction, Jugendliteratur, Esoterik oder Sachbücher (einige davon auch als E-Books) ab, alle sollen hier fündig werden.

Ich möchte von Patrick Zschocher wissen, warum es seiner Meinung nach viele talentierte, aber noch unbekannte Autoren so schwer haben, bei den Verlagen anzukommen. „Das ist ziemlich einfach. Es ist sehr aufwändig, neue, gute und junge Autoren zu promoten, damit Geld zu verdienen. Warum sollten große Verlage es riskieren, auf die Nase zu fallen, wenn sie sichere Titel oder Autoren einkaufen können? Wir machen das aber sehr gerne. Und fallen ständig auf die Nase.“ (lacht)

Mutige Worte in zunehmend schweren Zeiten für den Buchhandel, nicht zuletzt durch den Online-Großhandel von Amazon. Ein weiteres wichtiges Thema für den EINBUCH-Verlag, denn Patrick Zschocher vertreibt wegen der unfairen Verkaufsbedingungen seit November 2012 keine eigenen Bücher mehr über den Online-Riesen und mit ihm weitere Autoren des EINBUCH-Verlages.

Auf meine Frage hin, ob es sich kleine Verlage wie EINBUCH heute überhaupt noch erlauben können, nicht über Amazon zu verkaufen, meint Patrick Zschocher: „Eigentlich kann es sich ein kleiner Verlag finanziell eher nicht erlauben, ordentlich bei Amazon vertreten zu sein. Sie müssen aber dort sein, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Drama. Wir versuchen das zu ändern.“

Der Leipziger EINBUCH-Verlag hat Visionen und beweist Kampfgeist. Zwei wichtige Eigenschaften für diejenigen, die sich künftig auf dem Buchmarkt behaupten wollen. Für die Zukunft nimmt Patrick Zschocher sich weiterhin vor, „die besten Bücher der besten noch unbekannten Autoren und Autorinnen zu bieten“. Und wir wünschen ihm viel Erfolg dabei.

Ein Artikel von Julia Limburg

Gutenberg – Symposium 2013

November 10th, 2013 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Unter dem Thema „Qualität in Produktion und Management – Neue Ideen, Neue Märkte“ fand am 9. November 2013 das 18. Gutenberg - Symposium statt. Unter der Moderation von Beatrix Genest vom Sächsischen Institut für die Druckindustrie Leipzig fanden erneut vier interessante Themen rund um die grafische Industrie im Haus des Buches statt.

design-thinking_pillkahn_2013Dr. Ulf Pillkahn von der Siemens AG machte den Anfang mit dem bereits viel versprechendem Thema „Gott würfelt nicht, oder doch?“, in dem er kurzum aufzeigte, inwieweit der Erfolg eines Unternehmens zufallsorientiert ist und was zusätzlich noch dafür getan werden muss. Der Schlüssel: Innovation. Dazu muss in erste Linie der Wille sowie die entsprechenden Kompetenzen vorhanden sein. Erfolgreiche Innovationen werden vor allem durch Systematik, Besessenheit und natürlich dem Zufall vorangetrieben. Wobei er fand, dass der Systematik eines Unternehmens in heutigen Zeiten zu viel Wert beigelegt wird. Die Besessenheit und somit der Wille etwas umzusetzen muss steigen. Sein Tipp war dabei einfach wie auch effektiv: Mut zum Risiko zeigen und den geregelten Betriebsablauf auch mal mit innovativen Ideen „stören“, Neues ausprobieren.

Anschließend sprach Rolf Kayer von der RK Consult München über die Anforderungen an Digitaldruckpapier und welche Rolle vor allem Wasser dabei spielt. Das größte Problem ist die Dimensionsstabilität, die durch das Quellen und Schrumpfen der Fasern schnell nicht mehr gewährleistet ist. Die Feuchtigkeitsstabilität im Papier ist daher ein Muss. Da sich physikalische Gesetze (leider) nicht ausschalten lassen und Papier aus Fasern besteht, wird es immer gewisse Probleme und Anforderungen an den Wassergehalt im Papier geben, welche alle im Vortrag aufgezeigt wurden.

Über eine neue Rastertechnologie namens Auraia Rasterung sprach im dritten Durchgang Wolfgang Totzauer der Firma PrintXmedia Süd aus München. Diese digital modulierte Rasterung nutzt die maximal mögliche Auflösung eines Belichters und verringert so den Tonwertzuwachs. Mit Hilfe dieser Technologie gibt es keine sichtbaren Punktbildungen mehr und ermöglicht so glatte Flächen auch in Details, ohne Farbverschiebung. Dieses Verfahren bringt eine hohe Produktionssicherheit mit sich. Farbe und Papier kann gespart werden, da wenige Makulaturbögen zum Einrichten der Maschine ausreichen. Störeffekte, wie Postscript - Rosetten oder Moiré - Effekt gibt es nicht mehr. Mit  diesem Verfahren lässt sich ein positiver Blick in die Zukunft wagen, wodurch Ressourcen, Arbeitszeiten und vor allem Nerven gespart werden können.

Prof. Dr. Ing. Fritz Peter Schulze der Fakultät Maschinen - und Energietechnik der HTWK Leipzig referierte zum Abschluss zum Thema „Gegenstände wie gedruckt – Potenziale dreidimensionaler Druckverfahren“. Dabei stellte er verschiedene Verfahren für die Herstellung dreidimensionaler Endprodukte und deren Anwendungsgebiete vor. Darunter das Rapid Prototyping, welches eine Fertigung ohne Umwege direkt aus CAD-Daten ermöglicht und die Informationen Schicht für Schicht über die Belichtung eines Fotopolymers aufträgt. Daraus ergeben sich unzählige Vorteile und Möglichkeiten, bei denen die Druckindustrie noch ganz am Anfang steht. Allgemein noch auftretende Probleme sind dabei vor allem die zu geringe Festigkeit und Stabilität der Endprodukte, die Dauer und Kosten des Verfahrens und zu geringe Genauigkeiten.

Das sich anschließende Buffet ermöglichte allen Beteiligten ein gemütliches Ausklingen und gab Zeit für Gespräche untereinander sowie mit den Referenten.

Snippy – per App zur Kurzgeschichtenflatrate

November 8th, 2011 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

UPDATE –> bei der diesjährigen E:PUBLISH hat snippy abgeräumt und beim BUDIP Platz eins belegt, Glückwunsch!

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Eigentlich müssten wir heute zwingend über die neuen googe+Pages schreiben, aber da google uns noch nicht erlaubt, eine zu erstellen, muss das warten, bis wir Informationen aus erster Hand anzubieten haben. Wenke Richter hat aber hier schon toll vorgelegt.

Snippyper App zur Kurzgeschichtenflatrate

Im Appstore kann man sich nun schon länger furch eine Fülle von Angeboten für Bücher auf dem iphone und ipad wühlen. Auch die Produktion von Literatur Apps, für Amazons Kindle sogar in Gratisversionen, ist schon lange keine Neuigkeit mehr.

Jungen Anbietern bleibt also eigentlich nur die Suche nach einem schnittigen Konzept für eine Nische, das Zeit zum Lernen schafft, Reichweite bewirkt und einen Namen macht. Snippy, die Kurzgeschichten App, ist vielleicht so ein Kandidat.

Snippy ist anders als stanza oder ibooks, die eher eine Plattform für den weiteren Kauf von Apps und eBooks dienen, oder kostenlos rechtefreie Werke anbieten für all diejenigen, die diese bisher noch nicht am PC oder sogar als echtes Buch gelesen haben.

Snippy ist eine redaktionell betreute Kurzgeschichten App. Es gibt ein Lektorat, welches die Texte auswählt und für die App aufbereitet. Von Krimis bis zum Jugendbuch, von Klassikern bis Nachwuchsautoren werden den Nutzern spannende und interessante Geschichten geboten. Außerdem kann man sich zusätzlich alle Texte von professionellen Sprechern aufgenommene Hörbücher dazuladen. Die App wird wöchentlich aktualisiert, es ist also immer neuer Lesestoff vorhanden.

Aber geht das Konzept auch auf?

Einen Monat nach Start der App hat Snippy über 1000 Nutzer und ist sogar für den BUDIP-Award nominiert. Innovation und Bekanntheit sind also gegeben aber ob sich das Geschäftsmodell rechnet ist noch offen. Die App kostet als Einführungspreis 2,99€ und ist eine Flatrate. Bei 1000 Nutzernsind natürlich weder Programmier- noch Personalkosten gedeckt. Da gilt es ganz einfach geduldig sein: das tatsächliche Preismodell und die Entwicklung der Nutzerzahlen abwarten, denn man muss einem Internet-Startup genau wie jedem anderen Unternehmen zubilligen, sich die Wirtschaftlichkeit zu erarbeiten.

Nur wenige Apps sind wirklich rentabel und bei vielen stehen finanzkräftige Unternehmen dahinter, welche die schwierige Startzeit gegebenenfalls aussitzen können. Außerdem geht es vielen Verlagen bei ihren Apps sicher vordergründig auch um die Präsenz und Verfügbarkeit auf jedem Medium. Der einzige Beteiligte am App Geschäft, der wirklich gut verdient, ist im Moment nur Apple. Bei den Unternehmen aus dem Buchbereich warten alle noch gespannt welche Geschäfts- und auch Bezahlmodelle sich letztendlich rentieren.

Ob Snippy solch ein Geschäftsmodell hat, muss im Moment unbeantwortet bleiben. Die Idee jedoch ist innovativ und klasse umgesetzt und man darf gespannt sein, was sich die Entwickler für die Zukunft tolles einfallen lassen. Das Kurzgeschichten-Konzept ist in jedem Falle ganz nah dran am Community-Gedanken, am Trend zum Self-Publishing, an EPIDU und Lovelybooks.. da scheint noch einiges möglich zu sein! Die snippy GmbH sitzt übrigens in Leipzig, André Hille und Tino Kuhl sind die Gründer – besonders André Hille kein Unbekannter, darum fragen wir gleich mal: Wie läuft es, Herr Hille, und was kommt als nächstes?

Josephine Mitze

 

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