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Posts Tagged ‘Roman’

Happy End oder Cliffhanger – Wie sollte ein Buch enden?

Juni 9th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Sonstiges

 

Bild: CC Pixabay

Alle Bücher haben einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat einmal ein Ende und man braucht wieder ein neues. Doch wenn es schon enden muss, dann doch wenigstens auf eine Art und Weise, die uns Leser zufrieden stellt. Doch wie sieht das perfekte Buchende aus? Klassisches Happy End, in dem alle Figuren glücklich bis an ihr Lebensende sind, ein offenes Ende, das Fragen unbeantwortet lässt oder gar ein trauriges? Oscar Wilde hat einmal gesagt: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.“ Aber lässt sich dieses schöne Zitat auch auf die Buchwelt übertragen? Ich habe mich ein wenig umgehört, um Antworten auf die Frage zu finden: „Wie muss ein Buch enden, damit es für dich perfekt ist?“

 

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Panda Blues und Pinguinwetter – eine Buchrezension

Mai 23rd, 2014 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Der Taschenbuch-Roman von Britta Sabbag mit dem Titel „Panda Blues“ ( 8,99 €) erschien im
Mai 2013 beim Bastei Lübbe Verlag.
Das babyblaue Buch dreht sich um Charlotte, eine Frau in den frühen Dreißigern, die gerade einen
beruflichen Wechsel von Lektorin zur Zoo-Pflegerin hinter sich hat und in einer noch nicht allzu
lange andauernden Beziehung steckt.

978-3-404-16805-7-Sabbag-Pandablues-gross Beim Lesen wird sofort klar, Charlottes Leben ist chaotisch.
Sowohl bei ihren beiden verrückten Freundinnen, die eine Öko-Mama durch und durch, die andere sehr naiv mit stetigen Männerproblemen, als auch in ihrer ulkigen Familie, scheint sie zwar die Realistische und Vernünftigste zu sein, doch bei ihr selbst läuft ebenso wenig etwas nach Plan.
Das Verlangen den Hauptfiguren zuzurufen, dass sie doch gefälligst nicht so ahnungslos tun sollen, kommt beim Lesen des Romans dennoch nicht so stark hervor, wie ich anfangs erwartet hatte.
Charlotte hat Lebens-Tipps für alle, außer sich selbst, ist sich dessen aber bewusst, was den Lesefluss nicht anstrengend werden lässt und definitiv ein Pluspunkt für die Autorin bedeutet.
Die Geschichte endet mit einem absolut vorhersehbarem Höhepunkt und anschließendem Happy-End.

Der Roman richtet sich definitiv an das weibliche Geschlecht und bedient mit allen seinen Charakteren diverse Rollenklischees.
Das etwas überzogene Geschehen wird absurd theatralisch aus der Sicht von Charlotte geschildert. Das ganze ist gewürzt mit einem durchgängig ironischem Humor, der hauptsächlich durch die kursiv gedruckten Gedanken der Hauptfigur ausgedrückt wird.

Alles in allem ist es ein unterhaltsames Buch, das den Leser zwar in keiner Weise geistig beansprucht, aber durchaus zur entspannenden Sommerlektüre für zwischendurch taugt.
Und wer wissen will, was es im Endeffekt denn nun genau mit dem Panda Blues-Phänomen auf sich hat, dem bleibt nur, das Buch lesen.

Autorin: Ronja Kiso

„BERLIN.classified “ – Kriminalroman im Self-Publishing-Verlag

Dezember 16th, 2013 | Meinung & Kritik, Neue Publisher | 0 Comments

berlin-classifiedFür Freundinnen und Freunde des gepflegten Kriminalromans könnte das ein Schmankerl sein: Mit „Seilverwandschaften“ ist am 9. Dezember die erste Episode der sechsteiligen eBook-Serie „BERLIN.classified“ auf der Self-Publishing-Plattform epubli erschienen.

Der Autor, Fred Breinersdorfer, verfasst nicht nur Krimis, sondern auch Kurzgeschichten, Hörspiele und Drehbücher für Kino und Fernsehen (u.a. für „Tatort“). Bei der Story von „BERLIN.classified“ bezieht er sich auf die Barschel-Affäre – benannt nach dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, der 1987 tot in der Badewanne seines Hotelzimmers gefunden wurde. Die genauen Umstände wurden nie ganz aufgeklärt. Doch wir haben es hier mit einem Kriminalroman zu tun. Die Ausgangslage ist also klar: Barschel wurde natürlich ermordet!

Im Jahr 2013 befasst sich die junge engagierte Dokumentarfilmerin Kimh erneut mit dem Fall. Es dauert nicht lange, da bekommt sie eine CD in die Hände, mit Filmmaterial aus Stasibeständen, welches kurz vor Barschels Tod aufgenommen wurde und deutliche Hinweise auf die Täter liefert. Das gibt natürlich Ärger. Kimh wird überfallen, ihr Informant wird erschlagen aufgefunden und von nun an lässt sich erahnen, womit wir es zu tun haben: mit einer politischen Intrige auf höchstem Niveau! Und die Drahtzieher lassen nicht mit sich scherzen…

Verschwörungstheorien solcher Art mögen im Alltagsleben eher fragwürdig sein, bieten aber immer wieder guten Stoff für eine packende Krimi-Dramaturgie. Breinersdorfer lehnt sich dabei stark an amerikanische Vorbilder an und bemüht sich erfolgreich um knappe, hartgekochte Sprache und erzählerisches Tempo. Höchstens der Realismus kommt dabei gelegentlich etwas zu kurz. Aber für eine spannende und unterhaltsame Bettlektüre taugt der Roman allemal.

Wer jetzt also interessiert ist, sollte rasch die Chance nutzen und umgehend bei epubli vorbeischauen – denn dort kann (Achtung! Achtung!) der erste Teil noch bis zum 21. Dezember kostenlos heruntergeladen werden. Viel Spaß beim Lesen!

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