Pay with a tweet − „verschenkte“ Leseproben als Marketing-Tool?

© www.paywithatweet.com
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Johannes Haupt, Redakteur der auf Nachrichten zu E-Books, E-Readern und E-Commerce spezialisierten Seite lesen.net, hat sich  in seinem Artikel aus dem November einer  Marketing-Aktion des Verlages Kiepenheuer & Witsch gewidmet, deren Modell zu spannend ist, um in der hiesigen Verlagsbranche nicht noch breiter diskutiert zu werden: Der Verlag bot ein 450-seitiges E-Book mit 15 Leseproben zum kostenlosen Download an — wenn man die Aktion per Twitter oder Facebook weiterempfiehlt.

Der Artikel benennt Chancen dieser Idee, weist aber auch klar auf mögliche negative Folgen, wie beispielsweisevom Empfehlungsgetrommel genervte Freunde in sozialen Netzwerken hin. Diese Aktion hat ihre Schwächen, zum Beispiel, weil sie als Gegenleistung für die Empfehlung nur Leseproben anbietet, die normalerweise ohnehin kostenfrei sind, wenn auch nicht in reader-optimierter Form. Dennoch könnten Formate wie Pay with a tweet, die sich in den USA bereits großer Beliebtheit erfreuen, auch für andere Verlage interessant sein. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und jede Menge Hintergrundinformationen gibt es hier und spannende Beispiele für die Nutzung in den Cases von Pay with a tweet selbst.

Wäre es beispielsweise sinnvoll, vollständige Inhalte kostenlos anzubieten, um Fans zu gewinnen und dann langfristig mehr Bücher des Verlages oder speziell eines Autoren zu verkaufen? Müssen Nutzer des Service explizit darauf hingewiesen werden, dass die App bei Facebook bis auf Widerruf aktiv bleibt? Sind knapp 400.000 „Pays“ eine relevante Größe oder ein Strohfeuer? Welche Zahl neu gewonnener Follower [KiWi derzeit +3.600] könnte als Parameter der Erfolgsmessung dienen? Fragen, über die sich das Nachdenken lohnt und zu der uns Erfahrungen und Meinungen interessieren.

[Mehr Informationen | Johannes Haupt | 03.11.2010 | 19:11 Uhr]

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