Bibliotheken von nationaler Bedeutung

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Ist von Bibliotheken mit nationaler Bedeutung die Rede, denkt die Vielzahl der Menschen wohl in erster Linie an die deutschen Nationalbibliotheken, welche in Leipzig und Frankfurt am Main ihren Standort haben. Neben diesen gibt es jedoch in Deutschland noch andere, welche eine ausgenommen wichtige Rolle im Bibliothekswesen spielen.

So ist an erster Stelle die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, kurz SBB-PK, zu nennen. Sie zählt zu einer der beiden bedeutendsten deutschen, wissenschaftlichen Forschungs- und Informationsbibliotheken. Die Staatsbibliothek zu Berlin ist Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und wird vom Bund und allen Ländern getragen. Sie verfügt über 11 Millionen Bände, 2,2 Millionen weitere Druckwerke und andere, oftmals unikale, Materialien in den Sondersammlungen. Aufgrund der besonderen Qualität der Sammlungen und vielfältiger Dienstleistungen genießt sie ein weltweit hohes Ansehen. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Staatsbibliothek die Internationale ISBN-Agentur betreibt und somit der weltweiten Verbreitung der Standard-Nummerierungssysteme für Bücher und Musikalien dient.

Mit rund 10 Millionen Literaturbänden nimmt die Bayrische Staatsbibliothek (BSB) in München direkt hinter der SBB Platz.Gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin und der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt und Leipzig bildet sie die virtuelle Nationalbibliothek Deutschlands. Mit über 93.000 Handschriften ist ihre Handschriftensammlung eine der größten der Welt und auch bei den im deutschen Sprachraum erschienenen Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts nimmt sie eine Spitzenstellung ein. Neben dem einzigartigen Bestandprofil, baut die BSB fortwährend ihre Internetbasierten Angebote und Dienste aus und entwickelt ständig zukunftsweisende Digitalisierungstechnologien weiter.

Auch die drei Zentralen Fachbibliotheken in Hannover, Köln und Kiel dienen der überregionalen Literaturversorgung  in den angewandten Wissenschaften. Zugehörig sind hierbei:
–    Die Technische Informationsbibliothek
–    Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin und
–    Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften.
Ergänzend zu den Nationalbibliotheken, sollen die zentralen Fachbibliotheken zur Informationsversorgung auf Spezialgebieten dienen. So sammeln sie die Veröffentlichungen ihrer Fachgebiete und legen dabei besonderen Wert auf die Vollständigkeit, vor allem nichtkonventionelle Literatur und Non-Book-Medien betreffend.

von Isabell Tetzner

Quellen
–    http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/portraet/
–    http://www.bsb-muenchen.de/Kurzportraet.263.0.html
–    http://www.spezialbibliothek.de/Interessierte/Bibliotheken/fach.html
–   Portale zu Vergangenheit und Zukunft – Bibliotheken in Deutschland, Jürgen Seefeldt und Ludger Syré, Georg Olms Verlag Hildesheim, 2011, S. 37-42

Bildquelle: http://www.restauro.de/fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2012_Abb/SOS_02.jpg

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