Die neuen Ebook-Reader im Vergleich – Kobo Touch Testsieger

Zum Ende des Jahres bringen viele Anbieter neue Ebook-Reader auf den Markt. Um Euch die Kaufentscheidung zu erleichtern, soll hier ein kleiner Überblick gegeben werden. Vorgestellt werden: Amazon Kindle 4, Sony PRS-T1, Weltbild eBook Reader 3.0, iriver Story HD  und Kobo Touch. Durch den Dschungel technischer Datenblätter und diverser Testberichte wühlte sich:                  Cornelia Rothenaicher

Übersicht der 5 eBook-Reader | Cornelia Rothenaicher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Anmerkung zur Erstellung des Vergleiches

1.Platz

Der Kobo Touch steht zwar in der Tabelle an letzter Stelle, ist aber klarer Sieger im Vergleich. Der Kobo Touch ist ein reiner eBook-Reader und bietet somit keine Audiounterstützung, dafür legt man großes Augenmerk auf die Kernkompetenz. So wartet der Kobo Touch mit der besten Textanpassungsfunktionen auf, ist mit einer großen Menge an Dateiformaten kompatibel und bietet durch die eInk Technologie und ausreichender Auflösung einen sehr guten Lesekomfort. Der Kobo Touch besitzt ein Wörterbuch, einen integrierten eBook Store, Reading-Life, einen gut funktionierenden Browser und Extras wie Sudoko und Sketchbook-Funktion. Negativ ist nur der fehlende PDF-Reflow zu nennen, Notizfunktion und Browser sind noch verbesserungswürdig.

 

2. Platz
Der PRS-T1 ist momentan der leichteste eReader in der 6‘‘-Klasse und durch das kleine Format liegt das Gerät auch nach längerer Lese-Zeit noch gut in der Hand. Guter Lesekomfort durch eInk und gute Bedienbarkeit durch ein duales Touchscreen ist gegeben. Der PRS-T1 bietet außerdem eine Audiounterstützung, einen Browser, Notiz- und Lesezeichenfunktion und PDF-Reflow. Gelesen werden kann im Hoch- und Querformat, das Android-Betriebssystem ermöglicht Erweiterungen durch Apps. Negativ fällt das glänzende Gehäuse auf, das unerwünschte Reflektionen erzeugt. Außerdem muss der Reader für DRM-geschützte Inhalte erst noch autorisiert werden und die Textanpassungsfunktionen könnten noch vielfältiger sein. Viele Nutzer klagten bereits über Software-Probleme, so stürzt das Leseprogramm häufig ab oder die Leistung verlangsamt sich deutlich.  Datenblatt Sony PRS-T1 | Cornelia Rothenaicher

3. Platz

Im Mittelfeld befindet sich der Story HD von iRiver der in Kooperation mit KNV seit dem 24. November auch mit WiFi angeboten wird. Der Story HD besitzt die höchste Display-Auflösung im Test und besticht somit mit überragender Abbildungsqualität in Schärfe und Kontrast. Der Reader kann auch mit der besten Akkulaufzeit aufwarten, bis zu sechs Wochen kann dieser ohne Aufladen genutzt werden. Außerdem ist der Story HD mit der größten Formatbreite ausgestattet und öffnet sogar Zip-verpackte Bilddateien. Das waren aber auch schon alle positive Aspekte, der Reader besitzt weder eine Notizfunktion noch ein deutschsprachiges Wörterbuch. Die Menüführung ist teilweise recht kompliziert gestaltet und nur teilweise ins Deutsch übersetzt worden, dies kann jedoch durch Software-Updates behoben werden. Entgegen des Trends ist der Reader mit einer Tastatur ausgestattet worden, die viel Platz einnimmt und sich negativ auf das Format des Readers auswirkt. Außerdem werden Einstellungen z.B. der Schriftgröße nicht gespeichert und müssen immer wieder aufs Neue getätigt werden.

Datenblatt iRiver Story HD WiFi | Cornelia Rothenaicher

 

4. Platz
Der Kindle 4 von Amazon befindet sich dem Story HD auf den Fersen und ist so gut wie gleichwertig anzusehen. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass der Kindle 4 mit einem Preis von 99€ um einiges billiger ist, ist er dem Gerät von iRiver sogar vorzuziehen. Die Bedienung wurde beim Kindle 4 durch eine Onscreentastatur, welche durch ein Steuerkreuz bedient werden kann, gelöst. Dies führt jedoch dazu, das längere Texteingaben z.B. bei der Erstellung einer Notiz zeitaufwendig und umständlich werden. Allerdings wirkt sich die fehlende Tastatur natürlich positiv auf Format und Gewicht des Readers aus. Das Gerät besitzt einen eInk-Display und lässt viele Textanpassungen zu, was den Lesekomfort natürlich erhöht. Allerdings erschwert der fehlende PDF-Reflow die Nutzung bzw. Ansicht von PDF-Formaten. Notizfunktion und Wörterbuch sind inklusive, genauso wie ein Browser, der jedoch in der Funktionalität stark eingeschränkt ist. Negativ fällt auf, dass der interne Speicher des Kindle 4 nicht erweitert werden kann, jedoch kann ein kostenloses Archiv in der Amazon-Cloud genutzt werden und ist somit noch zu verschmerzen. Absolut unakzeptabel ist jedoch die fehlende ePub-Unterstützung, wodurch eBooks in diesem Format erst nach aufwendiger Konvertierung genutzt werden können.Datenblatt Amazon Kindle 4 | Cornelia Rothenaicher

 

5. Platz
Schlusslicht dieses Vergleiches ist ganz klar der Weltbild eBook-Reader 3.0 von TrekStor. Anders als die restlichen Vertreter in dieser Aufstellung benutzt TrekStor einen LCD-Display für den Reader. Dies hat den Vorteil, dass sich der Inhalt farbig darstellen lässt und dieser dank der Hintergrundbeleuchtung auch bei schlechten Lichtverhältnissen lesbar bleibt. Allerdings sinkt die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung, der Betrachtungswinkel ist äußerst klein und der Stromverbrauch ist enorm, was die Akkulaufzeit stark herabsetzt. Der Reader von TrekStor wirbt zwar mit einem großem Display, hat aber nicht die Auflösung um eine gute Abbildungsqualität zu gewährleisten. Gelesen werden kann im Hoch- und Querformat und die Schriftgröße ist individuell einstellbar, allerdings fehlen weitere Textanpassungsfunktionen und es ist weder eine Notiz-/Lesezeichefunktion noch ein Wörterbuch vorhanden. Negativ fällt auch das fehlende Wlan auf, jedoch ist der Preis des Readers mit 59,99 unschlagbar.

Dies ist natürlich nur eine unvollständige Auswahl der Ebook-Reader auf dem Markt und es sind bestimmt schon bald nicht mehr die Neusten.  Eine kleine Momentaufnahme des sich schnell entwickelnden Markt der Ebook-Reader scheint aber bei dem rasanten Entwicklungstempo angebracht – selbst eine subjektive! Trotzdem lässt sich ein aus diesem Vergleich ein Fazit ziehen: Es lohnt sich für einen eBook-Reader etwas mehr Geld auszugeben, da man bei den billigeren Geräten doch einige Einsparungen hinnehmen muss. Außerdem ist zu beobachten, dass es bei der Entwicklung der eReader zwei Philosophien zu geben scheint. Zum einen die “reinen” Lesegeräte, die wirklich nur für die Darstellung von eBooks gemacht sind und zum anderen Geräte, die dem Nutzer eine Vielzahl an Mehrwert bieten wie z.B. Audiounterstützung oder Internet-Browser.

Fehlen Euch Reader, die wir unbedingt noch betrachten müssen? Wer arbeitet mit dem OYO2? Schreibt uns Eure Meinung, dann ergänzen wir gern!

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