Shelfari oder doch eher Lovelybooks?

Screenshots; © Lovelybooks, © Shelfari

Du wolltest deinen Freunden deine (Lieblings-)Bücher schon immer auch online zeigen? Über Literatur ins Gespräch kommen,  Autoren kennenlernen und deine Rezensionen einer kritischen Jury präsentieren?

Dann richte dir doch auf deiner Büchercommunity dein eigenes virtuelles Bücherregal ein. Du bekommst schnell einen Einblick, welche Bücher gerade gelesen werden. Für Verlage bietet dies eine gute Möglichkeit ihr Programm den Lesern näherzubringen und gleichzeitig schnell ein Leserfeedback zu erhalten. Autoren können ihre Titel vorstellen und mit den Fans kommunizieren.

Shelfari ist eine Büchercommunity für den englischsprachigen Raum und  bietet dem Nutzer durch seine Features vieles an, was im Web 2.0  nicht fehlen darf. Sie können sehen, was ihre Freunde lesen, sich mit anderen Usern über gemeinsame Interessen austauschen und Kommentare zu Titeln verfassen und diese bewerten. Ein Nebeneffekt ist die Katalogisierung der eigenen Bücher sowie derer, die man schon immer einmal lesen wollte. Eine Version fürs Handy unterstützt den Zugriff auf das Profil von überall, wo man ist. Ein Blog mit den neusten Nachrichten aus der Bücherwelt und über Shelfari ist auch dabei. Das Buchangebot bezieht sich auf den englischsprachigen Raum. Deutschsprachige Titel, hauptsächlich Bestseller, sind ebenfalls zu finden. Allerdings sind dabei nur Coverimporte von der Seite Amazon.com, Betreiber der Plattform seit 2008, möglich.

Eine weitaus bekanntere Buchcommunity mit über 50000 Mitgliedern ist Lovelybooks.de, gehörend zu einer Tochterfirma der Holtzbrinck Verlagsgruppe . Ihr großer Vorteil liegt in der Sprache – deutsch. Wie Shelfari bietet auch sie alle Features des Web 2.0. Das App fürs Handy fehlt auch nicht. Das Buchangebot ist vielseitiger als bei Shelfari. Darüber hinaus finden ca. alle 2 Wochen Livestream-Lesungen statt. Via Facebook oder Twitter können die Leser dabei ihre Fragen den Autoren stellen. Eine Neuheit ist das Buchfrage-Widget. Damit ist das Teilen von Buchwissen möglich und viele profitieren davon. Durch die Einbindung auf anderen Webseiten, wie zum Beispiel von Verlagen oder Buchhandlungen, Blogs oder dem Ebook, kann super schnell auf Fragen geantwortet oder Diskussionen angestoßen werden.

Im Vergleich ist Lovelybooks mit seinen vielen Möglichkeiten sich über Bücher auszutauschen eine gute Wahl besonders für den deutschsprachigen Markt. Das Buchfrage-Widget auf der eigenen Webseite bietet darüber hinaus den Verlagen eine neue  Möglichkeit sich nochmehr am Leben im Social Web zu beteiligen. Die vielen Features machen Lovelybooks entdeckenswert und lebendig.
Shelfari ist Verlagen zu empfehlen, die auch international publizieren. Mit wenig Aufwand können diese ihr Programm dem Leser in weiter Ferne näher bringen. Diese Plattform hat ihr Potenzial außerdem noch nicht ausgeschöpft. Würde sie den Zugriff auf das Buchangebot für die verschiedenen Buchmärkte erweitern, hätte sie eine gute Chance noch mehr Leser zu erreichen. Besonders da Amazon.com Eigentümer von Shelfari ist und weltweit über einen enormen Anteil am Buchmarkt verfügt.

mehr Informationen
[www.shelfari.com|12.01.11|1:10]
[www.appappeal.com|12.01.11|1:10]
[www.netzwertig.com|Autor: Martin Weigert|20.01.11|22:55]

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