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Student in Jena – für´s Leben lernen und Spaß haben

Die Friedrich-Schiller-Universität ist eine klassische Universität mit ca. 19.600 Studierenden. Sie wurde 1558 gegründet und blickt auf eine lange Tradition im Fach Ökologie zurück, betrachtet sich aber auch als klassischen Standort des geistes- und kulturwissenschaftlichen Studiums.

Die Friedrich-Schiller-Universität (kurz FSU) verfügt über eine der modernsten Bibliotheken Europas und über eine umfangreiche digitale Bibliothek, die kontinuierlich erweitert wird. In den erst 2001 fertiggestellten, modernen Hauptgebäuden der Bibliothek gibt es zahlreiche Computerarbeitsplätze und die Möglichkeit, überall mit dem eigenen Laptop ins Internet zu gehen. Außerdem gibt es eine Cafeteria in der Bibliothek, die immer für den nötigen Energienachschub sorgt. Viel Anschauungsmaterial bieten die 30 traditionsreichen Sammlungen und Museen der Universität und ihre musealen Partner.

Aber die FSU bietet noch mehr als „nur“ studieren. Alle Studenten haben die Möglichkeit an verschiedenen Projekten mitzuarbeiten. Es gibt zum Beispiel eine jährliche Kampagne der studentischen Kommunikationsagentur „goldene Zwanziger“ um die neuen Erstsemester dazu zu bringen, ihren Wohnsitz in Jena anzumelden, damit Jena den Großstadtstatus behält. Im letzten Jahr ist die Kampagne mit dem Motto „Hauptwohnsitz schmeckt – hol’ dir ein Saaletörtchen!“ an den Start gegangen. Außerdem gibt es verschiedene Kommunikationsprojekte, bei denen die Studenten die Möglichkeit haben in Print, Radio, Fernsehen und Internet mit eigenen Produkten und Produktionen aktiv zu werden. Kontakte zu anderen Hochschulen, Absolventen und Unternehmen werden in dem von angehenden Wirtschaftswissenschaftlern gegründeten Verein „Jena Business Strategy“ aufgenommen und gepflegt, um so den Berufseinstieg der Absolventen zu erleichtern. Für den Blick über den Tellerrand sorgen die Partnerschaften mit Universitäten im Ausland.

Damit bei all dem Engagement der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, gibt es ein umfangreiches Freizeitangebot. Verschiedene Chöre, akademische Orchestervereinigungen, ein breites Sportangebot und Studentenclubs sorgen für die nötige Abwechslung. Um alles rund um die Uhr und kostenlos zu erreichen, ist das Bahnfahren in Jena mit dem Semesterticket kostenlos.

Der Campus der FSU ist sehr zentral und da in Jena nichts wirklich weit voneinander entfernt ist, kann man im Grünen wohnen und in wenigen Minuten in der City oder an der Uni sein. Für das leibliche Wohl der Studenten sorgen die drei Mensen in der Stadt. Um Studiengebühren muss man sich in Jena auch keine Sorgen machen. Es ist lediglich ein Semesterbeitrag zu entrichten, der dann auch schon das Semesterticket enthält. Damit jeder sein Plätzchen zum Wohnen findet, gibt es auf der Internetseite der Uni zahlreiche interessanteHinweise auf WGs, Makler, Studentenwohnheime und so weiter.

Die beiden medienrelevanten Studienfächer der FSU sind Kommunikationswissenschaft und Germanistik sowie der Masterstudiengang Germanistische Sprachwissenschaft.

Germanistik ist als Kernfach und auch als Ergänzungsfach wählbar und in beiden Fällen nicht zulassungsbeschränkt. Als Kernfach soll Germanistik den Studenten die Wissensbestände und Forschungsfelder der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft systematisch erschließen und eine Grundlage für ein vertiefendes und weiterführendes Studium legen. Das Studium der Germanistik bereitet auf ein Tätigkeitsfeld vor, bei dem die Kompetenz zur kritischen Analyse, Organisation und Gestaltung von Prozessen sprachlicher Interaktion und kultureller Kommunikation eine zentrale Bedeutung besitzt.  Zur Tradition der FSU gehört die Beschäftigung mit der Weimarer Klassik, des Jenaer Idealismus, der Jenaer Romantik und dem Aufbruch in die Moderne um 1900. Das Studium ist modular aufgebaut, die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Studierende des Kernfachs Germanistik erwerben insgesamt 120 Leistungspunkte. Der Großteil der Leistungspunkte wird in den beiden Pflichtmodulen Germanistische Sprachwissenschaft und Germanistische Literaturwissenschaft erworben. Außerdem gibt es ein breites Angebot an Wahlpflichtmodulen. 10 Leistungspunkte werden jeweils für das Praxismodul und die Bachelorarbeit gutgeschrieben. Der Studienbeginn ist zum Wintersemester möglich. Der Bachelor-Abschluss mit Germanistik als Kernfach qualifiziert für Berufe, in denen kulturelle, kommunikative und sprachliche Kompetenz im Mittelpunkt steht, wie zum Beispiel Medienberufe, Werbung, Literarische Öffentlichkeit, Editoring, Kulturmanagement, Public Relations, Fachjournalismus Erwachsenenbildung, Literatur- und Kulturarbeit sowie Theater.

Als Ergänzungsfach ist Germanistik ebenfalls modular aufgebaut. In diesem Fall erwerben die Studenten 60 Leistungspunkte, davon jeweils 30 in Germanistische Sprachwissenschaften und Germanistische Literaturwissenschaften. Auch hier wird der Großteil der Leistungspunkte in den Pflichtmodulen erworben, zehn Leistungspunkte müssen jedoch durch Wahlpflichtmodule erlangt werden. Eine Kombination mit dem Kernfach Germanistik ist ausgeschlossen.

Kommunikationswissenschaft ist gleichfalls als Kernfach und auch als Ergänzungsfach wählbar. Kommunikationswissenschaft als Kernfach ist zulassungsbeschränkt: 20 Prozent der Plätze werden mit einem NC von 1,4 vergeben, 60 Prozent mit einem NC von 1,8 und 20 Prozent der Plätze werden an Bewerber mit Wartezeiten vergeben. Ab dem dritten Fachsemester ist es zulassungsfrei. Als Kernfach soll es den Studierenden Modelle und Konzepte der Kommunikationswissenschaft in den Bereichen mediale Kommunikation und Medienwirkung, Ökonomie und Organisation der Medien und Kommunikationspsychologie näher bringen. Die Schwerpunkte liegen bei Methoden und Statistik der Kommunikationswissenschaft. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Das Studium ist modular aufgebaut, enthält ein berufsorientierendes Praktikum und wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Der Studienbeginn ist zum Wintersemester möglich. Die Studierenden müssen 120 Leistungspunkte erwerben. Diese setzen sich zusammen aus den Pflichtmodulen:

  • Grundlagen medialer Kommunikation
  • Grundlagen Medienökonomie
  • Methoden und Statistik 1
  • Methoden und Statistik 2
  • Psychologische Grundlagen der Kommunikation

und den Wahlpflichtmodulen:

  • Medienwirkung
  • Kommunikations- und Medientheorie
  • Öffentliche Kommunikation
  • Medienregulierung
  • Medienwirtschaft
  • Methoden zur Erforschung der öffentlichen Kommunikation
  • Differentielle Kommunikationspsychologie
  • Intergruppen-Kommunikation

wobei jeder Student vier der acht Wahlpflichtmodule belegen muss. Als passende Ergänzungsfächer werden Psychologie, Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften empfohlen. Der Bachelor-Abschluss qualifiziert zu Tätigkeiten in den Bereichen strategische Planung und Analyse im Mediensektor, in der Markt-  und Meinungsforschung, in den Kommunikationsabteilungen von Unternehmen (PR, Management) sowie Wirtschafts- und Politikberatung. Als Ergänzungsfach ist Kommunikationswissenschaft nicht zulassungsbeschränkt.

Der Masterstudiengang Germanistische Sprachwissenschaft erstreckt sich über vier Semster. Der Studienbeginn ist sowohl zum Sommersemester, als auch zum Wintersemester möglich. Die Zulassungsvoraussetzungen sind ein Bachelor-Abschluss der nicht schlechter als 2,0 ist und Grundkenntnisse in den Kernbereichen der Sprachwissenschaft. Diese können aber durch Teilnahme an Bachelor-Seminaren nachgeholt werden. Der Masterstudiengang (M.A.) Germanistische Sprachwissenschaft baut auf folgenden grundständigen Studiengängen auf: Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Linguistik und Indogermanistik. Ziel des M.A. Germanistische Sprachwissenschaft ist der Erwerb vertiefter Kenntnisse aus den Teilgebieten diachrone und synchrone germanistische Sprachwissenschaft sowie die Entwicklung und Anwendung eigenständiger Ideen. Im Schwerpunkt Sprache und Kognition werden in Kooperation mit dem Institut für Anglistik und Amerikanistik sowie dem Institut für Auslandsgermanistik / Deutsch als Fremd- und Zweitsprache vertiefte Kenntnisse über theoretische Ansätze, Modelle und Methoden im Bereich der kognitionswissenschaftlichen Sprachanalyse vermittelt. Mögliche Berufsfelder sind Sprachberatung, Spracherkennung sowie der massenmediale Kommunikationssektor. Die Möglichkeit zu einer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung (Promotion) besteht ebenfalls. Der Master Germanistische Sprachwissenschaft schafft ebenfalls die Voraussetzung für weiterführende wissenschaftliche Tätigkeiten im Bereich Forschung, Entwicklung und Lehre an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Außerdem sind natürlich die bereits unter dem Kernfach Germanistik genannten Tätigkeitsfelder möglich.

Fachübergreifende Information um studienbezogene Entscheidungen vorzubereiten, sind in jedem Fall kostenlos bei der zentralen Studienberatung zu bekommen. Außerdem gibt es Fachberatungen an den einzelnen Fakultäten sowie Hilfe durch den Studentenrat oder studentische Tutoren, um sich im Dschungel der Universität besser zurecht zu finden. Beratung für behinderte, chronisch kranke Studienbewerber und Studierende sind beim Studierenden-Service-Zentrum zu bekommen. Alles über soziale Unterstützung Studierender und die Förderung kultureller Aktivitäten erfährt man beim Studentenwerk Thüringen.

Einen sehr guten Überblick über die FSU, das Studienangebot, Zulassungsbeschränkungen und Jena als Studentenstadt kann man sich auf der Internetseite der Uni verschaffen.

mehr Informationen:
[ http://www.uni-jena.de| F. Czermack | 21.04.2011 ]

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