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Posts Tagged ‘Zeitung’

Die ZEIT ONLINE, die Generation Y oder 2X und das mögliche Ende der Zeitungskrise

Mai 2nd, 2017 | Aktuelles, Interview, Veränderungen der Arbeitswelt | 2 Comments

Interview

Workshop beim Z2X Festival in Leipzig ©ZEIT

Das Z2X Festival 2016 in Berlin ist entstanden, weil die ZEIT ONLINE gern ihren zwanzigsten Geburtstag feiern und alle 2X-Visionäre einladen wollte. Doch daraus ist mittlerweile so viel mehr geworden! Eine Z2X-Community, ein Stammtisch in Berlin und jetzt die regionalen Ableger des Festivals. Am 21. April 2017 fand in Leipzig das Z2X³ in passendem Ambiente in der Hochschule für Grafik und Buchkunst statt. Ein gelungener Abend mit wunderbaren Ideen, vielen interessanten Begegnungen und spannenden Blitzvorträgen, Frag-mich-alles-Runden sowie Workshops. Natürlich kam auch das leibliche Wohl bei Brezeln, Bier und Bio-Limonade nicht zu kurz!

Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen, was ein Festival-Angebot mit Verlage der Zukunft gemein hat. Die nachfolgenden Zeilen werden es euch verraten!
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Bleiben Print-Produkte unverzichtbar für Zeitungsverlage?

Juni 6th, 2016 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Werden Zeitungsverlage ihre Print-Produkte bald nur noch im Keller vorfinden? Bill Gates prophezeite bereits 1990 das Ende der Zeitungen für das Jahr 2000. Eine Null-Nummer, diese Aussage. Aber wie sieht es heute, 16 Jahre später, aus?

Zeitung

Foto: Nicole Steeg

Ein Leben ohne gedruckte Zeitungen ist für viele Konsumenten kaum vorstellbar und für andere  wiederum kaum von Bedeutung. Warum auch? Schließlich gibt es jetzt die digitale Welt, die durch mehr aktuelle, individuelle Informationen zu einem geringeren Preis der Print-Branche den Rang abläuft. Informationen können dort schnell und einfach mit zusätzlichen multimedialen und interaktiven Funktionen abgerufen und kommentiert werden. Die langjährigen Zeitungsleser jedoch lieben es, am Frühstückstisch oder auf der Couch, schön gemütlich die Zeitung „frisch aus dem Briefkasten“ aufzuschlagen. Nun soll man ständig ein elektronisches Gerät benötigen, um an Informationen zu kommen. Informationen, die ein jeder ins Netz stellen kann. Ist hier noch die Rede von einem glaubwürdigen und seriösen Content? An diesem sind die Leser zumindest noch sehr interessiert. Laut ARD/ZDF-Studie-Massenkommunikation lesen immerhin ca. 47 Millionen Deutsche jeden Tag mindestens 23 Minuten Tageszeitung. Kein schlechtes Ergebnis bei einer täglichen Mediennutzung von 9,5 Stunden, welche im Jahr 2015 vor allem mit Konkurrenzmedien wie Fernsehen, Internet und Radio geteilt wird.

Alle Kanäle bedienen

Das gedruckte Wort ist also auch in den nächsten Jahren unverzichtbar. Zumindest lässt es sich so für die Digital Natives, die heute 14 bis 29-Jährigen, vermuten. Unter ihnen wird es immer welche geben, die ihre Zeitung auch gedruckt lesen, schließlich haben sie es in Kindesjahren noch so kennengelernt. Aber was ist mit der darauffolgenden Generation, den Mobile Natives? Diese Kinder begegnen uns eigentlich fast überall mit mobilen Geräten in der Hand. Das sind halt wahre „Smombies“, sagt man in der heutigen Jugendsprache. Wird bald alles nur noch auf der Online-Ebene ablaufen? Können Zeitungsverlage dann einpacken oder sollten sie von jetzt an ihre Kampfstrategie – Reichweite erlangen – nur noch in der digitalen Welt bestreiten? Eckhard Baumbach, Verlagsleiter des SonntagsWochenBlattes in Torgau, gibt auf diese Frage ein eindeutiges Nein. „Lesergewohnheiten sind unberechenbar, es wird immer Menschen geben, die auch das gedruckte Wort lesen. Um eine lokale Vernetzung wie in unserem Geschäftsmodell zu erreichen, muss ein Verlag alle Kanäle bedienen. Nur so kann er seiner Aufgabe, Sender und Empfänger zusammenzubringen, gerecht werden. Das Digitale und das Gedruckte sollen sich nicht duellieren, sondern sich gegenseitig ergänzen. Ganz nach dem Motto: das neue Tun, ohne das Alte zu lassen.“

Verlage stellen sich breiter auf

Verlage werden also weiterhin wichtig auf dem Markt sein, um Inhalte seriös aufzubereiten. Es ist eine gute Strategie, auch in Zukunft auf beide Pferde zu setzen. Im Vordergrund könnte die Vermarktung des digitalen Contents und die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle sein, ohne die Printprodukte zu vernachlässigen. Viele Verlage haben schon jetzt Ihr Portfolio auf Produkte wie Apps, Web-Dienstleistungen und Veranstaltungen erweitert, um die Verluste im Print auszugleichen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die neue, moderne Welt weiter entwickelt. Wer weiß, vielleicht ist es in ein paar Jahren wertvoll, eine gedruckte Zeitung zu Hause auf dem Tisch liegen zu haben.

Autorin: Nicole Steeg

Wer lesen will, muss zahlen? – Möglichkeiten der Tageszeitungen im digitalen Zeitalter

April 3rd, 2014 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Früher wurde die Zeitung noch am Kiosk gekauft, bevor es mit dem Zug zur Arbeit ging. Mann oder Frau suchte sich heraus, was interessierte und überblätterte Rubriken, für die kein Interesse bestand.

Früher.

Heute ist das anders. Heute wird neben hektischen Blicken auf die Uhr seltener eine Bahn durch verzweifelte Kleingeldsuche am Kiosk verpasst. Heute hat Mann oder Frau das Tablet oder Smartphone immer dabei, wählt die Artikel selbst aus und sucht das Kleingeld höchstens für einen Kaffee, um dann gemütlich zum Zug zu bummeln.

Viele Zeitungsverlage haben die Bequemlichkeit und das Verlangen mobil zu sein, personalisierte Rubriken selektieren zu wollen, von ihren Lesern verstanden und agieren gemäß dem Wunsch ihrer Abonnenten, da diese vom Leben und Überleben der Verlage verantwortlich sind. Zudem werden die Verlage mit einer hohen Wandelbarkeit und schnellem Wachstum der technischen Möglichkeiten konfrontiert. Auch die zunehmende Konvergenz Technik – Mensch treibt die Verlage an, ihre Möglichkeiten zu erweitern.

Doch ab hier stellt sich die Frage: wie profitieren, im World Wide Web mit der Herstellung einer breiten Öffentlichkeit, zwischen kostenlosen Angeboten der großen Konkurrenten Google News, Yahoo! News oder news.de? Das geistige Gut der Journalisten soll schließlich entsprechend vergütet werden, denn von dem Content lebt die Zeitung. Wie stellt man es an, ohne dass die Qualität durch Kostendruck leidet?

Es gibt verschiedene Geschäftsmodelle, die eine Gewinnerwirtschaftung im Internet ermöglichen. Paywall ist eines davon, denn es bringt die Inhalte bezahlpflichtig an die Leute. Mit dem Abschluss eines Abos sichert sich zum Beispiel die Leipziger Volkszeitung ihren Gewinn ab. Schließlich ist es nun mal nicht üblich, dass eine Zeitung ihre Inhalte, ihr größtes Gut, kostenlos publiziert. Laut LVZ ist und wird immer ein Großteil der Artikel kostenfrei zum Lesen zur Verfügung stehen, doch ganz ohne Schranke geht es nun mal nicht. Zwar sei die Onlinewerbung sehr bedeutsam für den Erlös, so der Leiter der Onlineabteilung Holger Herzberg, doch dieser Bereich zur Deckung der Kosten allein reiche keineswegs aus.

Einen anderen Weg beschreitet die TAZ, die ihre Inhalte prinzipiell kostenfrei anbietet und von den Beträgen der einzelnen Leser lebt, die freiwillig zahlen (wollen). Den einmaligen oder monatlichen Betrag zwischen 5 und 50 Euro darf jeder selbst bestimmen – je nachdem was ihm für das Lesen angemessen erscheint.

Zudem bieten digitale Mehrwertdienste eine weitere Möglichkeit ihre Inhalte lukrativer anzubieten. „Mehrwertdienste sind Kernkompetenz für die Leipziger Volkszeitung, die sich ständig weiterentwickelt.“ so Herzberg. Dabei gibt es verschiedene E-Paper-Apps für bestimmte Themen. Neben dem klassischen Portal eines „Sportbuzzers“ wurde eine mobile Webseite für Leute aus dem Vereinsbereich entwickelt. Dabei kann man selbst als Autor über den eigenen Verein informieren und über einen Liveticker berichten. Die LVZ bietet beispielsweise eine digitale Zeitung an, die jeden Sonntag exklusiv für Abonnenten erscheint. Fotoserien und Videos ergänzen hierbei die klassischen Inhalte.

Maria Thyrolf

BILDplus: BILD forciert die Paywall

Mai 27th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Viele Millionen Deutsche lesen täglich BILD oder BILD.de. Im Verbund werden sie nun zur Kasse gebeten. Mit der Vorstellung des Allround-Abomodells BILDplus setzt die Axel Springer AG ein gewichtiges Zeichen. Nicht nur forciert der Medienkonzern die Digitalisierung; zugleich holt sie das Paywall-System ins Bewusstsein deutscher Verbraucher. Ein Schritt, der Leser vergraulen, aber Umsätze erbringen kann. Von Marcel Knöchelmann

BILDplus ModellDie Bild-Paywall im Stufensystem

„Die Axel Springer AG will das führende digitale Medienunternehmen werden.“ Dieser Leitsatz prägt den strukturstarken Berliner Konzern und wird konsequent umgesetzt. Mit dem neuen umfassenden Abomodell BILDplus soll es nun auch ertragreicher gemacht werden.

Ab dem 11. Juni 2013 werden Interessierte für Inhalte bezahlen müssen, wo sonst kostenlos auf die Onlineversion zugegriffen wurde. Auf verschiedenen Ebenen können im Monatsabo ausführliche Hintergrundinformationen und exklusive Bild- und Videoaufbereitungen erstanden werden. Jeweils entweder webbasiert, als E-Paper inklusive BILD am Sonntag oder zusätzlich die gedruckte Ausgabe.

  • 4,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App
  • 9,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App + Bild als E-Paper
  • 14,99 € im Monat: Zugang via Web, Smartphone- und Tablet-App + Bild als E-Paper + Kiosk-Abo
  • Textversion im ersten Monat: 0,99 €

Auflage der BILD Zeitung vom 4. Quartal 2009 bis zum 1. Quartal 2013Sorge um die Zeitung – und die Erträge

Mit dem Kiosk-Abo versucht das Unternehmen, Leser auch in Zukunft noch an die Printversion ihrer größten Marke zu binden. Abonnenten können sich Gutscheine ausdrucken und vermittels dieser kostenlos die klassische Zeitung am Kiosk bekommen. Damit soll ein weiteres Absinken der Käuferzahlen gedruckter Ausgaben verhindert werden (siehe Statistik, Statista).

Durch die Einbindung des Kiosk-Abos sollen BILD und BILD.de – deren Redaktionen getrennt arbeiten – zu einem Verbund zusammengeschlossen werden. Donata Hopfen, die Geschäftsführerin von BILDdigital, erklärt dazu: „BILDplus ist ein Paradigmenwechsel hin zu einer Bezahlkultur für journalistische Inhalte im Internet. Wir schaffen ein BILD-Marken-Abo für alle Kanäle und Endgeräte und bauen damit unsere Marktführerschaft aus.“

Exklusivität ist tot. Es lebe die Exklusivität!

Das neue Paywall-System hat die Axel Springer AG in einer langerwarteten Veranstaltung am 27. Mai bekannt gegeben. Dass es kommen würde, war abzusehen. Nicht zuletzt wegen der Vorhersagen, die der BILD-Chefredakteur Kai Diekmann zuvor medienwirksam twitterte. Dessen Eintauchen in den Start-up-Geist des Silicon Valley geht nach nun neun Monaten dem Ende entgegen. Dort eröffnete sich Diekmann neben der Idee, Ideen zu teilen, auch die Erkenntnis, Exklusivität sei in der digitalen Welt passé. Dem entgegen steht ein exklusives Recht, dass Axel Springer ab Sommer zusätzlich in das neue Modell einbauen will: Bundesliga-IPTV-Übertragungen.

Schon im April sicherte sich das Medienhaus für rund 20 Millionen Euro die Netzverwertungsrechte für vier Spielzeiten ab der kommenden. So kann via BILD.de bereits vor Ausstrahlung der Sportschau audiovisuell über die Bundesliga berichtet werden. Wie viele Interessierte der geringe zeitliche Vorteil reizen wird, sich Durchlass durch die Paywall zu erkaufen, wird die Zukunft entscheiden. Zumindest bereitet die Axel Springer AG sich intensiv auf sie vor. Wie auch sonst, als führendes digitales Medienunternehmen.

Axel Springer’s Famous Garage:

Marcel Knöchelmann

> Alle Bildrechte liegen bei den Urhebern. Diese sind hinter dem jeweiligen Content verlinkt.

NewsSlate: Die neue Generation der Zeitung

Dezember 15th, 2010 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Am 7. Oktober 2010 wurde in Hamburg das NewsSlate, die neuste Entwicklung des amerikanischen Designers Juan Antonio Giner, Gründer der Agentur Innovation Media Consulting, auf dem WAN-IFRA World Editiors Forum vorgestellt.

Digitales Papier gibt es schon seit mehreren Jahren und die traditionelle Zeitungsbranche steckt seit längerer Zeit in der Krise. Wie also lassen sich die Tradition der Zeitung als Massenmedium und die digitale Zukunft verbinden?
Mit dem NewsSlate!
Die Idee hinter dem Prototyp des NewsSlate ist eine beliebig oft auseinanderfaltbare digitale Zeitung, deren Format sich je nach Inhalt und Nutzungssituation ändern und anpassen lässt.
Die Zeitung kann so klein sein wie ein IPhone oder so groß wie eine herkömmliche Zeitung. Auf dem mobilen Gerät lassen sich die verschiedensten Inhalte abspielen. Angefangen von aktuellen Informationen verlinkt mit Hintergrundberichten, Slideshows, animierten Grafiken bis hin zu Audioclips und vollständigen Filmen. Vorraussetzung dafür ist medienneutraler Content.
Noch ist es eine Studie, aber vor wenigen Jahren waren auch Multimedia Tablets reine Zukunftsvisionen. Wir werden sehen, wie sich der Herstellungsbereich in den kommenden Jahren verändern wird und ob demnächst alle eine digitale Zeitung besitzen werden.

Mit dem NewsSlate beginnt die neue Generation der Zeitungen! Oder?

mehr Informationen
[www.medialdigital.de| Ulrike Langer |7.1.2010 |12:45]

 

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