Neue Social-Reading-Plattform log.os

In der Buchbranche geht es schon lange nicht mehr nur darum, physische Bücher zu verkaufen. Vielmehr gewinnt die Bereitstellung von Dienstleistungen an Bedeutung. Ein neuer Schritt in diese Richtung soll 2014 die E-Reading-Plattform log.os werden, die Anfang Mai angekündigt wurde. Von Nora Rennmann

Volker Oppmann
Volker Oppmann

Initiiert wird dieses Projekt durch Volker Oppmann, Gründer des E-Book-Anbieters Textunes. Sein Ziel ist es, mit log.os eine cloudbasierte Bibliothek zu schaffen, in der die Nutzer ihre Meinungen zum bereitgestellten digitalen Content kundtun und austauschen können. Darin sieht Oppmann auch den entscheidenden Vorteil gegenüber Print-Bibliotheken. Im Netz würde das Wissen der Nutzer direkt mit den publizierten Inhalten in Verbindung gebracht, indem sie kommentieren und selber neue Texte schreiben können. So entsteht ein weiteres interaktives Social-Reading-Angebot.

Bezahl-Inhalte und Open-Source-Content im Einklang

Ferner soll die Plattform nicht auf Gewinnmaximierung abzielen, sondern eine gemeinnützige, von großen Konzernen unabhängige Organisation werden. Um dies sicherzustellen, strebt Oppmann an, eine Stiftung zu gründen. Auf log.os wird es dann allen Interessengruppen möglich sein, sowohl auf die publizierten Inhalte von Autoren zurückzugreifen, als auch selbst weiterführende, mitunter ausführliche Texte zu verfassen und miteinander zu agieren. So werden Buchhandel und Social Reading miteinander verbunden.

Das Projekt soll aus öffentlichen Mitteln, privaten Förderern und Crowdfunding realisiert werden. Auf log-os.info/wordpress/ wirbt Oppmann für seine Idee mit dem Slogan: „Am Anfang war das Wort. Jetzt kommt das Betriebssystem“. Dieser Claim erklärt auch den Namen der Plattform: „logos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das geschriebene Wort“. „os“ steht für den englischen Begriff für Betriebssystem „operating system“. Oppmann kündigte bereits an, dass ein Prototyp der Plattform auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentiert wird.
Die Frage ist nun, wie sich diese Plattform bis 2014 entwickelt und welche Veränderungen es geben wird.

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