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Top 5 : Verlagshomepages im Social Web

Vor weniger als 10 Jahren gehörte eine ansprechend gestaltete, funktionale und sichere Website noch zu den Luxusgütern der Besserverdienenden, waren Systemadministratoren die verehrten Hüter des nebelumwogten Grals, glaubten gefühlte 80% der Deutschen, dass Bildschirmschoner so ähnlich funktionieren wie Klohüte. Heute gibt es frei verfügbare Software, die mittels millionenfach bewährter Plugins Schnittstellen zu allen großen Plattformen schafft, integrative Websitekonzepte ermöglicht und das Einfügen multimedialer Inhalte auf der Homepage zum Kinderspiel macht. Unsere heutigen Top 5 zeigen auf, wer auch mit wenig Geld einen richtig guten Onlineauftritt hinlegt.

1. „Voland & Quist“
Auf Platz eins befindet sich der von a) wie akustisch bis z) wie zynisch die Klaviatur der Zielgruppenansprache beherrschende Verlag „Voland & Quist“. Ob Facebook und Twitter, wo zum Beispiel im Zuge der zu Guttenberg-Tragödie der Plagiatomat von Haus-Autor Tube verbreitet wird, Issuu mit über 21.000 Dokumentaufrufen oder kompletten Lesungen bei Soundcloud – Voland & Quist kennen und nutzen die Spielregeln des Social Web und wissen, für wen sie Bücher machen. Dass hierfür durch die Nutzung von Kanälen wie Youtube, 23 und diversen Social Bookmarking-Diensten keinerlei zusätzliche Kosten anfallen, ist neben großer Benutzerfreundlichkeit, flüssiger Gestaltung und multimedialer Interaktion schon auf der Startseite das i-Tüpfelchen auf dem rundum gelungenen Webauftritt. Und gute Bücher machen sie auch noch.

2. „Terzio“
Neben dem kostenpflichtigen Social-Media-Marketing-Rundumschlag-Tool „book2look“ (das wir in einem baldigen Beitrag noch vorstellen werden) bedient man sich beim Münchner Kinderbuchverlag einer Fülle an Tools, die das Stöbern und Einkaufen auf den Seiten gerade für Eltern und ihre Kinder zur Freude machen: mit dem Verlags-Star Ritter Rost kann online per SoundCloud-Stream gesungen, sich per Facebook befreundet und per Kalendertool das alles auch offline, live bei Veranstaltungen erlebt werden. Über den 2.000 Fan wurde sich mit einem Youtube-Video gefreut und zum Thema Zielgruppenansprache noch folgendes: „Jippiee! Das Eiserne Internetcafé feiert die 2000 schönsten, stärksten und klügsten Fans von Ritter Rost! Zum Dank für eure eisenstarke Unterstützung spendieren wir hier Rosen in der Dose frei für alle. :-)“
Ich würde gern noch ein bisschen kritteln, aber es fällt bei dem Top-Auftritt richtig schwer.

3. „Der Audio Verlag“
Auch die Berliner vom Audio Verlag machen fast alles richtig! Sie nutzen ihre Website als Tor zur Welt, also als Pforte ins Social Web, genauer: als Ausgangspunkt einer multimedialen Reise durch Lesungsupdates via Twitter, Leserrezensionssammelsurium auf Facebook, einen unerschöpflichen Fundus schönster Hörproben auf Youtube und den Livestream Plapperkiste von HörbuchFM als Website Plugin. Allein die nicht vorhandenen Möglichkeiten zu Interaktion und Weiterleitung auf der Website selbst fehlen noch zum Rundum-Social-Web-Paket. Das und eine kurze, freudige Reaktion auf Kommentare wie „echt super :)“ unter ihren Youtube-Videos!

4. „Salis Verlag“
Der Salis Verlag hat es ins Ranking geschafft, weil die Website nach dem Relaunch zu den übersichtlichsten, nutzerfreundlichsten und zielgruppenbewusstesten ihrer Art zählt. Schlichtes Design, eine klare Ansprache und der Schwerpunkt da, wo er bei einem Sachbuchverlag mit Mission sein soll: bei Büchern und ihren Autoren. Salis nutzt zwar wenige Tools und verzichtet trotz beliebter Präsenz in Facebook auf Social Plugins, bedient sich aber als einer der wenigen betrachteten Verlage mit ShareThis bei einem der umfangreichsten Angebote, Inhalte per Klick in über 50 sozialen Netzwerken zu teilen. Schmankerl: die Playlists. Mehrmals wöchentlich erscheinen hier Zusammenstellungen von bei Youtube gehosteter Musik, „die uns beflügelt, inspiriert und meist laut in unserem Büro läuft …“
Manko: Ganz klein und ohne ein Icon werde ich in der Rubrik „Über Salis“ darauf hingewiesen, dass ich den Verlag auch auf Facebook oder Twitter finden kann – das passt zwar schön zur wunderbar aufgeräumten Website, macht aber eine gezielte Suche nötig, ein Darüberstolpern unmöglich.


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2 Responses to “Top 5 : Verlagshomepages im Social Web”

  1. katja splichal says:

    Bitte sehr gern – verdientermaßen!

  2. Sebastian says:

    dankeschön 🙂

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