Einführung in unsere Beitragsreihe

Ein volles Bücherregal – wer kennt es nicht? Wir BücherliebhaberInnen lesen, leihen, verschenken – und vor allem sammeln wir Bücher für unser Leben gern. „Platz dafür ist immer“, reden wir uns ein. Und geht der Platz aus, werden die Schätze in weitere Regale verräumt, bis sie schlussendlich im Keller landen. Im besten Fall finden die Druckerzeugnisse nach vielen Jahren, durch den Besuch eines Freundes oder Verwandten, ein neues Zuhause. Im schlechtesten Fall sind diese, durch Feuchtigkeit oder Moder, ein Abfallprodukt geworden. Der Wert des Buches steigt und fällt mit dem Umgang, der Unversehrtheit des physischen Werkes und mit dem emotionalen Wert, den der/die  LeserIn dem Druckwerk zuschreibt. Studien besagen, dass ein Buch im Durschnitt ca. 10,98 Euro kostet. Doch was kaufen wir mit dem Buch noch alles mit?                                                                                                   

Das Anpflanzen des Baumes und dessen Abholzung, die Weiterverarbeitung zu Papier, der Druck, die Bindung und der Transport zwischen den verschiedenen Stationen ist erforderlich, bis das Buch in unseren Regalen steht. All das erfordert viele Ressourcen und Arbeitskräfte. Unsere weltweiten Ressourcen sind schon heute begrenzt, an Arbeitskräften mangelt es jedoch prinzipiell nicht. Es mangelt an Budgets für die Einstellung von Mitarbeitern, deren Ausbildung und angemessenen Gehältern sowie an der langfristigen, und vor allem nachhaltigen Planung der einzelnen Produktionsfaktoren. Denn seit der Industrialisierung haben wir einen immer kurzlebigeren Kreislauf des Produzierens, Verkaufens und Kaufens von gedruckten- und digitalen Werken und deren Wert geschaffen. Daraus ergeben sich folgende, kurz zusammengefasste Vor- und Nachteile:

Vorteile: Eine große Anzahl an Menschen haben einen breiten, kostengünstigen oder sogar kostenfreien Zugriff auf physisches oder digitales Wissen und Unterhaltung, unabhängig von Zeit und Ort.

Nachteile: Der zügig voranschreitende Klimawandel, das Aussterben unserer Artenvielfalt und hohe Müllberge ohne „Verantwortliche “.

Was in der Verlags- und Buchbranche zukünftig benötigt wird sind Innovationen, die Klima- und Umweltschäden nicht nur vermindern, sondern ihnen auch entgegenwirken. Jedoch sind solche Innovationen kostspielig, riskant und benötigen weitsichtige GeschäftsführerInnen sowie treue KundenInnen. Das alles ist in unserer schnelllebigen, kapitalistischen Welt eine große Herausforderung. Besonders für uns als LeserInnen: Unsere Nachfrage bestimmt das Angebot.

Wir als KundInnen und LeserInnen unterschätzen oft unsere Mitverantwortung sowie die Steuerungs- und Lenkmöglichkeiten auf dem bestehenden Markt. Durch die Digitalisierung nehmen wir an, dass wir Ressourcen sparen, da das Buch online verfügbar ist. Doch welche Ressourcen werden für die Ansicht im Internet oder für das Herunterladen einer Datei benötigt? Und wie viel Aufwand und Schäden an der Umwelt entstehen im Gegensatz dazu, wenn ein Buch gedruckt wird? Welche aktuellen Gegebenheiten erschweren eine Veränderung der Verlags- und Buchhandelsbranche?  Fragen über Fragen, die wir uns gemeinsam in der Buchbranche und als KundInnen stellen müssen, damit es auch weiterhin eine Branche – eine Zukunft – für Bücher gibt.

Eine kleine Vorwarnung: Wer sich aus unseren Beitragsreihe einfache Lösungen aller Probleme erhofft, den müssen wir enttäuschen. Wir möchten unsere LeserInnen dazu anregen, unsere Branche aktiv mitzugestalten, denn wir alle haben eine Mitverantwortung für das Kaufverhalten und Wirken am Markt.

Auf Wiederlesen und bis übernächste Woche!

 

(Lea Reich)

3 Kommentare zu “Einführung in unsere Beitragsreihe

  1. Ein bisschen merkwürdig für eine Kolumne. Eigentlich sollte hier die Meinung der Autorin zu diesem Thema zum Ausdruck kommen und sich persönlich anfühlen. Stattdessen ist das Ganze mehr eine reine Anreihung von Fragen und Aufzählungen, die zwar mit dem Thema in Verbindung stehen, aber so schlecht weitergeführt werden, dass man sich das Lesen auch hätte sparen können. Es gibt keine richtige Faktenlage oder Aussage seitens der Autorin, die Eindruck hinterlässt oder zum Denken anregt.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Kritik. Diese haben wir berücksichtigt und den Titel des Textes angepasst. Unser erster Blog zur folgenden Kolumne ist als eine Einleitung zu verstehen, in der wir persönliche Fragestellungen und Beobachtungen anhand des Textes dargestellt haben. Die folgenden Kolumnen werden differenzierter auf die aufgezählten Fragen eingehen, mit der Hoffnung das umfassende Thema „Nachhaltigkeit“ bestmöglich vorzustellen.

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