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Archive for the ‘Meinung & Kritik’ Category

Qualityland: Wie sieht die Zukunft wirklich aus?

Dezember 8th, 2018 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Man könnte meinen, dass die Technologien, wie sie in Quality Land beschrieben sind, noch weit in der Zukunft liegen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ob man dies beunruhigend findet oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Wir wollen jedoch im Folgenden einmal aufführen, inwiefern diese Entwicklungen bald Alltag für uns werden können bzw. es schon sind.

Buchcover Qualityland dunkle Version 

Bildquelle: https://www.amazon.de/QualityLand-Roman-helle-Marc-Uwe-Kling/dp/3550050232

 

In Quality Land wird dem Leser  über selbstfahrende Autos berichtet und dass diese manchmal ziellos durch die Stadt irren, weil sie defekt sind.

Das autonome Fahren wird heutzutage schon für Tesla Autos entwickelt. Hierbei wird damit geworben, dass dies die Sicherheit auf den Straßen erhöhen soll. Mit 8 Kameras soll eine 250m Rundumüberwachung gegeben sein, welches noch mit Ultraschallsensoren ergänzt wird. Der nach vorn ausgerichtete Radar kann sogar Regen und Schnee ausblenden, um verbessertes Signal zum Umfeld zu haben.

Quelle: https://www.tesla.com/de_DE/autopilot?redirect=no

 

Wie den meisten wahrscheinlich schon bekannt ist, werden der Bevölkerung in dem Buch Pakete, deren Inhalt der Empfänger in Zukunft nützlich finden könnte, mithilfe von Drohnen zugeschickt.

Diese Art der Auslieferung wird zum Teil schon von Amazon und anderen Paketdiensten geplant. Zumindest der Drohnen Aspekt der Situation aus dem Buch. Bald sollen Drohnen das Paketausliefern übernehmen, wobei diese menschliche Akustik und Gestik wahrnehmen können und darauf entsprechend reagieren sollen. Nicht nur die Interpretation der Drohnen ist wichtig, sondern auch die Navigation und die Kommunikation. Über Sensoren und Kameras werden hierbei die Signale aus der Umwelt von der Drohne erfasst. Falls sie jedoch mal am falschen Haus landen sollte, sollte es möglich sein sie mit wegscheuchenden Gesten abzuweisen.

Quelle: https://www.netzpiloten.de/amazon-lieferdrohnen-paket-lieferung/

 

In Quality Land wird die eher ungewöhnliche Bezahlungsart mithilfe der Lippen beschrieben. Hierbei schließt man einen Kauf ab, indem man sein Tablet oder Smartphone küsst. Da sich die Lippen bei jedem Menschen unterscheiden, werden diese zur Erkennung der Person genutzt. Bestellungen im Internet sind heute oft nicht viel komplizierter. Hat man beispielsweise einen Amazon-Account mit Lieferadresse und Bankdaten eingespeichert, muss man nur auf einen Button klicken und das Paket wird in den nächsten Tagen oder Wochen schon geliefert, ohne dass der Kunde viel Aufwand hatte. Damit soll man natürlich angeregt werden, mehr und regelmäßiger zu kaufen/zu bestellen.

Die Identifizierung über biometrische Daten ist in Deutschland nur wenig ausgebaut, dafür aber in China schon Alltag. In 3 Jahren soll jeder chinesische Bürger mithilfe von Gesichtserkennungssystemen identifiziert werden können. Es sollen zusätzlich zu den schon vorhandenen Kameras in China noch 400 Millionen weitere installiert werden, um die Überwachung zu optimieren. Bisher konnten über 100 Kriminalfälle durch dieses System gelöst werden. Selbst in Schulen wird die Aufmerksamkeit nun mit Kameras überwacht, die auch Gefühle erkennen können.

Quelle: t3n digital pioneers Magazin 52 Seite 72-80

House of Leaves – Ein erzählerischer und typographischer Dendritensturm

November 14th, 2017 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 1 Comment

Ein Buch für Entdecker, Horror-Fans und Typographie-Liebhaber

Foto Andre Walter

Warum verschiedene Bücher aus unterschiedlichen Genres lesen, wenn man auch eine ganze Armada von Gattungen in einem einzigen Buch zur Verfügung hat? Wer sich schon immer einem erzählerischen Dendritensturm oder Axongewitter hingeben wollte, der versuche es mit dem Metaroman »Das Haus« von Mark Z. Danielewski.

Pulitzer-Preisträger Will Navidson bezieht mit seiner Frau Karen und seinen zwei Kindern sein neues Haus in Virginia. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Haus ein dubioses Eigenleben zu entwickeln. Es manifestieren sich Räume wo vorher keine waren, die in dichtestem Schwarz getaucht, kalt und vollkommen frei von Licht sind. Fasziniert (und doch voller Angst) beginnt Navidson das Geschehen im Haus zu filmen. Ein Labyrinth aus weiteren Räumen tut sich auf, dessen Geheimnisse Navidson versucht mit seiner Filmtechnik zu ergründen. Sein Handeln droht dabei das Familiengefüge auseinanderzubrechen.

Der Film (Navidson-Record), welcher aus den Aufnahmen Navidsons hervorging, ist nicht mehr auffindbar. Jedoch hat ein gewisser Zampano, der unter mysteriösen Gegebenheiten den Tod fand, den Film zu Papier gebracht. Das lose Manuskript bekommt Johnny Truant (ein suchtanfälliger Tattowier-Lehrling) in die Hände und fängt an das wüste Material zu einem Buch zu formen. Dabei schildert er (i.d.R. in komplexen Fußnoten) sein eigenes verkorkstes Leben und, vor allem, was der Navidson-Record mit ihm und seiner Umgebung macht. Read More

Shakespeare in der Gegenwart- alte Geschichten in neuem Gewand

Juli 28th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Shakespeares Werke „Der widerspenstigen Zähmung“, „Ein Wintermärchen“ und „Kaufmann von Venedig“ in neuem Gewand

2016 war das Shakespeare Jahr – der Todestag des britischen Dichters jährte sich zum 400. Mal.

Das hat der britische Belletristik Verlag Hogarth Press zum Anlass genommen, bedeutende zeitgenössische Autoren um Neuinterpretationen der alten, bekannten Geschichten Shakespeares zu bitten.

 

Bis jetzt haben Jeanette Winterson mit „Der weite Raum der Zeit“ Shakespeares „Ein Wintermärchen“, Howard Jacobson mit „Shylock“ den „Kaufmann von Venedig“ und Anne Tyler mit „Die störrische Braut“ Shakespeares „Der widerspenstigen Zähmung“ neu interpretiert. Aktuell erschienen ist Margaret Atwood mit „Hexensaat“, was auf „Der Sturm“ basiert. Weitere Werke, wie z.B. von den  Autoren  Jo Nesbø und Edward St. Aubyn, befinden sich ebenfalls in Planung. Wir dürfen also gespannt sein!

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Rezension – Passagier 23

Juli 21st, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Foto ©Anne Geszner

Jedes Jahr verschwinden rund 20 Menschen auf Kreuzfahrtschiffen spurlos. Doch was geschieht, wenn einer von ihnen wieder auftaucht? Der Psychothriller von Sebastian Fitzek versetzt den Leser  mitten an Deck eines solchen Schiffes. Wir haben den Roman einmal unter die Lupe genommen:

Stell Dir vor, Du bist auf hoher See, „eingesperrt“ unter tausenden Menschen inmitten einer schwimmenden Stadt, ohne Polizei, ohne Gefängnis…und im Visier eines eiskalten Killers.

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Ein etwas anderer Bericht – Lesung mit Babet Mader

Juli 4th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Bericht

 

Der Weltuntergang steht kurz bevor. Dieser festen Überzeugung waren am Donnerstagabend meine Kommilitoninnen und ich, als wir aus dem Fenster der BuMerang, der Campusbuchhandlung der HTWK Leipzig blickten, und pechschwarze Wolken sahen. Blitze zuckten durch den Himmel, Donner grollte in der Ferne und heftiger Wind und Regengüsse machten das Unheil perfekt. Warum wir bei diesem Wetter und zu der Uhrzeit – der Regen setzte schließlich erst gegen Abend ein – noch in der BuMerang waren, fragt sich jetzt vielleicht der eine oder andere.

Eigentlich wollten wir an diesem Abend unsere allererste Veranstaltung, eine Autorenlesung mit Babet Mader , durchführen, doch diese fiel buchstäblich ins Wasser. Nicht nur die Deutsche Bahn und viele Reisende wurden an diesem Abend Opfer des Unwetters.

 

Ein fast perfekter Plan

 

Die BuMerang bereit für die Lesung, © Judith Plötz

Unser ursprünglicher Plan war es, am Donnerstagabend des 22. Junis eine kleine Lesung in der Campusbuchhandlung BuMerang durchzuführen. Für alle, die bisher nur Bahnhof verstehen und sich fragen, was ein Bumerang denn mit einer Buchhandlung und der HTWK zu tun hat, folgt hier die kurze Erklärung: während des Studiums haben wir die Möglichkeit, im Rahmen des Schwerpunktmoduls Buchhandelsmanagement selbst eine Buchhandlung zu leiten, die BuMerang. Sie befindet sich im dritten Stock des Lipsius Baus und ist während der Vorlesungszeit in der Mittagspause (12:45-13:45 Uhr) geöffnet. Und zum alltäglichen Betrieb einer Buchhandlung gehört es eben auch, Veranstaltungen, meist Autorenlesungen, zu organisieren.

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DER CIRCLE- TEILEN IST HEILEN. ALLES PRIVATE IST DIEBSTAHL. WAS MACHST DU, WENN PRIVATSPHÄRE EIN VERBRECHEN IST?

Juni 27th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Anna Leiß stellt euch die Dystopie „Der Circle“ vor, ©

Als 2014 Dave Eggers neuer Roman „Der Circle“ in Deutschland erschien, waren die Feuilletons alarmiert – es war das Buch des Jahres 2014. Man hat sofort eine Verbindung zu real existierenden Firmen wie Facebook, Google oder Apple ziehen können, die titelgebende Firma „Circle“ wirkt wie eine gruselige Mischung aus Silicon Valley-Pionieren und Big Data-Enthusiasmus.

Da nun im Spätsommer (14.9.2017) die Verfilmung des Bestsellers in die Kinos kommt, würde ich  euch das Buch gern noch einmal ans Herz legen.

 

Es geht um die 24-jährige Mae Holland, die durch eine Freundin einen Job bei dem hippen Internetunternehmen „Circle“ bekommt. Die Firma lernen wir durch ihren recht naiven Blick kennen. Vieles ist hier anders, neu und für den Leser beängstigend. Der Circle ist nicht nur Arbeitgeber, sondern gleichzeitig eine Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Wohnheimen und Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten. Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Onlinetätigkeit bewertet, alles wird geteilt und gepostet, wer nach fünf Minuten nicht auf Nachrichten antwortet, gilt als asozial und muss sich sogar vor seinen Vorgesetzten verantworten.  Die Daten auf den privaten Endgeräten werden alle zentral in der Cloud gespeichert und ausgewertet. Read More

Über die Zukunft der Buchbranche – Ein Interview mit Martin Schmitz-Kuhl

Juni 23rd, 2017 | Interview, Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Self-Publishing, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Interview

Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Recht und Neuere Geschichte in Darmstadt war Herr Schmitz-Kuhl als freier Journalist und Redakteur tätig. Er arbeitet zudem als Medienentwickler eines Online Fachmagazins und veröffentlicht zusammen mit seiner Frau Anke Kuhl Kinderbücher.

In seinem Buch „Books & Bookster. Die Zukunft des Buches und der Buchbranche“, welches 2015 im Bramann Verlag erschienen ist, hat Martin Schmitz- Kuhl einige Vertreter der Buchbranche zur Zukunft dieser interviewt.

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Happy End oder Cliffhanger – Wie sollte ein Buch enden?

Juni 9th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Sonstiges

 

Bild: CC Pixabay

Alle Bücher haben einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat einmal ein Ende und man braucht wieder ein neues. Doch wenn es schon enden muss, dann doch wenigstens auf eine Art und Weise, die uns Leser zufrieden stellt. Doch wie sieht das perfekte Buchende aus? Klassisches Happy End, in dem alle Figuren glücklich bis an ihr Lebensende sind, ein offenes Ende, das Fragen unbeantwortet lässt oder gar ein trauriges? Oscar Wilde hat einmal gesagt: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.“ Aber lässt sich dieses schöne Zitat auch auf die Buchwelt übertragen? Ich habe mich ein wenig umgehört, um Antworten auf die Frage zu finden: „Wie muss ein Buch enden, damit es für dich perfekt ist?“

 

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Graphic Novels und Mangas – zu erbaulichen Themen

Mai 19th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Rezension

…Die überwältigende Kraft der Kernenergie!

Wir möchten bei Verlage der Zukunft über aktuelle Trends berichten, ab und an eine Rezension schreiben und noch vieles mehr. Bei meinem Beitrag heute, ist die Schnittmenge davon das Thema Kernenergie in der Publikationsform Graphic Novel.

 

© Carlsen Verlag

Barfuß durch Hiroshima

Die Handlung umfasst eine Zeitspanne von kurz vor der Explosion der Atombombe über Hiroshima, bis einige Monate danach. Eine schöne Zusammenfassung ist auf der Seite des Verlags zu finden. Drastische und realistische Schilderung (in 4 Bänden), des 2012 verstorbenen Manga-Zeichners Keji Nakazawa, der die Katastrophe zusammen mit seiner Mutter überlebt hat. Nicht zum einfach-nebenher-lesen zu empfehlen und auch nicht für zu junges Publikum. An diejenigen, die den Manga/die Graphic Novel bereits gelesen haben: Welches Alter haltet Ihr für angemessen?

 

 

 

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Bloody Mary

Mai 5th, 2017 | Aktuelles, Kleinverlag, Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Foto: ©Romy V. Reichert

Das Buch „Bloody Mary: Du darfst dich nicht verlieben“ erschien als Debütroman von Nadine Roth am 12. März 2017 im Sternensand Verlag. Es ist sowohl als Ebook wie auch als Print beim Verlag und beim Buchhändler vor Ort erhältlich.

Auf 560 Seiten behandelt die junge Autorin mitreißend und spannend die Geschichte der jung verstorbenen Mary Jane Wyler und des siebzehnjährigen Avian. Der Roman beginnt mit dem grausamen Mord an der sechzehnjährigen Mary Jane Wyler im Jahr 1990, daraufhin findet sich diese in der Totenwelt wieder. Seither wartet sie gefangen hinter Spiegeln darauf, bis man sie ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Avian hingegen glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles auf reiner Fiktion beruht, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber es kommt alles ganz anders als erwartet. Avian vermutet hinter der blutrünstigen Fassade des Geistes eine einsame Kreatur, die sich nur nach Mitgefühl und Wärme sehnt und versucht deshalb zu Mary Jane Wyler durchzudringen. Doch dabei spielt er mit seinem Leben.

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