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Archive for the ‘Meinung & Kritik’ Category

House of Leaves – Ein erzählerischer und typographischer Dendritensturm

November 14th, 2017 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Ein Buch für Entdecker, Horror-Fans und Typographie-Liebhaber

Foto Andre Walter

Warum verschiedene Bücher aus unterschiedlichen Genres lesen, wenn man auch eine ganze Armada von Gattungen in einem einzigen Buch zur Verfügung hat? Wer sich schon immer einem erzählerischen Dendritensturm oder Axongewitter hingeben wollte, der versuche es mit dem Metaroman »Das Haus« von Mark Z. Danielewski.

Pulitzer-Preisträger Will Navidson bezieht mit seiner Frau Karen und seinen zwei Kindern sein neues Haus in Virginia. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Haus ein dubioses Eigenleben zu entwickeln. Es manifestieren sich Räume wo vorher keine waren, die in dichtestem Schwarz getaucht, kalt und vollkommen frei von Licht sind. Fasziniert (und doch voller Angst) beginnt Navidson das Geschehen im Haus zu filmen. Ein Labyrinth aus weiteren Räumen tut sich auf, dessen Geheimnisse Navidson versucht mit seiner Filmtechnik zu ergründen. Sein Handeln droht dabei das Familiengefüge auseinanderzubrechen.

Der Film (Navidson-Record), welcher aus den Aufnahmen Navidsons hervorging, ist nicht mehr auffindbar. Jedoch hat ein gewisser Zampano, der unter mysteriösen Gegebenheiten den Tod fand, den Film zu Papier gebracht. Das lose Manuskript bekommt Johnny Truant (ein suchtanfälliger Tattowier-Lehrling) in die Hände und fängt an das wüste Material zu einem Buch zu formen. Dabei schildert er (i.d.R. in komplexen Fußnoten) sein eigenes verkorkstes Leben und, vor allem, was der Navidson-Record mit ihm und seiner Umgebung macht. Read More

Shakespeare in der Gegenwart- alte Geschichten in neuem Gewand

Juli 28th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Shakespeares Werke „Der widerspenstigen Zähmung“, „Ein Wintermärchen“ und „Kaufmann von Venedig“ in neuem Gewand

2016 war das Shakespeare Jahr – der Todestag des britischen Dichters jährte sich zum 400. Mal.

Das hat der britische Belletristik Verlag Hogarth Press zum Anlass genommen, bedeutende zeitgenössische Autoren um Neuinterpretationen der alten, bekannten Geschichten Shakespeares zu bitten.

 

Bis jetzt haben Jeanette Winterson mit „Der weite Raum der Zeit“ Shakespeares „Ein Wintermärchen“, Howard Jacobson mit „Shylock“ den „Kaufmann von Venedig“ und Anne Tyler mit „Die störrische Braut“ Shakespeares „Der widerspenstigen Zähmung“ neu interpretiert. Aktuell erschienen ist Margaret Atwood mit „Hexensaat“, was auf „Der Sturm“ basiert. Weitere Werke, wie z.B. von den  Autoren  Jo Nesbø und Edward St. Aubyn, befinden sich ebenfalls in Planung. Wir dürfen also gespannt sein!

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Rezension – Passagier 23

Juli 21st, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Foto ©Anne Geszner

Jedes Jahr verschwinden rund 20 Menschen auf Kreuzfahrtschiffen spurlos. Doch was geschieht, wenn einer von ihnen wieder auftaucht? Der Psychothriller von Sebastian Fitzek versetzt den Leser  mitten an Deck eines solchen Schiffes. Wir haben den Roman einmal unter die Lupe genommen:

Stell Dir vor, Du bist auf hoher See, „eingesperrt“ unter tausenden Menschen inmitten einer schwimmenden Stadt, ohne Polizei, ohne Gefängnis…und im Visier eines eiskalten Killers.

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Ein etwas anderer Bericht – Lesung mit Babet Mader

Juli 4th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Bericht

 

Der Weltuntergang steht kurz bevor. Dieser festen Überzeugung waren am Donnerstagabend meine Kommilitoninnen und ich, als wir aus dem Fenster der BuMerang, der Campusbuchhandlung der HTWK Leipzig blickten, und pechschwarze Wolken sahen. Blitze zuckten durch den Himmel, Donner grollte in der Ferne und heftiger Wind und Regengüsse machten das Unheil perfekt. Warum wir bei diesem Wetter und zu der Uhrzeit – der Regen setzte schließlich erst gegen Abend ein – noch in der BuMerang waren, fragt sich jetzt vielleicht der eine oder andere.

Eigentlich wollten wir an diesem Abend unsere allererste Veranstaltung, eine Autorenlesung mit Babet Mader , durchführen, doch diese fiel buchstäblich ins Wasser. Nicht nur die Deutsche Bahn und viele Reisende wurden an diesem Abend Opfer des Unwetters.

 

Ein fast perfekter Plan

 

Die BuMerang bereit für die Lesung, © Judith Plötz

Unser ursprünglicher Plan war es, am Donnerstagabend des 22. Junis eine kleine Lesung in der Campusbuchhandlung BuMerang durchzuführen. Für alle, die bisher nur Bahnhof verstehen und sich fragen, was ein Bumerang denn mit einer Buchhandlung und der HTWK zu tun hat, folgt hier die kurze Erklärung: während des Studiums haben wir die Möglichkeit, im Rahmen des Schwerpunktmoduls Buchhandelsmanagement selbst eine Buchhandlung zu leiten, die BuMerang. Sie befindet sich im dritten Stock des Lipsius Baus und ist während der Vorlesungszeit in der Mittagspause (12:45-13:45 Uhr) geöffnet. Und zum alltäglichen Betrieb einer Buchhandlung gehört es eben auch, Veranstaltungen, meist Autorenlesungen, zu organisieren.

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DER CIRCLE- TEILEN IST HEILEN. ALLES PRIVATE IST DIEBSTAHL. WAS MACHST DU, WENN PRIVATSPHÄRE EIN VERBRECHEN IST?

Juni 27th, 2017 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Anna Leiß stellt euch die Dystopie „Der Circle“ vor, ©

Als 2014 Dave Eggers neuer Roman „Der Circle“ in Deutschland erschien, waren die Feuilletons alarmiert – es war das Buch des Jahres 2014. Man hat sofort eine Verbindung zu real existierenden Firmen wie Facebook, Google oder Apple ziehen können, die titelgebende Firma „Circle“ wirkt wie eine gruselige Mischung aus Silicon Valley-Pionieren und Big Data-Enthusiasmus.

Da nun im Spätsommer (14.9.2017) die Verfilmung des Bestsellers in die Kinos kommt, würde ich  euch das Buch gern noch einmal ans Herz legen.

 

Es geht um die 24-jährige Mae Holland, die durch eine Freundin einen Job bei dem hippen Internetunternehmen „Circle“ bekommt. Die Firma lernen wir durch ihren recht naiven Blick kennen. Vieles ist hier anders, neu und für den Leser beängstigend. Der Circle ist nicht nur Arbeitgeber, sondern gleichzeitig eine Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Wohnheimen und Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten. Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Onlinetätigkeit bewertet, alles wird geteilt und gepostet, wer nach fünf Minuten nicht auf Nachrichten antwortet, gilt als asozial und muss sich sogar vor seinen Vorgesetzten verantworten.  Die Daten auf den privaten Endgeräten werden alle zentral in der Cloud gespeichert und ausgewertet. Read More

Über die Zukunft der Buchbranche – Ein Interview mit Martin Schmitz-Kuhl

Juni 23rd, 2017 | Interview, Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Self-Publishing, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Interview

Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Recht und Neuere Geschichte in Darmstadt war Herr Schmitz-Kuhl als freier Journalist und Redakteur tätig. Er arbeitet zudem als Medienentwickler eines Online Fachmagazins und veröffentlicht zusammen mit seiner Frau Anke Kuhl Kinderbücher.

In seinem Buch „Books & Bookster. Die Zukunft des Buches und der Buchbranche“, welches 2015 im Bramann Verlag erschienen ist, hat Martin Schmitz- Kuhl einige Vertreter der Buchbranche zur Zukunft dieser interviewt.

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Happy End oder Cliffhanger – Wie sollte ein Buch enden?

Juni 9th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Sonstiges

 

Bild: CC Pixabay

Alle Bücher haben einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat einmal ein Ende und man braucht wieder ein neues. Doch wenn es schon enden muss, dann doch wenigstens auf eine Art und Weise, die uns Leser zufrieden stellt. Doch wie sieht das perfekte Buchende aus? Klassisches Happy End, in dem alle Figuren glücklich bis an ihr Lebensende sind, ein offenes Ende, das Fragen unbeantwortet lässt oder gar ein trauriges? Oscar Wilde hat einmal gesagt: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.“ Aber lässt sich dieses schöne Zitat auch auf die Buchwelt übertragen? Ich habe mich ein wenig umgehört, um Antworten auf die Frage zu finden: „Wie muss ein Buch enden, damit es für dich perfekt ist?“

 

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Graphic Novels und Mangas – zu erbaulichen Themen

Mai 19th, 2017 | Meinung & Kritik | 1 Comment

Rezension

…Die überwältigende Kraft der Kernenergie!

Wir möchten bei Verlage der Zukunft über aktuelle Trends berichten, ab und an eine Rezension schreiben und noch vieles mehr. Bei meinem Beitrag heute, ist die Schnittmenge davon das Thema Kernenergie in der Publikationsform Graphic Novel.

 

© Carlsen Verlag

Barfuß durch Hiroshima

Die Handlung umfasst eine Zeitspanne von kurz vor der Explosion der Atombombe über Hiroshima, bis einige Monate danach. Eine schöne Zusammenfassung ist auf der Seite des Verlags zu finden. Drastische und realistische Schilderung (in 4 Bänden), des 2012 verstorbenen Manga-Zeichners Keji Nakazawa, der die Katastrophe zusammen mit seiner Mutter überlebt hat. Nicht zum einfach-nebenher-lesen zu empfehlen und auch nicht für zu junges Publikum. An diejenigen, die den Manga/die Graphic Novel bereits gelesen haben: Welches Alter haltet Ihr für angemessen?

 

 

 

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Bloody Mary

Mai 5th, 2017 | Aktuelles, Kleinverlag, Meinung & Kritik | 0 Comments

Rezension

Foto: ©Romy V. Reichert

Das Buch „Bloody Mary: Du darfst dich nicht verlieben“ erschien als Debütroman von Nadine Roth am 12. März 2017 im Sternensand Verlag. Es ist sowohl als Ebook wie auch als Print beim Verlag und beim Buchhändler vor Ort erhältlich.

Auf 560 Seiten behandelt die junge Autorin mitreißend und spannend die Geschichte der jung verstorbenen Mary Jane Wyler und des siebzehnjährigen Avian. Der Roman beginnt mit dem grausamen Mord an der sechzehnjährigen Mary Jane Wyler im Jahr 1990, daraufhin findet sich diese in der Totenwelt wieder. Seither wartet sie gefangen hinter Spiegeln darauf, bis man sie ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Avian hingegen glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles auf reiner Fiktion beruht, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber es kommt alles ganz anders als erwartet. Avian vermutet hinter der blutrünstigen Fassade des Geistes eine einsame Kreatur, die sich nur nach Mitgefühl und Wärme sehnt und versucht deshalb zu Mary Jane Wyler durchzudringen. Doch dabei spielt er mit seinem Leben.

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Reiseführer – App und Buch im Vergleich

Januar 20th, 2016 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Ein neues Jahr hat begonnen und viele Urlaubspläne werden oder wurden schon geschmiedet. Jeder geht unterschiedlich an die Urlaubsplanung und -vorbereitung. Viele holen sich Inspiration im Internet oder in Gesprächen mit Bekannten und Freunden. Wenn man bereits weiß, wohin es gehen soll, kann man sich Reiseführer in Buchhandlungen oder Online-Shops kaufen und sich daraus wichtige Tipps holen. Oder man verwendet Reiseführer-Apps.

Aber worin liegen die Vor- und Nachteile bei einer Reiseführer-App im Vergleich zu einem Buch?

Beispielhaft werden hier die Marco Polo Reiseführer-App von MairDumont und ein Marco Polo Reiseführer verglichen.

Die Marco Polo Reiseführer-App ist im AppStore kostenlos erhältlich. Dabei sind In-App-Käufe für je 4,99 € möglich, welche einzelne, spezialisierte Reiseführer enthalten (z. B. Mallorca, Paris, London etc.). Somit gibt es bei der kostenlosen App die Möglichkeit sich über Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten & Ausflüge, Essen & Trinken, Übernachten und Reiseangebote zu informieren. Aber um zum Beispiel bei der Kategorie „Sehenswürdigkeiten“ nach Touristenattraktionen, architektonische Highlights oder Museen zu filtern, benötigt man die jeweilige App zum Reiseziel.

Wenn man noch nicht so recht weiß, wohin man verreisen möchte, hilft einem die Funktion „Inspirieren lassen“ eventuell weiter. Hier kann man den gewünschten Reisemonat angeben und auch vorgeben, was man erleben möchte: Kultur, Outdoor, See, Feiern, Shopping, Meer oder Wintersport.

Wählt man beispielsweise die Kategorien Kultur, Outdoor, See und Meer, bekommt man die Vorschläge Kroatien, Frankreich, Südschweden – Stockholm, USA Ost usw. mit einem Link zum jeweiligen Reiseführer und Ausflug-Tipps. Des Weiteren gibt es auch „In die Ferne reisen“, „Etwas in der Nähe erleben“ und „Meine Reise planen“. Diese sind sehr hilfreiche Funktionen mit Überblick über die angebotenen Ziele.

In diesem Fall ist man mit einer Reiseführer-App klar im Vorteil, denn man kann sich über alle möglichen Reiseziele informieren und seine Reise planen (zum Planen muss man jedoch ein Benutzerkonto anlegen). Von Route anzeigen lassen und Reisekostenangabe bis zu Hotelvorschlägen ist alles mit dabei. Zudem verspricht die App ausreichend Platz für Urlaubsbilder auf dem Smartphone oder Tablet, da sie mit geringem Speicherplatz auskommt. Durch die Offline-Funktion fallen keine Roaming-Gebühren an.

Im Vergleich dazu bietet ein Reiseführer aus der Buchhandlung/dem Online-Shop jeweils nur Informationen für ein spezifisches Reiseziel mit den dazu relevanten Informationen zu „Sehenswertes“, „Essen & Trinken“, „Einkaufen“, „Am Abend“, „Übernachten“, „Spaziergänge“, „Events, Feste & mehr“, … usw.

Ansonsten muss das Buch ohne weitere Zusatzfunktionen auskommen – wobei Faltkarten und Cityatlasse enthalten sind.

Aber gibt es DEN Reiseführer? DIE ideale Lösung? Die Antwort lautet: Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es gibt Buchliebhaber, welche etwas zum Blättern brauchen, vielleicht auch, um sich Notizen zu machen, zum Schmökern vor der Reise oder als Erinnerungsstück nach der Reise.

Genauso gibt es App-Liebhaber, die gerne viele Funktionen nutzen möchten, sich den Weg navigieren lassen, viele Informationen im Überblick haben wollen.

Jedoch muss es kein Entweder-oder-Fall sein. Die Reise-App kann durchaus als Ergänzung zum Buch dienen.

Autor: Magdalena Trauth

 

Gewinnspiel

Welchen Reiseführer hättet ihr am liebsten und wieso?

Schreibt uns ab morgen, dem 21.01.2016, auf Facebook unter unserem Gewinnspielbeitrag Eure Meinung und gewinnt einen von drei Reiseführern von Marco Polo des MairDumont Verlages!

Zur Auswahl stehen: je ein Reiseführer zu Australien, Florenz und zur Mecklenburgischen Seenplatte.

Australien Marco Polo Florenz Marco Polo Mecklenburgische-seenplatte Marco Polo

 

Das Gewinnspiel beginnt morgen am 21.01.2016, Teilnahmeschluss ist der 28.01.2016

Die Gewinner werden unter allen, die den Facebook-Post kommentieren (oder teilen) ausgelost. Teilnehmen dürfen alle ab 18, Mitarbeiter von www.verlagederzukunft.de und MairDumont sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Viel Glück!

 

Vielen Dank an MairDumont für die zum Gewinnspiel zur Verfügung gestellten Bücher. Weitere Informationen zum Verlag gibt es unter: http://www.mairdumont.com – und eine große Auswahl an Marco-Polo Reiseführern gibt es hier: http://shop.marcopolo.de.

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