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Archive for the ‘Veränderungen der Arbeitswelt’ Category

Zielgruppenanalyse von Heute – Persona

Januar 27th, 2016 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Jeder, der schon einmal in den Genuss gekommen ist, eine Zielgruppenanalyse zu erstellen, weiß welch großer Aufwand dahinter steckt. Man erfasst, bewertet und verbindet Massen von Daten, um das verschwommene unklare Bild der Zielgruppe, des Kunden zu schärfen. „Weißt du, wie schwer es ist, sich eine Person ohne Konturen vorzustellen? Eine Person, die so einen verdammt großen Einfluss auf dein Leben hat?“ – Ein Zitat aus einem Schauspiel, das ich letzten Samstag sah. Ein Zitat, das man perfekt auf die Aufgabe der Zielgruppenanalyse anwenden kann. Die Zielgruppe hat „so einen verdammt großen Einfluss“ auf den Erfolg eines Unternehmens. Bewirbt man mit seinem Produkt die falsche Zielgruppe, wird wohl ein tolles und innovatives Produkt weder seinen gedachten Zweck erfüllen noch Umsätze erzielen. Also zerbricht man sich den Kopf, sammelt eine große Menge von Daten, die man miteinander verknüpft und auswertet, um das Bild seiner Zielgruppe so scharf und treffend wie möglich zu zeichnen.

Persona? Was ist das?

Symbolbild

Symbolbild

Die Definition von Personae ist eine spezielle Art der Zielgruppenanalyse. Die Persona ist eine fiktive Person, die typische Anwender einer Zielgruppe repräsentiert. Sie soll die Eigenschaften eurer Zielgruppe verdeutlichen. Personae erstellt man am besten in der Konzeptions- und Entwurfsphase eines Produktes. Sie sollen einen dann in jeder weiteren Phase des Produktionsworkflows begleiten und als Hilfe für Entscheidungen dienen. Eine Persona sollte auf realen Informationen über die Zielgruppe basieren. Es reicht nicht aus, sich eine Person auszudenken und dieser mögliche Verhaltensweisen, Wünsche und Ziele zuzuschreiben. Nein – man braucht empirische Daten über die Zielgruppe, welche man beispielsweise aus Interviews oder Umfragen gewinnen kann. Man sollte dabei den Aufwand nicht unterschätzen, den man für eine effektive Persona benötigt. Für eine halbwegs repräsentative Persona benötigt man schon zehn bis zwölf einstündige Interviews. Je mehr empirische Informationen vorliegen, desto repräsentativer wird die Persona. Aus den gewonnenen Daten filtert man die wichtigsten Zielgruppen und deren deutlichsten Eigenschaften, die man für die Persona zusammenfasst. Wie viele Personae man benötigt, hängt davon ab, wie komplex das Produkt ist und wie viele Zielgruppen es anspricht. In der Regel reichen meist vier bis fünf Personae aus. Man kann die Persona auch in primäre und sekundäre Persona unterteilen. Primäre Personae repräsentieren die wichtigsten Zielgruppen und sollten maßgeblich für die Haupteigenschaften unseres Produktes sein. Sekundäre Personae können für mögliche zusätzliche Eigenschaften des Produktes dienen.

In welcher Form werden Personae dargestellt?

Man nehme einen realistischen Namen und ein realistisches Bild von der Person als Kontur. Dann spickt man das Profil der Person mit Daten, die man aus den Interviews gewonnen hat:

  • Demografische Daten (Familienstand, Ausbildung, Alter, Geschlecht etc.)
  • Daten über den Beruf und seine Hauptaufgaben
  • Ziele, Wünsche, Motivation und Erwartungen (an unser Produkt)
  • Verhaltensweißen (Kaufverhalten, Internetnutzung etc.)
  • Vorlieben, Abneigungen und Hobbies
  • ein Zitat, dass die wichtigsten Eigenschaften der Zielgruppe zum Ausdruck bringt

Diese Daten schreibt man nun in einem ein- bis zweiseitigen Text nieder. Eine erzählende Form des Textes bietet sich an. Geschichten sind fesselnder und bleiben besser im Gedächtnis als bloße Stichpunkte.

Wofür sind Personae gut? Welche Vor- und Nachteile haben sie?

Die fertig gezeichnete Persona kann nun bei jeder wichtigen produktbezogenen Entscheidung eingesetzt werden. Man spart Diskussionszeit und kann effizienter arbeiten. Man hat eine konkrete Person vor Augen und damit auch klare Ziele. Jeder Mitarbeiter sollte die Personae kennen, damit auch jeder die gleiche Vorstellung der Zielgruppe im Kopf hat. Die Persona drängt zu einem zielgruppenorientierten Handeln. In jeder Phase seiner Produktion kann das Produkt ständig wieder und wieder evaluiert werden. Passt das Produkt noch zur Zielgruppe? Prozesse werden priorisiert.
Ein Nachteil der Persona ist der hohe Aufwand ihrer Erstellung und ihre Kurzlebigkeit. Ihre repräsentative Person wächst leider nicht mit den Vertretern ihrer Zielgruppe mit. Daher muss man seine Persona ständig erneuern und auffrischen.

Autor: Phillip Jacob

eMagazine

Januar 13th, 2016 | Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Schon seit Langem werden neben eBooks auch Zeitschriften digital angeboten. Bei so genannten eMagazines oder eJournals steht dem Leser zu einer gedruckten Zeitschrift der Inhalt digital zur Verfügung. eMagazines sind im Gegensatz zu im Internet angebotenen Vorschauen oder „abstracts“, die lediglich auf ein Printausgabe verweisen, dauerhaft und im Volltext zugänglich.

Hauptsächlich werden eMagazines zusätzlich zur Printausgabe publiziert, wobei reine Online-Zeitschriften, auch „e-only“ genannt, noch eher eine Seltenheit darstellen. Eine wichtige Rolle spielen bei eMagazines die wissenschaftlichen Zeitschriften, die in etwa 10 bis 15% dieser „e-only“-Sparte ausmachen. Auch das Typografiemagazin „Schrägstrich“ der HTWK Leipzig setzt auf eine reine digitale Publikation und ist bisher auf Apple Endgeräten kostenlos als eigene App zugänglich.

Viele Zeitschriften verfügen über eigene Apps, worüber die einzelnen Ausgaben gekauft werden können. Auch ältere Ausgaben können noch lange nach der eigentlichen Veröffentlichung, eventuell sogar etwas günstiger, erworben werden. Kurze Vorschauen in die einzelnen Ausgaben sowie Abonnements über verschiedene Laufzeiten sind hierbei immer möglich.

Der Axel Springer Verlag hingegen bietet mit seiner App „ikiosk“ einen digitalen Kiosk an, bei der verschiedenste Zeitungen, Zeitschriften und Magazine der unterschiedlichsten Rubriken angeboten werden. Auch hier kann man Abonnements bestellen und teilweise, abhängig von der jeweiligen Zeitschrift, sogar eine kostenlose Ausgabe als Leseprobe erhalten.

Die Vorteil von digitalen Publikationen gegenüber der Printausgaben liegt bei der Möglichkeit der multimedialen Anreicherung. In eMagazines können beispielsweise Boxen für zusätzliche Informationen oder direkte Links und Verweise auf Websites eingefügt werden. Ebenfalls können ganze Bildergalerien platziert und Videos oder Gif-Dateien abgespielt werden.

Weitere Vorteile von eMagazines liegen bei der Kompatibilität zu verschiedenen Endgeräten sowie des geringen Speicherplatzes, den sie benötigen. Außerdem können sie zeitlich unabhängig gelesen werden.

Autor: Catharina Czipf

future!publish – Kongress für die Zukunft

Januar 4th, 2016 | Internationale Entwicklungen, Interview, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

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future!publish ist der neue Kongress zur Zukunft des Publizierens“ heißt es auf der Website: Für alle Interessierten der Buchbranche wird dies wohl eine erfreuliche Neuigkeit sein. In Berlin startet Ende Januar ein neuer Kongress, der alles beinhaltet, was das Publisherherz begehrt.
Der Veranstalter der future!publish ist Literaturtest, eine Agentur für Buch-PR und Buchmarketing mit Sitz in Berlin. Wir von Verlage der Zukunft hatten die Möglichkeit, ein Interview mit dem Geschäftsführer Mathias Voigt zu führen.

 

HeMathias_Voigt_Literaturtest_Copyright_Sabine_Felber_14.4.2014rr Voigt, am 28. und 29. Januar startet Ihr neuer Kongress, die future!publish, in Berlin. Was genau kann sich der Unwissende unter der Veranstaltung vorstellen und an wen richtet sie sich?

Die future!publish präsentiert frische Ideen für das Publizieren sowie das Marketing und Verkaufen von Büchern und E-Books. Wir wollen der neue Treffpunkt für die Buchbranche sein.

Wir richten uns an alle, die in der Buchbranche tätig sind: „Verlagsmenschen“, Buchhändler, Dienstleister … Darüber hinaus wollen wir auch den Nachwuchs begeistern: Wir bieten ein besonders günstiges Kongressticket für Studenten, Azubis und Volontäre an!

Die Anmeldungen sind bislang so vielfältig wie der Buchmarkt – wir freuen uns auf Mitarbeiter aus Publikums- und Fachverlagen, auf Kollegen aus dem Buchhandel usw. Sie vertreten Unternehmen aller Größen und kommen aus ganz unterschiedlichen Abteilungen – von der Geschäftsführung über die (Online-)Marketing- und Presseabteilungen bis zum Vertrieb und dem Business Development.

Auf welche Themen und Schwerpunkte kann man sich als Besucher freuen?

Wir bieten einen Dreiklang aus Mindflow, Workflow und Networking. Es gibt Sessions zum Change Management, zum „Vertrieb der Zukunft“, zu technischen Fragen wie Metadaten, zu „Consumer Insight“-Themen, zur Nachwuchsförderung und dem Employer Branding – um nur einige Themen zu nennen …

Es gibt ja bereits andere Events, die sich an Brancheninteressierte richten. Was ist denn das Neuartige an Ihrem Kongress, worin hebt er sich von anderen Veranstaltungen zum Thema Publishing ab?

Wir wollen über den Tellerrand schauen, um zu sehen, wie wir in 5 oder 10 Jahren arbeiten werden; wir wollen konkret Handhabbares für die tägliche Arbeit präsentieren; wir wollen daran mitwirken, die noch existenten Gräben zwischen der analogen und der digitalen Welt zu überbrücken; wir wollen alle Akteure des Buchmarkts zusammenbringen; wir wollen nicht zuletzt den Nachwuchs mit einbeziehen und hören, wie er die Zukunft des Buches gestalten möchte.

Warum sollte man den Kongress auf keinen Fall verpassen?

Unseren Kongress sollte man auf keinen Fall verpassen: wenn man auf der Suche ist nach Impulsen für die eigene Arbeit; wenn man schauen möchte, welche Ideen und Produkte es im Markt gibt; wenn man mit Gleichgesinnten Perspektiven für die Buchbranche eröffnen möchte; wenn man mitten in Berlin inspiriert ins neue Jahr starten möchte.

Interviewer: Hanna Kerschefski

Kinder-Apps versus Kinderbuch?

Dezember 2nd, 2015 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Lesen und Vorlesen konventioneller Bücher rücken bei Kindern aller Altersklassen immer weiter in den Hintergrund, wohingegen digitale Inhalte – Internet, Fernsehen, Smartphones oder Tablet-PCs – an Bedeutung gewinnen. Verlage müssen umdenken und kreative Wege finden, auch die jüngsten Leser zu begeistern.

E-Books und vor allem Apps werden immer alltäglicher. Gerade im Kinderbuch- Sektor gilt es, einfallsreich zu sein. Eltern sowie Kinder wollen angesprochen werden: Eltern erwarten qualitativ wertvolle, meist auch pädagogische Inhalte, während Kinder in spielerischen Funktionen, Animationen und Klängen oder Musik Anreize finden.

Verlage wie zum Beispiel Ravensburger, Carlsen, Bastei-Lübbe, Langenscheidt (Sprachlern-Apps), S. Fischer (Grimm’s Märchen-Apps gekoppelt mit Sachtexten) oder Oetinger sind schon auf den Zug aufgesprungen. Es entstanden ergänzende Apps zu bereits bekannten Kinderbüchern oder Kinderbuchreihen (z.B. Pixi Bücher von Carlsen) oder komplett neue Geschichten, die nur in digitaler Form erhältlich sind (z.B. Fiete-App vom Bastei-Lübbe Verlag, Lesestart-Apps von Ravensburger).

Als Umsetzung reicht eine 1:1-Übertragung vom Kinderbuch auf das Smartphone oder den Tablet-PC allerdings nicht aus. Vielmehr sind Kinder-Apps animierte Bücher, durch deren Geschichte sich interaktiv gespielt werden kann. Neben der Vorlesefunktion, (teilweise mit Hörspiel-Charakter, Sprechblasen zum mit- oder selber lesen), kann es Filmsequenzen/Animationen, Musik bzw. Geräusche, kleine Spiele oder Aufgaben (wie etwa Rotkäppchens Korb für die Großmutter zu packen, ein Puzzle, ein Wimmelbild) oder begleitende Informationen (Worterklärungen, Übersetzungen) und so weiter geben. Wichtig ist immer, dass die eigentliche Geschichte im Vordergrund bleibt und Inhalte kindergerecht aufbereitet werden. Zusätzliche Kindersicherungen, keine Werbung oder In-App-Käufe spielen gerade für die jüngeren Altersgruppen auch eine Rolle.

Im Gegensatz zu einem analogen Buch braucht es für dessen App-Version, dank integriertem Vorleser, nicht einmal unbedingt einen Erwachsenen. Digital ist weit entfernt vom klassischen Bilder- oder Kinderbuch. Die Apps erinnern teilweise eher an interaktive Animationsfilme und haben mit der Haptik eines Papp-Bilderbuches kaum etwas zu tun. Dass die Kinder auf einen Bildschirm schauen und eine App mit (mal mehr oder mal weniger) Computerspiel-Charakter nutzen, lässt einige Eltern noch eher skeptisch digitalen Kinderbüchern gegenüberstehen – auch wenn es bereits viele liebevoll gestaltete und mit wertvollen Inhalten angereicherte Kinder-Apps gibt.

Buch + App = LeYo!

Anfang dieses Jahres brachte der Carlsen-Verlag Kinderbuch und Kinder-App auf eine ganz neue Art und Weise zusammen. Die Rede ist von LeYo!, einer kostenlosen App, welche konventionelle Kinderbücher multimedial und interaktiv erfahren lässt. Das „Buch plus“ sozusagen – mit zusätzlichen Inhalten wie zum Beispiel Geräuschen, Musik, Kommentaren, Animationen und einer Vorlesefunktion. LeYo! macht das Lesen und Lernen lebendiger und vor allem spielerischer. Animationen und interaktive Elemente begleiten die Geschichten, ohne sie in den Hintergrund zu rücken.

Während digital auch im Kinderbuch-Sektor mehr und mehr zum Standard wird und der Markt für kindergerechte Apps wächst, legt Carlsen dennoch großen Wert darauf, das Buch im Mittelpunkt stehen zu lassen. Die App funktioniert ausschließlich in der Kombination aus analog und digital. LeYo! geht also mit der Zeit – ohne das Buch als solches einfach zu ersetzen.

Die Funktionsweise von LeYo!

Das Schöne ist, dass die Bücher auch ganz ohne Smartphone und Tablet funktionieren – was ein Anliegen des Verlages war. Wer LeYo! aber zusätzlich nutzen möchte, kann die App kostenlos (für iOS und Android) herunterladen, anschließend aus dem Archiv das passende Buch auswählen und dessen Funktionen aktivieren. Nach dem Start richtet man nur noch die Smartphone- oder Tablet-Kamera mit etwas Abstand auf die Buchseite, welche erstaunlich schnell erkannt wird, und schon erscheinen interaktive Elemente als schärfer und heller hervorgehoben.

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Im Bildschirmzentrum ist ein grüner Kreis, der wie ein Mauszeiger funktioniert: was er berührt, wird abgespielt. Nun kann nach Lust und Laune entdeckt werden. Allerdings muss man den grünen Kreis so lange auf ein Element halten, wie man es abspielen möchte – sonst wird z. B. der vorgelesene Text unter Umständen abgebrochen.

Die Benutzeroberfläche der App ist simpel und kindergerecht. Oben links ein X zum Beenden des Buches und am rechten Rand vier Symbole, die für verschiedene Modi stehen und jeweils andere Elemente aktivieren.

Das Noten-Symbol aktiviert beispielsweise Musik, tippen auf die die Ohren lässt die Figuren sprechen oder Texte vorlesen, während das Auge für den „Durchblick“ steht: animieren von Bildern oder Unsichtbares sichtbar machen, wie zum Beispiel die gefressene Großmutter im Wolfsbauch aus Rotkäppchen. Zusätzlich gibt es den „Spielemodus“, dargestellt durch eine Hand, in welchem der Geschichtenverlauf gesteuert werden kann.

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Bei jüngeren Kindern sollte vielleicht noch ein Erwachsener dabei sein, um durch das Buch zu steuern.

Die Auswahl an Büchern wächst. Bisher gibt es in der LeYo!-Reihe unter anderem Wissensbücher für Kinder ab 3 bzw. 5 Jahren zu den Themen wie Ritter, Vögel, Eisenbahn, usw., ein Musikbuch, einen Atlas, Bücher aus der bekannten Conni-Serie und ein Weihnachtsbuch. Wobei ein Atlas durch potenziell mehr Möglichkeiten an zusätzlichen Inhalten spannender erscheint, als beispielsweise ein Conni-Buch.

Fazit

Das Interesse der Kinder, sich ein konventionelles Buch zu wünschen, wird durch die zusätzliche Multimedia-Möglichkeit wohlmöglich sogar gestärkt. Die untertrennbar mit dem jeweiligen Buch verbundene App unterstreicht auch noch einmal (unbewusst) analoge Werte. Dennoch stehen LeYo!-Bücher in Konkurrenz zu rein digitalen Buch-Apps und -Spielen für Kinder. Hier müssen Eltern entscheiden, wie sie das Leseverhalten und den Medienkonsum ihrer Kinder lenken wollen. Auch wenn das Buch mit LeYo! teilweise über einen Bildschirm angeschaut wird, schafft Carlsen mit seinem Konzept auf jeden Fall eine gute Grundlage, genau das bewusster und gleichzeitig zeitgemäß zu steuern.

Autor: Ana Magdalena Wolf

 

Gewinnspiel

Wie ist Eure Einstellung zur Nutzung von Kinder-Apps? Sollte an konventionellen Büchern festgehalten werden oder sollte mit der Zeit gehen? Je früher Kinder Lesen und Lernen mit digitalen Geräten verbinden, desto besser?

Schreibt uns auf Facebook unter unserem Gewinnspielbeitrag Eure Meinung und gewinnt eines von drei Büchern aus der LeYo!-Reihe des Carlsen Verlages!

 

Link zum Buch: http://www.carlsen.de/pappenbuch/leyo-mein-grosses-musikbuch/64607

Teilnahmeschluss ist der 9. Dezember 2015. Die Gewinner werden unter allen, die den Facebook-Post kommentieren (oder teilen) ausgelost. Teilnehmen dürfen alle ab 18, Mitarbeiter von www.verlagederzuknuft.de und Carlsen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Viel Glück!


Vielen Dank an Carlsen für die für das Gewinnspiel zur Verfügung gestellten Bücher. Weitere Informationen zum Verlag und LeYo! gibt es unter: http://www.carlsen.de/leyo

 

Ein kleiner Einblick in das große Thema „App“

November 18th, 2015 | Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Apps, vom englischen ‚Application‘, sind Computerprogramme wie Word und Office. Jedoch sind die meisten Apps nur dem Betriebssystem der Smartphones oder Tablets angepasst, nicht dem der Computer, sodass die Bezeichnung „mobile App“ im deutschen meist durch „App“ abgekürzt wirdDer Vorteil von Apps im Vergleich zu Programmen auf Computern und Laptop ist kaum zu übersehen. Das Smartphone ist ein kleiner, tragbarer Computer, dem die Anwendung von Apps, beispielsweise Nachrichten, Spielen oder E-Book-Readern, ermöglicht wurde. Die Programmmöglichkeiten des Smartphones oder Tablets steht den Computern damit in nichts mehr nach. Einige Apps funktionieren nach der Installation unabhängig vom Internet, sodass dafür das Limit der Verwendung nur der Akkustand bedeutet. Allerdings sind die verschiedenen Smartphone-Software-Plattformen ein Hindernis für die universelle Anwendung. iPhones können beispielsweise keine Android-Apps abspielen, umgekehrt ist es ebenso schwierig. Dafür gibt es von den verschiedenen Anbietern Vertriebsplattformen, die die passende Software für die Smartphones und Tablets anbietet. Ein paar Beispiele für diese Plattformen sind: der App Store (Apple-basierte Geräte), Google Play (Android-basiert) und Amazon Appstore (Android-basiert). Obwohl der App Store der Vorreiter des Verkaufes von Apps war, werden nun meist Android-basierte Apps angeboten, da sich die Verbreitung von Apple Geräten eher auf eine gehobenere Gesellschaft beschränkt. Die Nutzung von Apps ist sehr vielfältig. Hierzu eine kleine Statistik, die die verschiedenen Kategorien geordnet nach ihrer Beliebtheit zeigt.

Für die Entwickler von Apps gibt es unterschiedliche Finanzierungsstrategien. Nicht nur die Entwicklung, sondern auch die regelmäßige Betreuung und Aktualisierung kosten Geld. Die einfachste Methode diese Kosten wieder einzunehmen wäre, die App kostenpflichtig zu vertreiben. Diese Apps stehen aber meist in großer Konkurrenz zu ähnlichen, kostenlosen Apps. Die nächste Möglichkeit des Vertriebs wäre die Variante der Free2play-Apps. Dabei ist die einfachste Anwendung der Apps kostenlos und man kann weitere Anwendungen dazu kaufen oder sie ist für einen bestimmten Zeitraum uneingeschränkt nutzbar und muss dann für die weitere Nutzung gekauft werden. Die beliebtesten Varianten sind jedoch die kostenlosen Apps, bei denen man im Zweifel jedoch mit den eigenen Daten zahlt. Hierbei werden die Kosten vollständig durch Werbung getragen. Dabei werden persönliche Daten des Nutzers an Werbefirmen weitergeleitet, die dann personalisierte Werbung in den genutzten Apps schalten. Wie man sich gegen Datenzugriffe schützt, können Sie hier nachlesen.

Wir hoffen der Artikel hat einige Fragen geklärt und ein Basiswissen zum Thema App vermittelt. Wir freuen uns auf weitere Anmerkungen und eine rege Diskussion.

Statistik von: Statista

Autor: Anna Krieg

Business Model Generation – wieso eigentlich?

Juli 20th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Passend zum Semesterthema „Geschäftsmodelle“ möchte ich zwei Sachbücher von Alexander Osterwalder empfehlen, die diesen Bereich aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten:

  1. „Business Model Generation“ (mit Yves Pigneur, 2011 erschienen bei Campus)

 

business model generation

 

und

  1. „Business Model You“ (mit Tim Clark, 2012 erschienen bei Campus).

 

business model you

 

Inhaltliche Basis und strukturgebendes Prinzip dieser beiden Ratgeber ist die Business Model Canvas. Hierbei handelt es sich um ein Modell zur Visualisierung von Geschäftsmodellen. Wie dieses Modell funktioniert und wie das erste Buch entstanden ist, beschreibt dieser Artikel sehr gut. Read More

Booktex – Digitale Semesterapparate auf Abruf

Juli 13th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

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Zum Wintersemester 2014/2015 startete Booktex, ein E-Vertriebsdienstleister aus Stuttgart, seine Online-Plattform www.digitaler-semesterapparat.de. Diese macht es Bibliothekaren und Hochschulmitarbeitern möglich, Auszüge aus verschiedenen Fachbüchern für hochschulinterne Zwecke zusammenzustellen und zu lizenzieren.

Damit bietet Booktex eine rechtssichere und bequeme Möglichkeit zur abschnittsweisen Nutzung von Verlagserzeugnissen in Semesterapparaten, wobei Paragraf 54a des Urheberrechtsgesetzes nicht greift. Die Lizenzgebühr berechnet sich abhängig von Buchpreis, genutztem Seitenumfang, Nutzungsart sowie Teilnehmerzahl und Dauer der Lehrveranstaltung.

Von Dozenten zusammengestellte Semesterapparate können von Studierenden online auf der Seite www.digitaler-semesterapparat.de abgerufen oder als PDF-Datei heruntergeladen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich ein Exemplar auf eigene Kosten als Print-on-Demand auszudrucken.

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Mehr als nur ein E-Reader: Der Tolino

Juni 22nd, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

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Mittlerweile dürfte wohl jeder, der seine Buchkäufe bei Thalia, Hugendubel oder Weltbild erledigt, über ihn gestolpert sein: Den Tolino.

Als er im Frühjahr 2013 von den Filialisten ins Sortiment aufgenommen wurde, geschah dies mit dem Anspruch, an digitalen Lesetrends teilzunehmen und deren Zukunft aktiv mitzugestalten. Auch dem gemeinsamen Konkurrenten Amazon wollte man selbstbewusster entgegengetreten. Der Tolino löste bis dato veraltete bzw. nutzerunfreundliche Technologien ab, so beispielsweise den stark fehlerhaften Thalia-OYO.

Es folgten aufwendige Marketingkampagnen, die insbesondere auf die Vorteile des offenen Systems abzielten. Mit Erfolg – denn laut zahlreicher Umfragen bildet gerade diese Universalität eine wesentliche Einflussgröße auf das Kaufverhalten der Kunden. Während Amazon den Kindle-Usern die verbindliche Nutzung des hauseigenen Onlineshops diktiert, genießen Tolino-User absolute Unabhängigkeit. Wer also sein Gerät bei Hugendubel erwirbt, kann problemlos in den Shops anderer Anbieter stöbern. Ein unschlagbares Konzept, von dem sowohl Buchhändler als auch Endverbraucher profitieren.

Indikatoren für diesen Erfolg gibt es einige. Inzwischen kann der Tolino mit einer bemerkenswerten Produktpalette aufwarten. Den Tolino Shine ergänzte bald der Tolino Vision, gefolgt vom Tolino Vision 2. Alle Reader arbeiten mit derselben Software. Einziger Unterschied besteht in ihrem technischen Aufbau. Der Tolino Vision z.B. blättert schneller als der Tolino Shine, während der Tolino Vision 2 beim Lesen in der Badewanne durchaus einmal ins Wasser plumpsen darf. Entsprechend kategorisiert sich das Preisniveau.
Um auch multimedialen Anforderungen zu genügen, werden parallel zu den Lesegeräten auch Tablet-PCs unter derselben Marke angeboten.
Ein weiterer Indikator ist der Stellenwert des Tolino bei den Händlern. Dort bildet er längst ein Kernsortiment, das mit anderen Sortimenten korrespondiert. Thalia beispielsweise präsentiert den Tolino seit geraumer Zeit in vielen Flagship Stores durch moderne Shop-in-Shop Konzepte, u.a. in Hamburg und Dresden.

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Strategische Umorientierung bei Langenscheidt

Mai 7th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Der Langenscheidt Verlag formuliert seine verlegerischen Schwerpunkte neu. Als der Sprachenriese im März über einen geplanten Stellenabbau informierte, gab er damit auch das Signal zum Kurswechsel.

Geplant ist eine klare Fokussierung auf die Printproduktion. Gleichzeitig soll eine neue Abteilung Digital den Ausbau von App-Angeboten und Online-Wörterbüchern forcieren. Rein digitale Angebote entstehen künftig in Kooperation mit Partnern.

Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg!

Autor: Markus Heinrich

Digitales Schulbuch in Deutschland

Januar 15th, 2015 | Internationale Entwicklungen, Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft | 0 Comments

DigiSchule2

Ab in die Schule: Digitale Schulbücher im Test (Teil 2)

Was muss das digitale Schulbuch im Gegensatz zur Printvariante können? Inwieweit müssen sich die Inhalte und deren Aufbereitung von denen des klassischen Schulbuchs abheben? Und was können digitale Schulbücher deutscher Verlage aktuell?

 

Erwartungen

Das Lernen aktueller, motivierender und individueller gestalten – so soll das digitale Schulbuch laut BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf Unterrichts- und Lernprozesse bereichern. Auch Heiko Przyhodnik sieht verbesserte Lernbedingungen, da es alle Lerntypen bediene. Przyhodnik ist Mitgründer des Schulbuch-O-Mats, einer Plattform für Lehrer, die ihnen die Unterrichtsvorbereitung erleichtern soll. Ihr erstes digitales Schulbuch ging zum Schuljahresstart im Herbst 2013 online. Für Przyhodnik spielen dabei zwei Erweiterungen die entscheidende Rolle: Audiovisualisierung und Interaktivität. Animationen, Suchfunktion, Hyperlinks, Vergrößerung von Text und Bildern mit der Lupe, modifizierte Inhalte, Aufgaben direkt im Buch bearbeiten. Enhanced textbooks  – die digitalen Möglichkeiten, um diesen Status zu erreichen, sind zahlreich.

 

Digitale-schulbuecher.de und andere

Kaufen kann man das digitale Schulbuch mittels eines Freischaltcodes über die Verlagsseite. Den gibt man dort oder auf digitale-schulbuecher.de ein, eine Seite des Verbandes Bildungsmedien e.V., auf der Bücher von 24 Verlagen angeboten werden. Durch die Vergabe von Einzel- oder Sammellizenzen ist das digitale Bücherregal für Lehrer und Schüler gleichermaßen nutzbar. Neben dem Schulbuch gibt es auch den digitalen Unterrichtsassistenten speziell für Lehrer. Die angebotenen Produkte sollen herstellerunabhängig mit jedem Betriebssystem und jedem Endgerät verwendbar sein.

Das war im November 2012. Der Start der Plattform wurde mit großen Erwartungen verfolgt und schließlich von vielen Seiten kritisiert. Die Seite sei nicht ausgereift genug und die digitalen Schulbücher hielten ihr Versprechen nicht: wenig digitale Features, viel Print in PDF. Erneute Tests der Seite in 2013, 2014 sind kaum zu finden. Wer die Weiterentwicklung der Plattform in den letzten zwei Jahren überprüfen will, muss selbst zum Tester werden. Mittlerweile finden sich noch andere Ansätze im Internet, so auch das cornelseneigene Lehr- und Lernportal scook.de, das im März 2014 startete. Hier werden nicht nur digitale Bildungsmedien angeboten, steht es auf der Webseite, sondern Lehrer und Schüler könnten sich auch über dieses Portal austauschen.

 

Aktueller Stand

In Anbetracht der bisher geringen Nutzung von digitalen Schulbüchern ist auf den Plattformen und in den Portalen der Verlage eine Vielfalt an Angeboten zu finden. Dennoch ließ sich im selbst durchgeführten Test nur eines von sechs Schulbüchern in digitaler Form auffinden. Alle anderen Exemplare sind vor Ende 2011 erschienen und scheinen damit zu alt zu sein. Das überprüfte und gefundene Cornelsen-Schulbuch „Chemie Plus“ für die Klasse 8 des Gymnasiums wurde 2014 gedruckt. Leider entspricht es zu großen Teilen der gedruckten Variante. Man kann zoomen, markieren, Kommentare und Notizen machen, auch zeichnen. Die interaktiven und audiovisuellen Möglichkeiten eines digitalen Schulbuchs wurden allerdings nicht genutzt. So hätten beispielsweise zu den einzelnen Experimenten Videos hinterlegt werden können.

Digitale Schulbücher von Verlagen stecken in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Doch die Möglichkeiten der Erweiterungen sind groß, ebenso wie der Wunsch nach mehr digitalisiertem Unterricht in den Schulen. Vor allem die Ausstattung der Schulen muss nun auf den erforderlichen Stand gebracht werden, um zukünftig den Einsatz digitaler Bildungsmedien großflächig zu gewährleisten.

 

 

Autor: Franziska Mahr

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