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Posts Tagged ‘Entwicklungen’

KI im Verlagswesen – Welche Arbeitsplätze sind ersetzbar?

Januar 19th, 2019 | Aktuelles, Interessantes, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

KI im Verlag (1)

Künstliche Intelligenz könnte im Verlag und in der Buchbranche an verschiedenen Stellen eingesetzt werden. Noch ist man in der Entwicklung nötiger KIs nicht sonderlich weit, aber ein Boom wird Mitte dieses Jahrhunderts erwartet, weshalb sich Verlage, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, frühestmöglich mit diesem Thema beschäftigen sollten. Read More

Die Fusion von Künstlicher Intelligenz und Robotik – was erwartet uns in der Zukunft?

Januar 12th, 2019 | Aktuelles, Interessantes, Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Atlas, humanoider Roboter von Boston Dynamics

In dem Buch „Qualityland“ von Marc Uwe Kling werden Roboter schon als sehr fortschrittlich und als „alles-könnend“ beschrieben. Zwar sieht es derzeitig noch nicht so aus, als würde demnächst ein intelligenter Roboter zum Präsidenten gewählt werden, trotzdem sind viele beeindruckende Ergebnisse von Entwicklern aus aller Welt zu beobachten, die immer schneller zu neuen, bahnbrechenden Technologien vorzudringen scheinen. Was dürfen wir also in der nahen Zukunft schon erwarten?

Ein Unternehmen, das in den letzten Jahren für internationale Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist Boston Dynamics. Seit 1992 forscht und entwickelt die amerikanische Robotik-Firma im Bereich autonome Laufroboter. Regelmäßige Videos auf Social Media und auf ihrer Website zeigen den technischen Fortschritt der Roboter und sorgen damit für reichlich Reaktionen – positiv wie negativ.¹ Die Maschinen können Stöße ausgleichen, bei einem Fall selbst wieder aufstehen, Türen öffnen und Gegenstände aufheben. Ein vor einem Jahr veröffentlichtes Video zeigt, wie ein humanoider Roboter, genannt Atlas, über einige Hindernisse springt und daraufhin aus dem Stand einen Rückwärtssalto vollführt. Derselbe Roboter absolvierte in einem vor 2 Monaten veröffentlichten Video einen kleinen Parkour, sprang aus dem Lauf heraus über einen Holzstamm und überwand anschließend verschiedene treppenähnliche Höhenunterschiede.

Die Videos könnt ihr HIER und HIER ansehen.

Bei all den rasanten Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz und intelligente Roboter, kommt man nicht umhin, die ein oder andere Parallele zu fiktiven Filmen oder Serien zu entdecken. ‚Atlas‘ ist einer der ersten humanoiden Robotern, die, wenn sie sprechen könnten, auch an den Androiden Jon of Us aus „Qualityland“ erinnern könnten. Außerdem gibt es im Portfolio von Boston Dynamics viele Maschinen, die Hunden ähneln, so wie beispielsweise „Spot“, „Spot Mini“ oder „BigDog“. Besonders „Spot Mini“ hat im Netz für etliche Furore gesorgt, da er frappierende Ähnlichkeit mit einem Killer-Hund aus einer Episode der Dystopie-Serie Black Mirror aufweist. Tatsächlich hat sich der Produzent Charlie Brooker von den Entwicklungen des Unternehmens inspirieren lassen² und so nicht nur eine spannende Folge kreiert, sondern auch eine beängstigende Horror-Vorstellung geschaffen. Die Episode, ganz in schwarz-weiß gehalten, zeigt eine post-apokalyptische Welt, in der es so gut wie keine Menschen mehr gibt. Als eine Gruppe von Leuten in einer verlassene Halle nach etwas sucht, das sie für jemanden in ihrem Versteck benötigen, werden sie von einem autonomen “Killerhund“ angegriffen, der vor allem die Protagonistin unermüdlich durch die ganze Folge jagt. Dabei ist er gnadenlos und hat verschiedene Navigations-, Seh- und Hör-Fähigkeiten um seinen Feind aufzuspüren. Gruselig!

Das Publikum ist beim Anblick dieser neuen Entwicklungen zwiegespalten. Einerseits erhoffen sich viele Menschen bedeutende Vorteile durch die immer fortschreitenden Technologien, beispielsweise im Bereich Medizin oder Juristik. Andererseits sehen einige in den Robotern auch die wahr gewordene Black-Mirror Dystopie aus der Folge „Metalhead“ der Staffel 4.

Trotz der Besorgnis vieler Zuschauer, die Roboter könnten zu Kampfzwecken eingesetzt werden, werden sie vielmehr als neues Werkzeug gesehen, das zu humanitären Zwecken und zur Hilfe bei Naturkatastrophen eingesetzt werden können. Auch der Einsatz als Haushaltsroboter ist durchaus denkbar. Das Unternehmen wurde 2013 erst von Google aufgekauft und gehört seit Juni 2017 zu dem japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank.³

Es bleibt spannend, womit Boston Dynamics und andere Konzerne die Welt in Zukunft überraschen. Was jedoch feststeht, ist die Tatsache, dass bereits jetzt viele Zukunftsfantasien Realität sind und intelligente Roboter eine entscheidende Rolle in unserem Leben einnehmen werden.

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Atlas_(Roboter)#cite_note-markoff-2

Sind Künstliche Intelligenzen die besseren Menschen?

Dezember 22nd, 2018 | Aktuelles, Interessantes, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Veränderungen der Arbeitswelt, Verlage der Zukunft, Weihnachten | 0 Comments

Gesicht des menschenähnlichen Roboters Pepper

Roboter Pepper

Maschinen ersetzen die Menschen. Sie übernehmen ihre Arbeit und machen ganze Berufe bedeutungslos und überflüssig. Sie werden immer intelligenter und werden in immer neuen Bereichen eingesetzt. Medizin, Juristik und Gaming sind nur einige Bereiche, in denen bereits KI im Einsatz sind. Wo liegen die Grenzen des Möglichen, wenn Maschinen immer menschenähnlicher werden?  Read More

Qualityland: Wie sieht die Zukunft wirklich aus?

Dezember 8th, 2018 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Man könnte meinen, dass die Technologien, wie sie in Quality Land beschrieben sind, noch weit in der Zukunft liegen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ob man dies beunruhigend findet oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Wir wollen jedoch im Folgenden einmal aufführen, inwiefern diese Entwicklungen bald Alltag für uns werden können bzw. es schon sind.

Buchcover Qualityland dunkle Version (1)

In Quality Land wird dem Leser  über selbstfahrende Autos berichtet und dass diese manchmal ziellos durch die Stadt irren, weil sie defekt sind.

Das autonome Fahren wird heutzutage schon für Tesla Autos entwickelt. Hierbei wird damit geworben, dass dies die Sicherheit auf den Straßen erhöhen soll. Mit 8 Kameras soll eine 250m Rundumüberwachung gegeben sein, welches noch mit Ultraschallsensoren ergänzt wird. Der nach vorn ausgerichtete Radar kann sogar Regen und Schnee ausblenden, um verbessertes Signal zum Umfeld zu haben. (2)

Wie den meisten wahrscheinlich schon bekannt ist, werden der Bevölkerung in dem Buch Pakete, deren Inhalt der Empfänger in Zukunft nützlich finden könnte, mithilfe von Drohnen zugeschickt.

Diese Art der Auslieferung wird zum Teil schon von Amazon und anderen Paketdiensten geplant. Zumindest der Drohnen Aspekt der Situation aus dem Buch. Bald sollen Drohnen das Paketausliefern übernehmen, wobei diese menschliche Akustik und Gestik wahrnehmen können und darauf entsprechend reagieren sollen. Nicht nur die Interpretation der Drohnen ist wichtig, sondern auch die Navigation und die Kommunikation. Über Sensoren und Kameras werden hierbei die Signale aus der Umwelt von der Drohne erfasst. Falls sie jedoch mal am falschen Haus landen sollte, sollte es möglich sein sie mit wegscheuchenden Gesten abzuweisen. (3)

In Quality Land wird die eher ungewöhnliche Bezahlungsart mithilfe der Lippen beschrieben. Hierbei schließt man einen Kauf ab, indem man sein Tablet oder Smartphone küsst. Da sich die Lippen bei jedem Menschen unterscheiden, werden diese zur Erkennung der Person genutzt. Bestellungen im Internet sind heute oft nicht viel komplizierter. Hat man beispielsweise einen Amazon-Account mit Lieferadresse und Bankdaten eingespeichert, muss man nur auf einen Button klicken und das Paket wird in den nächsten Tagen oder Wochen schon geliefert, ohne dass der Kunde viel Aufwand hatte. Damit soll man natürlich angeregt werden, mehr und regelmäßiger zu kaufen/zu bestellen.

Die Identifizierung über biometrische Daten ist in Deutschland nur wenig ausgebaut, dafür aber in China schon Alltag. In 3 Jahren soll jeder chinesische Bürger mithilfe von Gesichtserkennungssystemen identifiziert werden können. Es sollen zusätzlich zu den schon vorhandenen Kameras in China noch 400 Millionen weitere installiert werden, um die Überwachung zu optimieren. Bisher konnten über 100 Kriminalfälle durch dieses System gelöst werden. Selbst in Schulen wird die Aufmerksamkeit nun mit Kameras überwacht, die auch Gefühle erkennen können.

Quelle: t3n digital pioneers Magazin 52 Seite 72-80

Wenn Lesen ein Erlebnis wird: das Lebende Buch®

Juni 20th, 2017 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Cross/Multimedia

Du schlägst die ersten Seiten eines Buches auf, liest die ersten Zeilen, vergisst deine Umgebung und eine komplette neue Welt entsteht in deinem Kopf: Stimmen, die in deinem Kopf miteinander sprechen, Landschaften, die vorbeiziehen, eine Stimmung, die dich in Beschlag nimmt. Was aber, wenn es keine Vorstellung ist? Was, wenn dieser Film sich nicht in deinem Kopf, sondern vor deinen Augen abspielt, während du liest?

Das Lebende Buch® setzt genau diese Idee, die für viele wie ein Szenario aus Harry Potter klingt, in die Wirklichkeit um und fasziniert damit mittlerweile Kunden und Leser auf der ganzen Welt.

Zwei grundverschiedene Medienformen, wie das Buch und den Film zu vereinen, war das Ziel des Erfinders, der daraus eine Geschäftsidee entwickelte. Zu sagen sie hätten dies geschafft, wäre sogar untertrieben, denn die Bücher des Unternehmens LIQUID sind ein Gesamtwerk, das für sich steht und seine Leser begeistert. Ihr Lebendes Buch ist eine multimediale Installation, bestehend aus einem haptischen, realen Buch mit Text, das sich auf einem Präsentationstisch mit Beamer befindet. Auf diese Art und Weise ist es möglich, direkt auf das Buch Bilder, Filme und mehr zu projizieren, wodurch beide Medien zu einer Einheit werden können. Read More

MyPoolitzer – Ein innovatives Geschäftsmodell? Matching von Autoren und Verlagen

Mai 16th, 2017 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Innovative Geschäftsmodelle

Bist du der nächste Jonathan Franzen?
So titelt die neue Onlineliteraturagentur MyPoolitzer auf der Startseite. Eine Frage und gleichzeitig auch ein Versprechen. Schlummert in mir ein unentdecktes Literaturgenie? Der Weg für Autoren einen passenden Verlag zu finden, führt häufig über unverlangt eingesandte Manuskripte, was sich als äußerst mühselig und demotivierend erweist, oder über Selfpublishing.
Hier tritt die Vermittlungsplattform MyPoolitzer auf den Plan. Autoren haben die Möglichkeit, eine Synopse und die ersten Seiten ihres Werkes auf der Website hochzuladen. Die Kritiker von MyPoolitzer bewerten und schätzen das Werk ein, führen also eine Qualitätsprüfung durch. Überdurchschnittlich gute Texte werden anschließend für die Verlage freigeschaltet, welche die jeweiligen Autoren dann kontaktieren können.
Jetzt in der Betaphase ist der Service für Autoren und Verlage noch kostenfrei, aber in Zukunft soll er sich durch Zahlungen der Autoren finanzieren.
Bis jetzt liegt noch kein Buchdeal von dem Berliner Startup vor – aber es bleibt spannend. Wird die Zukunft der Buchbranche vielleicht in Matching Portalen liegen?

 

Autor: Anna Leiß

Wo sind die digitalen Produkte der Kinderbuchverlage? – Resümee der Leipziger Buchmesse 2015

März 20th, 2015 | Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Druck

Getreu dem Themenschwerpunkt „digitale Produkte für Kinder“ machten wir uns auf, um von der Leipziger Buchmesse über Trends und neue Produkte zu berichten. Der Mangel an Vorab-Tweets und Facebook-Posts von uns verrät vielleicht schon, dass sich dies schwieriger als erwartet gestaltete.

Die Leipziger Buchmesse ist keine Verkaufs-, sondern eine Ausstellungsmesse. Die Verlage präsentieren also ihre neuen Produkte, in der Hauptsache gedruckte Bücher. Die Angst, eBooks würden gedruckte Bücher ersetzen, ist zumindest für die absehbare Zukunft unbegründet. Das steht außer Frage. Aber verträgt sich die nahezu komplette Abwesenheit von digitalen Produkten im Kinderbereich mit der intensiv geführten Diskussion um die Digitalisierung?

Digital Natives, Smartboards in den Schulen, 79% Smartphone-Verbreitung in Familien – das alles sind weder Fachwörter noch Wissen, welches nur einem kleinen Kreis zugänglich ist, aber auf der Leipziger Buchmesse könnte der Verdacht entstehen, dass der Kinderbuchbereich in Halle 2 nicht im Jahr 2015 angekommen ist.

Einzig die Schulbuchverlage stellen ihre digitalen Schulbücher und Nachmittagsübungsangebote auf zahlreichen Smartboards vor. Die Infrastruktur zur Präsentation solcher Angebote von Seiten der Messe ist also vorhanden. Wo nur sind die digitalen Produkte der Kinderbuchverlage? Oetinger hat ein Display mit einigen Tigerbooks. Bei Ravensburger ist ein einziger Reader montiert, auf dem man sich das 54 Seiten lange eBook-Titelangebot anschauen kann. Am besten präsentiert sich dabei noch Carlsen mit Leyo, mit allen erschienen Büchern und einem Test-iPad zum Ausprobieren. Doch damit ist das für den Besucher ersichtliche digitale Angebot auch schon erschöpft.

Wird am Ende von der Digitalisierung nur gesprochen? Gibt es einen Markt an Vortragsreihen, Workshops und Tagungen rund um das Thema, bei dem am Ende alles ergebnislos bleibt? Wo sind die Resultate des allgemeinen Einvernehmens, dass die Digitalisierung die Buchbranche beeinflussen wird, wie einst die Musikbranche? Am 15.03.2015 warnte der BDI, dass die deutsche Industrie die digitale Revolution (geschichtlich auf einer Stufe mit der industriellen Revolution zu sehen) zu verpassen droht. Wenn die Eindrücke von der Leipziger Buchmesse 2015 nicht täuschen, scheint das für den Kinderbuchbereich eine reelle Gefahr zu sein.

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Da sich uns die digitalen Produkte nicht einfach durch den Messebesuch erschließen wollten, haben wir uns selbst auf die Suche begeben. Neben den bereits erwähnten und im Blog beschriebenen Tigerbooks von Oetinger oder Leyo von Carlsen, widmen wir uns den Schulbuchverlagen, sowie Tokyopop/ Splitter, mit denen wir auf der Messe ausführlich gesprochen haben.

 

Sollten wir Verlage übersehen haben, können sich diese gerne bei uns melden – wir berichten gerne mehr.

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Autoren: Josephine Mitze und Marie-Therese Kirow

App-Vorstellung: SiGame

März 2nd, 2015 | Internationale Entwicklungen, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

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SiGame ist weltweit die erste Gebärdensprach-App, die das Lernen und Spielen miteinander verbindet. Die App richtet sich an gehörlose und hörende Menschen. Der Nutzer kann nicht nur Kenntnisse der deutschen, sondern auch der amerikanischen Gebärdensprache und der International Sign Language erwerben.

 

Avatar SiMAX als Lehrer und Spielpartner

Mit der SiGame-App lässt sich die Gebärdensprache spielerisch erlernen und trainieren. Die App umfasst neben einem Wörterbuch auch ein Quiz, ein Memory-Spiel und einen Vokabeltrainer. Bei allen Funktionen steht dem Nutzer der Avatar SiMAX zur Seite. Die Kunstfigur gebärdet die Wörter und ist Spielpartner zugleich. Der Avatar stellt die Mimik der Gebärden durch eine eigens für die App entwickelte Emotionssteuerung realistisch dar. Der Avatar SiMAX wurde 2013 mit dem Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Kreativität & Medien ausgezeichnet.

 

Dreisprachiger Lernspaß für Jeden

Wer die SiGame-App ausprobieren möchte, braucht keine Vorkenntnisse der Gebärdensprache. Die App ist für Gehörlose und Hörende jeden Alters konzipiert. Sie kann genutzt werden, um die Gebärdensprache neu zu erlernen oder um vorhandenes Wissen auszubauen. Durch die einfache Anwendung kann die App auch problemlos von Kindern und älteren Personen verwendet werden.

Neben der deutschen und der amerikanischen Gebärdensprache lässt sich SiGame auch in der International Sign Language nutzen. Die International Sign Language ist eine Gebärdensprache, die bei internationalen Tagungen und Events eingesetzt wird, da sich die Gebärdensprachen von Land zu Land unterscheiden.

Die Grundversion der App ist kostenlos und enthält rund 70 Gebärden. Zusätzlich können weitere Wort-Packages erworben werden. Die SiGame-App ist im App-Store für Android- und iOS-Geräte verfügbar.

 

Für weitere Informationen rund um SiGame klicken Sie hier.

 

 

Autor: Lillian Geißler

 

Antolin – Mit Lesen punkten

Februar 26th, 2015 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Lesen? Nein, danke! – Ein Problem, mit dem Eltern und auch Lehrer zu kämpfen haben. 

Dabei ist das Verständnis für Buchstaben und ihre Bedeutung eine wichtige Fähigkeit, die Kinder eigentlich mit Begeisterung erlernen. Wenn Erstklässler damit anfangen Überschriften oder einzelne Wörter in ihren Bilderbüchern bewusst zu verstehen und sich die Welt der Buchstaben selbst erschließen können, beginnt der Zauber des Lesens. Das Online-Portal „Antolin“ ist sich dieser (möglichen) Faszination aber auch den aktuellen Trends bewusst und versucht deshalb mit ihrem Konzept der Lesemotivation von Kinder auf die Sprünge zu helfen.

 

Was ist Antolin?

Das Konzept verbindet das klassische Lesen von Büchern mit einer technischen Komponente – die Anziehungskraft von Computern. Da die Begeisterung für digitale Technik bei Kindern in der heutigen Zeit besonders hoch ausgeprägt ist, versucht Antolin diese Interessensbasis mit dem klassischen Lesen zu verknüpfen. Das heißt, Schüler können, nachdem sie einen Text oder eine Geschichte gelesen haben, ihr inhaltliches Verständnis überprüfen, indem sie zum Text entsprechende Fragen auf der Internetseite von Antolin beantworten.

 

Wo wird es genutzt?

Ausgelegt ist dieses Konzept ausschließlich für Schulen und deren Schüler der Klassenstufen eins bis zehn. Unterstützung durch Antolin bekommen hierbei vor allem Lehrer, die das Portal in ihre Lehrplanung einbringen und so ihren Schülern eine modernere Art des Unterrichts bieten. Das Portal weist eine vielfältige Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur auf: von klassischen Kinderbüchern bis hin zur Neuerscheinung werden alle Interessenbereiche abgedeckt, auch Bücher in anderen Sprachen, beispielsweise für den Englisch- oder Französischunterricht stehen zur Verfügung.

 

Wie wird es genutzt?

Um ein solches Projekt zu starten, muss der Lehrer für alle Schüler ein Login anlegen, mit dem sich jeder individuell anmelden kann. Der Lehrer ist der Administrator und verwaltet die Accounts, schaltet die Fragebögen bzw. Quizfragen zum aktuell behandelten Lesestoff frei und kann auch die erzielten Ergebnisse der Schüler anschauen.

Die Gestaltung des Portals ist vor allem für Grundschüler ausgelegt, so werden zum Beispiel, je nachdem wie viele richtig beantwortete Fragen erreicht wurden, Lesepunkte gesammelt. Ab einer bestimmten Anzahl an Punkten werden Bilder freigeschaltet oder auch Urkunden ausgestellt.

Die Bedienung ist für beide Seiten kinderleicht und die Umsetzung entsprechend für Schulkinder gestaltet. Mit einem jährlichen Kostenpunkt in Höhe von 40 € pro Schulklasse ist es zudem erschwinglich.

 

Fazit

Durch die zahlreichen Motivationselemente, die die Internetseite bietet, lassen sich vor allem jüngere Kinder zum Lesen ermuntern. Schwieriger ist das Konzept bei älteren Kindern, da sie den Leistungs- und Zeitaufwand eher als zusätzliche Arbeit ansehen. Nachteilig ist zudem, dass sich bereits zahlreiche Videos mit Aufgabenlösungen im Internet befinden.

Daher ist es sinnvoll, dass Lehrer bevor sie Antolin in ihren Unterricht integrieren, gut überlegen, ob diese Lehrmethode für ihre Schüler geeignet ist. Denn letztlich soll sich das Angebot motivierend auf das Leseverhalten der Kinder auswirken und nicht ausschließlich als zusätzliche Arbeit gelten.

 

Autor: Sarah Alsgut 

Altersbeschränkung für Bücher – Ist eine Buch-FSK denkbar?

Februar 21st, 2015 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Der Umgang mit Medien ist heutzutage selbstverständlicher Teil unseres Alltags und somit kommen bereits die Jüngsten mit vielerlei Arten von Medien in Kontakt. Um nun aber diese Jüngsten unter den Mediennutzern vor bestimmten Inhalten zu schützen, haben sich über Jahre hinweg zwei Institutionen mit ihren Altersfreigabeprüfungen etabliert. Die Labels der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) auf DVDs sowie die Angaben der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) auf jeder Art von Computerspiel sind allgemein bekannt und inhaltlich akzeptiert.

 

Doch wie sieht es eigentlich bei Büchern bzw. Printmedien aus? Hier gibt es keine unabhängige Institution, die sich einer Prüfung der Produkte annimmt. Lediglich verlagseigene Altersempfehlungen lassen sich zu Kinderbüchern finden – in unterschiedlichsten Altersabstufungen und ohne Hinweis darauf, wie diese Empfehlungen zustande gekommen sind. Und bei (Erwachsenen-)Romanen fehlt es an jeglicher Art von Einstufung. Aus dieser Sachlage entstand eine komplexe Diskussion um eine „Buch-FSK“.

 

Was spricht dafür?

Die Argumente für eine solche Selbstkontrolle sind ähnlich derer für die Prüfung von Filmen und Software: Die Kinder sollten geschützt werden vor eindringlichen Szenen und bestimmten Sachverhalten, solange sie diese noch nicht einschätzen können. Die Eltern sollten in der Entscheidung unterstützt werden, welche Bücher sie ihren Kindern zu lesen geben und der Kauf bestimmter Titel sollte nicht für jede Altersgruppe möglich sein. Und durch die Entwicklungen in der Verlagsbranche kommt auch in dieser Diskussion das Thema Selfpublishing zur Sprache, denn bei selbstveröffentlichten Büchern gibt es keinerlei Instanzen – ähnlich einem Verlag – mehr, die ein Werk hinsichtlich seiner Eignung für bestimmte Altersgruppen einschätzen. Dies sind die wesentlichen Aspekte auf Seiten der Befürworter einer Selbstkontrolle bei Büchern.

 

Was spricht dagegen?

Doch es gibt auch eine Reihe von Gegenargumenten. Etwa dass eine „Buch-FSK“ bewirken könne, dass sich die Eltern bedingungslos darauf verlassen und sich selbst nicht mehr mit dem Lesestoff ihrer Kinder auseinandersetzen. Oder dass Buchhändler eine Kontrollfunktion innehaben, was die Käufe ihrer jungen Kunden angeht – in Zeiten von Internet und anonymen Kettenbuchhandlungen eine schwache These.

Einen besonders vielschichtigen Aspekt der Debatte spricht das Argument an, dass Literatur von jedem anders wahrgenommen wird und dass Bilder, die im Kopf entstehen, schlecht zu zensieren sind. Dies mag bei reinen Textbänden durchaus ein Stück weit zutreffen, doch bei bebilderten Büchern sieht es schon wieder anders aus.

Dass jedoch eine Altersprüfung von Büchern einen hohen Aufwand mit sich bringen würde steht außer Frage – wobei sich auch dafür bereits jetzt Hilfsmittel zur Textanalyse finden lassen und die Durchsicht eines Bilderbuches sicherlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die eines mehrstündigen Filmes.

Und zuletzt steht, wie so häufig, die Problematik der Finanzierung einer sogenannten Buch-FSK im Raum.

 

Was wäre ein Kompromiss?

Dies stellt nun einen Auszug aus der sehr komplexen Diskussion um eine Altersfreigabeprüfung bei Büchern – oder allgemein Printmedien – dar. Ein Kompromiss den es zu durchdenken gäbe, wäre möglicherweise eine Vereinheitlichung der durch die Verlage gegebenen Lesealter-Empfehlungen und der prinzipielle Abdruck dieser auf den Büchern. Somit wäre den Eltern und anderen Käufern ein Vergleich der verschiedenen Titel einfacher möglich und eine erste Orientierung gegeben. Und auch bei Büchern, die für Erwachsene konzipiert wurden, würde eine Angabe zum Lesealter den jugendlichen Lesern sicher helfen, sich in der Buchlandschaft zu orientieren.

Darüber hinaus sind mehr und mehr crossmediale Produkte erhältlich, wie beispielsweise buchbegleitende Apps, bei denen für einen Teil der Produkte durch FSK oder USK bereits eine Alterseinschätzung vorliegt. Diese ließe sich gegebenenfalls entsprechend auch auf die gedruckten zum Thema erhältlichen Teilprodukte erweitern, sodass eine einheitliche Altersempfehlung für alle Artikel zu einem Inhalt realisierbar wäre. Voraussetzung dafür wäre eine enge Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Produzenten (Verlage, Medienunternehmen) von Medien mit gleichem Inhalt.

 

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die komplexe Debatte um eine Selbstkontrolle bei Büchern noch lange nicht zu einem Ende gekommen ist und sich mit jeder Neuerung auf dem Medienmarkt und in der automatisierten Medienanalysetechnik wandelt.

 

 

Autor: Hanne Ziegler

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