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Posts Tagged ‘Social Media Marketing’

Weblogs als Verlagsgegenstand – Ein Interview mit Blogwerk

April 18th, 2013 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Blogwerk ist ein Schweizer Unternehmen, das seit 2006 Weblogs über ihren Onlineverlag publiziert und zum 01. Juli 2012 von der Firmengruppe WEKA übernommen wurde. Blogwerk beherbergt die größten deutschsprachigen Blogs zu Technik und Gadets bzw. Arbeitsmethodik. Hinzu kommen drei weitere Blogs, die sich für Themen wie Digitalfotografie, Internetökonomie und der Vorstellung vielsprechender Startup-Unternehmen verantwortlich zeichnen. Die Gesamtheit der Blogs wird monatlich 1,7 Millionen Mal aufgerufen, sodass im November 2012 nahezu 400.000 einmalige Besucher gezählt werden konnten. Warum sich Blogs als derart attraktiver Verlagsgegenstand eignen, beantwortet Verlagsleiter Thomas Mauch.

Als initiierender Gedanke für Blogwerk galt die Möglichkeit, das Instrument „Blog“ als Gefäß für professionelle Onlinepublikationen nutzen zu können und damit ein Blognetzwerk mit einer persönlicheren und mittelbareren Art des Journalismus im deutschsprachigen Raum zu schaffen.

Blogwerk-Blogs sollen dabei Nischen besetzen. Das geschieht entweder durch die Wahl der Themen (z.B. Selbstmanagement) oder die Art der Beiträge (User schreiben für User auf neuerdings.com). Außerdem müssen sie einen Themenbereich ansprechen, der auch als Werbemarkt genügend Potenzial bietet. Hierfür versucht man Autoren durch „Selbstausschreibungen“ auf eigenen Blogs oder persönliche Netzwerke zu gewinnen. Ebenso erfolgt dies oft durch Eigeninitiative der Autoren. Meistens handelt es sich um Stammleser.

Blogs als Ersatz bisheriger Verlagsobjekte

Blogs genießen in der Regel ein hohes Vertrauen, sie legen sehr viel Wert auf Transparenz und nutzen die Möglichkeiten des Dialoges. Das ermöglicht jedem Leser, in die Berichterstattung „einzugreifen“, zu ergänzen oder zu widersprechen.

Im Prinzip ist es sogar möglich, dass Blogs bisherige Verlagsobjekte wie das Fachbuch ersetzen. Sehr viel besser dürfte aber das Prinzip funktionieren, nachdem sich Blog und Fachbuch ergänzen. Zum Beispiel kann das Fachbuch aus Blogartikeln ohne Aktualitätsbezug zusammengestellt werden. Oder es wird ein Blog genutzt, um ein bereits erschienenes Fachbuch durch neue Aspekte zu ergänzen und zu aktualisieren.

Es ist allerdings schwierig vorherzusagen, ob der Blog grundlegende Neuerungen schaffen kann. Doch zeigen sich immer mehr Nutzungsformen für Blogs: Bürgerjournalismus oder „Hyperlocal Journalism“ sind da nur zwei Themen. Auch werden sie mehr und mehr von Unternehmen genutzt, entweder um mehr über das eigene Thema zu berichten, Content bereitzustellen oder einen Blick hinter die Kulisse des Unternehmens zu gewähren.

Bearbeitet von Julia Ruta

„Und täglich grüßt die Rezension“ – Social-Media-Projekte des Buchmarktes

Dezember 22nd, 2011 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Neue Publisher | 0 Comments

Das Marketing der Verlage sieht sich durch die sogenannten Social Media mit immer neuen Chancen und Herausforderungen konfrontiert. Ein fortwährender Dialog mit der Zielgruppe ist heutzutage möglich, aber zugleich auch dringend notwendig, um am Puls der Zeit zu bleiben. Dabei gilt es Mittel und Wege zu finden, um das neu gewonnene Potenzial kreativ und auch effektiv mit dem Medium Buch zu verbinden. Im Folgenden werden hier exemplarisch zwei innovative Web 2.0-Projekte vorgestellt, die sowohl Verlage als auch Communities zu deren gegenseitigem Vorteil verbinden. Dreh- und Angelpunkt beider Geschäftsmodelle ist dabei die Buchrezension. Sie greifen somit einen essentiellen Bestandteil des Buchmarketings auf, legen in der konkreten Umsetzung jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Die Rede ist von vorablesen und Blogg dein Buch.

Ich danke in dem Zusammenhang dem vorablesen-Team vom Ullstein Verlag und Cao Hung Nguyen (Blogg dein Buch) vom EPIDU Verlag für die schnelle und kompetente Beantwortung meiner Fragen. Read More

Frag doch mal: Manfred Spatz „Wie gut sind die deutschen Verlage an der Social Media-Klaviatur?“

August 14th, 2011 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Derzeit arbeitet Herr Spatz am Projekt www.ask4feedback.de, das Personen und Unternehmen Auskunft über ihre jeweiligen Stärken und die Fremdwahrnehmung der eigenen Aktivitäten gibt.

Über fünf Jahre waren Sie im Süddeutschen Verlag und Führungskreis von www.sueddeutsche.de GmbH. Wie haben Sie in dieser Zeit den Mediennutzungswandel erlebt und wie wurde im Verlag darauf reagiert?

Der Nutzungswandel war täglich spürbar. Die Reichweite von sueddeutsche.de hat sich in diesen fünf Jahren verzehnfacht, der Umsatz ist sogar noch deutlicher gewachsen. Das war unglaublich motivierend, obwohl ständig neue Herausforderungen (Suchmaschinenoptimierung, Leser-Community, Soziale Netzwerke u.v.m) hinzu kamen. Read More

Sören Kirchner vom tologo verlag: „Social Media als Mittel zur Kundenbindung“

Juni 23rd, 2011 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 2 Comments

Autorin: Tina Kutzschebauch, 30.05.2011, http://www.tologo.de/

© tologo verlag

Beim tologo verlag wird wöchentlich etwa eine halbe Stunde für soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter investiert . Was macht diese Plattformen so interessant?

Für Facebook braucht niemand umfangreiche Programmierkenntnisse. Die aktuellsten News, Rezensionen, Novitäten, Vorträge und Lesungen der Autoren werden vom Verlag regelmäßig auf Facebook online gestellt und automatisch an den eigenen Twitter-Account übertragen. „Es passiert selten, dass sich Neukunden auf der eigenen Homepage verirren. Viel wahrscheinlicher sind Bestandskunden, die ein bestimmtes Buch suchen oder Mundpropaganda-Empfehlungen von Freunden“, sagt Sören Kirchner. Dem eigenen Freundeskreis wird ebenso mehr vertraut, als dem Kommunikationsinstrument „Werbung“, in dem viel mehr versprochen, als gehalten wird. Read More

Frag doch mal … Experten stehen Rede und Antwort

Mai 24th, 2011 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Wenn es um die Themen Social Networks und Medienwandel für Verlage geht, sind Interesse und Unsicherheit meist sehr groß. Durchsucht man das Internet, stößt man auf zahlreiche Artikel, Blogs, Tweets, Kommentare und auch Videos. Bei der gegebenen Informationsvielfalt verliert man schnell den Überblick und fühlt sich zunehmend überfordert. Eine einheitliche Sichtweise auf die Chancen und Risiken sozialer Netzwerkarbeit sucht man vergeblich. Die Geschwindigkeit, mit der sich Social Media und elektronische Medien entwickeln, macht es notwendig, sich immer wieder neu zu orientieren und als Unternehmen zu positionieren. Für alle Beteiligten gibt es häufig mehr Fragen als Antworten auf das aktuelle Geschehen. Read More

Digitaler Suizid – Möglichkeiten und Folgen

April 14th, 2011 | Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

digitaler Freitod aus FacebookDie Frage, ob man bei Facebook sei, hat seit geraumer Zeit die verlegene Frage nach der Telefonnummer eines interessanten Mitmenschens verdrängt. Social Networks sind ferner die digitalen Nachfolger der besonders damals in Grundschulen beliebten “Poesiealben” in der sich zahlreiche Freunde und Klassenkameraden eintrugen. Die Unterschiede zwischen den Seiten eines solchen Freundebuches und den Social Networks besteht bei genauerer Betrachtung in der Digitalisierung und der Möglichkeit der Interaktion. Und ganz besonders in der Geschwindigkeit der Datensammlung. Read More

Bettina Halstrick (Der Hörverlag) im Interview: Das A und O im Social-Media-Marketing

April 8th, 2011 | Meinung & Kritik | 1 Comment

der Hörverlag

© der Hörverlag

Der Hörverlag veröffentlicht seit 1995 Hörbücher aller Genres und Formate. Dank populärer Themen wie „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ konnte der Hörverlag dem Medium Hörbuch zum Durchbruch verhelfen. Das Verlagsprogramm umfasst 850 lieferbare Titel. Seit März 2008 ist Der Hörverlag bei Facebook, Twitter, YouTube und Blogger aktiv.

Welche Potenziale Social-Media-Marketing-Tools für die Verlagsbranche aufzeigen, erklärt Bettina Halstrick.

Frau Halstrick, seit 2005 arbeiten Sie im Hörverlag als Marketingleitung. Worin liegen Ihre Aufgabenschwerpunkte? Wie ist Ihr Team aufgestellt, insbesondere in Bezug auf das Web 2.0?

Unsere Marketingabteilung setzt sich aus sechs Mitarbeiterinnen zusammen: drei Grafikerinnen, eine Werbereferentin, eine Herstellerin und die Marketing-leitung. Jährlich veröffentlicht Der Hörverlag ca. 150 Novitäten. Ich verantworte den Bereich Corporate Design und Marketingkommunikation. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Marke „Hörverlag“ und dem Medium Hörbuch als eigenständiger Bereich in der Verlagsbranche. Das Web 2.0 ist bei uns angesiedelt und wird zu zweit bearbeitet.

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Top 5 : Verlagshomepages im Social Web

April 6th, 2011 | Meinung & Kritik | 2 Comments

Vor weniger als 10 Jahren gehörte eine ansprechend gestaltete, funktionale und sichere Website noch zu den Luxusgütern der Besserverdienenden, waren Systemadministratoren die verehrten Hüter des nebelumwogten Grals, glaubten gefühlte 80% der Deutschen, dass Bildschirmschoner so ähnlich funktionieren wie Klohüte. Heute gibt es frei verfügbare Software, die mittels millionenfach bewährter Plugins Schnittstellen zu allen großen Plattformen schafft, integrative Websitekonzepte ermöglicht und das Einfügen multimedialer Inhalte auf der Homepage zum Kinderspiel macht. Unsere heutigen Top 5 zeigen auf, wer auch mit wenig Geld einen richtig guten Onlineauftritt hinlegt.

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Einfluss in Social Media erhöhen

April 5th, 2011 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Laut Spiegel Online vom vergangenen Oktober ist der Einfluss von Social Media eingeschränkt auf „Klatsch, Tratsch und sich selbst“. Den Mainstream haben Blogger, Facebook und Co noch nicht erreicht, vielmehr handle es sich um eine Parallelgesellschaft, verstrickt im „digitalen Selbstgespräch“. Dies kann dahingehend unterstützt werden, dass eines der Top Themen im jungen und Unsicherheiten auslösenden Social Web die Erweiterung des eigenen Wirkungsbereiches ist. Kurz um: Wie werde ich zum Influencer? Einen vielversprechenden Erklärungsansatz bietet hierzu die Kurzdokumentation „Influencers: How Trends & Creativity Become Contagious“ von Paul Rojanathara und Davis Johnson. Die These, Trends seien weniger das Ergebnis eines Individuums sondern vielmehr das Resultat verschiedener Faktoren, wird mit Kommentaren einiger „Vorzeige-Influencer“ untermauert. Was unterscheidet, in einem Satz, den Influencer vom Mainstream? „Die Fähigkeit eine Idee oder ein Konzept außerhalb des Mainstream-Bewusstseins wahrzunehmen und es in dessen Bewusstsein zu platzieren.“ Sobald ein Trend aber die konservative Mehrheit erreicht hat, verliert er seine Besonderheit und schafft Platz für neue, innovative Trends.
Aus dem Fakt, dass die drittgrößte Fanpage bei Facebook von Facebook selbst betrieben wird, lässt sich daher weniger belegen, dass sich Social Web nur aus sich selbst und einigen Egomanen speist, sondern dass es einem Vorzeige-Influenzer gelungen ist, ein Konzept nicht nur im Bewusstsein der Massen zu platzieren, sondern darüber hinaus einem Teil dieser Massen eine Plattform bietet, selbst Einfluss zu nehmen.

Quellen
http://www.spiegel.de

http://www.influencersfilm.com

Social-Media-Marketing und -Monitoring nimmt zu

März 29th, 2011 | Internationale Entwicklungen | 0 Comments

Laut einer Studie aus dem November 2010 messen Unternehmen den Themen Social-Media-Marketing und -Monitoring immer größere Bedeutung bei. Befragt wurden Entscheider in den verschiedensten Branchen aus den Unternehmensbereichen Marketing/Vertrieb sowie Geschäftsführung.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen beteiligen sich bereits aktiv an der Kommunikation im Social Web oder vermarkten ihre Produkte über verschiedene Online-Kanäle. An erster Stelle steht hier das zurzeit höchstfrequentierte Netzwerk Facebook mit 86,5 %, gefolgt von XING und Twitter. 43,2 % zeigten sich mit dem Erfolg ihrer Aktivitäten zufrieden. Allerdings ist der Erfolgsnachweis nicht nur bei klassischen Marketing-Aktivitäten mitunter schwer messbar, sondern stellt auch im Social Web für viele der befragten Unternehmen die größte Hürde dar.

Die gezielte Auswertung ihrer Aktivitäten in sozialen Netzwerken wird bisher erst von etwa einem Drittel der Befragten betrieben. Dabei wird so gut wie keine fremde Hilfe in Anspruch genommen. Die Monitoring-Aktivitäten werden zu 92,6 % von den Unternehmen selbst durchgeführt (Marketing-Aktivitäten: 77,4 %). Zur Durchführung nutzen etwa drei Viertel aller Befragten ein IT-gestütztes Monitoring-System, allerdings mit dem Hinweis, dass der manuelle Analyseaufwand noch bei mindestens 50 % liegt. Hauptanliegen der Unternehmen sind an dieser Stelle Wettbewerbsbeobachtung, Marktforschung und Identifizierung von Trends.

weitere Ergebnisse der Studie
[Institut: Marketing- und Kommunikationsagentur Pepper GmbH | 14.12.2010]

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