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Posts Tagged ‘Zukunft’

Qualityland: Wie sieht die Zukunft wirklich aus?

Dezember 8th, 2018 | Interessantes, Meinung & Kritik, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Man könnte meinen, dass die Technologien, wie sie in Quality Land beschrieben sind, noch weit in der Zukunft liegen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ob man dies beunruhigend findet oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Wir wollen jedoch im Folgenden einmal aufführen, inwiefern diese Entwicklungen bald Alltag für uns werden können bzw. es schon sind.

Buchcover Qualityland dunkle Version 

Bildquelle: https://www.amazon.de/QualityLand-Roman-helle-Marc-Uwe-Kling/dp/3550050232

 

In Quality Land wird dem Leser  über selbstfahrende Autos berichtet und dass diese manchmal ziellos durch die Stadt irren, weil sie defekt sind.

Das autonome Fahren wird heutzutage schon für Tesla Autos entwickelt. Hierbei wird damit geworben, dass dies die Sicherheit auf den Straßen erhöhen soll. Mit 8 Kameras soll eine 250m Rundumüberwachung gegeben sein, welches noch mit Ultraschallsensoren ergänzt wird. Der nach vorn ausgerichtete Radar kann sogar Regen und Schnee ausblenden, um verbessertes Signal zum Umfeld zu haben.

Quelle: https://www.tesla.com/de_DE/autopilot?redirect=no

 

Wie den meisten wahrscheinlich schon bekannt ist, werden der Bevölkerung in dem Buch Pakete, deren Inhalt der Empfänger in Zukunft nützlich finden könnte, mithilfe von Drohnen zugeschickt.

Diese Art der Auslieferung wird zum Teil schon von Amazon und anderen Paketdiensten geplant. Zumindest der Drohnen Aspekt der Situation aus dem Buch. Bald sollen Drohnen das Paketausliefern übernehmen, wobei diese menschliche Akustik und Gestik wahrnehmen können und darauf entsprechend reagieren sollen. Nicht nur die Interpretation der Drohnen ist wichtig, sondern auch die Navigation und die Kommunikation. Über Sensoren und Kameras werden hierbei die Signale aus der Umwelt von der Drohne erfasst. Falls sie jedoch mal am falschen Haus landen sollte, sollte es möglich sein sie mit wegscheuchenden Gesten abzuweisen.

Quelle: https://www.netzpiloten.de/amazon-lieferdrohnen-paket-lieferung/

 

In Quality Land wird die eher ungewöhnliche Bezahlungsart mithilfe der Lippen beschrieben. Hierbei schließt man einen Kauf ab, indem man sein Tablet oder Smartphone küsst. Da sich die Lippen bei jedem Menschen unterscheiden, werden diese zur Erkennung der Person genutzt. Bestellungen im Internet sind heute oft nicht viel komplizierter. Hat man beispielsweise einen Amazon-Account mit Lieferadresse und Bankdaten eingespeichert, muss man nur auf einen Button klicken und das Paket wird in den nächsten Tagen oder Wochen schon geliefert, ohne dass der Kunde viel Aufwand hatte. Damit soll man natürlich angeregt werden, mehr und regelmäßiger zu kaufen/zu bestellen.

Die Identifizierung über biometrische Daten ist in Deutschland nur wenig ausgebaut, dafür aber in China schon Alltag. In 3 Jahren soll jeder chinesische Bürger mithilfe von Gesichtserkennungssystemen identifiziert werden können. Es sollen zusätzlich zu den schon vorhandenen Kameras in China noch 400 Millionen weitere installiert werden, um die Überwachung zu optimieren. Bisher konnten über 100 Kriminalfälle durch dieses System gelöst werden. Selbst in Schulen wird die Aufmerksamkeit nun mit Kameras überwacht, die auch Gefühle erkennen können.

Quelle: t3n digital pioneers Magazin 52 Seite 72-80

Lesen mit Ton – Kann das funktionieren?

Juli 18th, 2017 | Neue Prozesse, Produkte & Profile, Verlage der Zukunft | 0 Comments

Cross- und Multimedia

©isle audio

Denkt man über die Frage nach, ob Lesen und Ton/Musik zusammenpassen, würde man wohl pauschal sagen: Nein, nicht wirklich. Entweder verschwinden die Hintergrundgeräusche beim Lesen sowieso oder man wird durch diese beim Lesen unterbrochen bzw. gestört.

Die Idee der drei Studenten, die 2016 das Startup „Isle audio“ mit ihrem Produkt: dem aBook, gegründet haben, ging in dieser Frage eine ganz neue Richtung. Ihre Vision: Beim Lesen soll ein Klangumfeld erzeugt werden, das zum Gelesenen passt und somit das Leseerlebnis unterstützt. Im Klartext heißt das: Während du liest, wird über Kopfhörer eine zum Inhalt passende Geräuschwelt abgespielt, so kann der Jahrmarkt mit entsprechender Musik zum Leben erwachen oder der Wald durch Rascheln und Rauschen zu dir in den Zug oder ins Wohnzimmer kommen. Read More

Über die Zukunft der Buchbranche – Ein Interview mit Martin Schmitz-Kuhl

Juni 23rd, 2017 | Interview, Meinung & Kritik, Neue Prozesse, Produkte & Profile, Self-Publishing, Veränderungen der Arbeitswelt | 0 Comments

Interview

Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Recht und Neuere Geschichte in Darmstadt war Herr Schmitz-Kuhl als freier Journalist und Redakteur tätig. Er arbeitet zudem als Medienentwickler eines Online Fachmagazins und veröffentlicht zusammen mit seiner Frau Anke Kuhl Kinderbücher.

In seinem Buch „Books & Bookster. Die Zukunft des Buches und der Buchbranche“, welches 2015 im Bramann Verlag erschienen ist, hat Martin Schmitz- Kuhl einige Vertreter der Buchbranche zur Zukunft dieser interviewt.

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Die bunte Juni-Linkliste zum Entdecken

Juni 6th, 2017 | Interessantes | 0 Comments

Sonstiges

Das Internet steckt voller Wunder und Geheimnisse. Es gibt eine unermessliche Anzahl interessanter Inhalte, ständig passiert etwas Neues. Genug der Phrasen und Allgemeinplätze: Wir von Verlage der Zukunft möchten mit Euch einige Links teilen, über die wir im vergangenen Monat gestolpert sind bzw. neugierig machen auf Content, zu dem Ihr bald mehr auf unserem Blog erfahren könnt!

 

Rausgestöbert:

**        Zuerst ein Hinweis auf das Magazin, sowie den Blog von Steffen Meier: Aktuelle & innovative Inhalte; auch die Lektüre der vergangenen Ausgaben lege ich Euch hiermit dringlichst ans Herz.

 

**        Ihr fragt euch sicher manchmal während stiller Stunden in eurem kleinen Studierzimmer: Welches Buch ist eigentlich in jedem Land das beliebteste? Verzagt nicht länger, VICE liefert die Antwort!

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MyPoolitzer – Ein innovatives Geschäftsmodell? Matching von Autoren und Verlagen

Mai 16th, 2017 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Innovative Geschäftsmodelle

Bist du der nächste Jonathan Franzen?
So titelt die neue Onlineliteraturagentur MyPoolitzer auf der Startseite. Eine Frage und gleichzeitig auch ein Versprechen. Schlummert in mir ein unentdecktes Literaturgenie? Der Weg für Autoren einen passenden Verlag zu finden, führt häufig über unverlangt eingesandte Manuskripte, was sich als äußerst mühselig und demotivierend erweist, oder über Selfpublishing.
Hier tritt die Vermittlungsplattform MyPoolitzer auf den Plan. Autoren haben die Möglichkeit, eine Synopse und die ersten Seiten ihres Werkes auf der Website hochzuladen. Die Kritiker von MyPoolitzer bewerten und schätzen das Werk ein, führen also eine Qualitätsprüfung durch. Überdurchschnittlich gute Texte werden anschließend für die Verlage freigeschaltet, welche die jeweiligen Autoren dann kontaktieren können.
Jetzt in der Betaphase ist der Service für Autoren und Verlage noch kostenfrei, aber in Zukunft soll er sich durch Zahlungen der Autoren finanzieren.
Bis jetzt liegt noch kein Buchdeal von dem Berliner Startup vor – aber es bleibt spannend. Wird die Zukunft der Buchbranche vielleicht in Matching Portalen liegen?

 

Autor: Anna Leiß

Verlagsmarketing auf Youtube

Mai 2nd, 2017 | Aktuelles, Neue Publisher, Veränderungen der Arbeitswelt | 2 Comments

Innovative Geschäftsmodelle

CC Namensnennung, erstellt von Romy V. Reichert

 

Youtube. Die mit Abstand größte und beliebteste Videoplattform in Deutschland. Über eine Milliarde Videos werden pro Tag angeklickt und besonders bei jungen Nutzern ist der tägliche Youtube Konsum zum Alltag geworden. Auch die Ersteller der Videos sind zahlreich und zu jedem Thema kann man etwas finden. Einige Youtuber haben eine Reichweite, die der von Prominenten gleicht.

Das wollen sich Firmen nicht entgehen lassen und nutzen die Videoproduzenten für ihre Werbezwecke. Für viele Unternehmen ist dies ein hervorragender Weg, die Zielgruppe der Zuschauer anzusprechen und das für einen, im Gegensatz zu herkömmlichen Marketingmethoden, günstigen Preis.

Doch, wie sieht es mit Büchern aus? Auch Verlagen bietet sich die Möglichkeit, auf dem Videoportal Marketing zu betreiben. Das tun sie auf verschiedenen Wegen: Einige Verlage haben eigene Youtube Kanäle auf denen sie Videos hochladen. Vor allem Jugendbuchverlage sind hier zu finden, da viele Jugendliche auf Youtube unterwegs sind und die Videos ansehen könnten. Read More

Die ZEIT ONLINE, die Generation Y oder 2X und das mögliche Ende der Zeitungskrise

Mai 2nd, 2017 | Aktuelles, Interview, Veränderungen der Arbeitswelt | 2 Comments

Interview

Workshop beim Z2X Festival in Leipzig ©ZEIT

Das Z2X Festival 2016 in Berlin ist entstanden, weil die ZEIT ONLINE gern ihren zwanzigsten Geburtstag feiern und alle 2X-Visionäre einladen wollte. Doch daraus ist mittlerweile so viel mehr geworden! Eine Z2X-Community, ein Stammtisch in Berlin und jetzt die regionalen Ableger des Festivals. Am 21. April 2017 fand in Leipzig das Z2X³ in passendem Ambiente in der Hochschule für Grafik und Buchkunst statt. Ein gelungener Abend mit wunderbaren Ideen, vielen interessanten Begegnungen und spannenden Blitzvorträgen, Frag-mich-alles-Runden sowie Workshops. Natürlich kam auch das leibliche Wohl bei Brezeln, Bier und Bio-Limonade nicht zu kurz!

Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen, was ein Festival-Angebot mit Verlage der Zukunft gemein hat. Die nachfolgenden Zeilen werden es euch verraten!
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Wie viel moderne Medien brauchen unsere Kinder?

Dezember 15th, 2014 | Meinung & Kritik | 0 Comments

Ein Interview mit Doreen Andriefski

02_Bild_Frau_Andriefski

Für unser VdZu Interview befragten wir Doreen Andriefski (37 Jahre), die an der Fachoberschule für Sozialwesen an der Henriette-Goldschmidt-Schule BSZ 11 in Leipzig als Kunst- und Deutschlehrerin tätig ist. Wir sprachen über ihre Meinung bezüglich der Bedeutung und des Einsatzes neuer Medien im Unterricht (Teil 1) und wie sie als Mutter einer dreijährigen Tochter über den kindlichen Umgang mit den elektronischen Produkten denkt (Teil 2).

Der erste Teil des Interviews beschäftigt sich mit den Erfahrungen und der Meinung Frau Andriefskis als Pädagogin. In Teil zwei können Sie mehr über ihre Gedanken als Mutter erfahren.

 

Kommen bei Ihnen im Unterricht moderne Medien wie Beamer, Online-Übungen und Ähnliches zum Einsatz?

Ja, aber begrenzt, da unsere Schule erst wieder zurückgezogen ist und wir uns noch im Bau befinden. Stück für Stück werden aber Whiteboards installiert (momentan 2 Stück) und wir arbeiten auch mit Beamern. Allerdings sind nicht in allen Unterrichtsräumen Beamer vorhanden. Ich speziell habe durch das Projekt („Tablets an Schulen“), an dem ich teilnehme, einen eigenen Beamer. Im Grunde genommen arbeite ich im Unterricht, wenn man von neuen Medien spricht, hauptsächlich mit iPad und Macbook über den Beamer. Die Schüler selbst nutzen im Unterricht noch nichts dergleichen.

 

Wie handhaben Sie den Umgang mit Online-Übungen?

Wir haben ein Infokabinett, in dem die Schüler einen Laptop haben, mit dem sie ins Internet gehen können. Und wir sind auch dabei, dass die Schule W-LAN bekommt, sodass die Schüler im Unterricht mit ihren Smartphones und, eventuell ab dem nächsten Jahr, auch mit ihren iPads online recherchieren bzw. mit Apps arbeiten können.

 

Was ist das für ein Projekt, an dem Sie mitarbeiten?

In Sachsen gibt es jetzt das Pilotprojekt „Tablets an Schulen“, an dem 20 Lehrer teilnehmen dürfen. Wir erhalten dabei ein halbes Jahr lang von Experten aus ganz Deutschland Aus- und Fortbildungen, wie man den Unterricht methodisch und didaktisch, egal mit welchen mobilen Endgeräten, besser aufbereiten kann. Genau bedeutet das, dass wir alle vier Wochen an einem Ganztagsseminar in Chemnitz teilnehmen und in verschiedenen Blöcken unterrichtet werden. Zum Beispiel, was es für Apps gibt und wie diese, egal für welches Fach, als Unterrichtsbaustein praktisch eingesetzt werden können.

Es geht aber nicht darum, den Zettel und den Stift komplett auszuklammern. Die Schüler sollen trotzdem noch selbst schreiben bzw. mitschrieben und damit unterschiedliche Kompetenzen schulen.

Weiterhin besprechen wir auch das Datenschutzrecht als sehr heikles Thema, denn Leipzig ist die einzige Stadt in Sachsen, die einen Vertrag mit der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) für Schulen hat. Dadurch können Lehrer ohne Probleme vollständige Musiksequenzen abspielen, ohne auf die üblichen drei Minuten eingeschränkt sein zu müssen.

Aber es geht auch nicht darum alle Schulen mit ein und demselben mobilen Endgerät auszustatten, sondern das zu nutzen, was der Schüler bereits mitbringt, wie beispielsweise das Smartphone. Man orientiert sich letztlich an den Universitäten in ganz Deutschland.

 

Inwieweit wird in der Erzieherausbildung auf die Entwicklung der Medien eingegangen? Sind Sie der Meinung, dass Erzieher noch genauer auf moderne Medien geschult werden sollten?

Ganz so konkret gibt es das noch nicht. Aber auch an allgemeinbildenden Schulen soll es zukünftig ein Unterrichtsfach „Medienerziehung/Medienpädagogik“ geben, da man merkt, dass es nicht nur darum geht, in sozialen Netzwerken aktiv zu sein und Spiele zu spielen. Die mobilen Endgeräte bieten ja weitaus mehr Möglichkeiten. Deshalb ist es wichtig die Schüler dahin gehend zu schulen und in der Medienerziehung aufzuklären, wie man mit bestimmten Seiten umgehen muss.

Darüber hinaus werden unsere Erzieher in der Ausbildung im Lernfeld 5 unterrichtet, wie man medienerziehungstechnisch auf Kinder und Jugendliche eingehen kann. Und auch alles, was den Kreativbereich betrifft, wie Hörspiele mit Programmen selbst entwerfen, Comics und Fotodokumentationen erstellen, haben sie in ihrer Ausbildung. Leider aber nicht in dem Maße, wie wir uns das wünschen.

 

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung? Werden moderne Medien weiter gestärkt in den Unterricht Einzug halten oder denken Sie, dass der Trend zurück zu den Printmedien geht?

Ich glaube schon, dass das Buch und das Arbeitsheft trotzdem noch eine Rolle spielen. Aber dadurch, dass bestimmte Verlage wie Cornelsen auch schon digitale Bücher auf den Markt bringen, ist es eine Erleichterung für die Schüler, nicht mehr 20 Kilo Bücher mit sich herumzutragen, sondern alles auf dem Tablet zu haben. Aber Arbeitshefte zum Ausfüllen mit Stift sind trotzdem beizubehalten. Der Vorteil ist ja, dass die modernen digitalen Medien eigentlich nur ergänzen sollen. Ich glaube auch, trotz des Vormarschs der E-Books hat man noch gerne das Medium Buch in der Hand und blättert darin. Genauso wie man auch noch Musik und Nachrichten aus dem Radio hört und nicht nur über das Internet. Ich glaube nicht, dass die Printmedien komplett wegfallen, sondern eben durch die neuen Medien ergänzt werden.

In vielen Bereichen geht es auch nicht anders, als die modernen Medien ein Stück weit an die Seite zu stellen. Gerade im kreativen Bereich, wie in der Musik. Es gibt zwar Apps mit einem Klavier und auch mit einer Tastatur, aber es klingt nicht so, als wenn man am richtigen Flügel sitzt und selbst den Rhythmus und die Geschwindigkeit bestimmen kann. Oder auch in der Kunst. Ich kann zwar viel über die Medien erfahren und mich über die Apps ausprobieren, aber deshalb sollte ich trotzdem selbst auch mal den Pinsel in die Farbe getunkt haben. Innerhalb der Erzieherausbildung wird auch immer noch starken Wert darauf gelegt, dass Kinder mit allen Sinnen alles erfahren.

 

Der zweite Teil des Interviews erscheint am Donnerstag, den 18. Dezember.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

 

Autor: Sophie Kliemann

 

 

Kinder im Umgang mit Medien und deren Verfügbarkeit

Dezember 8th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

In der Herstellung multimedialer Kinderprodukte ist ein Wissenszweig essentiell: In welcher Intensität nutzten Kinder Medien überhaupt?
Damit beschäftigt sich die KIM Studie (Kinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Die letzte aktuelle Studie (2012) wurde für uns dafür vom Gesundheitsamt Landkreis – Leipzig zusammengefasst.

 

Die Auswahl  an Medien, die den Kindern in der heutigen Zeit zur Verfügung steht, ist breit gefächert und nahezu ohne zeitliche Begrenzung nutzbar. Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren finden in ihrem häuslichen Umfeld eine Vollausstattung hinsichtlich Handy und Fernseher  und eine 90 prozentige Verfügbarkeit von Radio, CD – als und  DVD Player vor. 75 Prozent  der Haushalte verfügen mindestens  über  eine Spielkonsole. Laut Aussagen der  Eltern ist am häufigsten ein CD Player (58%) im Kinderzimmer vorhanden, gefolgt von der Spielkonsole (51%) und dem eigenem Handy (49%). Über einen MP3 Player verfügen  45 Prozent der Altersgruppe von 6 bis 12 Jahren und 36 Prozent haben einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer stehen, gefolgt  von 32 Prozent  mit eigenem Radio  und/oder eigenem  Kassettenrekorder bzw. CD Player (30 %).

Beliebt: Der Fernseher

Das am häufigsten genutzte  Medium ist das Fernsehen mit  einem Anteil von 79 Prozent des täglichen bzw. fast täglichen Konsums. Für  57 Prozent der Kinder in der relevanten Altersgruppe käme ein Verzicht darauf am wenigsten in Frage. Im Durchschnitt beginnen die Kinder mit 3 Jahren  Medieninhalte aus dem Fernseher zu beziehen.

Leseverhalten

Trotz der wachsenden Medienvielfalt hat das klassische Buch einen hohen Stellenwert. Außerhalb des schulischen Kontextes lesen 14 Prozent der Kinder täglich oder fast täglich. Ein Drittel  liest ein- oder mehrmals pro Woche. Es ist eher geschlechts- als altersabhängig, wie häufig gelesen wird. So lesen Mädchen (58 %) deutlich mehr als Jungen (39 %), gemessen bei einer Leseaktivität von mindestens 1-mal pro Woche. Bei dem Anteil der intensiven Leser (jeden o. fast jeden Tag), ist der Anteil bei den Mädchen dreimal höher, als bei den Jungen.

Multimediageräte: Computer, Tablet, Smartphone

Die Nutzung von Computern hat im Alltag der Kinder zugenommen. 21 Prozent  der Kinder besitzen mittlerweile ein eigenes Gerät, wobei hier Jungen (23 %) etwas häufiger über  einen eigenen Computer als Mädchen (19 %) verfügen. Gerade einmal 26 Prozent dieser Altersgruppe haben  noch nie einen Rechner genutzt.

Durch den Einzug  von Tablet-PCs (12 %) und Smartphones in die Medienlandschaft, vervielfältigten sich auch die Möglichkeiten für Kinder, Angebote im Internet zu nutzen, da diese per Touchscreen und Wisch – Technik leichter zu bedienen sind.

Zehn Prozent im Alter von 6 bis 7 Jahren haben ein eigenes Handy, bei den 8 und 9 Kindern besitzt jedes Dritte ein mobiles Telefon. Zwei Drittel sind es bei den 10 und 11 Jährigen u. bei den 12 bzw. 13 Jährigen sind es fast flächendeckende  91 Prozent. Die am meisten hierbei genutzten Funktionen sind das Telefonieren und das Versenden von Kurznachrichten per SMS. Die Nutzung von Apps spielt  zurzeit kaum eine Rolle (Stand 2012).

Netzwerkgigant Internet

Die Internetnutzung beginnt nach Einschätzung der Eltern mit durchschnittlich 8 Jahren. Nutzen, wenn auch erst einmal sporadisch, tun 62 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das Internet (Jungen 64 %, Mädchen 58 %). Suchmaschinen und Communities machen den Hauptteil der Nutzung aus. In der Altersgruppe zwischen 6 und 13 Jahren sind 44 Prozent der Internetnutzer  in einer Community angemeldet. Die Community-Mitgliedschaft wird vorrangig bei den Kindern via Facebook realisiert, welches  mit 55 % Anteil damit an erster Stelle rangiert. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Mitgliedschaft frühestens bei Facebook mit 13 Jahren möglich ist.

Für ein Viertel aller Kinder, vor allem für Jungen,  gehört die Nutzung von digitalen Spielen, ob nun am Computer, im Internet oder an der Spielkonsole, zu einer  beliebten Freizeitaktivität und ist mittlerweile  zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Zurzeit nutzen 66 Prozent der 6 bis 13 Jährigen mindestens einmal pro Woche Computer-, Konsolen- und Onlinespiele. Täglich  sind es 22 Prozent.

 

Quelle: KIM Studie 2012

Im Rahmen der KIM Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Mütter schriftlich befragt. Die KIM-Studie 2014 erscheint im Frühjahr 2015. Aufgrund dessen sind keine aktuelleren Zahlen verfügbar.

 

Autor: der Text wurde freundlichst von der Präventions-Abteilung des Gesundheitsamtes LK-Leipzig zur Verfügung gestellt.

 

 

… mehr zu diesem Thema:

Auch die aktuelle KidsVerbraucherAnalyse 2014 bestätigt die ansteigende Fülle der Mediennutzungsmöglichkeiten und somit konsequent des Mediennutzungsverhaltens. Allein 82 % der 6 bis 13 Jährigen verfügen über Erfahrungen im Umgang mit Computern.

Rund dreiviertel lesen regelmäßig einmal wöchentlich Bücher oder Zeitschriften, 14 % davon auf E-Readern, Tablets oder Computer.
Im Vergleich zum Vorjahr besitzen doppelt so viele Kinder (tatsächlich jedes vierte Kind) ein Smartphone.

Das digitale Kinderzimmer ist also nicht mehr aufzuhalten, oder?
Bereiten wir uns auf die Zukunft vor.

 

Quelle: Pressemitteilung Egmont MediaSolutions , Berlin, 12. August 2014, KidsVerbraucherAnalyse 2014

Onilo – Die Zukunft des Lesens?

November 17th, 2014 | Neue Prozesse, Produkte & Profile | 0 Comments

Druck

 

Die aktuelle Lage

Fakt ist, dass das Interesse am Lesen bei Kindern im Alter von sechs bis dreizehn Jahren kontinuierlich sinkt, wie die KIM Studie 2010 belegte. Dabei interessieren sich nur 15% der befragten Kinder „sehr“ für Bücher und ein Fünftel lese sogar nie. Der Trend ist alarmierend, denn Lesen ist eine elementare Fähigkeit und nicht nur wichtig um gute schulische Leistungen zu erbringen, sondern auch um mit digitalen Medien richtig umzugehen.

Was ist Onilo?

Um das Leseinteresse zu fördern, wurde die Plattform Onilo des Oetinger Verlags (Hamburg) ins Leben gerufen. Dort herrscht ein vielfältiges Angebot an Boardstories – bekannte Kinderbücher, die in digitale Form umgewandelt und mit animierten Elementen ausgeschmückt werden.
Mittlerweile verlocken dort über 160 Boardstories von 18 bekannten Kinderbuchverlagen in deutscher und englischer Sprache zum Lesen.
Die Zielgruppen sind hauptsächlich Leseanfänger. Mit kurzen Geschichten und zahlreichen Illustrationen soll in kleinen Schritten die Erarbeitung des Kontexts erleichtert und spielerisch umgesetzt werden.
Aufgebaut sind die digitalen Bücher als eine Art Video, dessen Geschwindigkeit nach den Bedürfnissen des Lesers manuell reguliert werden kann.
Onilo legt den Fokus hauptsächlich auf die Anwendung im Unterricht. Deshalb gibt es zu jeder Geschichte Unterrichtsmaterial und andere kreative Anregungen, die Lehrer in ihre Unterrichtsplanung einbringen können. So haben Schüler die Möglichkeit für sich oder vor einer Gruppe zu lesen, können aber auch einfach dem Lehrer zuhören.
Durch den kostenpflichtigen Download auf das Smartphone, Tablet oder den PC, kann Onilo überall problemlos genutzt werden.

Der Gedanke hinter diesem Konzept

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist, dass Kinder sich schnell emotional mit der Lesegeschichte verknüpfen, das geschieht durch die animierten Bilder in Kombination mit den Textelementen. Die Schüler sollen in das Buch eintauchen und so ein besseres Verständnis für die Inhalte entwickeln, das erleichtert ihnen wiederum das Lesen an sich. Durch das intensive Arbeiten können die Schüler ihre eigenen Gefühle ausleben und auch Ansätze zur Konfliktlösung für sich erkennen.
Zusammengefasst steht der spielerische Umgang sowie das Gefühl für Sprache im Mittelpunkt.

Kritisch betrachtet

Onilo möchte, dass ihre Idee in den Unterricht aufgenommen wird, diese spezielle Lehrmethode sei aber nicht in den Lernplänen vorgesehen. Dafür müssten neue Modelle zur Leseförderung konzipiert und durchgesetzt werden, denn es sei beispielsweise nicht klar ersichtlich, ob das Kind nun den Inhalt durch das Lesen oder durch das Betrachten der Bilder erschlossen hat. Außerdem wären Lehrer so gezwungen spezielle Fortbildungen zu besuchen, um die Boardstories richtig im Unterricht einsetzen und bewerten zu können.

 

Autorin: Sarah Alsgut

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